Geisenfeld
Stimmeisen, Donnerstag, 23. Oktober 2025, 13:13 (vor 313 Tagen)
Anscheinend bekommt die Diözese Regensburg nun ihre zweite Seifert-Orgel, und, der Kirche nach zu urteilen, bestimmt keine kleine. Weiß jemand näheres? Die Homepage von Seifert wird offensichtlich nicht gepflegt, liefert also zu dem Projekt keine Infos.
Geisenfeld
MCVL
, Donnerstag, 23. Oktober 2025, 22:29 (vor 313 Tagen) @ Stimmeisen
Ich hoffe jedenfalls, daß das gelungene Gehäuse von 1923 Wiederverwendung findet.
Geisenfeld
ThoFi, Freitag, 24. Oktober 2025, 06:50 (vor 312 Tagen) @ Stimmeisen
Diözese Regensburg...zweite Seifert-Orgel...
Wo steht denn die erste?
Frägt unwissend
Thomss
Seifert, war: Geisenfeld
fluteceleste
, Freitag, 24. Oktober 2025, 09:33 (vor 312 Tagen) @ ThoFi
das frage ich mich auch...In ganz Bayern kann man diese ja fast (?) an einer Hand abzählen. In Schwaben fallen mir Kaufbeuren und Pfronten, in Unterfranken Bad Brückenau ein. Also was Neubauten anbelangt..
Seifert, war: Geisenfeld
ThoFi, Freitag, 24. Oktober 2025, 14:31 (vor 312 Tagen) @ fluteceleste
Seifert aus früherer Zeit: zwei Multiplexe in St. Canisius München und im Stadtsaal Burghausen. 1920er
Thomas
Seifert, war: Geisenfeld
fluteceleste
, Freitag, 24. Oktober 2025, 14:58 (vor 312 Tagen) @ ThoFi
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 24. Oktober 2025, 16:05
Korrekt! Die hatte ich völlig vergessen. Erstere war den Überlieferungen nach eine Katze im Sack par excellence.
Sie wurde dann später von Zwirner umgebaut, und hielt dann immerhin bis zur heutigen Garhammer-Orgel, die mW ganz schön ist (Dr.Marx, übernehmen Sie).
Bei der Burghausener Kiste weiß ich leider nicht, wo bzw wann sie unterging. (Ein paar wenige der launischen Species multiplex sind irgendwo noch erhalten, bis 2022 gab es zB. in Zornheim (gleich neben Mainz) noch eine, die spielt jetzt angeblich in Süditalien, wo eine zünftige Sonneneinstrahlung vermutlich den Membranen die letzte Ehre erweist
.)
Es gibt außerdem noch (normale) 2 Seifertinen im Lkr. Bamberg: Kemmern und Waizendorf (Übungskiste, ex HMT Köln, aus den 60ern, transloziert).
Seifert, war: Geisenfeld
Zartbass
, Freitag, 24. Oktober 2025, 17:29 (vor 312 Tagen) @ fluteceleste
In Nörvenich-Wissersheim (Nähe Köln) steht auch noch eine Seifert-Multiplexorgel aus dieser Zeit.
Seifert, war: Geisenfeld
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Samstag, 25. Oktober 2025, 12:26 (vor 311 Tagen) @ fluteceleste
Nicht zu vergessen die original erhaltene Seifert-Orgel im Mausoleum mitten in der oberbayrischen Pampa.
Seifert, war: Geisenfeld
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Sonntag, 26. Oktober 2025, 05:59 (vor 310 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von Cmcmcm1, Montag, 27. Oktober 2025, 11:03
Lustigerweise war ich gestern noch in St. Canisius, allerdings nicht für ein Orgel- sondern ein exzellentes Chorkonzert.
![[image]](images/uploaded/2025102604530168fda92de307d.jpg)
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Aber um wieder OnT zu kommen: Schade natürlich, dass die Seifert-Multiplexe nicht überlebt hat, das wäre natürlich heute eine Rarität und ein Kuriosum sondergleichen.
Die Garhammer ist ein schönes Instrument und auch die größte je gebaute (und einzige dreimanualige) dieser Firma. Über die gute Qualität der Neubauten von Garhammer gab es vor einiger Zeit ja bereits mal einen Thread von mir.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Garhammerinnen ist die Canisiusorgel etwas historisierender angelegt, was ich persönlich als kleine Einschränkung empfinde: Es gibt nur eine einzige Manualkoppel I/II als Schiebekoppel und nur zwei Pedalkoppeln, d.h. das III. Manual ist nicht koppelbar. Dieses Werk befindet sich im Untergehäuse links und rechts des Spieltisches und war als Echo- bzw. Unterwerk angedacht. Ein gewisser OSV soll not amused gewesen sein, dass Garhammer dieses Werk dann doch noch mit einem Türschweller und einem zugehörigen Schwelltritt ausstattete ("Wie kann man nur!")
Seifert, war: Geisenfeld
Evacuant, Sonntag, 26. Oktober 2025, 08:31 (vor 310 Tagen) @ Cmcmcm1
Ein gewisser OSV soll not amused gewesen sein, dass Garhammer dieses Werk dann doch noch mit einem Türschweller und einem zugehörigen Schwelltritt ausstattete ("Wie kann man nur!")
