würzburger Festakt online

Henricus @, Donnerstag, 05. Februar 2026, 10:28 (vor 204 Tagen)

Die Liste der Nichtanwesenden wurde immer länger…

https://youtu.be/AJuap3kUp8A

Den Beitrag mit der weltweit einzigartigen VPN-Übertragung aus der Augustinerkirche empfehle ich zum Einstieg. Da weiß man dann sofort, wofür der Bayer. Freistaat 7 Milliarden für KI u.ä. aus dem Fenster wirft.

würzburger Festakt online

Wolfgang Gourgé @, Donnerstag, 05. Februar 2026, 17:25 (vor 204 Tagen) @ Henricus
bearbeitet von Wolfgang Gourgé, Donnerstag, 05. Februar 2026, 18:32

Die Liste der Nichtanwesenden wurde immer länger…

https://youtu.be/AJuap3kUp8A

Den Beitrag mit der weltweit einzigartigen VPN-Übertragung aus der Augustinerkirche empfehle ich zum Einstieg. Da weiß man dann sofort, wofür der Bayer. Freistaat 7 Milliarden für KI u.ä. aus dem Fenster wirft.

....mei, irgendwoher muss die Intelligenz halt kommen, wenn sie sich nicht auf natürlichem Weg einstellen will....

Beim Reinhören:

....nichts für Leute mit Grußwort-Allergie........

Edit: beim Durchhören verfestigt sich bei mir der Eindruck: die Orgel ist hyper, die Einweihung eher nicht....

würzburger Festakt online

elias.orgel, Donnerstag, 05. Februar 2026, 19:55 (vor 204 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Die Liste der Nichtanwesenden wurde immer länger…

https://youtu.be/AJuap3kUp8A

Den Beitrag mit der weltweit einzigartigen VPN-Übertragung aus der Augustinerkirche empfehle ich zum Einstieg. Da weiß man dann sofort, wofür der Bayer. Freistaat 7 Milliarden für KI u.ä. aus dem Fenster wirft.

....mei, irgendwoher muss die Intelligenz halt kommen, wenn sie sich nicht auf natürlichem Weg einstellen will....

Beim Reinhören:

....nichts für Leute mit Grußwort-Allergie........

Edit: beim Durchhören verfestigt sich bei mir der Eindruck: die Orgel ist hyper, die Einweihung eher nicht....

jetzt würde es mich wirklich sehr interessieren, was Hans Fidom ehrlich von dieser Einweihung hält

des Kaisers neue Hyper

drei Leute auf der Bühne von denen man nur ein bisschen hinundher wackeln sieht (ok einer blättert Papier) Gunther Dueck würde sagen BildschirmRückseitenBeratung
Zwei Live-Streams von irgendwelchen digitalen Spieltischen bei denen man genauso gut ein Video hätte abspielen können
zweifach eindimensionales Herumgefummel in der Luft wo kaum erkennbar ist welchen Effekt das hat, zudem sitzt noch ein Mensch live am Spieltisch (Wer bewirkt was)
und dann eine Erklärung für Midi - das konnten pneumatische Selbstspieleinrichtungen vor über einem Jahrhundert bereits...

es hat ja auch sein gutes - wahrscheinlich kann es jetzt nur noch besser werden ;-)

-

pS die Kommentarfunktion beim Video ist "abgeschaltet" - warum wohl?

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

würzburger Festakt online

Henricus @, Donnerstag, 05. Februar 2026, 21:42 (vor 203 Tagen) @ elias.orgel

Die Kommentarfunktion ist nicht abgeschaltet. Ich bin bei Youtube angemeldet, eventl. idt das die Bedingung für Kommentare…

würzburger Festakt online

elias.orgel, Freitag, 06. Februar 2026, 09:51 (vor 203 Tagen) @ Henricus

Die Kommentarfunktion ist nicht abgeschaltet. Ich bin bei Youtube angemeldet, eventl. idt das die Bedingung für Kommentare…

der gesamte Kanal hat so ungewöhnlich wenig Kommentare
(oft keine oder nur einen pro Video)
das erscheint mir schon bemerkenswert...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

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Henricus @, Donnerstag, 05. Februar 2026, 21:45 (vor 203 Tagen) @ elias.orgel

…“ wahrscheinlich kann es jetzt nur noch besser werden ;-)“

Nicht mit diesem IT-Doktor!

