Orgelprojekt auf Poel

MAT @, Mittwoch, 29. April 2026, 08:12 (vor 119 Tagen)

In Kirchdorf auf Poel wurde der Kontrakt für einen Orgelneubau im historischen Gehäuse unterzeichnet. Ahrend hat den Auftrag erhalten.

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Gruß
MAT

Orgelprojekt auf Poel

Dorforganist, Mittwoch, 29. April 2026, 09:29 (vor 119 Tagen) @ MAT

In Kirchdorf auf Poel wurde der Kontrakt für einen Orgelneubau im historischen Gehäuse unterzeichnet. Ahrend hat den Auftrag erhalten.

Na, endlich mal gute Nachrichten für die Wal-geplagten Bewohner...

Orgelprojekt auf Poel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 29. April 2026, 12:32 (vor 119 Tagen) @ Dorforganist

In Kirchdorf auf Poel wurde der Kontrakt für einen Orgelneubau im historischen Gehäuse unterzeichnet. Ahrend hat den Auftrag erhalten.


Na, endlich mal gute Nachrichten für die Wal-geplagten Bewohner...

Die Metzler-Orgel im Stift Ossiach in Kärnten heißt ja Wilhelm-Backhaus-Gedächtnis-Orgel (ein Pianist), hier könnte sie jetzt Till-Backhaus-Gedächtnis-Orgel heißen (Minister im Wa(h)lkampf)

Orgelprojekt auf Poel

Lowdee, Mittwoch, 29. April 2026, 12:56 (vor 119 Tagen) @ MAT

Ist denn da Platz für eine Vox Balaena?

OT: Orgelprojekt auf Poel

Kleinorgelspieler, Mittwoch, 29. April 2026, 13:08 (vor 119 Tagen) @ Lowdee

Ist denn da Platz für eine Vox Balaena?

Die man dort dann ja Vox Timmy taufen müsste. Reichen da 64' oder dürfen es gleich 128' sein?
Und man könnte noch so ein Nebelhorn ergänzen. Hatte da nicht Fa. Hey Mal was gebaut?

OT: Orgelprojekt auf Poel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 29. April 2026, 13:11 (vor 119 Tagen) @ Kleinorgelspieler

Ist denn da Platz für eine Vox Balaena?


Die man dort dann ja Vox Timmy taufen müsste. Reichen da 64' oder surfen es gleich 128' sein?
Und man könnte noch so ein Nebelhorn ergänzen.bhatte da nicht Fa. Hey Mal was gebaut?

Er (der Wal) heißt HOPE!

Zur Relevanz der Namensfrage generell hier eine Analyse.

OT: Orgelprojekt auf Poel

MCVL @, Mittwoch, 29. April 2026, 13:41 (vor 119 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ist denn da Platz für eine Vox Balaena?


Die man dort dann ja Vox Timmy taufen müsste. Reichen da 64' oder surfen es gleich 128' sein?
Und man könnte noch so ein Nebelhorn ergänzen.bhatte da nicht Fa. Hey Mal was gebaut?

Er (der Wal) heißt HOPE!

Zur Relevanz der Namensfrage generell hier eine Analyse.

Wahnsinn, jetzt wissen wir also endlich, daß der Wal im Auftrag von Bill Gates in die Bucht getrieben wurde...

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)

OT: Orgelprojekt auf Poel

Lowdee, Mittwoch, 29. April 2026, 14:50 (vor 119 Tagen) @ Kleinorgelspieler

Ja, da war mal was. Ich erinnere mich an einen Videoschnipsel, wo industrielle Drucklufttechnik von Festo zu sehen war.

OT: Orgelprojekt auf Poel

kjz1, Donnerstag, 30. April 2026, 15:03 (vor 118 Tagen) @ Kleinorgelspieler

Und man könnte noch so ein Nebelhorn ergänzen. Hatte da nicht Fa. Hey Mal was gebaut?

Ja, die Vox Maris.