Muss der Name des OSV verschwiegen werden?
Geisenfeld
Stimmeisen, Freitag, 24. Oktober 2025, 09:48 (vor 312 Tagen) @ ThoFi
Für die Kirche in Pillmersried (Stadt Rötz, Lkr. Cham) hat man 2009 eine kleine Orgel, Baujahr 1985 mit I/6, aus Willich St. Katharina gekauft, die an der Spielanlage die Seifert'sche Firmenaufschrift trägt. Im Inneren jedoch findet man verdächtige Kommissionsnummern. Die Orgel ähnelt sehr stark dieser hier, hat aber keine geteilten Schleifen und jetzt einen 2009 umgebauten Prospekt.
Geisenfeld
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Freitag, 24. Oktober 2025, 09:59 (vor 312 Tagen) @ Stimmeisen
bearbeitet von Cmcmcm1, Freitag, 24. Oktober 2025, 10:51
Anscheinend bekommt die Diözese Regensburg nun ihre zweite Seifert-Orgel, und, der Kirche nach zu urteilen, bestimmt keine kleine. Weiß jemand näheres? Die Homepage von Seifert wird offensichtlich nicht gepflegt, liefert also zu dem Projekt keine Infos.
Oh schön, dass es nun eine offizielle Meldung zu dem Projekt gibt! Es scheint also vorwärts zu gehen - nicht zuletzt dank des Engagements der Kollegen vor Ort!
Soviel kann ich bereits sagen: es wird ein dreimanualiges Instrument werden (III/38, zzgl. Auszügen/Gruppenzügen etc. ~54 Register)
Das hat die Kirche auch dringend nötig. Die jetzige mehrfach umgebaute Weise-Orgel ist für das lange Kirchenschiff völlig unterdimensioniert und an sich viel zu leise - bis auf die freistehende Trompette, die schlägt alles brachial kurz und klein und besitzt aufgrund ewig langer Kondukten einmal quer durch die ganze Orgel (!) merklich unterschiedliche Ansprache- und Repitionszeiten zwischen C- und Cis-Seite.
Der Prinzipal 8' ging schon seit Jahr(zehnt)en nicht mehr und die Einschaltung ließ sich auch nicht ohne Weiteres reparieren, da sie schlicht nicht ohne größere Ausbauten erreichbar ist.
Historisches Pfeifenmaterial, das wiederverwendbar ist, wird selbstverständlich in den Neubau integriert werden.
Weitere Infos folgen zu gegebener Zeit. Wenn das Instrument fertig ist, werde ich sicher einmal hinfahren und mir die Orgel ansehen.
Geisenfeld
Stimmeisen, Freitag, 24. Oktober 2025, 13:40 (vor 312 Tagen) @ Cmcmcm1
Danke für Deine Infos. Spannend!
Ich kenne die Orgel ziemlich gut, von außen und von innen. Eine üble Kiste mit technisch unzuverlässigen Windladen, elektrischen Problemen (Spieltischkontakte) und einem zusammengewürfelten Pfeifenwerk, zumeist von sehr überschaubarer (Klang-) Qualität. Bei der zugebauten Trompete fielen wegen schlechter Bauweise regelmäßig Töne aus, von Stimmhaltung konnte sowieso keine Rede sein. Ohne die HW-Zungen ist die Orgel aber, wie Du völlig richtig schreibst, viel zu schwach, für den Raum schlicht zu klein. Eigentlich wäre schon vor Jahrzehnten ein Neubau fällig gewesen.
Gespannt bin ich auch deshalb, weil in dem vorhandenen Gehäuse schwerlich 38 Register unterzubringen sein werden; auch für ein III. Manual wirds verdammt eng. Wird das Gehäuse erweitert/umgebaut? Gar erneuert? Oder bekommt das dritte Werk einen anderen Standort: Rückpositiv/Fernwerk/Chororgel? Und ab wann etwa dürfen wir uns auf die neue Orgel freuen?
Geisenfeld
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Sonntag, 26. Oktober 2025, 05:43 (vor 310 Tagen) @ Stimmeisen
bearbeitet von Cmcmcm1, Sonntag, 26. Oktober 2025, 05:48
Gespannt bin ich auch deshalb, weil in dem vorhandenen Gehäuse schwerlich 38 Register unterzubringen sein werden; auch für ein III. Manual wirds verdammt eng. Wird das Gehäuse erweitert/umgebaut? Gar erneuert? Oder bekommt das dritte Werk einen anderen Standort: Rückpositiv/Fernwerk/Chororgel? Und ab wann etwa dürfen wir uns auf die neue Orgel freuen?
Das historische Gehäuse wird selbstverständlich wiederverwendet werden. (@MCVL ist dieses tatsächlich von 1923? Ich dachte die Orgel geht im Kern auf einen Weise-Neubau von 1915 zurück.)
