Orgel in Schleching (Chiemsee)

Andraska, Donnerstag, 30. April 2026, 16:27 (vor 118 Tagen)

Hallo,
wenn alles gut geht, kann ich im Mai eine Woche Urlaub in Schleching machen. Natürlich gleich mal im Internet geschaut, was es da für eine Orgel gibt. Die Kuhglockenorgel, Neubau 2025 von der Firma Lindner (?). Nun ist es ja oft so, daß es in den kleinen Gemeinden gar kein Pfarramt mehr gibt. Weiß jemand, an wen ich mich wenden könnte, um die Orgel einmal zu besichtigen und eventuell zu spielen?

MfG
Andraska

Orgel in Schleching (Chiemsee)

mst, Unterfranken, Donnerstag, 30. April 2026, 20:57 (vor 118 Tagen) @ Andraska

Hallo,

... an das Pfarrbüro Schleching (ja, das gibt es noch!), Tel. 08649 / 210
oder direkt an die Kirchenmusikerin M. Blank.

Der Erbauer der Orgel heißt Linder.

Orgel in Schleching (Chiemsee)

Wolfgang Gourgé @, Freitag, 01. Mai 2026, 03:03 (vor 118 Tagen) @ Andraska

Hallo,
wenn alles gut geht, kann ich im Mai eine Woche Urlaub in Schleching machen. Natürlich gleich mal im Internet geschaut, was es da für eine Orgel gibt. Die Kuhglockenorgel, Neubau 2025 von der Firma Lindner (?). Nun ist es ja oft so, daß es in den kleinen Gemeinden gar kein Pfarramt mehr gibt. Weiß jemand, an wen ich mich wenden könnte, um die Orgel einmal zu besichtigen und eventuell zu spielen?

MfG
Andraska

....wenn ich mal kurz den Besserwisser geben darf: Schleching liegt schon an der Grenze zu Österreich, nicht am Chiemsee; von Schleching aus gibt es einen schönen Wanderweg zum Taubensee.

Interessante Orgeln gibt es am Chiemsee u.a. in Bernau, Übersee und Prien, des weiteren in Rosenheim, Pietzenkirchen und Eggstädt.

Das dürfte für eine Woche schon reichen....;--).....

Orgel in Schleching (Chiemsee)

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Freitag, 01. Mai 2026, 09:11 (vor 118 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Hallo,
wenn alles gut geht, kann ich im Mai eine Woche Urlaub in Schleching machen. Natürlich gleich mal im Internet geschaut, was es da für eine Orgel gibt. Die Kuhglockenorgel, Neubau 2025 von der Firma Lindner (?). Nun ist es ja oft so, daß es in den kleinen Gemeinden gar kein Pfarramt mehr gibt. Weiß jemand, an wen ich mich wenden könnte, um die Orgel einmal zu besichtigen und eventuell zu spielen?

MfG
Andraska


....wenn ich mal kurz den Besserwisser geben darf: Schleching liegt schon an der Grenze zu Österreich, nicht am Chiemsee; von Schleching aus gibt es einen schönen Wanderweg zum Taubensee.

Interessante Orgeln gibt es am Chiemsee u.a. in Bernau, Übersee und Prien, des weiteren in Rosenheim, Pietzenkirchen und Eggstädt.

Das dürfte für eine Woche schon reichen....;--).....

Um wieder zum Chiemsee zurückzukommen.. :-)
Hier kann man noch das Positiv auf Herrenchiemsee ergänzen, eines der ältesten Instrumente der Region. Wiederum an Schleching direkt südlich angrenzend gibt es in Kössen/Tirol eine wunderbare Reinisch-Orgel von 1930.
Bei Interesse auch bzgl. der meisten anderen Instrumente bitte PN an mich.

Beste Grüße vom Westufer

Orgel in Schleching (Chiemsee)

Andraska, Freitag, 01. Mai 2026, 10:59 (vor 118 Tagen) @ Uli Skriwan

Hallo,

vielen Dank für die vielen Hinweise. Auch der Tipp mit dem Taubensee kommt gerade recht. Eigentlich war der Geigelstein und die Kampenwand mein Ziel. Aber eine Beinverletzung wird das wohl unmöglich machen, das sind schon etwas längere Touren. Da scheint der Taubensee eine Alternative zu sein.

