Wenn man sich die neue Rieger-Orgel in Essen anschaut (auf der Rieger-Homepage (Link) habe ich noch kein Photo der fertigen Orgel gefunden), frage ich mich, warum ein so exaltierter Prospekt in sich symmetrisch sein muss. Ähnliche Lösungen bei Weimbs und Klais sind asymmetrisch, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Aber hier in Essen hätte ich mir die Wirkung dieser wild angeordneten Einzelpfeifen eindrucksvoller vorgestellt, wenn das Ganze nicht an einer Spiegelachse ausgerichtet wäre. Wäre es dadurch "schöner" geworden? Wahrscheinlich Geschmackssache...
Warum symmetrisch?
Friedrich
, Dienstag, 28. Januar 2014, 08:39 (vor 4596 Tagen) @ Orlos
Wenn man sich die neue Rieger-Orgel in Essen anschaut (auf der Rieger-Homepage (Link) habe ich noch kein Photo der fertigen Orgel gefunden), frage ich mich, warum ein so exaltierter Prospekt in sich symmetrisch sein muss. Ähnliche Lösungen bei Weimbs und Klais sind asymmetrisch, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Aber hier in Essen hätte ich mir die Wirkung dieser wild angeordneten Einzelpfeifen eindrucksvoller vorgestellt, wenn das Ganze nicht an einer Spiegelachse ausgerichtet wäre. Wäre es dadurch "schöner" geworden? Wahrscheinlich Geschmackssache …
Da stimme ich Dir in dieser Hinsicht zu. Ich kann mir zumindest vorstellen, dass es das Auge des Betrachters eine Weile fesselt, wenn er die Symmetrie wittert, aber wegen der wilden, zerrissenen Anordnung nicht sofort nachvollziehen kann. Aber es hat sehr stark was von Reißbrett.
Ich bin, ehrlich gesagt, kein Freund von Pfeifchen hier, Pfeifchen da. Das macht auf mich einen sehr dekorativen Eindruck – so könnte auch KMD Mustermann seine Kaminwand mit den Überresten vom Pfeifenbasar aufhübschen. Die Darstellung der Einheit des Instruments bleibt mir etwas zu sehr auf der Strecke. Natürlich ist auch ein Prospekt mit dichten Pfeifenreihen – zumindest in den meisten Fällen – eine Fassade, eine Darstellung. Aber ich finde sie überzeugender als vereinzelte Streupfeifen auf Streichholzschachteln.
Viele Grüße,
Friedrich
Warum symmetrisch?
tombecher
, Saarbrücken, Dienstag, 28. Januar 2014, 23:51 (vor 4595 Tagen) @ Friedrich
Ich bin, ehrlich gesagt, kein Freund von Pfeifchen hier, Pfeifchen da. Das macht auf mich einen sehr dekorativen Eindruck – so könnte auch KMD Mustermann seine Kaminwand mit den Überresten vom Pfeifenbasar aufhübschen. ...
Viele Grüße,
Friedrich
Haha, ganau, sieht irgendwie aus wie 'ne "Trophäenwand" ;-)
LG
Thomas
Warum symmetrisch?
Florian-L
, Dienstag, 28. Januar 2014, 08:43 (vor 4596 Tagen) @ Orlos
Wenn man sich die neue Rieger-Orgel in Essen anschaut (auf der Rieger-Homepage (Link) habe ich noch kein Photo der fertigen Orgel gefunden), frage ich mich, warum ein so exaltierter Prospekt in sich symmetrisch sein muss.
Das wirkt ja noch bedrohlicher als in der Visualisierung.
Gruß, Florian
Warum symmetrisch?
jrbecker
, Dienstag, 28. Januar 2014, 09:21 (vor 4596 Tagen) @ Florian-L
Schon aufgefallen? Die Pfeifenanordnung wurde ja gegenüber der Visualisierung noch einmal überarbeitet. Wobei das ehrlich gesagt aufgrund der ja insgesamt verstreuten Anordnung nur so wenig ins Auge fällt, dass ich mich Frage, vor welchem Hintergrund das geschah oder welchen Sinn das macht...?!?
LG
Jörg
Warum symmetrisch?
MAT
, Dienstag, 28. Januar 2014, 10:55 (vor 4596 Tagen) @ Florian-L
Jo, gräßlich.
