Fuge BWV542/2 kürzen

hintersatz ⌂ @, Freitag, 08. Mai 2026, 16:29 (vor 110 Tagen)

Für den Sonntag habe ich mir die Fuge als Nachspiel vorgenommen, da es aber zwei Gottesdienste sind und der 2. einigermaßen pünktlich anfangen sollte, stellte sich mit dir Frage, wie man die Fuge, wenn die Predigt dann doch länger wird, kürzen kann.
Gemini bekam ein Midi-File
und die folgende Fragestellung:
Suche in der Fuge nach einer Möglichkeit diese auf etwas die halbe Länge zu kürzen, indem man in der Mitte etwas weglässt, ohne dass das allzusehr auffällt.
Antwort:
Die g-Moll Fuge (BWV 542) ist aufgrund ihrer klaren Struktur und der motivischen Arbeit für eine Kürzung theoretisch zugänglich. Um das Werk um etwa die Hälfte zu kürzen, ohne dass die musikalische Logik zu stark leidet, bietet sich ein Schnitt im Bereich der Zwischenspiele an.
​Ein effektiver Weg besteht darin, einen Teil der Durchführung im Mittelteil zu überspringen und direkt zu einem der späteren Themeneinsätze oder dem abschließenden Orgelpunkt zu springen.
​Strategie für die Kürzung im Mittelteil
​In einer Fuge dieser Komplexität ist es entscheidend, eine Stelle zu finden, an der die Tonart des Ausgangspunkts mit der Tonart des Wiedereinstiegs harmoniert (meist g-Moll oder die Parallele B-Dur).
​Der "große Sprung": Ein klassischer Punkt für eine Kürzung liegt oft nach der ersten Durchführungsgruppe (nachdem alle Stimmen das Thema einmal präsentiert haben). Man kann von einem Zwischenspiel direkt in die Schlussphase (Reprise) übergehen.
​Harmonische Brücke: Suchen Sie nach einer Kadenz, die auf der Tonika g-Moll endet. Von dort aus können Sie zu dem Takt springen, in dem das Thema das vorletzte Mal im Pedal oder in einer Außenstimme erscheint. Dies bewahrt den kraftvollen Abschluss des Werkes.
​Technische Umsetzung
​Da die vorliegende Datei MIDI-Daten enthält, lässt sich der Schnitt exakt an den Taktgrenzen orientieren:
​Start des Schnitts: Identifizieren Sie das Ende der ersten Modulationsphase (oft dort, wo das Thema in B-Dur oder d-Moll abgeschlossen ist).
​Ende des Schnitts: Suchen Sie den Wiedereinstieg kurz vor dem finalen Einsatz des Themas über dem berühmten Orgelpunkt im Pedal.
​Vorteil: Durch das Weglassen der mittleren, oft sehr sequenzartigen Zwischenspiele bleibt der dichte, virtuose Charakter des Anfangs und des Endes erhalten, während die Gesamtdauer massiv reduziert wird.
​Beachten Sie, dass bei einem solchen Eingriff die architektonische Balance von Bachs Werk verloren geht, für eine zeitlich begrenzte Aufführung jedoch die harmonische Überleitung an einer Kadenzstelle am wenigsten auffällt.

Rückfrage:

Gib mir deinen Vorschlag mit den exakten Taktzahlen aus, die Fuge beginnt mit Takt 1

Antwort:

Um die Fuge in g-Moll (BWV 542) auf etwa die Hälfte zu kürzen, empfiehlt es sich, die Durchführung im Mittelteil zu straffen. Da die Fuge insgesamt 115 Takte umfasst, erreichen Sie durch einen Schnitt nach der ersten vollständigen Exposition (nachdem alle Stimmen das Thema einmal vorgestellt haben) und einem Wiedereinstieg vor dem großen Finale eine harmonisch stimmige Reduktion.
​Hier ist ein konkreter Vorschlag für die Kürzung:
​Der Schnittpunkt
​Schnitt-Anfang: Ende von Takt 54.
​Wiedereinstieg: Beginn von Takt 94.
​Musikalische Begründung
​Takt 54: An dieser Stelle schließt die Fuge auf der Tonika g-Moll ab. Dies bietet einen stabilen Endpunkt für den ersten Teil der gekürzten Fassung.
​Takt 94: Hier setzt das Pedal mit dem Thema im Bass wieder kraftvoll ein, was den Beginn der abschließenden Steigerung markiert. Durch den Wiedereinstieg an dieser Stelle überspringen Sie die modulierenden Zwischenspiele des Mittelteils, bewahren aber die volle Wirkung des virtuosen Finales über dem Orgelpunkt.
​Ergebnis
​Durch diesen Sprung reduziert sich die Spieldauer von ca. 6–7 Minuten auf etwa 3–3,5 Minuten. Da beide Stellen (Ende Takt 54 und Anfang Takt 94) fest in g-Moll verankert sind, wird der Zuhörer den fehlenden Mittelteil kaum als harmonischen Bruch wahrnehmen.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Fuge BWV542/2 kürzen

hintersatz ⌂ @, Freitag, 08. Mai 2026, 16:34 (vor 110 Tagen) @ hintersatz

Der hat sich mit den Takten wohl etwas verzählt, aber nach Takt 53 auf 94 zu springen könnte ganz gut funktionieren. Sakrament. Verzeihung, Sakrileg.

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Fuge BWV542/2 kürzen

hintersatz ⌂ @, Freitag, 08. Mai 2026, 16:48 (vor 110 Tagen) @ hintersatz

Rückfrage:
Das Thema im Pedal kommt aber erst in Takt 110

Antwort:
Ein präziserer Schnitt, der das Pedal-Thema am Ende berücksichtigt und dennoch eine Kürzung um etwa die Hälfte erreicht, lässt sich durch einen Übergang in die späte Phase der Durchführung realisieren. Da die Fuge insgesamt 115 Takte umfasst, bietet sich folgende Stelle an:
​Optimierter Kürzungsvorschlag
​Schnitt-Anfang: Ende von Takt 54.
​Wiedereinstieg: Beginn von Takt 103.
​Musikalische Begründung
​Takt 54: Die Fuge schließt hier eine wichtige Sektion in der Haupttonart g-Moll ab (letzte Note im Sopran ist das G). Dies ist ein natürlicher Ruhepunkt vor dem nächsten Abschnitt.
​Takt 103: Der Wiedereinstieg erfolgt hier mitten in einer dichten Sechzehntel-Bewegung der Oberstimmen, die direkt auf den von Ihnen erwähnten Pedaleinsatz in Takt 110 zusteuert.
​Vorteil: Durch diesen Sprung von 54 auf 103 überspringen Sie genau 48 Takte, was fast exakt der Hälfte der Fuge entspricht. Die harmonische Verbindung funktioniert, da Takt 103 auf einem g-Moll-Akkord (in der ersten Umkehrung) ansetzt, was perfekt an das Ende von Takt 54 anschließt.
​Der Weg zum Finale
​Nach dem Wiedereinstieg in Takt 103 folgen sechs Takte intensiver motivischer Vorbereitung in den Manualen, bevor in Takt 110 das Thema im Pedal erscheint. Dieser Einsatz wirkt nach der Kürzung wie der finale Höhepunkt, der die Fuge nach dem Orgelpunkt (Takt 112) zum kraftvollen Ende führt.
​Diese Lösung bewahrt sowohl die Exposition als auch das vollständige, dramatische Finale inklusive des prominenten Pedal-Themas.

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Fuge BWV542/2 kürzen

Carlo, Samstag, 09. Mai 2026, 14:24 (vor 109 Tagen) @ hintersatz

Kürzlich in einem Gourmet-Restaurant: Ein Gast fragte den Spitzenkoch, ob er bei dem Menü nicht einige Zutaten weglassen könne, da er es sehr eilig habe. Auch sollte das Menü deshalb nur lauwarm sein, so dass er es schneller herunterschlingen könne – aber es sollte alles genauso schmecken, wie bei dem "vollen Programm". Ich vermute mal, dass wir diesen Gast so schnell nicht wiedersehen werden....