MfG
Claus

Orgel in Schleching (Chiemsee)

Wolfgang Gourgé @, Sonntag, 03. Mai 2026, 23:13 (vor 115 Tagen) @ Andraska
bearbeitet von Wolfgang Gourgé, Montag, 04. Mai 2026, 13:01

Hallo,

vielen Dank für die vielen Hinweise. Auch der Tipp mit dem Taubensee kommt gerade recht. Eigentlich war der Geigelstein und die Kampenwand mein Ziel. Aber eine Beinverletzung wird das wohl unmöglich machen, das sind schon etwas längere Touren. Da scheint der Taubensee eine Alternative zu sein.

MfG
Claus

...wenn Du schlecht zu Fuß bist, ist der Taubensee über die Route von Schleching aus allerdings auch mit Vorsicht zu genießen: denn das letzte Wegstück führt über den sog. "Kroatensteig", ein dem See vorgelagerter Felsen, und der verlangt Trittsicherheit und etwas Kondition.

In diesem Fall wäre vielleicht sogar die Kampenwand besser, nämlich mit der Seilbahn von Aschau aus, oben dann von der Bergstation den nicht sehr fordernden Weg bis zur Steinlingalm, wo der gleichnamige Berggasthof wartet - aber dann dort auch "Endstation".

Die Steinlingalm ist der Ausgangspunkt zum Ostgipfel - aber von dem rate ich dringendst ab bei Beinproblemen, der ist trotz seiner Beliebtheit bei Touristen durchaus nicht harmlos. Schon das Latschenkiefernfeld unterhalb des Gipfels fordert bei Auf- wie Abstieg einige Kondition (der Abstieg ist dabei erheblich schwieriger als der Aufstieg, man legt sich da schnell "hin" - ist mir auch schon passiert...); oben geht es dann durch das Geröllfeld innerhalb der Gipfelfelsen auf den Gipfel selbst, auch ein kurzer Klettersteig muss am Drahtseil überwunden werden - es ist großartig, wenn man's geschafft hat, aber bitte nur bei einwandfreier Kondition, mit Bergstiefeln und Schwindelfreiheit. Sonst schaut man besser vom Wirtsgarten der Steinlingalm aus zu und hebt sich den Gipfel für das nächste mal auf...auch am Weg von der Seilbahn zur Alm gibt es Aussichtspunkte mit großartigem Chiemsee-Panorama.

Übrigens: auch zur Steinlingalm gibt es einen urschönen, aber anspruchsvollen Wanderweg von Hintergschwendt aus (kommt man von der Straße Aschau - Bernau über die Seiseralm hin, im Wald ist ein Parkplatz); der Weg ist aber ebenfalls sehr anspruchsvoll, weil sehr steil, aber dann geht es irgendwann durch ein meist trockenes Bachbett durch den Bergwald hinauf, und da beginnt man, wenn man morgens aufsteigt, Messiaen zu verstehen: die Klangkulisse der Natur ist großartig. Aber, wie gesagt: nur bei einwandfreiem Bewegungsapparat und ordentlicher Kondition. Den Weg gehen nur wenige Touristen - aus Gründen.

Aber es gibt ja genug, was man auch weitgehend risikofrei machen kann: da wären die beiden Inseln im Chiemsee, für die man sich je einen Tag Zeit nehmen sollte: auf der Herreninsel das Schloss (sollte man gesehen haben!) mit Pferdekutschen-Transfer vom Anleger, wenn man will, auf der Fraueninsel die pittoresken kleinen Bootshäfen und natürlich die Klosterkirche der Benediktinerinnen mit der Irmengard-Kapelle, für mich einer der schönsten Kirchenräume nördlich der Alpen mit mit stellenweise noch mittelalterlichen Deckengemälden (nördliches Seitenschiff). Die Irmengard-Kapelle spiegelt die Chiemgauer Volksfrömmigkeit wieder - man mag all' die Votivtafeln, auf denen ihr gedankt wird (meist für erfüllte Kinderwünsche), belächeln, aber im Chiemgau spielt diese Tradition eine große Rolle. Auf beide Inseln sollte man nicht zu spät am Tag aufbrechen. Und auf der Fraueninsel sollte man sich eine geräucherte Renke in einem der Wirtsgärten der Chiemseefischer - etwa dem "Gürtlerfischer", von dem aus man die Chiemgauer Berge überblicken kann - nicht entgehen lassen.