--
Gruß
MAT
Warum symmetrisch?
urbanusmusik, Dienstag, 28. Januar 2014, 11:20 (vor 4596 Tagen) @ MAT
„Die Symmetrie ist die Kunst des kleinen Mannes.“
Warum symmetrisch?
stein
, Dienstag, 28. Januar 2014, 19:12 (vor 4596 Tagen) @ urbanusmusik
Sehr klug ist der zusätzliche Bourdon 8 neben der Flute harm.8 im Récit. Der lässt sich dann leicht gegen eine Voix céleste austauschen, die mit der vorhandenen Gambe schwebt.
Warum symmetrisch?
Friedrich
, Dienstag, 28. Januar 2014, 21:07 (vor 4596 Tagen) @ stein
Sehr klug ist der zusätzliche Bourdon 8 neben der Flute harm.8 im Récit. Der lässt sich dann leicht gegen eine Voix céleste austauschen, die mit der vorhandenen Gambe schwebt.
:-)
Ein Grund für den Bourdon könnte sein, dass das Récit den einzigen Cornet beherbergt. Der klingt aber komisch, wenn er auf einer Flûte harmonique aufbauen muss, die drängt sich (wenn sie was taugt) mit ihrem Geschlucke immer in den Vordergrund. Vielleicht verträgt er die überblasenden 4' und 2' besser.
Gruß,
Friedrich
Warum symmetrisch?
stein
, Dienstag, 28. Januar 2014, 22:23 (vor 4596 Tagen) @ Friedrich
stimmt - mir erscheint die Verteilung zwischen Récit und Schwellwerk irgendwo sonderbar. Einiges fehlt anderes ist doppelt.
Warum symmetrisch?
untersatz32, Mittwoch, 29. Januar 2014, 08:27 (vor 4595 Tagen) @ stein
Klar, man findet immer was zu bemängeln. Geht mir auch so.
Ein Grund GEGEN die Voix celeste könnte sein, dass diese - wie im umgekehrten Dynamikspektrum auch fff (Chamaden, Tuben etc. ;-) oder sonstige Donnerwetter) einen gewissen Raum braucht, um sich zu entfalten.
Eine mystische pp-Schwebung mit dazu noch etwas - oder etwas mehr - Hall ist unübertroffen; in einem trockenen Raum geht der mystische Effekt dann doch eher verloren.
Andererseits hätten Studenten dann zumindest ein Anschauungsobjekt zum Ueben der Benutzung Selbiger (V.c.).
Je nu...
Thomas
Warum symmetrisch? - Nachtrag
Orlos
, Samstag, 01. Februar 2014, 01:35 (vor 4592 Tagen) @ Orlos
Nachtrag zu herumhängenden Einzelpfeifen
Eben entdecke ich auf der Casavant-Seite eine neue Orgel für den Konzertsaal in Montreal:
![[image]](images/uploaded/2014020100325552ec40b768d59.jpg)
Gefällt uns das?
(Die Frage nach dem Werkaufbau erübrigt sich mangels Anhaltspunkte, deshalb keine Aufnahme in das Quiz.)
Warum symmetrisch? - Nachtrag
Friedrich
, Samstag, 01. Februar 2014, 09:59 (vor 4592 Tagen) @ Orlos
Auf die Gefahr hin, inkonsistent rüberzukommen (nein, hat nichts mit Windeln zu tun):
Mir gefällt das sogar sehr gut. Ich bilde mir sogar ein, so etwas wie eine Werkaufbau-Darstellung auszumachen. Pedal, Hauptwerk, Oberwerk und Positiv. Und hinter der Wandverkleidung ist massig Platz für Schwellwände in allen Farben und Formen.
Das Ding kommt mir ein bisschen so vor wie das, was mit der Berliner Philharmonischen Orgel eigentlich gemeint war.
Gruß,
Friedrich
Warum symmetrisch? - Nachtrag
perotin, Samstag, 01. Februar 2014, 23:22 (vor 4592 Tagen) @ Friedrich
Mir gefällt das sogar sehr gut. Ich bilde mir sogar ein, so etwas wie eine Werkaufbau-Darstellung auszumachen. Pedal, Hauptwerk, Oberwerk und Positiv. Und hinter der Wandverkleidung ist massig Platz für Schwellwände in allen Farben und Formen.
Sieht wirklich nicht schlecht aus. Hier das
Programm des Einweihungskonzerts
Grüße,
perotin