Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
orgamat, Mittwoch, 14. September 2016, 18:56 (vor 3640 Tagen)
Hallo Forum,
bei einem Besuch in der wunderschönen Holzkirche in Clausthal im Harz lag ein Flyer zur geplanten Goll-Orgel aus:
![[image]](images/uploaded/2016091416524957d980616a01d.jpg)
In Freckenhorst steht offensichtlich auch etwas an:
http://orgelbauverein-freckenhorst.de/die-orgel/orgelpfeifenpatenschaften/
Gruss
Orgamat
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
MAT
, Mittwoch, 14. September 2016, 19:22 (vor 3640 Tagen) @ orgamat
Über die Notwendigkeit eines Orgelneubaus in Freckenhorst ließe sich sicher diskutieren...
--
Gruß
MAT
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Wolfgang Gourgé
, Donnerstag, 15. September 2016, 00:13 (vor 3640 Tagen) @ MAT
Über die Notwendigkeit eines Orgelneubaus in Freckenhorst ließe sich sicher diskutieren...
....jedenfalls ist es wenig sinnvoll, Klangbeispiele mit grauslich verstimmten Zungen einzustellen, die zwar schlicht, aber dafür sehr lang ausfallen..... Auf diese Art könnte man auch eine nagelneue Orgel bester Provenienz als vermeintlichen Pfusch vorführen.
Nach den Fotos ist das Gerät wohl schon ziemlich fertig. Schon nachvollziehbar, daß man in so eine Orgel nicht mehr viel Geld investieren möchte.
Gruß,
Wolfgang
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
MAT
, Donnerstag, 15. September 2016, 11:50 (vor 3639 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Ziemlich fertig? Ach, da haben wir aber schon schlimmeres gesehen. Vor allem was Schimmel anbelangt? Den als eine Begründung heranzuziehen ist schon kurios. Aber vielleicht trifft man ja Maßnahmen, Schimmelbildung beim Neubau zu vermeiden.
--
Gruß
MAT
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
hardy
, Donnerstag, 15. September 2016, 21:59 (vor 3639 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Aber ist es nicht so, daß die Orgel selbst sozusagen nicht viel dafür kann, da sie z. B. klimatisch total ungünstig steht?
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
stein
, Mittwoch, 14. September 2016, 19:54 (vor 3640 Tagen) @ orgamat
Hut ab 2,6 Mil Euro für eine Edelorgel aus der Schweiz nach Clausthal.
Solche Luxusprojekte in Kleinstädten werden leider immer seltener.
Alles Gute für das Vorhaben.
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JRorgel
, Mittwoch, 14. September 2016, 20:08 (vor 3640 Tagen) @ stein
Hut ab 2,6 Mil Euro für eine Edelorgel aus der Schweiz nach Clausthal.
Solche Luxusprojekte in Kleinstädten werden leider immer seltener.
Alles Gute für das Vorhaben.
Steht da nicht noch eine Ottilie?
--
"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
fluteceleste
, Mittwoch, 14. September 2016, 20:31 (vor 3640 Tagen) @ JRorgel
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
MAT
, Mittwoch, 14. September 2016, 21:05 (vor 3640 Tagen) @ fluteceleste
Schon bemerkenswert, wenn wir auch in heutigen Orgelfestschriften lesen, dass die neue Orgel sicher 100 Jahre hält. Vielen Instrumenten wird diese Chance überhaupt nicht mehr gegeben.
--
Gruß
MAT
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JRorgel
, Mittwoch, 14. September 2016, 21:09 (vor 3640 Tagen) @ fluteceleste
...genau. Offenbar traut man sich nicht, altes Pfeifen-Material ausser den Prospekt zu verwenden...
Die Dispositon liest sich doch durchaus vernünftig und scheint doch für die Kirche durchaus reichen, auch wenn ich die Größe des Raumes (auf Fotos) sehe...Wozu denn eine Hochdrucktuba und ein 32'-Posaunenbass?
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Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
oHo, Mittwoch, 14. September 2016, 21:34 (vor 3640 Tagen) @ JRorgel
Die Dispositon liest sich doch durchaus vernünftig und scheint doch für die Kirche durchaus reichen, auch wenn ich die Größe des Raumes (auf Fotos) sehe...Wozu denn eine Hochdrucktuba und ein 32'-Posaunenbass?
Das würde mich interessieren: Was macht die "vernünftige" Disposition in Deinen/Euren Augen aus? Welche Stärken erwartest Du daraus, welche Schwächen/Fehler (die woanders vorkommen) werden Deiner Meinung nach vermieden? - Es ist immer wieder spannend, so etwas aus einer anderen, als der eigenen beschränkten, Sicht zu sehen!
fragt, neugierig grüßend,
Oliver
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
jrbecker
, Mittwoch, 14. September 2016, 23:52 (vor 3640 Tagen) @ oHo
na offensichtlich ist ohne Hochdrucktuba und 32'-Posaunenbass vernünftig...