Das Gehäuse wird ein gutes Stück vorgezogen, was dem Raumeindruck sogar zu Gute kommt, da das Gehäuse im Vergleich zu den Porportionen der Kirche bzw. der Empore auch optisch etwas klein ausfällt. Dadurch wird die optische Präsenz der Orgel im Raum ein wenig vorteilhafter, als das jetzt am Ende der tiefen Empore der Fall ist.
Des Weiteren wird es, weit hinten zurückgesetzt, schlichte seitliche Zubauten für das Pedalwerk geben.
Alles in allem passen damit auch alle drei Werke in das Gehäuse, vorne mittig das Hauptwerk, dahinter nebeneinander die beiden Schwellwerke. Ganz hinten dann, seitlich in die Zubauten auskragend das Pedal. Die Windversorgung wird außerhalb des Gehäuses untergebracht.
Über ein Werk vorne im Kirchenraum wurde zwar auch spekuliert, entsprechende Räumlichkeiten wären vorhanden, aber bisher ist dies nicht Teil des Konzeptes.
Außerdem werden die Trakturen vollelektrisch und der Spieltisch fahrbar sein.
Fertigstellung ist vermutlich im Frühjahr 2027.
Geisenfeld
MCVL
, Freitag, 24. Oktober 2025, 22:20 (vor 312 Tagen) @ Cmcmcm1
Ab 3. November gibt es wahrscheinlich zur Baugeschichte der Orgel weitere Aufklärung... ; -)
Geisenfeld
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Sonntag, 26. Oktober 2025, 05:46 (vor 310 Tagen) @ MCVL
Ab 3. November gibt es wahrscheinlich zur Baugeschichte der Orgel weitere Aufklärung... ; -)
Ich bin gespannt! Die Baugeschichte dort ist maximal heterogen. Wenn du da etwas Licht ins Dunkel bringen könntest, würde ich mich freuen!
Geisenfeld
MCVL
, Sonntag, 26. Oktober 2025, 10:55 (vor 310 Tagen) @ Cmcmcm1
Ab 3. November gibt es wahrscheinlich zur Baugeschichte der Orgel weitere Aufklärung... ; -)
Ich bin gespannt! Die Baugeschichte dort ist maximal heterogen. Wenn du da etwas Licht ins Dunkel bringen könntest, würde ich mich freuen!
Zu deiner Frage nach dem Baujahr: in den Regensburger Orgelmeldebogen ist 1923 angegeben, das halte ich auch für realistisch. Die Angabe 1915 bzw. "ca. 1915" geht auf Brenninger zurück. Wenn die Orgel 1915 gebaut worden wäre, hätte es sich mit Sicherheit um ein Translationswerk gehandelt. Auch die offensichtliche Wiederverwendung von älterem Pfeifenwerk durch Weise spricht eher für Michael als für Ignaz. Ignaz hat älteres Pfeifenwerk eigentlich nur pneumatischen Umbauten beibehalten.
In nächster Zeit bin ich im Staatsarchiv München und möchte mir den entsprechenden Akt zu Geisenfeld durchsehen. Leider ist die Aktenlage zu Oberbayern bei weitem nicht so hervorragend wie zu Niederbayern. Die Kirchenbauakten der Regierung von Oberbayern wurde im II. Weltkrieg zerstört, auch die Überlieferung der einzelnen Bezirksämter ist sehr unterschiedlich, teilweise ist kaum mehr was vorhanden wie z.B. zu Ingolstadt, ebenfalls ein Kriegsverlust. Zudem sind die Findmittel im Staatsarchiv München nicht annähernd so luxuriös wie die in Landshut. Teilweise müssen je Bezirksamt bis zu fünf verschiedene Findbücher durchgesehen werden. Zu den von Ignaz Weise für Oberbayern gelieferten Orgeln konnte ich folgende Akten ermitteln:
Bezirksamt Aichach
104648 Oberbernbach
Bezirksamt Altötting
63667 Restaurierung der Pfarrkirche Burgkirchen am Wald 1892-1905
63674 Restaurierung der Pfarrkirche Feichten 1898-1907
65469 Anschaffung einer neuen Orgel für die Wallfahrtskirche Heiligenstatt 1910-1911
65485 Anschaffung einer neuen Orgel für die Kirche Margarethenberg 1910-1911
65523 Restaurierung der Pfarrkirche Wald/Alz 1909-1910
Bezirksamt Berchtesgaden
29976 Neubau einer Orgel für die Pfarrkirche in Schellenberg 1902-1903
Bezirksamt Ebersberg
75892 Anschaffung einer neuen Orgel für die Filialkirche in Poing 1904
Bezirksamt Erding
147700 Pfarrkirche in Grüntegernbach 1888-1922
Bezirksamt Laufen
141044 Orgelanschaffung für die Pfarrkirche in Palling und die Filialkirche Tyrlbrunn 1906-1907
Bezirksamt Mühldorf
51635-51659 Egglkofen
51699-51711 Hörbering
51810-51819 Gumattenkirchen
52055 und 52059 (sind wohl in einem Sammelakt) Pietenberg
52200 Orgelerhebung 1929/30
Bezirksamt Pfaffenhofen/Ilm
48923 Reparaturen und Anschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche Geisenfeld 1877-1924
49635 Anschaffungen für die Pfarrkirche Wolnzach 1855-1922
49682 Erweiterung der Pfarrkirche Wolnzach 1909-1913
49683 Baureparaturen an der Pfarrkirche Wolnzach 1857-1912
Bezirksamt Traunstein
211389 Pfarrkirche Tacherting - Baureparaturen und Innenrenovierung 1875 1937
211425 Pfarrkirche Tacherting - Baureparaturen und Innenrenovierung 1892-1951
Bezirksamt Wasserburg
47656 Die Kirche in Rechtmehring 1897-1935
Bezirksamt Wolfratshausen
39882 Herstellung einer neuen Orgel in Münsing 1888-1901
Hast Du eigentlich mein Weise-Verzeichnis nicht bekommen? Es gab beim Versenden mit mehreren e-mail-Adressen Schwierigkeiten?
