Frage zu Matthias Weckmann

hintersatz, Freitag, 06. Dezember 2013, 08:54 (vor 4648 Tagen)

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Weiß jemand, was die beiden Doppelstriche in Matthias Wecksmanns IV.Canzon in C in der Ausgabe von Bärenreiter [BA 8189] zu bedeuten haben ? In der Ausgabe gelten Vorzeichen nur für Noten, vor denen sie unmittelbar stehen, d.h. nicht für den ganzen Takt. Generalvorzeichen gibt es an der gezeigten Passage keine.

Frage zu Matthias Weckmann

Florian-L @, Freitag, 06. Dezember 2013, 09:11 (vor 4648 Tagen) @ hintersatz

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Weiß jemand, was die beiden Doppelstriche in Matthias Wecksmanns IV.Canzon in C in der Ausgabe von Bärenreiter [BA 8189] zu bedeuten haben ?

Einen Triller, würde ich sagen. Solche Zeichen findet man z. B. auch in Werken für Tasteninstrumente von Henry Purcell.
Ich weiß nicht, ob schon Einigkeit darüber herrscht, ob mit der oberen Nebennote oder mit der Hauptnote begonnen werden soll.

Gruß, Florian

Frage zu Matthias Weckmann

Axel, Freitag, 06. Dezember 2013, 15:44 (vor 4647 Tagen) @ Florian-L

Wohl ganz allgemein eine Verzierung. Im ersten Fall würde ich eher an einen Mordent denken.

Grüße
Axel

Frage zu Matthias Weckmann

hintersatz, Freitag, 06. Dezember 2013, 18:06 (vor 4647 Tagen) @ Axel

Wohl ganz allgemein eine Verzierung. Im ersten Fall würde ich eher an einen Mordent denken.

Grüße
Axel

Hast natürlich Recht, ich habe in den 20 Seiten Vorwort dann doch noch die Seite mit der Ornamentik gefunden, da gibt es ja ganz seltsame Sachen...

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Frage zu Matthias Weckmann

Axel, Freitag, 06. Dezember 2013, 20:56 (vor 4647 Tagen) @ hintersatz

Das heißt wohl nix anderes, als dass der Herausgeber auch nicht viel mehr weiss. Offenbar kratzt er hier alle verfügbaren ausgeschriebenen Verzierungen aus W.'s Werken zusammen. Ob jetzt d'Anglebert ein verlässliche Quelle für norddeutsche Verzierungen ist, na ja, so völlig überzeugt bin ich nicht.

Grundsätzlich kann in älterer Tastenmusik dieses Zeichen alles Mögliche an Verzierung bedeuten. Ich würde im Zweifelsfall meinen Geschmack entscheiden lassen.

Ein Blick in die andere Ausgabe von Schott (na klar, auch Urtext) zeigt mal wieder, dass man gut beraten ist, aus Faksimiles zu spielen. Dort gibt es keine Schrägstriche in verschiedenen Richtungen, sondern nur ein Paar senkrechte Striche an der ersten Stelle. Das fis hat dort gar keine Verzierung, stattdessen ist an dieser Stelle im Sopran eine Achtelpause notiert (statt punktierter Viertel). Im kritischen Bericht kommt diese Stelle aber gar nicht vor. Also, was soll man jetzt glauben?

Grüße
Axel

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