Am besten fährt man von Prien-Stock aus mit dem Schiff. Dort ist auch ein großer Parkplatz der Chiemseeschifffahrt, natürlich kostenpflichtig; die Chiemsee-Bahn, eine Schmalspurbahn zum Priener Bahnhof, fährt auch von dort; die originale Dampflok wird meines Wissens aber nur noch an bestimmten Tagen verwendet: deren braune Qualmwolken haben Prien derartig eingenebelt, dass es irgendwann auch den Prienern zu viel wurde.... Beim Hafen von Stock gibt es auch eine Landzunge, die Priener Schären, mit einer Wirtsgarten-Meile, empfehlenswert für einen abendlichen Eisbecher oder einen Aperol, auch der schöne Gastgarten des Hotels Neuer ist nicht weit.

Mit dem Deutschlandticket kannst Du bis Salzburg fahren; die Besichtigung der Stadt ist eigentlich ein Muss, wenn man in der Gegend ist: Dom (wo der Touristen-Rundgang auch über die Orgelempore führt, Du kannst also die große Metzler aus der Nähe sehen), Franziskanerkirche (ebenfalls zwei "Metzlerinnen" - die eine im alten Mauracher-Gehäuse, die andere vorne im Chor, sehr atmosphärische Kirche), natürlich die Peterskirche inklusive Petersfriedhof, die Kollegienkirche (mit Mauracherin). Im Stieglkeller links unterhalb der Festung hat man die Altstadt vom Biergarten aus im Blick, die Cafés Fürst (wo es die originalen Mozartkurgeln und dazu Bach-Würfel und derlei mehr gibt, höchste Qualität, handegemacht, freilich: nicht ganz billig....), Tomaselli und Bazar (an der Salzach) bieten höchstes Konditoren-Niveau, vor allem im Tomaselli und Bazar fühlt man sich fast schon wie im Wiener Kaffeehaus, der Sternbräu in der Altstadt oder die Zipfer-Bierstuben stehen für traditionelle österreichische Wirtshauskultur, ebenso der Augustinerkeller in Mülln - nur den Peterskeller kann ich leider nicht empfehlen; es ist zwar Jahre her, dass ich da war, aber der Besuch war recht enttäuschend - viel Pomp und Getue, hohe Preise, wenig originelle Qualität; sehr schade, das war in den 1990ern noch anders.

Geht Radfahren? Falls ja: der Chiemsee-Uferweg ist schön, vor allem auf der Nordseite (südlich geht es einige Kilometer an der Autobahn entlang - muss man nicht unbedingt haben...). Man fährt an stillen Bootshäfen vorbei, oft gluckst das Wasser nur wenige Meter entfernt im Schilfgürtel (auf Mücken-Prophylaxe achten!). Am Chiemseeufer gibt es schöne Dorfkirchen: Gstadt, Seebruck, Ising, Chieming.....in Chieming findet man übrigens auch das imo schönste Chiemsee-Bad, zweigeteilt durch den Wirtsgarten des "Al Dente". Ansonsten kann gibt es viele Chiemsee-Strandbäder, oft auch kostenlos: Rimsting, Urfahrn, Seebruck, Bernau....

Rosenheim lohnt ebenfalls einen Ausflug. Samstags gibt es mittags Orgelmusik in St. Nikolaus auf der Reil-Orgel, 12:00 Uhr, meine ich. Das Zentrum mit dem Max-Josefs-Platz zeigt die Inn-Salzach-Bauweise, wie man sie auch in Burghausen, Tittmoning oder Laufen findet: Arkadengänge zu beiden Seiten mit zahlreichen Cafés und Wirtsgärten. Als Hochschulstadt ist Rosenheim sehr lebhaft. In der Heilig-Geist-Kirche in der gleichnamigen Straße - dort ist auch das Parkhaus, das sich bei der Anfahrt mit dem Auto empfiehlt - findet sich ein altes Orgelpositiv.

Ach ja, und die Aschauer Dorfkirche ist auch besichtigenswert. Die Orgel ist von Pemmer aus Österreich, genaueres weiß ich gerade nicht - Besserwisser vor!

So ungefähr - sollte für eine Woche genügen.....apropos Dorfkirchen: Mauerkirchen, Antwort (heißt wirklich so....) bei Bad Endorf, Thalkirchen (mit Linder-Orgel....), Hirnsberg, Pietzenkirchen, Greimharting (Orgel von Willi Osterhammer, uraltes Christophorus-Deckengemälde), Rimsting (Orgel von Sandtner, Altäre aus dem säkularisierten Kloster auf Herrenchiemsee)....aber das könnte ich jetzt lange fortsetzen.....

Viel Spaß dort!

PS, fast vergessen: das Orgelzentrum Valley, Autobahnabfahrt Holzkirchen! Schau, ob man während Deiner Zeit dort besichtigen kann oder es Konzerte gibt.

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