Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
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Bei Loriot wußten sie es schon immer:
"Man muß ja auch an die Landwirtschaft denken."
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
In Luzern gibt es im Echowerk Alphorn 16/8/4
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
wie klingt das? Trompetenmäßig?
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Die Klais-Orgel in Bad Säckingen besitzt ein Alphorn, gebaut mit gekröpften Bechern. Leider weiß ich nicht, wie es klingt.
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Auch die Orgel in der Klosterkirche Andechs hat ein Alphorn:
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Die alte Chororgel des Ulmer Münsters besaß auch schon ein Alphorn 16‘
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Luzern:
Das ist eine ausgewachsene englische HD-Tuba 16 8 4
Da bleibt kein Auge trocken.
In Bad Säckingen eine gekröpfte 16‘ Trompete in Art dunklem
Chamaden-Sound.
Alphörner
Ein labiales Alphorn 4' gibt es im Fernwerk der Zeilhuber-Orgel in Oberstdorf.
Alphörner
Das gab es doch in größeren Koulen-Orgeln auch als labiales Register?
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein. Wenn nicht eine Pfeifenbeschreibung nebendran stehen würde, hätte ich gedacht, es geht hier um eine Art Xylophon in Anlehnung an eine in der Kirche vorhandene Reliquie.
Viele Grüße
Thorsten
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Und in der süddt. Romantik findet man sie beispielsweise bei F.B.Maerz als typische Bezeichnung für eine weite, offene Flöte.
Der Zuname in Schleching ist allerdings kein echter Genitiv, sondern der niederländische Vorname des langjährigen Sprechers der Orgelprojektgruppe :)
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Und in der süddt. Romantik findet man sie beispielsweise bei F.B.Maerz als typische Bezeichnung für eine weite, offene Flöte.
Der Zuname in Schleching ist allerdings kein echter Genitiv, sondern der niederländische Vorname des langjährigen Sprechers der Orgelprojektgruppe :)
Das wäre die nächste Frage gewesen. Danke schön!
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Und in der süddt. Romantik findet man sie beispielsweise bei F.B.Maerz als typische Bezeichnung für eine weite, offene Flöte.
Bei Ignaz Weise handelte es sich in den unteren Oktaven um ein offenes Holzregister, welches im Diskant zu 60 % Zinn wechselte und überblasend ausgeführt war. Das einzige achtfüßige Flötenregister, welches Weise im Reporoire hatte.
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Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Und in der süddt. Romantik findet man sie beispielsweise bei F.B.Maerz als typische Bezeichnung für eine weite, offene Flöte.
Bei Ignaz Weise handelte es sich in den unteren Oktaven um ein offenes Holzregister, welches im Diskant zu 60 % Zinn wechselte und überblasend ausgeführt war. Das einzige achtfüßige Flötenregister, welches Weise im Reporoire hatte.
Fast identisch bei Maerz. Da gab es auch seltenst was anderes ausser Tibia 8' und Gedeckt 8' bei den weiten Registern. Auch Maerz baute sie im Bass aus Holz und ließ sie häufig ab c" überblasen. Als Besonderheit sind seine Tibias nicht immer zylindrisch, sondern beispielsweise in Fridolfing und Garching leicht konisch (die Traversflöten 4' haben meist die identische Mensur), oder sogar ganz leicht trichterförmig wie in St.Zeno.
Viele Grüße
Uli
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Und in der süddt. Romantik findet man sie beispielsweise bei F.B.Maerz als typische Bezeichnung für eine weite, offene Flöte.
Bei Ignaz Weise handelte es sich in den unteren Oktaven um ein offenes Holzregister, welches im Diskant zu 60 % Zinn wechselte und überblasend ausgeführt war. Das einzige achtfüßige Flötenregister, welches Weise im Reporoire hatte.
Fast identisch bei Maerz. Da gab es auch seltenst was anderes ausser Tibia 8' und Gedeckt 8' bei den weiten Registern. Auch Maerz baute sie im Bass aus Holz und ließ sie häufig ab c" überblasen. Als Besonderheit sind seine Tibias nicht immer zylindrisch, sondern beispielsweise in Fridolfing und Garching leicht konisch (die Traversflöten 4' haben meist die identische Mensur), oder sogar ganz leicht trichterförmig wie in St.Zeno.
Viele Grüße
Uli
Damit dürfte auch eindeutig gesichert sein, wo Weise als langjähriger Maerz-Mitarbeiter diese Bauart kennengelernt hatte.
Viele Grüße
Mark
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Maerz Vilsbiburg - War: Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Wofür steht denn "Tibia Cornelis"? Wenn ich mich recht erinnere, ist Tibia das Schienbein ...
Aber auch ein Name für Flöte. Tibiae haben bei gewissen Tieren diese praktische Altflöten-Länge. In der Theatre-Orgel-Szene sind es fetteste Gedeckte, die eigentlich nur mit möglichst schnellen Tremulant erträglich sind.
Und in der süddt. Romantik findet man sie beispielsweise bei F.B.Maerz als typische Bezeichnung für eine weite, offene Flöte.
Bei Ignaz Weise handelte es sich in den unteren Oktaven um ein offenes Holzregister, welches im Diskant zu 60 % Zinn wechselte und überblasend ausgeführt war. Das einzige achtfüßige Flötenregister, welches Weise im Reporoire hatte.
Fast identisch bei Maerz. Da gab es auch seltenst was anderes ausser Tibia 8' und Gedeckt 8' bei den weiten Registern. Auch Maerz baute sie im Bass aus Holz und ließ sie häufig ab c" überblasen. Als Besonderheit sind seine Tibias nicht immer zylindrisch, sondern beispielsweise in Fridolfing und Garching leicht konisch (die Traversflöten 4' haben meist die identische Mensur), oder sogar ganz leicht trichterförmig wie in St.Zeno.