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SpanischeTrompete @, Samstag, 07. Februar 2026, 23:47 (vor 201 Tagen) @ Henricus

Die Liste der Nichtanwesenden wurde immer länger…

https://youtu.be/AJuap3kUp8A

Den Beitrag mit der weltweit einzigartigen VPN-Übertragung aus der Augustinerkirche empfehle ich zum Einstieg. Da weiß man dann sofort, wofür der Bayer. Freistaat 7 Milliarden für KI u.ä. aus dem Fenster wirft.

Dass der arme Registrant so weit vorgreifen muss und auf das Tablet tatschen muss... gebt dem doch so ein Blätterdingsgerät. Oder zur Not 'ne Funktastatur, herrje...

würzburger Festakt online

elias.orgel, Sonntag, 08. Februar 2026, 13:38 (vor 201 Tagen) @ Henricus

Da weiß man dann sofort, wofür der Bayer. Freistaat 7 Milliarden für KI u.ä. aus dem Fenster wirft.


in der Regel wahrscheinlich immer für die falschen Projekte...

https://www.amazona.de/community/opensoundlab-release-2026/

https://youtu.be/Q8GUHLsC1QI?si=6DUxwsrUt4wD7dMm

--
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elias.orgel, Samstag, 14. Februar 2026, 07:13 (vor 195 Tagen) @ elias.orgel

Da weiß man dann sofort, wofür der Bayer. Freistaat 7 Milliarden für KI u.ä. aus dem Fenster wirft.

in der Regel wahrscheinlich immer für die falschen Projekte...

https://www.amazona.de/community/opensoundlab-release-2026/
https://youtu.be/Q8GUHLsC1QI?si=6DUxwsrUt4wD7dMm

und für die "falsche" Hardware...
(hätte hätte midi Befehls Kette)

https://www.amazona.de/midi-controller-von-1985-bis-zur-gegenwart/

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

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Henricus @, Samstag, 14. Februar 2026, 19:03 (vor 195 Tagen) @ elias.orgel

Vielen Dank für den schönen Link-Hinweis.

würzburger Festakt online

ArnezN, Sonntag, 08. Februar 2026, 16:12 (vor 201 Tagen) @ Henricus

würzburger Festakt online

Florian-L @, Sonntag, 08. Februar 2026, 19:36 (vor 201 Tagen) @ ArnezN

Der BR berichtet auch:
https://www.youtube.com/watch?v=eP_u_DiC6Ik

Aus der Videobeschreibung:
"Rund 8.000 Pfeifen hat die neue Orgel der Musikhochschule in Würzburg."

Kann das stimmen?

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Karsten @, Sonntag, 08. Februar 2026, 19:57 (vor 201 Tagen) @ Florian-L

Der BR berichtet auch:
https://www.youtube.com/watch?v=eP_u_DiC6Ik


Aus der Videobeschreibung:
"Rund 8.000 Pfeifen hat die neue Orgel der Musikhochschule in Würzburg."

Kann das stimmen?

Hallo!

Die verlinkte Festschrift sagt: "Anzahl der Pfeifen: 5.049 Pfeifen (davon 722 aus Holz)".
Muss man vermutlich unter den "üblichen" Schlampereien im Rahmen eines Berichts über das Instrument Orgel verbuchen.

Gruß
Karsten

würzburger Festakt online

Florian-L @, Sonntag, 08. Februar 2026, 23:30 (vor 200 Tagen) @ Karsten

Die verlinkte Festschrift sagt: "Anzahl der Pfeifen: 5.049 Pfeifen (davon 722 aus Holz)".

