Hier übrigens die Disney-Version. Naja.....immerhin wird hier die Steigerung deutlich, als sich aus den Splittern des zerschlagenen Besens Dutzende neue bilden und weiter Wasser holen ...
Das ist das gelungene Kapitel aus dem sonst ziemlich unsäglichen »Fantasia«. Die Goethe-Ballade wird als Faschismus-Parabel aufgezogen – autoritär zwar, aber das ist sie ja auch schon bei Goethe. Das ist tatsächlich mal ein Mickey für Erwachsene.
Der Rest ist aber ziemlich furchtbar. Ich hatte viel erwartet, denn immerhin gilt das Ding als legendär. Aber das muss ein Irrtum sein. Stokowski spielt jeglicher Musik übel mit – woah, diese »Pastorale«-Fassung! Bitter! –, kürzt, stellt um, motzt auf. Mein Lieblings-Hassobjekt ist das Beethoven-Kapitel, mit einem zuckersüßen Arkadien. Stolz war man wohl auf die »centaurettes«. Das sind Kentauren-Damen mit baren Brüsten, aber ohne Brustwarzen (nähren ihre Fohlen wahrscheinlich durch Hochwürgen von Ambrosia). Dann ist von Gott Bacchus die Rede, gezeigt wird ein besoffener Alter. Der heißt aber in Wirklichkeit Silen und verkörpert die lächerlichen, hilflosen Seiten der Trunkenheit, im Gegensatz zum jugendlich-schönen Bacchus. Bare Brüste mit Brustwarzen gibt es übrigens auch, aber nur bei den Hexen auf dem »kahlen Berge«. Klar, die sind ja auch verderbt.
Nee, das Ding ist eine Katastrophe.
Womit nichts gegen Filsell gesagt sei, danke für den Link!
Viele Grüße,
Friedrich