Fuge BWV542/2 kürzen

fluteceleste @, Samstag, 09. Mai 2026, 17:14 (vor 109 Tagen) @ Carlo

..eine ordentliche Portion Queue d'écrivissage wirkt da wunder...

Fuge BWV542/2 kürzen

hintersatz ⌂ @, Montag, 11. Mai 2026, 08:26 (vor 108 Tagen) @ hintersatz

In der praktischen Erfahrung am Sonntag zeigte sich dann zum einen, dass die Predigt relativ kurz, also auch die lange Variante der Fuge spielbar gewesen wäre. Im zweiten Gottesdienst war ein ungewöhnlich familienreiches Publikum mit kleinen Kindern und den ganz Kleinen vorhanden, die natürlich mein Schlussstück durchaus goutierten, aber dann vielleicht auch mit der etwas kürzeren Variante glücklich waren. Als Buße den Bach so verschandelt zu haben, habe ich mir für den nächsten Sonntag in Schuttertal noch mal Fantasie und Fuge im Original-Text auf die Karte gesetzt. Insgesamt fand ich die von der KI generierte Variante allerdings schon brauchbar. Klar merkt man, dass da was fehlt. Aber wenn man die Bruchstelle ein bisschen übt, kann man das relativ gut kaschieren und eventuell als thematische Verdichtung verkaufen?

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Fuge BWV542/2 kürzen

Subbass1, Montag, 11. Mai 2026, 19:00 (vor 107 Tagen) @ hintersatz

Wir wollen Beweise hören! Vielleicht gibt es auch was zu gewinnen?
PS Aber bitte in 32 Bit...

Fuge BWV542/2 kürzen

hintersatz ⌂ @, Donnerstag, 14. Mai 2026, 00:04 (vor 105 Tagen) @ Subbass1

32bit haben wir hier noch nicht, und der eine 24bit RME spielt mir grade den Miles Davis in mein gestresstes Ohr.
Trööt.

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Fuge BWV542/2 kürzen

hintersatz ⌂ @, Donnerstag, 14. Mai 2026, 00:34 (vor 105 Tagen) @ Subbass1

Ja gut.
Silvester Stallone kassierte in seinen besten Zeiten 1Mio US$, nur um seine Muckibude zu verlassen.
So fies will ich mal nicht sein, bin aber für realistische Angebote durchaus offen.

