Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Subbass1, Sonntag, 03. Mai 2026, 19:32 (vor 115 Tagen)
bearbeitet von Subbass1, Sonntag, 03. Mai 2026, 19:36

Die moderne ev. Presse mal wieder - wahrscheinlich ist diese Kirche schon mittelfristig verloren. Augen auf bei der Berufswahl!

https://evangelische-zeitung.de/mal-ehrlich-was-uns-im-gottesdienst-nervt

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Bauernflöte 2', Sonntag, 03. Mai 2026, 21:43 (vor 115 Tagen) @ Subbass1

Ach du lieber Himmel!

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Subbass1, Montag, 04. Mai 2026, 06:10 (vor 115 Tagen) @ Subbass1

...und fürchterlich komplizierte "Songs" nebst traditionell schnarchiger Orgel. Geschrieben von "leidenschaftlichen Musikern" und studierten TheologInnen.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 04. Mai 2026, 08:56 (vor 115 Tagen) @ Subbass1

...und fürchterlich komplizierte "Songs" nebst traditionell schnarchiger Orgel. Geschrieben von "leidenschaftlichen Musikern" und studierten TheologInnen.

Die Problemanzeigen würde ich durchaus ernst nehmen, aber dass das einen Artikel wert ist und zu den wichtigen Themen gehört, über die man in diesem Blatt mal reden müsse - ja, die "Evangelische Zeitung" würde ich trotz meiner scheinbar stets getragenen rosa Protestantismus-Brille auch nicht mehr verteidigen. Ich hab noch ein solidarisches e-paper-Abo mit der Mecklenburgischen Kirchenzeitung (derselbe Verlag), die letzte Datei habe ich aber vor Monaten geöffnet, und ichsollte ehrlicher Weise auch das mal kündigen.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Wolfgang Gourgé @, Montag, 04. Mai 2026, 11:25 (vor 115 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

...und fürchterlich komplizierte "Songs" nebst traditionell schnarchiger Orgel. Geschrieben von "leidenschaftlichen Musikern" und studierten TheologInnen.


Die Problemanzeigen würde ich durchaus ernst nehmen, aber dass das einen Artikel wert ist und zu den wichtigen Themen gehört, über die man in diesem Blatt mal reden müsse - ja, die "Evangelische Zeitung" würde ich trotz meiner scheinbar stets getragenen rosa Protestantismus-Brille auch nicht mehr verteidigen. Ich hab noch ein solidarisches e-paper-Abo mit der Mecklenburgischen Kirchenzeitung (derselbe Verlag), die letzte Datei habe ich aber vor Monaten geöffnet, und ichsollte ehrlicher Weise auch das mal kündigen.

...was mir an dem verlinkten Artikel besonders unangenehm auffällt, ist die geradezu schleimige Beflissenheit, mit der die Zeitungsmacher sich die Kritik von außen völlig unreflektiert zu eigen machen, ohne auch nur einen Hauch von Verteidigungsbereitschaft, Selbstbewusstsein oder Courage zu zeigen. Man knickt schon vorauseilend ein - was auch nur eine Form des (zu Recht verachteten) vorauseilenden Gehorsams ist, der übrigens ganz nebenbei den Verantwortlichen vor Ort in den Rücken fällt. Man bekommt den Eindruck, eine/r der "Kritiker/innen" hätte monieren können, dass es in der Kirche kein Freibier gibt, ohne dass sich die "evangelische Zeitung" zum Widerspruch veranlasst gesehen hätte.

Das ist genau die Mentalität, die die Außenwirkung eines um seines kommerziellen Erfolges willen opportunistischen Dienstleisters vermittelt, der Kundenerwartungen erfüllt, nicht dagegen einer Organisation, die sich bewusst als nichtkommerzielles ethisches Korrektiv von Gesellschaft und Staat versteht.

Klar sind Kirchenbänke manchmal unbequem, die in St. Wilhadi in Stade sind für mich - normale Größe und Körperbau - kaum auszuhalten. Aber mitunter sind Kirchenbänke raumprägende historische Ausstattungsbestandteile, die man nicht einfach so hinauswerfen kann (was man in vielen alten Dorfkirchen mit ihren Namensschildchen oder Familienwappen an den Bänken sehen kann, oder an jahrhundertealten, ins Holz gekratzten Inskriptionen). Dieses Gegenargument hätte man sich mal gewünscht - natürlich Fehlanzeige, wie könnte es anders sein.

