Orgelbau-Nachrichten 2026

Stimmeisen, Sonntag, 04. Januar 2026, 11:32 (vor 237 Tagen) @ MCVL

Bei Großprojekten ist heutzutage die Kapazitätsfrage eine durchaus gewichtige und auch berechtigte. Allerdings hat sich die Beauftragung auswärtiger Werkstätten immer mehr "nach unten" ausgebreitet. In dieser Hinsicht empfinde ich z.B. folgende neuere Orgelbauten allein in Ostbayern als etwas befremdlich, gleichwohl allesamt ordentliche Arbeiten:

Neustadt/Donau (KEH, Kögler, 2008, II/31)
Oberndorf/Donau (KEH, Mathis, 2009, II/14)
Rieden (AS, Mathis, 2010, II/18)
Letzau (NEW, Kögler, 2011, II/20)
(Max-Reger-) Brand (TIR, Weimbs, 2015, II/19)
Velburg (NM, Restaurierung durch Mettler, CZ, 2017, I/12)
Kappl (TIR, Restaurierung durch Mettler, CZ, 2017, II/12)
Pressath (TIR, Wolf, 2024, II/27)

Bilde ich's mir nur ein, oder nimmt tatsächlich das Denken zu, daß auch bei kleinen Orgelbauten etwas ganz außergewöhnlich tolles entstehen muß, das beim Orgelbauer aus dem Nachbardorf nun mal nicht zu bekommen ist? Lange vorbei sind die Zeiten, wo es primär um die Deckung eines (großen) Bedarfs ging, was im Ries zu einer Steinmeyer-Orgel neben der anderen geführt hat, oder in Regensburg um die Jahrhundertwende zur Beauftragung von Binder & Siemann mit Neubauten für alle großen Innenstadtkirchen incl. Dom. Bitte nicht missverstehen: ich möchte nicht werten, sondern nur eine Art "Marktanalyse" betreiben. Ich hoffe, in diesem Thread ist das gestattet...


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