CD-Tips
Hallo Forum,
Humor hat es in der - klassischen - Musik oft schwer; nicht umsonst spricht man ja auch von ernster Musik. Tod, Schmerz, Liebe, Sehnsucht, Verlangen, Entbehrung,..., das alles ist oft Gegenstand oder Auslöser für klassische Kompositionen. Spaß und Freude stehen dagegen schnell unter dem Verdacht, zu leicht zu sein.
Andreas Willscher läßt das offenbar nicht gelten. Er setzt Humor ohne Angst ein. Und so beschert er uns köstliche Werke, über die und bei denen man ohne schlechtes Gewissen schmunzeln oder lachen kann. Auf der CD “Andreas Willscher - Orgelwerke”., eingespielt von Julian Hewig an der Fischer&Krämer-Orgel der Kirche St. Marien in Emsdetten, finden sich denn auch mit “My Beethoven” oder der “Sherlock-Holmes-Suite” bewußt augenzwinkernde Stücke; auch in den Variationen über “Geh’ aus, mein Herz,...” geht es (Kuckuck) humorvoll zu.
Neben dieser fröhlichen Seite gibt es aber auch Besinnliches. Sehr schön (und bestens für den GD geeignet) ist z.B. die Communion aus dem Tryptique Saint-Servais. Auch die Sarabande romantique, der Valse triste oder die Réverie aus der Holmes-Suite gehören in diese Kategorie.
Die Aufnahmetechnik läßt keine Wünsche offen, die Orgel erweist sich als sehr vielseitig. Und Julian Hewig ist offenbar mit Willscher auf einer Wellenlänge. Empfehlenswert. (classicophon)
Die Niederlausitz dürfte sehr bald zu den am besten dokumentierten Orgellandschaften gehören. Seit einigen Jahren erscheinen hier Folgen mit jeweils drei bis vier - benachbarten - Instrumenten. So bieten die CD’s meist recht unterschiedliche Klangeindrücke, was auch interessante, vielseitige Musikprogramme ermöglicht. Dabei haben es die Initiatoren bislang immer vermocht, jeder CD ein in sich geschlossenes Thema zu geben. Gespielt wird fast ausschließlich Literatur, darunter auch selten zu hörende Werke. Die textliche Dokumentation ist sehr ausführlich und vorbildhaft. Namhafte Künstler wirkten mit, genannt seien nur Lothar Knappe, Marek Toporowski, Martin Schmeding und Michal Markuszewski. 13 Folgen sind erschienen, die Nummern 14 und 15 sollen in diesem Jahr kommen - insgesamt ist die Reihe auf 20 CD’s angelegt! Neben diesen Sammelportraits gibt es inzwischen bereits drei sogenannte Monographien - CD’s, die sich nur einem Instrument widmen (Neuzelle, Waltersdorf, Frankena). (Labelharp). Siehe auch: http://www.orgelklang.de/ (zur Zeit in Renovierung)
Zu erwähnen wäre noch eine Einzelveröffentlichung, die nicht direkt zu den Niederlausitz-Portraits gehört, obwohl sie in der kath. Kirche von Großräschen aufgenommen wurde. Marek Toporowski spielt hier mit Teresa Kaminska (Cello) Werke von Gárdony, Wilkomirski, Graap, Taranenko u.a. Insbesondere das 20-Minuten-Stück von Taranenko hast es in sich. Hier wird mit äußerster Intensität und Hochspannung musiziert: Seven Angels with trumpets heißt die Komposition, die auch der CD ihren Namen gab. Sie beschäftigt sich mit der Apokalypse, was jederzeit spürbar ist.
Gruß Clemens Schäfer
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Piano heißt nicht schwach sondern leise, Forte nicht laut sondern kräftig (Artur Rubinstein)
CD-Tips
Danke für die Tipps!
Heißt der Emsdettener Organist nicht Bewig?
LG
Solcena
CD-Tips: Julian Bewig!
Oh ja danke! Fehler bei Namen sind immer besonders peinlich. Klarer Fall von Lesefehler bei mir. Julian Bewig ist hier der Spieler.
Gruß Clemens Schäfer
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Piano heißt nicht schwach sondern leise, Forte nicht laut sondern kräftig (Artur Rubinstein)
CD-Tips
Eine kleine Empfehlung von mir dazu:
Herr Bewig ist auch auf Youtube mit eigenem Kanal und zahlreichen Videomitschnitten vertreten: https://www.youtube.com/user/julianbewig
Die meisten Videos stammen von der Fischer+Krämer-Orgel. Die Qualität ist durchgehend hoch, und viele seiner Videos finden sich in meiner Favoritenliste wieder.
lg und frohes Schaffen für die Feiertage,
Florian