Auch bei den "unbekannten Liedern" wäre relativ einfach zu erwidern: hat sich die Kritikerin selbst mal darum gekümmert, sich mit den Liedern und dem Gesangbuch vertraut zu machen? Im Zweifel erwartet sie, dass ihr alles "vorgebetet" wird - liegt da nicht die Erwiderung nahe: "hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott"? Und was war eigentlich in ihrem Konfirmandenunterricht so los? Hat das im Protestantismus wichtige Thema Musik und Text da keine Rolle gespielt?

Dasselbe gilt für die "langweilige Predigt", bei der die Kritikerin nicht auf dem Silbertablett serviert bekommt, was die Bibelstelle mit ihrem Leben zu tun hat: wie wäre es, sie fände es selbst heraus - ist das zuviel verlangt? Imo ist das eine Selbstverständlichkeit - von der Unmöglichkeit, jedem Besucher mundgerecht zugeschnittene theologische und rhetorische Bissen zu servieren, ganz zu schweigen. Und noch was: diese "zugeschnittenen Bissen" sind gerade das Merkmal opportunistischer Prediger/Predigerinnen: der Bremer Sodom-und-Gomorrha-Wüterich Latzel serviert seiner homogenen Klientel genau solche Bissen, dito eine gewisse (und gewesene) Hannoveraner Kirchenfunktionärin, die halt nur mit umgekehrten Vorzeichen. Gerade die evangelische Theologie verlangt eigenständiges Denken - und worüber man selbst reflektiert hat, das hat man ungleich stärker und dauerhafter verinnerlicht als das ohne Nachdenken aufgenommene, das genauso fix wieder vergessen ist. Das merkt man übrigens auch schnell selbst, wenn man sich in ein komplexes, schwieriges Thema einarbeitet oder eine schwierige Komposition einstudiert.

Man stört sich an Orgelmusik? Bittesehr: in gefühlt 150% (Achtung, Ironie!) insbesondere der ZDF-Gottesdienste bekommt die Kritikerin doch, was sie sich an - angeblich - "moderner" Musik wünscht: lärmende Worship-Bands, Pseudo-Gospel, E-Piano, Gitarre. Bei dem Wunsch nach "a capella" muss man dann doch lächeln: da kann sich die Kritikerin gern mit ihrer Kollegin von oben zusammentun, die mit den "unbekannten Liedern" hadert - viel Spaß bei den gemeinsamen a capella-Bemühungen...... - Die hier oft genug diskutierte Wahrheit ist, dass die Orgel in der Liturgie immer weiter zurückgedrängt wird. Insofern bekommt die Kritikerin einerseits schon, was sie will. Andererseits: es gibt für die Orgel ein ganz simples, physikalisches Argument: sie ist das einzige Instrument, das aufgrund seines statischen Charakters in der Lage ist, ohne Verstärkung große Räume zu füllen und einen Gemeindegesang zu führen. Deshalb hat sich die Orgel über die Jahrhunderte etabliert, und man sieht in der Geschichte der Orgel deutlich die Evolution im Orgelbau mit dem aufkommenden Gemeindegesang. Klar gibt es langweiliges Orgelspiel - aber eben auch gutes. Schlechtes Orgelspiel ist kein Argument gegen das Instrument als solches. - Und auch hier: übt sich die "Evangelische Zeitung" in Solidarität mit den Ausführenden vor Ort? Pustekuchen.

Und als Schluss-Ärgernis: das alberne Symbolbildchen, denn mittlerweile ist es ja Pflicht, jeden Quatsch mit irgendeinem AI-generierten Bildchen zu garnieren, um Aufmerksamkeit zu heischen. Offenbar meint man auch bei der E.Z., mit der TikTokisierung mithalten zu müssen.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Orgelfritze, Montag, 04. Mai 2026, 12:27 (vor 114 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Und wenn man diese Mi-Mi-Mi-Litanei als Leserreaktion auf den Beitrag abdruckte, gewänne man auch nur einen einzigen "Orgel-Fan" (zurück)? Genau diese Art Reaktionen sind Teil des Imageproblems des Instruments.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Karsten @, Montag, 04. Mai 2026, 12:39 (vor 114 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

...und fürchterlich komplizierte "Songs" nebst traditionell schnarchiger Orgel. Geschrieben von "leidenschaftlichen Musikern" und studierten TheologInnen.