Grüße von Mark (der gerade an den Akten zu Rettenbach sitzt, daher die Anfrage : -) )
![[image]](images/uploaded/2025102609541268fdefc4121a9.jpg)
![[image]](images/uploaded/2025102609543168fdefd75d6f1.jpg)
Neues zu Geisenfeld
MCVL
, Donnerstag, 06. November 2025, 12:01 (vor 299 Tagen) @ Cmcmcm1
Ab 3. November gibt es wahrscheinlich zur Baugeschichte der Orgel weitere Aufklärung... ; -)
Ich bin gespannt! Die Baugeschichte dort ist maximal heterogen. Wenn du da etwas Licht ins Dunkel bringen könntest, würde ich mich freuen!
Ich weiß jetzt, aus welchem Jahr die Orgel stammt und auch das Abnahmegutachten von Josef Renner jun. liegt mir vor.
Weder 1915 noch 1923 ist korrekt... Aber wie ich vermutet habe, ist Michael Weise der Erbauer. Es war übrigens ein Teilbau mit 15 von 20 geplanten Registern unter Verwendung von Pfeifenwerk der Vorgängerorgel.
Mehr dazu demnächst hier.
Neues zu Geisenfeld
MCVL
, Donnerstag, 06. November 2025, 18:41 (vor 299 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von MCVL, Donnerstag, 06. November 2025, 19:19
Gerade eben habe ich mir nun diesen Orgelakt durchgesehen, der auch Aktenmaterial zum Umbau durch Maerz 1877 enthält. Was wissen wir zu diesen Arbeiten? Die Kosten haben etwa 4000 Mk. betragen, also ein recht stolzer Preis. In den Unterlagen zum Weise-Neubau wird erwähnt, daß die Orgel mit einem neugotischen Gehäuse versehen war. Ob dies von Maerz 1877 stammt oder schon früher in der Kirche vorhanden war, ist bislang noch unklar. Die Maerz-Unterlagen werde ich bei Gelegenheit einmal genau durchgehen und transkribieren.
Nun aber zur Weise-Orgel.
(Staatsarchiv München, Bestand Bezirksamt Pfaffenhofen/Ilm Nr. 48923 Reparatur der Orgel in der Pfarr-Kirche in Geisenfeld 1877/Erbauung einer neuen Orgel in der Pfarrkirche zu Geisenfeld 1924)
21. August 1924
Die Firma Weise erstellt einen Kostenvoranschlag zu einer neuen Orgel incl. Gehäuse, für welche das vorhandene Pfeifenwerk teilweise wiederverwendet werden soll. Preis 8000 M für einen Teilbau mit 15 klingenden Registern (von 20).
24. August 1924
Beschluß der Kirchenverwaltung Geisenfeld zur Auftragsvergabe an Weise. Die Orgel soll durch freiwillige Gaben finanziert werden.
10. Oktober 1924
Das Landesamt für Denkmalpflege/München hat nichts dagegen, ein neues Orgelgehäuse anstelle des bisherigen neugotischen zu erbauen. Der vorliegende Entwurf entsprach jedoch nicht den Anforderungen des Landesamts. In Zusammenarbeit mit Architekt Ferdinand Thamm/München erarbeitet das Landesamt eine neue Skizze. Ebenso legt das Amt Muster für die Marmorierung des Gehäuses vor und verlangt die Ornamente in Glanzgold auf Eierpoliment auszuführen.
29. Oktober 1924 - Pfarrer Dietl/Geisenfeld an das Bezirksamt Pfaffenhofen/Ilm
Anbei übersende ich den Beschluß der Kirchenverwaltung betr. Anschaffung einer neuen Orgel. Jeder Unumsichtigkeit abhold, muß ich gestehen, daß die neue Orgel bereits bestellt u. teilweise schon fertig gestellt ist. Ich war der Meinung, eine Genehmigung sei nicht mehr vorgeschrieben, da die Mittel nicht dem Kirchenvermögen entnommen werden, da die alte Orgel einen Kunstwert nicht darstellte u. bezüglich des alten u. neuen Gehäuses die zustehende Behörde gefragt wurde. Bezüglich der Kosten übernehme ich die Haftung. Kirchenumlagen werden nicht erhoben. Das Gutachten des Konservatoriums bitte ich dem Gesuche beizulegen. Den Plan des Gehäuses hat der Bildhauer in Händen. Wäre seine Vorlage nötig, so müßte ich ihn von demselben schicken lassen.