Viele Grüße
Uli
Damit dürfte auch eindeutig gesichert sein, wo Weise als langjähriger Maerz-Mitarbeiter diese Bauart kennengelernt hatte.
Viele GrüßeMark
Mir ist heute die Disposition der Maerz-Orgel für Vilsbiburg Pfarrkirche in die Hände gefallen, die bislang weder Brenninger noch Hammermayer publiziert haben.
Es gibt hier noch eine weitere verblüffende Parallele zwischen Maerz und Weise. Und zwar die vierfache Mixtur 2 2/3' + 2' + 1 1/3' + 1', die bei c2 repetiert und dann die Terz einführt.
Dasselbe Mixturmodell lieferte Ignaz Weise von seinen frühesten Orgeln an bis zu seinen Spätwerken.
Völlig anders als die gängigen repetitionslosen Cornett-Mixturen des süddeutschen Orgelbaus dieser Zeit wie beispielsweise bei Steinmeyer.
Für Vilsbiburg wurden durch Maerz übrigens Kegelladen mit einschlagenden Ventilen angeboten, die Kegelbetätigung sollte durch Keilbälge erfolgen.
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Maerz Vilsbiburg - War: Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Mir ist heute die Disposition der Maerz-Orgel für Vilsbiburg Pfarrkirche in die Hände gefallen, die bislang weder Brenninger noch Hammermayer publiziert haben.
Es gibt hier noch eine weitere verblüffende Parallele zwischen Maerz und Weise. Und zwar die vierfache Mixtur 2 2/3' + 2' + 1 1/3' + 1', die bei c2 repetiert und dann die Terz einführt.
Dasselbe Mixturmodell lieferte Ignaz Weise von seinen frühesten Orgeln an bis zu seinen Spätwerken.
Völlig anders als die gängigen repetitionslosen Cornett-Mixturen des süddeutschen Orgelbaus dieser Zeit wie beispielsweise bei Steinmeyer.
Hallo Mark
Spannend! Ich nehme an, dass bei Weise die Mixtur dann auch gleich in die 16'-Lage repetiert? Bei Maerz findet sich fast immer ab c" ein 5⅓' und der erwähnte 3⅕' in den Mixturen.
Viele Grüße Uli
Für Vilsbiburg wurden durch Maerz übrigens Kegelladen mit einschlagenden Ventilen angeboten, die Kegelbetätigung sollte durch Keilbälge erfolgen.
Maerz Vilsbiburg - War: Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Mir ist heute die Disposition der Maerz-Orgel für Vilsbiburg Pfarrkirche in die Hände gefallen, die bislang weder Brenninger noch Hammermayer publiziert haben.
Es gibt hier noch eine weitere verblüffende Parallele zwischen Maerz und Weise. Und zwar die vierfache Mixtur 2 2/3' + 2' + 1 1/3' + 1', die bei c2 repetiert und dann die Terz einführt.
Dasselbe Mixturmodell lieferte Ignaz Weise von seinen frühesten Orgeln an bis zu seinen Spätwerken.
Völlig anders als die gängigen repetitionslosen Cornett-Mixturen des süddeutschen Orgelbaus dieser Zeit wie beispielsweise bei Steinmeyer.
Hallo Mark
Spannend! Ich nehme an, dass bei Weise die Mixtur dann auch gleich in die 16'-Lage repetiert? Bei Maerz findet sich fast immer ab c" ein 5⅓' und der erwähnte 3⅕' in den Mixturen.
Hallo Uli,
genau, Weise hat diese Ausführung übernommen. Interessant wäre es jetzt herauszufinden, wann genau Maerz zu solchen Mixturen übergegangen ist.
Peter Griesbacher hat irgendwo geschrieben, Sinn dieser Mixturen sei es, den Klang besonders im Baß nicht unnötig zu verdicken.
Auf die Vilsbiburger Orgel bin ich mehr oder weniger zufällig gestern im Staatsarchiv Landshut gestoßen, da ich nach Akten zu kleineren Arbeiten von Ignaz Weise (u.a. Straubing St. Jakob, Perbing, Breitenberg, Hörmannsdorf) gesucht habe, er hat laut Brenninger 1909 in Vilsbiburg eine Reparatur durchgeführt, das war aber der Einbau eines elektrischen Gebläsemotors.
Warum Brenninger die Akten zur Maerz-Orgel nicht gefunden hat, ist mir nicht klar, der Kirchenbauakt von Vilsbiburg ist allerdings auch chronologisch und sachlich bunt gemischt und besteht eigentlich aus sieben separaten Aktenbündeln.
Wenn ich am Wochenende etwas Zeit finde, werde ich etwas über die Vilsbiburger Maerz-Orgel bringen. In den Landshuter Akten liegt auch ein umfangreicher Kostenvoranschlag von Franz Strauß zum Umbau der Hörmüller-Orgel.
Zu dem von mir kürzlich ermittelten Neubau von Ignaz Weise für Roßbach habe ich auch etwas gefunden: die Orgel kostete 3000 Mk., wurde Ende Februar 1904 fertiggestellt und von Peter Griesbacher der Abnahmeprüfung unterzogen. Damit dürfte sie die erste von Plattling aus gelieferte Orgel darstellen.
Viele Grüße Uli
Für Vilsbiburg wurden durch Maerz übrigens Kegelladen mit einschlagenden Ventilen angeboten, die Kegelbetätigung sollte durch Keilbälge erfolgen.
Viele Grüße Mark
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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)
Eine Kirchenorgel mit Kuhglocken und Alphörnern
Beschreibung beim Orgelbauer.