Planyavsky - Auftragswerk für eine mitteltönige Orgel

jrbecker @, Freitag, 13. Februar 2026, 19:05 (vor 197 Tagen)
bearbeitet von jrbecker, Freitag, 13. Februar 2026, 19:08

Bei der Durchsicht einige unter YT gespeicherter Kanäle fand ich ein aktuelles Video aus der Kirche St. Peter zu Auer, in der eine auf das Jahr 1599 zurückgehende Orgel zu finden ist. PP hat für diese von Hans Schwarzenbach erbaute Orgel das "Schwarzenbach-Magnificat" komponiert, dass in dieser Aufnahme vor wenigen Tagen am vorgesehenen Schauplatz vom Komponisten selbst und einer Schola aufgenommen wurde.

Ich verlinke das hier, weil es in einem anderen Thread auch gerade um Stimmungs- bzw. Temperierungsfragen geht - oder vielleicht auch um die Frage, wie "rein" Musik in welcher Stimmung klingen kann oder welche Mittel man dafür benötigt, damit dies gelingt.

Dieses Werk - und das verdeutlicht die Aufnahme - nimmt darauf keine Rücksicht. Die Komposition sei der Orgel "passgenau 'auf den Leib geschrieben'" heißt es in der Beschreibung und "Eingerahmt von einem Praeambulum und einer Conclusio, nutzt die Komposition bewusst die klanglichen Grenzen und die mitteltönige Stimmung des Instruments. So entstehen im Wechselspiel zwischen reinen Klängen und rauen Reibungen Momente von besonderer Intensität, die durch moderne Überlappungen von Orgel und Gesang ergänzt werden."

Ob ich dem nach mehrmaligem Hören so zustimmen möchte weiß ich noch nicht, ich finde vielmehr, sie überschreitet die Grenzen der mitteltönigen Stimmung, und das deutlich. Aber sie tut es bewusst und gerade das macht den Reiz aus. Wahrscheinlich klingt diese Komposition in einer milderen oder gar gleichstufigen Stimmung einfach langweilig ...

Ich bin gespannt, ob jemand etwas dazu sagen möchte...

Grüße
Jörg


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