Danke!

würzburger Gemeinschafts Konzert

elias.orgel, Sonntag, 15. Februar 2026, 16:05 (vor 194 Tagen) @ Henricus

https://youtu.be/CN8FUG8LNBY?si=iH3HAGU5aZJ9-P5w

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

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würzburger Gemeinschafts Konzert

Florian-L @, Sonntag, 15. Februar 2026, 22:38 (vor 193 Tagen) @ elias.orgel

https://youtu.be/CN8FUG8LNBY?si=iH3HAGU5aZJ9-P5w

Die Toccata von Franz Schmidt klingt nach wie vor äußerst angestrengt.

würzburger Gemeinschafts Konzert

Karsten @, Sonntag, 15. Februar 2026, 22:42 (vor 193 Tagen) @ Florian-L

https://youtu.be/CN8FUG8LNBY?si=iH3HAGU5aZJ9-P5w


Die Toccata von Franz Schmidt klingt nach wie vor äußerst angestrengt.

Ja, die meines Erachtens beste Einspielung ist die von Wayne Marshall (wobei ich zugegeben nicht alle Aufnahmen kenne).

Gruß
Karsten

würzburger Gemeinschafts Konzert

Florian-L @, Sonntag, 15. Februar 2026, 22:51 (vor 193 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Florian-L, Sonntag, 15. Februar 2026, 22:54

Ja, die meines Erachtens beste Einspielung ist die von Wayne Marshall (wobei ich zugegeben nicht alle Aufnahmen kenne).

Die wahrscheinlich schnellste Einspielung der Welt.
"Fasten your seat belts!" soll Peter Planyavsky zur Ankündigung seines damaligen Studenten bei Klassenabenden gesagt haben. :-)

Gruß, Florian

Franz Schmidt Toccata

Dorforganist, Sonntag, 15. Februar 2026, 23:55 (vor 193 Tagen) @ Florian-L

Ja, die meines Erachtens beste Einspielung ist die von Wayne Marshall (wobei ich zugegeben nicht alle Aufnahmen kenne).

Die wahrscheinlich schnellste Einspielung der Welt.
"Fasten your seat belts!" soll Peter Planyavsky zur Ankündigung seines damaligen Studenten bei Klassenabenden gesagt haben. :-)

Gruß, Florian

Wow - da geht die Post ab! Habe das Stück noch nie vorher gehört - allein die Noten mitzulesen ist schon ein Parforceritt...

Franz Schmidt Toccata

Florian-L @, Montag, 16. Februar 2026, 00:43 (vor 193 Tagen) @ Dorforganist

Und hier die wahrscheinlich langsamste Aufnahme der Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=FCckJZETl8s

Franz Schmidt Toccata

Dorforganist, Montag, 16. Februar 2026, 11:28 (vor 193 Tagen) @ Florian-L

Und hier die wahrscheinlich langsamste Aufnahme der Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=FCckJZETl8s

Ist das als Karikatur gedacht? Klingt wie ein Übungsmitschnitt...

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Februar 2026, 00:31 (vor 192 Tagen) @ Dorforganist

Bei dieser Gelegenheit:

Letztes Jahr übte ich mal den Grand Choeur dialogué von Eugène Gigout, von dem ich bislang nur den Anfang im Ohr hatte. Ich war dann doch sehr erstaunt über den Mittel ab ca. Takt 43 - das kannte ich doch schon von Franz Schmidt! (Nein, ich hab die Toccata bislang nicht hingekriegt...) Chronologisch korekt müsste sein: Den Schmidt (1874-1939) kennt man doch vom Gigout (1844-1925).

Schreibt man die Stellen mal zusammen, sind die Ähnlichkeiten - gerade auch in Artikulation/Phrasierung - doch frappierend. Schmidt MUSS das Stück gekannt haben - denkbar wäre, dass er es im Orchester gespielt oder es selbst dirigiert hat. Natürlich wäre auch die Kenntnis der Orgelfassung möglich.
Während Gigout "nur" auf die Dominante G-Dur geht, strebt Schmidt mediantisch nach A-Dur. Gigout ist in der Periodik mit dem Viertakter sauberer, während Schmidt mit dem Dreitakter gleichermaßen origineller ist.
In der Transkription/Kombination unten könnte man beide Stücke gleichzeitig spielen (im bei Schmidt "leeren" Takt den vorigen wiederholen), nur ganz am Schluss, beim Schmidt-Gang nach A-Dur, hört's dann auf.
Die vollständigen Noten gibt'S bei IMSLP.