22. Januar 1925
Nachträgliche Genehmigung des Neubaus mit dem von Architekt Thamm entworfenen Gehäuse durch die Regierung von Oberbayern/München.
Abnahmegutachten von Josef Renner/Regensburg vom 25. Januar 1925
Am 18. d. Mts. unterzog der Gefertigte die von der rühmlichst bekannten Firma M. Weise in Plattling erbaute Orgel in Geisenfeld einer eingehenden Prüfung, welche nachstehendes Resultat ergab:
Von den 20 Registern, welche die Orgel dem Kostenvoranschlag entsprechend erhalten soll, sind bereits 15 vorhanden, von denen einige aus der alten Orgel übernommen wurden. Diese 15 Stimmen sind durchweg in so hervorragend künstlerischer Weise intoniert, daß der Gefertigte nur den aufrichtigen Wunsch aussprechen kann, es möchten sich baldigst die Mittel zur Einstellung der noch fehlenden fünf Register finden.
Aber auch schon jetzt ist die Klangwirkung sowohl der einzelnen Register wie ihrer Kombinationen und des kraftvoll und festlich klingenden vollen Werkes eine ganz ausgezeichnete und derart abgerundete, daß die Orgel bei jedem Zuhörer nur den Eindruck eines vollständig ausgebauten Werkes von prächtigstem Zusammenklang hinterlassen kann.
Wie schon bemerkt, ist die Intonation jedes einzelnen Registers mit äußerster Sorgfalt durchgeführt und daher eine sehr charakteristische und in allen Lagen überaus tonschöne. Auch in bezug auf präzise Ansprache und reiner Stimmung jedes Tones bleibt nicht das Geringste zu wünschen übrig.
Die pneumatische Einrichtung der Orgel ist nach dem eigenen bewährten System der Firma konstruiert und funktioniert exakt, sicher und vollkommen geräuschlos. Ebenso zeigen das gesamte Pfeifenwerk, das mächtige, reichlichen Wind liefernde Gebläse und der moderne, elegant ausgestattete Spieltisch bestes Material und saubere, sorgfältige Arbeit, wie auch von der Solidität dieser Firma nichts anderes zu erwarten war.
Aus Vorstehendem dürfte zur genüge hervorgehen, daß die imposante und altehrwürdige Pfarrkirche in Geisenfeld mit dieser neuen Orgel ein Meisterwerk erhalten hat, das nicht nur der schönen Kirche zur dauernden Zierde, sondern auch der Firma Weise zur hohen Ehre gereicht. Möchten sich doch, wie schon oben angedeutet, recht bald edle, opferfreudige Spender finden, deren Mildtätigkeit die Anschaffung der noch der Einstellung harrenden 5 Register ermöglichen würde!
Regensburg, 27. Januar 1925
Prof. Josef Renner
Domorganist.
7. März 1925 - Pfarrer Dietl/Geisenfeld an das Bezirksamt Pfaffenhofen/Ilm
[...] zurück mit der Erklärung, daß die Orgel von der Firma Weise in Plattling, eine unserer besten Orgelbauanstalten geliefert ist. Der gedruckte Vertrag, der die Vertragsbedingungen des Verbandes der Orgelbaumeister ganz Deutschlands zum Ausdruck bringt, spricht nur von einer 3jährigen Garantie. Die Prüfung durch den diözesanen Prüfungscommissär hat sehr befriedigt.
Das Bezirksamt Pfaffenhofen verlangt nach dieser Mitteilung eine Erhöhung der Garantiezeit von drei auf fünf Jahre.
Soweit der Auszug aus den Akten. Vielleicht kann Stimmeisen, dem die Orgel bekannt ist, noch etwas dazu beitragen, ob dort evtl. noch vorindustrielles Pfeifenwerk vorhanden ist oder wie viel von Maerz 1877 stammen könnte.
Neues zu Geisenfeld
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Samstag, 08. November 2025, 10:38 (vor 297 Tagen) @ MCVL
Lieber Mark,
vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Recherche! Da werde ich den Organindexeintrag zu Geisenfeld entsprechend aktualisieren! Ist bekannt, ob die fünf von Weise geplanten Register noch zu einem spoäteren Zeitpunkt eingebaut wurden? Bereits 1937 fand ja die erste Erweiterung durch Hirnschrodt statt, sodass es gut möglich ist, dass man davor keine weitere Maßnahme angegangen ist.
Neues zu Geisenfeld
MCVL
, Samstag, 08. November 2025, 22:20 (vor 297 Tagen) @ Cmcmcm1
Lieber Mark,
vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Recherche! Da werde ich den Organindexeintrag zu Geisenfeld entsprechend aktualisieren! Ist bekannt, ob die fünf von Weise geplanten Register noch zu einem spoäteren Zeitpunkt eingebaut wurden? Bereits 1937 fand ja die erste Erweiterung durch Hirnschrodt statt, sodass es gut möglich ist, dass man davor keine weitere Maßnahme angegangen ist.