Die Problemanzeigen würde ich durchaus ernst nehmen, aber dass das einen Artikel wert ist und zu den wichtigen Themen gehört, über die man in diesem Blatt mal reden müsse - ja, die "Evangelische Zeitung" würde ich trotz meiner scheinbar stets getragenen rosa Protestantismus-Brille auch nicht mehr verteidigen. Ich hab noch ein solidarisches e-paper-Abo mit der Mecklenburgischen Kirchenzeitung (derselbe Verlag), die letzte Datei habe ich aber vor Monaten geöffnet, und ichsollte ehrlicher Weise auch das mal kündigen.


...was mir an dem verlinkten Artikel besonders unangenehm auffällt, ist die geradezu schleimige Beflissenheit, mit der die Zeitungsmacher sich die Kritik von außen völlig unreflektiert zu eigen machen, ohne auch nur einen Hauch von Verteidigungsbereitschaft, Selbstbewusstsein oder Courage zu zeigen. Man knickt schon vorauseilend ein - was auch nur eine Form des (zu Recht verachteten) vorauseilenden Gehorsams ist, der übrigens ganz nebenbei den Verantwortlichen vor Ort in den Rücken fällt. Man bekommt den Eindruck, eine/r der "Kritiker/innen" hätte monieren können, dass es in der Kirche kein Freibier gibt, ohne dass sich die "evangelische Zeitung" zum Widerspruch veranlasst gesehen hätte.

Das ist genau die Mentalität, die die Außenwirkung eines um seines kommerziellen Erfolges willen opportunistischen Dienstleisters vermittelt, der Kundenerwartungen erfüllt, nicht dagegen einer Organisation, die sich bewusst als nichtkommerzielles ethisches Korrektiv von Gesellschaft und Staat versteht.
[...]

Hallo!

Vielleicht ist es dem einen oder anderen nicht bewusst: die abgedruckten Statements sind keine "Lesermeinungen". Sie sind die persönliche Meinung verschiedener Redaktionsmitglieder. Eine kritische Auseinandersetzung wäre natürlich wünschenswert, aber da die Meinungen bereits aus den Redaktionen stammen, wird das nicht so gedacht sein. Aber vielleicht soll das ja durch diese Statements auf Seiten der Leserschaft erreicht werden (also: Kontra geben!).

Eine grundsätzliche Kenntnisnahme und Reflexion der Kritikpunkte sollte aber schon sein, da würde ich mich KBK anschließen.

Gruß
Karsten

Evangelische(?) Probleme

Dorforganist, Montag, 04. Mai 2026, 12:55 (vor 114 Tagen) @ Karsten

Vielleicht ist es dem einen oder anderen nicht bewusst: die abgedruckten Statements sind keine "Lesermeinungen". Sie sind die persönliche Meinung verschiedener Redaktionsmitglieder.

Das ist ja noch schlimmer. Schreiben die alle(s) so unqualifiziert?

Evangelische(?) Probleme

Orlos @, Montag, 04. Mai 2026, 14:34 (vor 114 Tagen) @ Dorforganist

Vielleicht ist es dem einen oder anderen nicht bewusst: die abgedruckten Statements sind keine "Lesermeinungen". Sie sind die persönliche Meinung verschiedener Redaktionsmitglieder.


Das ist ja noch schlimmer. Schreiben die alle(s) so unqualifiziert?

Es ist sehr schwer, im Journalismus heutzutage Geld zu verdienen. Wirklich gute (qualifizierte) Leute suchen sich andere Betätigungsfelder.

Evangelische(?) Probleme

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 04. Mai 2026, 17:18 (vor 114 Tagen) @ Orlos

Vielleicht ist es dem einen oder anderen nicht bewusst: die abgedruckten Statements sind keine "Lesermeinungen". Sie sind die persönliche Meinung verschiedener Redaktionsmitglieder.


Das ist ja noch schlimmer. Schreiben die alle(s) so unqualifiziert?


Es ist sehr schwer, im Journalismus heutzutage Geld zu verdienen. Wirklich gute (qualifizierte) Leute suchen sich andere Betätigungsfelder.