[image]
[image]

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Orlos @, Dienstag, 17. Februar 2026, 03:04 (vor 192 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch: Wo genau sollen die "frappierenden" Ähnlichkeiten sein?

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Februar 2026, 08:10 (vor 192 Tagen) @ Orlos

Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch: Wo genau sollen die "frappierenden" Ähnlichkeiten sein?

Echt jetzt?

Dann muss ich es noch mal deutlicher herausschreiben. Den Widerspruch finde ich allerdings interessant, denn für mich ist es sozusagen "eindeutig", für Euch gar nicht.

@Stephan Kreutz:

Nun ja, nun werden alle Themen bzw. Motive, die aus einem Dur-Dreiklang mit Nebenton (Sekunde) entstehen, einander ähneln, dann kommt der 4/4-Takt dazu - ich unterstelle auch kein bewusstes Bedienen, sondern unbewusstes - Komponierende kennen das, dass man eine schöne Idee hat, später stellt man fest, dass man sich bedient hat bei einem Stück, dem man viele Jahre zuvor begegnet ist, ohne das Zitieren zu bemerken.
Dass etwas "typsisch Schmidt" ist, schließt das nicht unbedingt aus.

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Stephan Kreutz, Dienstag, 17. Februar 2026, 10:45 (vor 192 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Von Schmidt ist von mehreren Seiten überliefert, dass er ein geradezu fotografisches Gedächtnis hatte und zudem so ziemlich alles, was er zum Teil auch nur einmal gehört hatte, nahezu fehlerlos nachspielen konnte. Insofern halte ich die Theorie der "unbewussten" Nutzung von kompositorischem Fremdmaterial bei ihm für sehr unwahrscheinlich. Wenn, dann hätte er das wohl bewusst gemacht. Die Frage ist doch eher: Wurde Gigout damals in Wien überhaupt gespielt? Mir ist nicht bekannt, ob sich Schmidt mit der französischen Orgelmusik irgendwie beschäftigt hätte.

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Februar 2026, 11:50 (vor 192 Tagen) @ Stephan Kreutz

Von Schmidt ist von mehreren Seiten überliefert, dass er ein geradezu fotografisches Gedächtnis hatte und zudem so ziemlich alles, was er zum Teil auch nur einmal gehört hatte, nahezu fehlerlos nachspielen konnte. Insofern halte ich die Theorie der "unbewussten" Nutzung von kompositorischem Fremdmaterial bei ihm für sehr unwahrscheinlich. Wenn, dann hätte er das wohl bewusst gemacht. Die Frage ist doch eher: Wurde Gigout damals in Wien überhaupt gespielt? Mir ist nicht bekannt, ob sich Schmidt mit der französischen Orgelmusik irgendwie beschäftigt hätte.

Meine Vermutung ginge auch eher in eine Fassung mit Bläsern, so als Festmusik - ja, wenn überhaupt. Die Skepsis, dass in Wien derlei gepflegt wurde, teile ich.
In der Heitmann-Biographie wird erwähnt, dass Fritz Heitmann erstmals 1926 in Wien war (die Toccata ist von 1924), die Beziehung zu Schmidt entwickelte sich gut, wie auch die Widmung der Vier Präludien und Fugen (1928) zeigt. Bei einem 14tägigen Orgelkurs in Wien im Mai 1928 gab Heitmann vier Konzerte, die sich nur der Geschichte der deutschen Orgelmusik widmeten. Das war in jenen Jahren natürlich "dran". Heitmann spielte zuvor schon Alain und Messiaen, aber für Wien würde ich da ebenfalls unterstellen, dass französische Romantik oder gar 20. Jahrhundert in der Orgelmusik keine nennenswerte Rolle spielten. Florian weiß vermutlich mehr dazu?