Orgelprojekt auf Poel

Orgelfritze, Mittwoch, 29. April 2026, 15:35 (vor 119 Tagen) @ MAT

fast 35.000 Euro/Register. Das ist ja ein echter Schnapper. ;-)

Nicht falsch verstehen: die Kosten für Material und Arbeit sind unter der Decke und sie bekommen mit Sicherheit eine handwerklich feine Orgel. Die (unvermeidliche) Preisentwicklung ist dennoch bedenklich.

Schön ist, dass der Junior von Ahrend-Junior so aktiv dabei ist. Der Betrieb erlebt auch noch die nächste Generation.

Bilder Vertragsunterzeichnung Poel

Orgelprojekt auf Poel

Subbass1, Freitag, 01. Mai 2026, 13:21 (vor 117 Tagen) @ Orgelfritze
bearbeitet von Subbass1, Freitag, 01. Mai 2026, 13:26

Da kann man nur hoffen (und könnte nachschauen), dass es überhaupt eine hauptamtl. KirchenmusikerIn gibt und die/der sich zeitlich dann auch und besonders diesem unglaublich teuren Einrichtungsgegenstand widmen kann. Und dass Konzertengagements ordentlich und nicht auf Kumpelart ("Du darfst an meiner tollen Orgel für nen Eierappel spielen, wenn Du mich an Deine noch tollere einlädst.").
Was natürlich nichts gegen Ahrend sein soll. Durch "glückliche Reiseumstände" dürfte ich mittlerweile tatsächlich so gut wie alle dieser Firma in Deutschland kennen, so manche, bzw. eigentlich sogar die meisten, auch vom eigenen Spiel. Ist immer außergewöhnlich und ansprechend, auch und gerade eher "im Schatten stehende" wie Castrop-Rauxel.

Orgelprojekt auf Poel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Freitag, 01. Mai 2026, 14:41 (vor 117 Tagen) @ Subbass1

Da kann man nur hoffen (und könnte nachschauen), dass es überhaupt eine hauptamtl. KirchenmusikerIn gibt und die/der sich zeitlich dann auch und besonders diesem unglaublich teuren Einrichtungsgegenstand widmen kann. Und dass Konzertengagements ordentlich und nicht auf Kumpelart ("Du darfst an meiner tollen Orgel für nen Eierappel spielen, wenn Du mich an Deine noch tollere einlädst.").
Was natürlich nichts gegen Ahrend sein soll. Durch "glückliche Reiseumstände" dürfte ich mittlerweile tatsächlich so gut wie alle dieser Firma in Deutschland kennen, so manche, bzw. eigentlich sogar die meisten, auch vom eigenen Spiel. Ist immer außergewöhnlich und ansprechend, auch und gerade eher "im Schatten stehende" wie Castrop-Rauxel.

Es gibt auf Poel keine Kirchenmusikerstelle. Die nächsten Stellen sind Wismar (100% A) und Rerik (100% B, glaube ich, und zusammen mit Neubukow), jeweils ca. eine halbe Autostunde entfernt.
Von Frau von Erffa habe ich erstmals in dem verlinkten Artikel gehört. Das ist Neben- oder Ehrenamt, vielleicht wohnt sie nicht mal dauerhaft auf der Insel. Die angegebenen Gruppen leitet die Frau des Poeler Pastors, die schon in Wismar (Pastor vorher an HWI-Nikolai) eine evangelische Musikschule leitete. Insofern ist da schon etwas Sachverstand vor Ort - zur Zeit. Der beratende Organist KMD Eberhard Kienast ist ehemaliger Kantor in Wismar und durchaus fachkundig. OSV Friedrich Drese, für ganz Mecklenburg zuständig, ist ja auch involviert. Er sorgt sich sehr um die "Bespielung" aufwendig restaurierter Instrumente (Neubau gibt es bei uns ja praktisch nie), daher denke ich, dass man für diesen Punkt sensibilisiert ist. Im Winter ist da ohnehin Gefrierfach, und so dürfte eine Ahrend-Orgel in der warmen Jahreshälfte zum Beispiel auch ein sehr attraktiver Kurkantoren-Zielpunkt sein.