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Fuge BWV542/2 kürzen

Wolfgang Gourgé @, Sonntag, 10. Mai 2026, 02:49 (vor 109 Tagen) @ hintersatz

Für den Sonntag habe ich mir die Fuge als Nachspiel vorgenommen, da es aber zwei Gottesdienste sind und der 2. einigermaßen pünktlich anfangen sollte, stellte sich mit dir Frage, wie man die Fuge, wenn die Predigt dann doch länger wird, kürzen kann.
Gemini bekam ein Midi-File
und die folgende Fragestellung:
Suche in der Fuge nach einer Möglichkeit diese auf etwas die halbe Länge zu kürzen, indem man in der Mitte etwas weglässt, ohne dass das allzusehr auffällt.
Antwort:
Die g-Moll Fuge (BWV 542) ist aufgrund ihrer klaren Struktur und der motivischen Arbeit für eine Kürzung theoretisch zugänglich. Um das Werk um etwa die Hälfte zu kürzen, ohne dass die musikalische Logik zu stark leidet, bietet sich ein Schnitt im Bereich der Zwischenspiele an.
​Ein effektiver Weg besteht darin, einen Teil der Durchführung im Mittelteil zu überspringen und direkt zu einem der späteren Themeneinsätze oder dem abschließenden Orgelpunkt zu springen.
​Strategie für die Kürzung im Mittelteil
​In einer Fuge dieser Komplexität ist es entscheidend, eine Stelle zu finden, an der die Tonart des Ausgangspunkts mit der Tonart des Wiedereinstiegs harmoniert (meist g-Moll oder die Parallele B-Dur).
​Der "große Sprung": Ein klassischer Punkt für eine Kürzung liegt oft nach der ersten Durchführungsgruppe (nachdem alle Stimmen das Thema einmal präsentiert haben). Man kann von einem Zwischenspiel direkt in die Schlussphase (Reprise) übergehen.
​Harmonische Brücke: Suchen Sie nach einer Kadenz, die auf der Tonika g-Moll endet. Von dort aus können Sie zu dem Takt springen, in dem das Thema das vorletzte Mal im Pedal oder in einer Außenstimme erscheint. Dies bewahrt den kraftvollen Abschluss des Werkes.
​Technische Umsetzung
​Da die vorliegende Datei MIDI-Daten enthält, lässt sich der Schnitt exakt an den Taktgrenzen orientieren:
​Start des Schnitts: Identifizieren Sie das Ende der ersten Modulationsphase (oft dort, wo das Thema in B-Dur oder d-Moll abgeschlossen ist).
​Ende des Schnitts: Suchen Sie den Wiedereinstieg kurz vor dem finalen Einsatz des Themas über dem berühmten Orgelpunkt im Pedal.
​Vorteil: Durch das Weglassen der mittleren, oft sehr sequenzartigen Zwischenspiele bleibt der dichte, virtuose Charakter des Anfangs und des Endes erhalten, während die Gesamtdauer massiv reduziert wird.
​Beachten Sie, dass bei einem solchen Eingriff die architektonische Balance von Bachs Werk verloren geht, für eine zeitlich begrenzte Aufführung jedoch die harmonische Überleitung an einer Kadenzstelle am wenigsten auffällt.

Rückfrage:

Gib mir deinen Vorschlag mit den exakten Taktzahlen aus, die Fuge beginnt mit Takt 1

Antwort:

Um die Fuge in g-Moll (BWV 542) auf etwa die Hälfte zu kürzen, empfiehlt es sich, die Durchführung im Mittelteil zu straffen. Da die Fuge insgesamt 115 Takte umfasst, erreichen Sie durch einen Schnitt nach der ersten vollständigen Exposition (nachdem alle Stimmen das Thema einmal vorgestellt haben) und einem Wiedereinstieg vor dem großen Finale eine harmonisch stimmige Reduktion.
​Hier ist ein konkreter Vorschlag für die Kürzung:
​Der Schnittpunkt
​Schnitt-Anfang: Ende von Takt 54.
​Wiedereinstieg: Beginn von Takt 94.
​Musikalische Begründung
​Takt 54: An dieser Stelle schließt die Fuge auf der Tonika g-Moll ab. Dies bietet einen stabilen Endpunkt für den ersten Teil der gekürzten Fassung.
​Takt 94: Hier setzt das Pedal mit dem Thema im Bass wieder kraftvoll ein, was den Beginn der abschließenden Steigerung markiert. Durch den Wiedereinstieg an dieser Stelle überspringen Sie die modulierenden Zwischenspiele des Mittelteils, bewahren aber die volle Wirkung des virtuosen Finales über dem Orgelpunkt.
​Ergebnis
​Durch diesen Sprung reduziert sich die Spieldauer von ca. 6–7 Minuten auf etwa 3–3,5 Minuten. Da beide Stellen (Ende Takt 54 und Anfang Takt 94) fest in g-Moll verankert sind, wird der Zuhörer den fehlenden Mittelteil kaum als harmonischen Bruch wahrnehmen.

...es gibt auch eine verkürzte Fassung von Schillers "Glocke" - noch dazu in dem sehr eigenwilligen Dialekt "Starckdeutsch", welcher wohl unter dem Einfluss von viel Alkohol entstanden sein dürfte (Alkohol hat, leider auch in seinen finsteren Seiten, durchaus künstlerisches Potential).

Ob Schiller begeistert wäre, bezweifle ich allerdings.....

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