Der Hinweis auf das fotographische Gedächtnis lässt in der Tat eine unbewusste Nutzung weniger wahrscheinlich erscheinen.
Vielleicht liegt es ja an meinem geringen Überblick - andere könnten noch zwei, drei weitere "Analog-Stellen" in der Literatur finden, aber, als Zufall betrachtet, ist es schon ein sehr eindrucksvoller Zufall. Hier noch mal die Gemeinsamkeiten herausgestellt:
[image]

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Stephan Kreutz, Dienstag, 17. Februar 2026, 14:27 (vor 192 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ganz und gar Schmidt-typisch sind die übergebundenen Akkorde bzw. deren Auflösung, die eine latente Bitoanalität/Bimodalität erzeugen. Solche Stellen gib es zuhauf im großen P&F in Es und auch in der Chaconne. Da wirkt Gigouts Harmonik wesentlich braver. Diese Technik ist meiner Erinnerung nach auch in den Sinfonien zu finden.
Und dieser Rhythmus von Achtel Sechzehntel Pause und Sechzehntel ist ja nun wirklich keine besondere Erfindung. Ich halte das wirklich für Zufall. Und im Ende ist es bei beiden auch nur eine "bewegte" Dominantfläche.

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Februar 2026, 22:03 (vor 191 Tagen) @ Stephan Kreutz

Ganz und gar Schmidt-typisch sind die übergebundenen Akkorde bzw. deren Auflösung, die eine latente Bitoanalität/Bimodalität erzeugen. Solche Stellen gib es zuhauf im großen P&F in Es und auch in der Chaconne. Da wirkt Gigouts Harmonik wesentlich braver. Diese Technik ist meiner Erinnerung nach auch in den Sinfonien zu finden.
Und dieser Rhythmus von Achtel Sechzehntel Pause und Sechzehntel ist ja nun wirklich keine besondere Erfindung. Ich halte das wirklich für Zufall. Und im Ende ist es bei beiden auch nur eine "bewegte" Dominantfläche.

Ich kann angesichts dieser Befunde (danke für die Hintergründe) bei der Zufall-Theorie durchaus mitgehen, finde ihn allerdings trotzdem recht bemerkenswert. Eine generelle ÄHnlichkeit in der Harmonik wollte ich natürlich keinesfalls behaupten.

Franz Schmidt & Eugène Gigout

perotin, Dienstag, 17. Februar 2026, 15:40 (vor 192 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Bei einem 14tägigen Orgelkurs in Wien im Mai 1928 gab Heitmann vier Konzerte (...) Heitmann spielte zuvor schon Alain und Messiaen

1928, wirklich? Da war Messiaen gerade mal 19 Jahre alt, Jehan Alain 17...

Franz Schmidt & Fritz Heitmann

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Februar 2026, 21:56 (vor 191 Tagen) @ perotin

Bei einem 14tägigen Orgelkurs in Wien im Mai 1928 gab Heitmann vier Konzerte (...) Heitmann spielte zuvor schon Alain und Messiaen

1928, wirklich? Da war Messiaen gerade mal 19 Jahre alt, Jehan Alain 17...