Orgelprojekt auf Poel

Subbass1, Freitag, 01. Mai 2026, 19:13 (vor 117 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

OK, ein Kimu muss auch nicht unbedingt vor Ort sein, aber spätestens nach Neubau sollte ein entsprechendes Deputat zugeordnet werden. Und, so schön das auch wirken mag, diese Kurkantoren tragen nur zur Restkannibalisierung des Konzertbetriebs bei. Alles für umme, aber "kostenlos Wohnen und tolle Landschaft genießen", so ist das doch meistens. Es kann nicht angehen, dass darauf ein Konzertleben aufgebaut wird, so lernen es auch die Kirchenvorstände, die zwar Geld noch und nöcher aus allen möglichen Töpfen einsammeln, aber zu geizig für eine Turnusstimnung/-wartung oder ein angemessenes Honorar sind, nie. Oder einen ordentlichen gottesdienstlichen Einsatz dadurch vereiteln, dass sie nicht dafür sorgen, dass der Pfarrer das tut, was mehr oder weniger sich wichtig fühlende Landeskirchenherren in die Gesetze geschrieben haben: rechtzeitige Liederdurchgabe. Es mag unverschämt klingen, aber wie gesagt, in der Tendenz wird das komplett uninspirierte Geklimper immer schlimmer, so schlimm, dass es mir nicht selten den Gottesdienstbesuch verleidete. Und es kann tatsächlich auch nicht angehen, dass Ehrenamtler die Hauptnutzer eines eine halbe Million teuren Instrumentes sind. Kann man sich das z B. bei Geigen vorstellen?

Orgelprojekt auf Poel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Freitag, 01. Mai 2026, 19:44 (vor 117 Tagen) @ Subbass1

OK, ein Kimu muss auch nicht unbedingt vor Ort sein, aber spätestens nach Neubau sollte ein entsprechendes Deputat zugeordnet werden.

Du darfst als erster dafür einzahlen! Etwas weltfremd, bzw. westlich-historisch, deine Sicht. Finde ich.

Orgelprojekt auf Poel

Subbass1, Freitag, 01. Mai 2026, 20:15 (vor 117 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

...ich habe ja m.E. der ev. (und kath.) Kirche schon massig "Geschenke" gemacht, sodass ich mich hier weniger in der Pflicht sehe (und, nebenbei, es nicht auch nur ansatzweise könnte). Ich fände es ja sogar gut, wenn staatl. Mittel (wetten, dass auch hier genug davon im Spiel sind) nur fließen, wenn z.B. Mindesthonorare geregelt sind und überhaupt ein langfristiges "Verwendungsszenario". Ansonsten zwingt niemand jemanden, solche, wenn auch langlebigste, Luxusgüter zu bestellen. Musik machen kann man auch einige Größenordnungen tiefer.

Orgelprojekt auf Poel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Freitag, 01. Mai 2026, 21:34 (vor 117 Tagen) @ Subbass1

...ich habe ja m.E. der ev. (und kath.) Kirche schon massig "Geschenke" gemacht, sodass ich mich hier weniger in der Pflicht sehe (und, nebenbei, es nicht auch nur ansatzweise könnte). Ich fände es ja sogar gut, wenn staatl. Mittel (wetten, dass auch hier genug davon im Spiel sind) nur fließen, wenn z.B. Mindesthonorare geregelt sind und überhaupt ein langfristiges "Verwendungsszenario". Ansonsten zwingt niemand jemanden, solche, wenn auch langlebigste, Luxusgüter zu bestellen. Musik machen kann man auch einige Größenordnungen tiefer.


Welche staatlichen Mittel? Die LETZTE Zuwendung an ein Orgelprojekt in M-V ist ein Zuschuss zur Sanierung der Grüneberg-Orgel in Neustrelitz. 2026 gibt es erstmals GAR KEINE BKM-Mittel für ein Orgelsanierungsprojekt in M-V. Darüber war auch Friedrich Drese erstaunt, als ihm das der zuständige Referent des Landesamtes für Kultur und Denkmalschutz auf einer Bereisung letztes Jahr mitteilte.

Die Situation evangelischer Landgemeinden in M-V erreicht bald niederländische Verhältnisse. In den Städten ist es noch ein wenig besser.