Ja, auch sind Kirchliche Medien geeignete Zwischen- und Endlager für Personen, die zwar Qualifikationen des Gemeinde-Dienstes aufweisen, aber diesen dann doch nicht leisten möchten oder darin gescheitert sind.
Wie auch Wolfgang stört mich: Eine kuschelige Oberfläche, ein Hauch Humor (meist sehr platt), so dass man das Niveau einer Zeitung erreicht, wie sie vor Jahrzehnten beim Friseur auslag und heute überwiegend durch das Smartphone ersetzt wurde. Das sind die Aspekte des Evangelischen Betriebes, deren Aussterben ich begrüßen würde. Und das schließt eben die Forschung nach der schlechten Predigt, der harten Bank, des langsamen Organisten und der unbekannten Lieder eben nicht aus, sondern nur die derartige Verhandlung der Themen.

@Orgelfritze: Ja, das stimmt leider auch, man bekäme niemanden zurück.
@ Wolfgang: Ob die Person, die das Motto des Katholikentags in der Überschrift (auf der ZDF-Fernsehgottesdienst-Seite) noch ergänzt hat, sich der satirischen Tragweite des Satzes bewusst war?

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Evangelische(?) Probleme

Subbass1, Montag, 04. Mai 2026, 17:58 (vor 114 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Aufstehen? Vorsicht. Wenigstens nicht früh.*
Wenn eine ev. Theologin die liturgische Geste des Aufstehens zum Vater unser quasi ablehnt oder in Frage stellt, weiß ich auch nicht mehr. Klar kann jeder machen was er will, aber wie soll so ein Grundgerüst einer liturgischen Feier sicht- und spürbar werden? Ich fürchte, die kommen sich unglaublich progressiv vor - für mich ist es was zwischen lächerlich und peinlich, sorry.

* DIe 8 Uhr(!)-Frühgottesdienste in anderen Dörfern (das hieß, früh mit dem Fahrrad zur Ortskirche, damit man beim Pfarrer mitfahren kann, sei es als Ministrant oder Organist), waren mir fast die liebsten. Die Rorateandachten sowieso. Heute ist offensichtlich 10 Uhr (Jahrzehnte oder länger der Standard bei *1* ev. Sonntagsgottesdienst) schon zu früh. Es gab doch auch schon Pfarrerinnen, die den Sonntagsgodi ganz abschaffen wollten, iirc.

Evangelische(?) Probleme

SpanischeTrompete @, Montag, 04. Mai 2026, 18:09 (vor 114 Tagen) @ Subbass1

* DIe 8 Uhr(!)-Frühgottesdienste in anderen Dörfern (das hieß, früh mit dem Fahrrad zur Ortskirche, damit man beim Pfarrer mitfahren kann, sei es als Ministrant oder Organist), waren mir fast die liebsten. Die Rorateandachten sowieso. Heute ist offensichtlich 10 Uhr (Jahrzehnte oder länger der Standard bei *1* ev. Sonntagsgottesdienst) schon zu früh. Es gab doch auch schon Pfarrerinnen, die den Sonntagsgodi ganz abschaffen wollten, iirc.

Das höchste der Gefühle ist hier in meiner Ecke 08:30. Aber auch nur, damit der Pfarrer zwei GD schafft, der zweite ist dann 10:00. In meiner Gemeinde haben wir das mit 09:00 und 10:15 gelöst, wenn 09:00 mit AM ist dann auch mal der zweite GD 10:30.

Bezüglich der Uhrzeit gibt es in meiner Gemeinde zwei Präferenzen die sich in gewisser Weise an auch an der Demografie ablesen lassen. Familien mit (kleineren) Kindern bevorzugen 10:00 oder noch später, weil sie da in Ruhe frühstücken können und die Kinder fertigmachen können ohne zu zeitig aufstehen zu müssen. Die Älteren und die Leute ohne Kinder hätten lieber den führen Gottesdienst, damit nicht nach dem GD schon der halbe Tag vorbei ist. Der Kompromiss ist bei uns, dass wir eh zwei GD haben und man halt je nach persönlichem Wunsch mal in die eine, mal in die andere Kirche geht. Bis jetzt können damit alle leben und mich freuts, kann ich doch mit 1x Anfahrt und 1x üben gleich zwei Gottesdienste spielen.

Den SonntagsGD komplett abzuschaffen halte ich für grundverkehrt. Aber statt früh lieber einen Abendgottesdienst anzubieten ist ein Experiment, das zumindest in einigen Gemeinden gut angenommen wurde. Das passt dann auch besser zur Lebensrealität vieler Besucher, die doch Samstag mal etwas länger machen wollen.