Danke für die Anmerkung - das ist wirklich nicht sinnvoll. Ich habe zwei Stellen des Buches kombiniert - der Hinweis auf die Franzosen findet sich zwar weiter vorne*, die Wien-Reise später**, kann aber chronologisch natürlich sich noch nicht auf 1928 beziehen.
Ich nehme auch an, dass er sich in der von Richard Voge unter Mitwirkung der Witwe Elisabeth Heitmann verfassten Biographie auch deshalb befindet, um eine stilistische Breite Heitmanns zu bekunden oder zumindest zu unterstellen - das Buch heißt nicht umsonst "Fritz Heitmann – Das Leben eines deutschen Organisten". Manche werden jetzt sagen, "das wird man doch wohl so sagen dürfen". Stimmt, gäbe es eine Dupré-Biographie mit diesem Untertitel ("französisch", versteht sich ;-), wäre das unproblematisch, demzufolge sollte man das z. B. auch in einer Biographie von beispielsweise (!) Walter Kraft, Wolfgang Stockmeier oder Edgar Krapp sagen dürfen. Dennoch hält man bei so einer Vorstellung inne...
Ich denke doch, dass das 1963 veröffentlichte Heitmann-Buch noch stark jenem Geist verhaftet ist, der Heitmann den Platz auf des Führers Gottbegnadetenliste und die Inspiration zu seinem Aufsatz von 1943 "Die Orgel - Das Instrument unserer Zeit" atmet. Ohnehin ist der Stil des Buches mehr der dankbar-leidenschaftliche Würdigung eines Schülers als eine wissenschaftlich orientierte Wiedergabe. Die Aussparung politischer Aspekte dürfte sehr bewusst geschehen sein, deutsche Tugenden, die an sich ja nicht verwerflich sind, werden durchaus gerühmt. Eine Zugabe antifaschistischen Waschmittels wird man kaum verneinen können.
Wie auch immer, damit zurück zu Franz Schmidt, wo wir ja eigentlichb begonnen hatten. Ach nee, eigentlich war es Würzburg...

*) S. 24: "Erstaufführungen für Berlin waren auch die von Heitmann zum Vortrag gebrachten Werke von Jehan Alain und Olivier Messiaen. Zur Darstellung von Arnold Schoenbergs [sic!] Variationen op. 40 ist er nicht mehr gekommen, auf seiner letzten Amerika-Reise [1950] begann er, vielleicht durtch Carl Weinrich, zu dem er nähere Beziehung gefunden hatte, sich dafür zu interessieren und fing alsbald mit dem Studium des Werks an."
NB: Beinahe möchte man auch in diesem Hinweis den Subtext "Er hat sich sogar für Schönberg eingesetzt!" vermuten - doch erfolgte dieser Einsatz erst nach der NS-Zeit.

**) S. 32 Erwähnung des Kurses und der Gastfreundschaft von Franz Schütz und Franz Schmidt, im Anschluss Wiedergabe des Widmungsbriefes Schmidts der "Vier Präludien und Fugen".

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Stephan Kreutz, Dienstag, 17. Februar 2026, 07:27 (vor 192 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ich halte das für Zufall. Diese Pendelbewegungen mit dem charakteristischen Rhythmus im Pedal gibt es in einigen Orgelwerken, z.B. in Gott erhalte (dort über einen längeren Zeitraum), im großen Es-Dur usw.. Das ist typisch Schmidt. Die Toccata ist für Schmidt in Punkte Harmonik eher einfach, das liegt aber an der virtuosen "Flächigkeit" der Spielfiguren. Und das diatonische Hauptthema tut auch sein übriges dazu. Er war viel zu originell, um sich bei jemand anderem bedienen zu müssen.

Franz Schmidt & Eugène Gigout

Florian-L @, Dienstag, 17. Februar 2026, 09:00 (vor 192 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ich habe mal einen Aufsatz über die Schmidt'schen Orgelwerke gelesen (ich weiß leider nicht mehr, welcher es war), in dem Robert Schumanns Toccata in C-Dur op. 7 als Vorbild für Schmidts Toccata genannt wird.

würzburger Gemeinschafts Konzert

Stephan Kreutz, Montag, 16. Februar 2026, 07:19 (vor 193 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Stephan Kreutz, Montag, 16. Februar 2026, 07:24

Andreas Jetters Version im Rahmen seiner noch laufenden Gesamteinspielung finde ich sehr gelungen. Sehr schnell und doch durchsichtig. Er bleibt mit 8'15" unter Wayne Marshalls Marke.

würzburger Gemeinschafts Konzert

hardy @, Samstag, 07. März 2026, 22:46 (vor 173 Tagen) @ Stephan Kreutz

Kann es sein, dass das Stück speziell in den Sechzehntel-Akkorden für die Orgel zu schnell ist? Es klingt mir manchmal etwas unsauber. Die Orgel in Dornbirn hat elektropneumatische Kegelladen. Würde mich auch nicht wundern bei dem Tempo.

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