Lieber Christopher,
gerne geschehen, ich war selbst sehr gespannt was da herauskommen wird. Leider konnte ich wegen eines technischen Defekts nur die Hälfte der von mir bestellten Akten durchsehen, die andere Hälfte steckte in einem Aufzug fest..
Den genau gleichen Gedanken hinsichtlich der Fertigstellung der Orgel hatte ich auch. Womöglich war der Endausbau mit der Auslöser für die Arbeiten von Hirnschrodt. Leider ist die Disposition auf dem Orgelmeldebogen nicht angegeben, weshalb auch immer.
Neues zu Geisenfeld
Stimmeisen, Sonntag, 09. November 2025, 16:15 (vor 296 Tagen) @ MCVL
Leider habe ich seinerzeit das Pfeifenwerk der Orgel nicht gezielt auf Altbestände durchgesehen. Ich erinnere mich noch an den hölzernen Contrabaß 16', der vermutlich aus der Vor-Weise-Zeit stammt. Doch Vorsicht - nicht jede 1924 in die Orgel gekommene, gebrauchte Pfeife muß vorher auch zwingend in Geisenfeld gestanden haben. Weise hatte ein umfangreiches Lager...
Geisenfeld - Disposition
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Samstag, 03. Januar 2026, 21:59 (vor 241 Tagen) @ Cmcmcm1
Geisenfeld
untersatz32, Freitag, 24. Oktober 2025, 17:51 (vor 312 Tagen) @ Stimmeisen
Die Trompete rechts und links sieht tatsächlich heiss aus :-)
Geisenfeld - Abbau der Orgel
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Mittwoch, 21. Januar 2026, 12:57 (vor 223 Tagen) @ Stimmeisen
bearbeitet von Cmcmcm1, Mittwoch, 21. Januar 2026, 13:02
Nachdem die Weise-Hirnschrodt-Adam-Rickert-Orgel (was für ein Name) am vergangenen Sonntag (18.01.2026) ihre letzte Messe begleitet hatte, wurde das Instrument dann am Montag und Dienstag abgebaut.
Die folgenden Fotos wurden mir von zwei der örtlichen Organisten zugesendet und geben einen Einblick in die Konstruktion dieses zusammengewürfelten Instrumentes.
In der neuen Seifert-Orgel finden sowohl das Gehäuse als auch zahlreiches Pfeifenwerk Wiederverwendung (darunter selbstverständlich alle historisch bedeutsamen Pfeifen, aber zum Beispiel auch die berühmte Trompete - wenn auch in anderer Funktion.
![[image]](images/uploaded/202601211147076970bcbbe3d28.jpg)
Der später hinzugefügte Schwellkasten bestand aus billiger Faserplatte und dazwischen eingespritztem Bauschaum. Eine Rückwand gab es nicht, stattdessen wurde der Kasten formschlüssig mit einer weiteren Ladung Bauschaum mit der kühlen Rückwand der Kirche verbunden.
![[image]](images/uploaded/202601211147316970bcd3c64bd.jpg)
![[image]](images/uploaded/202601211150136970bd75edbe9.png)
Beim Abbau der Orgel war endlich auch einmal die Nuss des Tons C der Posaune erreichbar, der schon längere Zeit nicht mehr funktionierte. Wie sich herausstellte war eine vertrocknete Larve die Ursache.
![[image]](images/uploaded/202601211151136970bdb12288f.jpg)
Derweil stapeln sich bereits ebenerdig im Kirchenschiff die Pfeifen und Gehäuseteile für den Abtransport.
![[image]](images/uploaded/202601211152506970be12dd186.jpg)
![[image]](images/uploaded/202601211152586970be1aee2e1.jpg)
Zuletzt stand nur noch der Unterbau mitsamt der gestückelten und aneinandergepuzzleten Windladen: Links im Bild auf Sturz die Pedallade, rechts erhöht vorne das Hauptwerk (I), dahinter an der Kirchenrückwand die Lade(n) des Schwellpositivs (II).
![[image]](images/uploaded/202601211153466970be4a01d9f.jpg)
... und schon ist sie weg:
![[image]](images/uploaded/202601211156116970bedb2a341.jpg)
Geisenfeld - Abbau der Orgel
elias.orgel, Mittwoch, 21. Januar 2026, 14:12 (vor 223 Tagen) @ Cmcmcm1
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 21. Januar 2026, 14:39
Nachdem die Weise-Hirnschrodt-Adam-Rickert-Orgel (was für ein Name) am vergangenen Sonntag (18.01.2026) ihre letzte Messe begleitet hatte, wurde das Instrument dann am Montag und Dienstag abgebaut.
und die hat er ganz alleine gebaut
- der weise Hirnschrodt, Adam Rickert - faszinierend...
.
Die folgenden Fotos wurden mir von zwei der örtlichen Organisten zugesendet und geben einen Einblick in die Konstruktion dieses zusammengewürfelten Instrumentes.
In der neuen Seifert-Orgel finden sowohl das Gehäuse als auch zahlreiches Pfeifenwerk Wiederverwendung (darunter selbstverständlich alle historisch bedeutsamen Pfeifen, aber zum Beispiel auch die berühmte Trompete - wenn auch in anderer Funktion.