Evangelische(?) Probleme

Orlos @, Montag, 04. Mai 2026, 18:45 (vor 114 Tagen) @ SpanischeTrompete

In unserer katholischen Großpfarrei gibt es sonntags Messen von 9.30 Uhr bis 11.15 Uhr Anfangszeit. In den frühen findet man eher alte Menschen, in den späten viele junge Menschen. Die letzte ist tatsächlich die am besten besuchte. In den Nachbarpfarreien werden sonntagsabends Messen angeboten, die auch gut angenommen werden. "Dünn" besucht ist der Samstagabend, egal wo.

Evangelische(?) Probleme

tiratutti @, Montag, 04. Mai 2026, 19:01 (vor 114 Tagen) @ Orlos

"Dünn" besucht ist der Samstagabend, egal wo.

Das ist bei uns genau umgekehrt. Samstag Vorabend um 18 Uhr ist sehr gut besucht.

Grüße von tiratutti

Evangelische(?) Probleme

kjz1, Montag, 04. Mai 2026, 19:39 (vor 114 Tagen) @ Orlos

In unserer katholischen Großpfarrei gibt es sonntags Messen von 9.30 Uhr bis 11.15 Uhr Anfangszeit. In den frühen findet man eher alte Menschen, in den späten viele junge Menschen. Die letzte ist tatsächlich die am besten besuchte. In den Nachbarpfarreien werden sonntagsabends Messen angeboten, die auch gut angenommen werden. "Dünn" besucht ist der Samstagabend, egal wo.

Ditto. Das kann ich hierzustadt so bestätigen. Sa. 18:30, So. 9:30 bis 11:30, dann noch 18:00 Uhr. Wobei die Vorabendmesse schwach besucht ist, die Messe um 11:00 Uhr aber erheblich besser mit einem gemischten Altersschnitt.

Evangelische(?) Probleme

3rd_astronaut, Dienstag, 05. Mai 2026, 11:35 (vor 114 Tagen) @ Subbass1

da die kirchen keinen nachtzuschlag zahlen, spiele ich frühestens um 9. als besucher wäre mir denke ich ein abendgodi am liebsten, samstag oder sonntag. aber um 19, nicht 17 uhr (17 uhr ist sehr ungünstig, dann lieber 10 oder 11).

Evangelische(?) Probleme

jrbecker @, Dienstag, 05. Mai 2026, 13:46 (vor 113 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Vielleicht ist es dem einen oder anderen nicht bewusst: die abgedruckten Statements sind keine "Lesermeinungen". Sie sind die persönliche Meinung verschiedener Redaktionsmitglieder.


Das ist ja noch schlimmer. Schreiben die alle(s) so unqualifiziert?


Es ist sehr schwer, im Journalismus heutzutage Geld zu verdienen. Wirklich gute (qualifizierte) Leute suchen sich andere Betätigungsfelder.


Ja, auch sind Kirchliche Medien geeignete Zwischen- und Endlager für Personen, die zwar Qualifikationen des Gemeinde-Dienstes aufweisen, aber diesen dann doch nicht leisten möchten oder darin gescheitert sind.
Wie auch Wolfgang stört mich: Eine kuschelige Oberfläche, ein Hauch Humor (meist sehr platt), so dass man das Niveau einer Zeitung erreicht, wie sie vor Jahrzehnten beim Friseur auslag und heute überwiegend durch das Smartphone ersetzt wurde. Das sind die Aspekte des Evangelischen Betriebes, deren Aussterben ich begrüßen würde. Und das schließt eben die Forschung nach der schlechten Predigt, der harten Bank, des langsamen Organisten und der unbekannten Lieder eben nicht aus, sondern nur die derartige Verhandlung der Themen.

@Orgelfritze: Ja, das stimmt leider auch, man bekäme niemanden zurück.
(...)

Einige der hier als "Lösung" vorgestellten Ideen praktizieren wir schon seit vielen Jahren: Bei uns ist es selbstverständlich, dass wir bei fremden oder neuen Melodien zuerst üben (oder auch im Chor als Gemeindelied vorbereiten) und das Lied dann auch in den Gottesdiensten wiederholen. "alltäglicher predigen" versuchen die meisten unserer Pfarrer/innen/Prädikant/innen. Es gibt eine Band, die zu bestimmten Anlässen spielt, dazu auch immer wieder kammermusikalische "Einlagen", Bläser und Kirchenchor sowieso, Uhrzeit: Eigentlich sonntags 9:30 Uhr, jedoch für Abendmusiken etc. So., 17 Uhr, Andachten auch SAMSTAGs 18.00 Uhr (wobei die Festlegung dieser Uhrzeit aus der Zeit kommt, wo samstags die Geschäfte um 13 Uhr schlossen ...)