Kleine Grafik von hier zuhause: Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, rund 200.000 Einwohner. Das rot umrandete ist seit 1. Januar "meine" Kirchengemeinde, bestehend aus vormals Innenstadtgemeinde, Gehlsdorf und Dierkow. Auch wenn im Norden vor allem Brache und Industrie ist - wir sind die größte ev. KG im Sprengel Mecklenburg (und wohl auch in M-V) mit sage und schreibe 5.500 Gemeindegliedern.
Um auf dem Land auf diese Protestanten-Zahl zu kommen, brauchste eigentlich einen Landkreis an Fläche.... das könnt Ihr Euch einfach (noch) nicht vorstellen....

[image]

Orgelprojekt auf Poel

Subbass1, Samstag, 02. Mai 2026, 05:56 (vor 117 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Subbass1, Samstag, 02. Mai 2026, 06:21

Da bin ich jetzt doch etwas erstaunt. Ja, mag sein, dass ich hier unpassende westdeutsche Perspektiven und Maßstäbe anlege und habe. Beispiel Wegscheider-Umsetzung Köln-Lehnin. Sogar der Transport (und mehr) wurde durch einen staatl. Topf bestritten.

Förderung, war: Orgelprojekt auf Poel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 02. Mai 2026, 14:02 (vor 116 Tagen) @ Subbass1

Da bin ich jetzt doch etwas erstaunt. Ja, mag sein, dass ich hier unpassende westdeutsche Perspektiven und Maßstäbe anlege und habe. Beispiel Wegscheider-Umsetzung Köln-Lehnin. Sogar der Transport (und mehr) wurde durch einen staatl. Topf bestritten.

Das mag sein. Für EFRE- und LEADER-Mittel der EU, die ländliche Räume fördern (können), wandeln die Bundesländer die Förderrichtlinien nach Eigenbedarf ab. So konnten in S-H die Orgeln in Rendsburg und Bad Segeberg EU-Gelder erhalten, derselbe Topf hätte in M-V nicht zur Verfügung gestanden (oder nur mit viiiiel Antragslyrik).
So könnte in Lehnin aus so einem Topf Geld geflossen sein, sicher aber nicht aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm. Es sei denn, jemand hat da den ganz heißen Draht...

Förderung, war: Orgelprojekt auf Poel

Subbass1, Samstag, 02. Mai 2026, 19:23 (vor 116 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ich hatte mal Kontakt mit einem Ministeriumsmitarbeiter, der auch bereitwillig geantwortet hat. Meist kennt man das ja anders und es wird erstmal gewartet, ob man sich auf eine Gesetzesgrundlage bezieht (die es gibt..).
Die Förderung durch das Land war insgesamt gut 100.000 EUR, Transportkosten wurden mit knapp 40 Prozent bezuschusst.
Zur Begründung hieß es:
"Ankauf und Transport der Wegscheider-Orgel wurden anteilig mit Haushaltsmitteln des Landes aus der allgemeinen Kulturprojekteförderung gefördert. Dort können freie Träger Anträge stellen, die dann intensiv geprüft werden. Die Förderung erfolgte aus mehreren Gründen: (es folgte gut Nachvollziehbares mit der Quintessenz, dass so eben qualitativ Gutes Bestehendes bewahrt wird).
Diee stand in Köln tatsächlich nur rum, gespielt wurden alle nur denkbaren *anderen* Instrumente (vielleicht hat immerhin Leon Berben drauf geübt).
Dass die Hochschule sich drum gekümmert hätte, wäre mir auch unbekannt - merkwürdig eigentlich. Im Endeffekt war das dort komplett vergebene Liebesmüh'. Ich hatte mal wegen der Festschrift geschrieben, aber keine Antwort bekommen.

Orgelprojekt auf Poel

Orlos @, Freitag, 01. Mai 2026, 15:43 (vor 117 Tagen) @ Subbass1

An den neueren Ahrend-Orgeln irritiert mich immer der sehr geringe Tastengang. Man kennt das zwar vom Cembalo, aber das ist eben doch eine andere Spielart. Ich habe auch schon erlebt, dass die Koppeln bei Ahrend-Orgeln nicht richtig ziehen, weil eben der Tastengang so gering ist.
Von historischen Instrumenten kenne ich das nicht, die haben in der Regel alle einen "normalen" Tastenweg.

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