Frage an die Wien-Kenner

MCVL @, Mittwoch, 28. Januar 2026, 20:45 (vor 214 Tagen)
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 28. Januar 2026, 23:59

Werte Forengemeinde,

heute von mir eine Frage an die Kenner der Wiener Orgellandschaft, die wahrscheinlich sehr schwierig zu beantworten sein dürfte.

Mir ist im Pfarrarchiv Emmersdorf (Niederbayern) ein Brief von Ignaz Weise an die dortige Kirchenverwaltung in die Hände gefallen, in welchem sich er dafür entschuldigt, einer Anfrage noch nicht nachgekommen zu sein, da er 14 Tage in Wien mit Montage einer neuen Orgel beschäftigt war. Der Brief stammt vom November 1913.

Vermutlich handelte es sich bei der Orgel für Wien um ein Translationsinstrument, welches schon in den 1930er Jahren in eine Normalorgel umgebaut worden sein könnte. Jedenfalls blieb eine erste Nachschau im "Eberstaller" erfolglos.

Hat zufällig einmal jemand eine Nachricht über eine Translationsorgel oder einen Neubau von Ignaz Weise für Wien gefunden oder kann einen Hinweis zum Aufstellungslokal geben? Es kann sich durchaus auch um eine Hauskapelle/Kirche eines Klosters gehandelt haben und es ist sehr wahrscheinlich, daß dieser Auftrag durch eine Connection zu Peter Griesbacher zustande kam.

Über jeden sachdienlichen Hinweis bin ich dankbar. Ansonsten wäre es noch eine Option, Wiener Tageszeitungen für das zweite Halbjahr 1913 durchzusehen.

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)

Frage an die Wien-Kenner

Florian-L @, Donnerstag, 29. Januar 2026, 09:12 (vor 213 Tagen) @ MCVL

Klosterneuburg, Kirchenmusikabteilung der k. k. Akademie

Ein weiteres Instrument kam bald nach 1911 in Klosterneuburg zur Aufstellung. Es handelte sich dabei um ein Werk der bayerischen Werkstatt Weise. Diese Orgel wurde 1932 von Ferdinand Molzer instand gesetzt, aber wohl noch vor 1950 abgetragen.

I./II. Manual

Gedackt 8'
Salicional 8'
Aeoline 8'
Vox coelestis 8'

Pedal

Bourdonbaß 16'

Quelle:
Archiv der Musikuniversität Wien, Karton L 1937-1940, Kirchenmusikabteilung 1930-1950.

Gottfried Allmer, Die profane Orgel in Österreich. In: das orgelforum Nr. 15, September 2012, S. 30.


Gruß, Florian

Frage an die Wien-Kenner

MCVL @, Donnerstag, 29. Januar 2026, 09:32 (vor 213 Tagen) @ Florian-L

Klosterneuburg, Kirchenmusikabteilung der k. k. Akademie

Ein weiteres Instrument kam bald nach 1911 in Klosterneuburg zur Aufstellung. Es handelte sich dabei um ein Werk der bayerischen Werkstatt Weise. Diese Orgel wurde 1932 von Ferdinand Molzer instand gesetzt, aber wohl noch vor 1950 abgetragen.

I./II. Manual

Gedackt 8'
Salicional 8'
Aeoline 8'
Vox coelestis 8'

Pedal

Bourdonbaß 16'

Quelle:
Archiv der Musikuniversität Wien, Karton L 1937-1940, Kirchenmusikabteilung 1930-1950.

Gottfried Allmer, Die profane Orgel in Österreich. In: das orgelforum Nr. 15, September 2012, S. 30.


Gruß, Florian

Florian, du bist absolute Klasse!

Herzlichen Dank dafür!

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)

Frage an die Wien-Kenner

Florian-L @, Donnerstag, 29. Januar 2026, 09:35 (vor 213 Tagen) @ MCVL

Gern geschehen!

Frage an die Wien-Kenner

MCVL @, Donnerstag, 29. Januar 2026, 13:50 (vor 213 Tagen) @ MCVL

Hnd es ist sehr wahrscheinlich, daß dieser Auftrag durch eine Connection zu Peter Griesbacher zustande kam.

Nicht Griesbacher, sondern - logisch - Vinzenz Goller.
Er kannte ja Ignaz Weise und seine Translationsorgeln und war kurzzeitig noch Organist am der großen Weise-Orgel der Klosterkirche Metten, bevor er nach Klosterneuburg gegangen ist

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)

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