Trotzdem haben wir im durhschnittlichen Besuch der Gottesdienste keine Steigerung, sondern allenfalls mal einen einmaligen Peak, wenn eine Besonderheit ist.

OT: Evangelische(?) Probleme

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 05. Mai 2026, 17:01 (vor 113 Tagen) @ jrbecker

Einige der hier als "Lösung" vorgestellten Ideen praktizieren wir schon seit vielen Jahren

...und nicht nur Ihr. Aber darum geht es hier wohl weniger. Es ist der Versuch, anschlussfähig an eine vermeintliche (oder reale?) Lesermehrheit zu werden. "Ich finde das auch doof!" - ja, wenn dass schon Redakteur:in findet... Und das ist ja das, was Wolfgang neulich schon so kritisiert hat, diese "Wir finden uns ja selber auch doof"-Haltung.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Dienstag, 05. Mai 2026, 16:44 (vor 113 Tagen) @ Subbass1

Also ... puh. Ja, da ist viel von dem üblichen Schmonzes drin, den man schon seit Jahrzehnten immer wieder rauf- und runterquatscht. Ja, man fragt sich oft, in welchem Erdloch die Leute denn gehaust haben, die Dinge fordern, die eigentlich längst schon wieder eiskalter Kaffee sind oder nervige Endlosschleifen.

Aber ich finde die Auswahl eigentlich noch erstaunlich fair.
Die Predigt soll besser werden, nicht einfach weg.
Da kann ich, wenn ich die üblichen Predigtkritikklischees freundlich ausblende, gut mitgehen.
Und auch der Generalkritik an der Orgel steht ein Beitrag gegenüber, der nicht gar keine Orgel haben will, sondern im Gegenteil bessere Begleitung fordert und dafür auch sehr affirmativ ein positives Beispiel benennt.

Da hab ich wirklich schon Schlimmeres gelesen.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Friedrich @, Dienstag, 05. Mai 2026, 17:36 (vor 113 Tagen) @ Poupoulcorouse

Da hab ich wirklich schon Schlimmeres gelesen.

Weiß hier noch jemand, wer Manfred Siebald ist? "Diese Bank ist uralt und steinhart und sie knarrt", das war ein Song. Der wird da in den Mitarbeiterstatements nachgesungen. Anfang Siebziger, glaube ich. Fünfzig Jahre plus.

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Bauernflöte 2', Dienstag, 05. Mai 2026, 18:12 (vor 113 Tagen) @ Friedrich

Sensationell, kannte ich nicht. Danke für diesen Link! Das ist ja großartig!

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

hardy @, Dienstag, 05. Mai 2026, 20:37 (vor 113 Tagen) @ Friedrich

Ja, meine Eltern hatten sich so ziemlich alle Siebald-LP's zugelegt. Auch mir gefallen die tiefgründigen Texte und schönen Melodien. "Höchst erbauliche Gedanken" war für mich schon immer klasse. Quasi als Vor- und Nachspiel EG 328 "Dir, Dir, o Höchster, will ich singen".

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 06. Mai 2026, 00:40 (vor 113 Tagen) @ Friedrich

Danke!

Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

fluteceleste @, Mittwoch, 06. Mai 2026, 07:50 (vor 113 Tagen) @ Friedrich

Da hab ich wirklich schon Schlimmeres gelesen.


Weiß hier noch jemand, wer Manfred Siebald ist? "Diese Bank ist uralt und steinhart und sie knarrt", das war ein Song. Der wird da in den Mitarbeiterstatements nachgesungen. Anfang Siebziger, glaube ich. Fünfzig Jahre plus.

ja, anno 1972...

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Evangelische Probleme: Ständiges und frühes Aufstehen und unbequeme Kirchenbänke

Friedrich @, Mittwoch, 06. Mai 2026, 14:05 (vor 112 Tagen) @ fluteceleste

ja, anno 1972...

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Der links bin ich.

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