Welche andere Funktion bekommt denn diese Trompete?
+ Kerzenständer? Weihwasserspender? Mobilfunksender?
.
Der später hinzugefügte Schwellkasten bestand aus billiger Faserplatte und dazwischen eingespritztem Bauschaum. Eine Rückwand gab es nicht, stattdessen wurde der Kasten formschlüssig mit einer weiteren Ladung Bauschaum mit der kühlen Rückwand der Kirche verbunden.
immer dieses kleinliche Gemecker, Mann muss auch mal das Positiv sehen
- so wurden Gehäuse und Rückwand künstlerisch und akustisch voneinander entkoppelt ;-)
.
![]()
Beim Abbau der Orgel war endlich auch einmal die Nuss des Tons C der Posaune erreichbar, der schon längere Zeit nicht mehr funktionierte. Wie sich herausstellte war eine vertrocknete Larve die Ursache.
Ich betonte es eigentlich immer wieder ungern
- Posaunen müssen regelmäßig gewässert werden...
dann wäre es dazu niemals nicht gekommen können
.
Derweil stapeln sich bereits ebenerdig im Kirchenschiff die Pfeifen und Gehäuseteile für den Abtransport.
Wer macht denn sowas
- ist das überhaupt erlaubt?
.
Zuletzt stand nur noch der Unterbau mitsamt der gestückelten und aneinandergepuzzleten Windladen: Links im Bild auf Sturz die Pedallade, rechts erhöht vorne das Hauptwerk (I), dahinter an der Kirchenrückwand die Lade(n) des Schwellpositivs (II)
... und schon ist sie weg:
und zu den Überresten spät byzantitinischer Wandmalereien sagst Du nichts,
- (zu dem was diese wider dich zeugen)
oder ist das nur ein bisschen früher barocker Bauschaum?
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Geisenfeld - Abbau der Orgel
MCVL
, Mittwoch, 21. Januar 2026, 22:48 (vor 223 Tagen) @ elias.orgel
So richtig weiß ich nicht, was wirklich schräger ist: Trumps Rede heute in Davos oder deine Antwort auf Christophers Beitrag...
Vielen Dank auf jeden Fall an Christopher, vor allem die Technik hat mich sehr interessiert, wer da was angestückelt hat, würde mich noch interessieren. Gerade hinsichtlich der Pedallade habe ich so etwas auch schon bei anderen Orgelbauern gesehen. Getrennte Kanzellen, aber pneumatisch miteinander verbunden, darauf Stöcke, die aber weit über die Kanzellen hinaus geragt haben um das Pfeifenwerk vernünftig aufstellen zu können.
Geisenfeld - Neue Erkenntnisse während des Abbaus der Orgel
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Freitag, 23. Januar 2026, 23:33 (vor 221 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von Cmcmcm1, Samstag, 24. Januar 2026, 11:55
Vielen Dank auf jeden Fall an Christopher, vor allem die Technik hat mich sehr interessiert, wer da was angestückelt hat, würde mich noch interessieren.
Da kann ich nun etwas aufklären, denn ich habe exklusive Infos aus erster Hand, die sich beim Abbau der Orgel ergeben haben:
In der Orgel finden sich genau zwei verschiedene Ladenbauarten, zum einen Membranladen, die eindeutig Weise 1924 zuzuordnen sind und zum anderen Taschenladen mit stehenden Taschen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Hirnschrodt 1937 stammen.
Demnach haben Adam und Rickert keine zusätzlichen Laden mehr angebaut (sondern, wenn überhaupt, Dispositionsänderungen vorgenommen).
Die Aufteilung der verschiedenen Windladen ist wie folgt:
Das Hauptwerk (I. Manual) stand auf zwei Membranladen von Weise. Die freistehende Trompete 8' besaß eine Zusatzlade mit stehenden Taschen und stammt demach von Hirnschrodt 1937. Diese Theorie wird dadurch untermauert, dass Hirnschrodt ein Firmenschild in der unmittelbaren Nähe der HW-Zusatzlade hinterlassen hat.
Im Schwellwerk gab es mittig eine weitere Membranlade von Weise, an die auf beiden Seiten Taschenladen von Hirnschrodt angestückelt worden waren.
Bauartbedingt sind die Taschenladen deutlich höher als die Membranladen. Im folgenden Bild ist eine Seitenansicht auf die drei Windladen des Schwellpositivs (II) zu sehen: links eine recht hohe Taschenlade von Hirnschrodt, rechts die niedrigere originale Membranlade von Weise, ganz rechts im Bild wieder eine hohe Taschenlade von Hirnschrodt für Krummhorn 8' und Blockflöte 4'.
![[image]](images/uploaded/202601232222336973f4a92b4f6.jpg)
Im Pedal ist das ganz ähnlich: Die Register Violonbass 16', Subbass 16' und Oktavbass 8' (allesamt Maerz-Pfeifen von 1877) standen auf einer Weise-Membranlade von 1924. Die Posaune 16' war dagegen eine Ergänzung Hirnschrodts auf einer einzelnen Taschenlade mit stehenden Taschen.
Beim Abbau der Orgel konnte durch originale Inschriften in den Windladen die ursprünglche Disposition der Weise-Orgel (1924) ermittelt werden:
I. Manual
Bordun 16'
Principal 8'
Hohlflöte 8' - zuletzt stand hier eine Rohrflöte 8'
Gamba 8' - zuletzt stand hier der Prinzipal 2'
Dolce 8' - zuletzt stand hier die Clarine 4' (mutmaßlich von Adam ergänzt)
Octave 4'
Mixtur - zuletzt 1 1/3' - ursprünglich sehr wahrscheinlich 2 2/3'
II. Manual
Gedackt 8'
Salicional 8'
Voix céleste 8' - zuletzt stand hier Larigot 1 1/3'
Fugara 4'
Pedal
Contrabass 16' - Am Spieltisch als Violon 16' bezeichnet
Subbass 16'
Zartbass 16' (Windabschwächung)
Octavbass 8'
Nachtrag: Die originalen Weise-Membranladen werden in der Kirche eingelagert, um sie ggf. in ferner Zukunft für eine Chororgel/Fernwerk auf dem Nonnenchor wiederverwenden zu können. Die Hirnschrodt-Ergänzungen dagegen haben das Ende ihrer Lebenszeit erreicht.
Geisenfeld - Neue Erkenntnisse während des Abbaus der Orgel
MCVL
, Samstag, 24. Januar 2026, 08:59 (vor 220 Tagen) @ Cmcmcm1
bearbeitet von MCVL, Samstag, 24. Januar 2026, 09:07
Vielen herzlichen Dank für die neuen Informationen und Erkenntnisse. Ja, das ist alles sehr schlüssig und bestätigt meine bisherige Vermutung, daß die Orgel bis zu den Arbeiten von Hirnschrodt 1937 als der Teilbau von 1924 existierte.
D.h. aber, daß Weise 1924 die Windladen für den Endausbau noch nicht geliefert hatte, andernorts waren in solchen Fällen manchmal schon Leerkanzellen vorbereitet.
Hast du Infos, ob in den Manualen auch Pfeifenwerk aus der Zeit vor 1924 aufgefunden wurde?
Zu der geplanten Seifert-Orgel hätte ich auch noch eine Frage: werden die Seraphonregister nach originalen Weigle-Vorbildern angefertigt?
Geisenfeld - Abbau der Orgel
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Freitag, 23. Januar 2026, 23:35 (vor 221 Tagen) @ elias.orgel
In der neuen Seifert-Orgel finden sowohl das Gehäuse als auch zahlreiches Pfeifenwerk Wiederverwendung (darunter selbstverständlich alle historisch bedeutsamen Pfeifen, aber zum Beispiel auch die berühmte Trompete - wenn auch in anderer Funktion.
Welche andere Funktion bekommt denn diese Trompete?
+ Kerzenständer? Weihwasserspender? Mobilfunksender?
Tatsächlich wandert sie ins Schwellwerk als SW-Trompete und erhält eine 16'-Extension.
Geisenfeld - Abbau der Orgel
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Freitag, 23. Januar 2026, 23:40 (vor 221 Tagen) @ elias.orgel
und zu den Überresten spät byzantitinischer Wandmalereien sagst Du nichts,
- (zu dem was diese wider dich zeugen)
oder ist das nur ein bisschen früher barocker Bauschaum?
Du wirst lachen, aber unter dem Bauschaum sind tatsächlich historische Wandmalereien aus dem 15. oder 16. Jahrhundert im ehemaligen Schwellpositiv erhalten.
Geisenfeld - Abbau der Orgel
elias.orgel, Samstag, 24. Januar 2026, 07:52 (vor 220 Tagen) @ Cmcmcm1
bearbeitet von elias.orgel, Samstag, 24. Januar 2026, 08:14
und zu den Überresten spät byzantitinischer Wandmalereien sagst Du nichts,
- (zu dem was diese wider dich zeugen)
oder ist das nur ein bisschen früher barocker Bauschaum?
Du wirst lachen, aber unter dem Bauschaum sind tatsächlich historische Wandmalereien aus dem 15. oder 16. Jahrhundert im ehemaligen Schwellpositiv erhalten.
warum soll(te) ich lachen ?
- das war auf dem Photo doch ziemlich eindeutig
und einfach zu erkennen...
(ich fürchte einige hier unterschätzen* mich gewaltig ;-)
da Du meine Mail wahrscheinlich nicht bekommen hast
https://organindex.de/index.php?title=Geisenfeld,_St._Emmeram_und_Mari%C3%A4_Himmelfahrt
Anmerkung 16. Ist falsch
(Oktavbass 8' - bitte, gern geschehen)
-
-
-
* FFF (eins vor dem Ei ;-)
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Geisenfeld - Abbau der Orgel
Evacuant, Samstag, 24. Januar 2026, 13:16 (vor 220 Tagen) @ elias.orgel
(ich fürchte einige hier unterschätzen* mich gewaltig ;-)
... "fürchte" ist hier wohl nicht das richtige Wort, Du gibst Dir ja jede erdenkliche Mühe...