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JRorgel
, Donnerstag, 15. September 2016, 08:09 (vor 3640 Tagen) @ jrbecker
na offensichtlich ist ohne Hochdrucktuba und 32'-Posaunenbass vernünftig...
Das habe ich ja damit nicht gesagt. Beides sind Register, die ich sehr schätze, wobei ich z.B. an der Orgel der Moritzkirche in Halle einen vernünftigen 32' vermisse. Ich war einmal zu einem Gottesdienst dort (als Besucher) und die 43 Register der Ottilie schienen mir für den Raum sehr angemessen intoniert, und die Orgel klang so kraftvoll, dass sie etwa 150 Leute im Kirchenschiff ohne Probleme führen und stützen konnte. Besonders die beiden Hauptwerkszungen in Verbindung mit der Mixtur habe ich als kraftvoll, nicht als erschlagend in erinnerung.
Golls sind tolle Orgelbauer, das haben sie mehr als genug bewiesen (Memmingen, Bayreuth - Musikhochschule, etc.), aber ich finde es schade, dass in diesem Raum eine Orgel entsteht, die von der reinen Disposition (!!!!) her sich in etwa so liest, wie viele, viele andere - sinfonisches Schwellwerk, HD, 32' im Pedal, auch wenn jede Orgel ein Kunstwerk ist - eigentlich nichts besonderes, vor allem, weil die Akustik eher trocken ist und die Kirche voll besetzt erst recht klingt wie ein Schuhkarton. Das reizt mich nicht, da fahre ich lieber nach Magdeburg, wo ich ebenso HD-Zungen habe, aber der Kathedralenraum - klasse!
Nochmal: Ich freue mich für die Klausthaler, fände aber, dass diese Orgel, trotz Neobarock etc. doch sehr vielseitig ist (Schwebung, Zungen im SW etc.) und daher eigentlich erhalten bleiben sollte/Könnte - auch die Orgelbewegung mit Paul Ott gehört zur Orgelgeschichte. Warum nicht auch diese Orgel erhalten? Sie passt besser zum Prospekt als das neue Instrument....
WIe ich gehört habe, soll im Prospekt auch nicht sehr viel platz sein - wo also noch mehr 8' hinstellen, ohne dass da drin alles dicht an dicht steht? Schade auch um die schöne, charakteristische Intonation - manchmal kratzig, herb, aber irgendwo sehr, sehr schön und liebenswert (in meinen Augen). Ich will hier kein Ott-Plädoyer halten, ich finde aber nun gerade diese Orgel aus Neobarockzeiten aufgrund ihres Klanges und so weiter erhaltenswert, als Orgeldenkmal einer vielsietigen Orgel aus dieser Zeit. Ich freue mich aber auch für die Clausthaler, dass hier in meiner Nähe so viel Geld zusammen gekommen ist, dass man sich ein (sicherlich tolles!) neues Instrument leisten kann. Um die ebenso tolle, und bestimmt ebenso vielseitige Ottilie (auch ohne HD und 32') tut es mir trotzdem sehr leid und in der Seele weh.
--
"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Friedrich
, Mittwoch, 14. September 2016, 21:39 (vor 3640 Tagen) @ JRorgel
Die Dispositon liest sich doch durchaus vernünftig und scheint doch für die Kirche durchaus reichen, auch wenn ich die Größe des Raumes (auf Fotos) sehe...Wozu denn eine Hochdrucktuba und ein 32'-Posaunenbass?
Holzkirchen können akustisch sehr schwierig sein für den Orgelbauer, weil das Holz soviel Schallenergie aufnimmt, die dann weg ist. Ich kann mir vorstellen, dass eine neobarocke Orgel das einfach nicht zufriedenstellend hinkriegt.
Ich habe hier ja schon mal von einem Gespräch zwischen Goll-Chef Beat Grenacher, Markus Zimmermann und mir im Freiburger Restaurant »Kreuzblume« erzählt, als Grenacher die Münsterorgel von Rieger neu intonierte. Die Rede kam auf die Goll-Orgel für die akustisch extrem trockene Stabkirche Hahnenklee, die er auch intoniert hatte. Er erinnerte sich, sichtlich beeindruckt: »Da braucht man eine Kraft …«
Ob man in so einer Kirche die genannten Register braucht? Immerhin scheint man sie bezahlen zu können – und das aus einer teuren Quelle –, sodass nicht zu fürchten ist, dass wichtigere Registergruppen darunter zu leiden haben. Leben könnte ich als Kirch- und Konzertgänger wahrscheinlich ohne. Bei einer Goll-Tuba würde ich auch nix fett Englisches vermuten, sondern eher eine durchdringende, weit mensurierte französische Trompete, wie in Memmingen und im Luzerner Konzerthaus.
Viele Grüße
Friedrich
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Wolfgang Gourgé
, Donnerstag, 15. September 2016, 00:47 (vor 3640 Tagen) @ Friedrich
Die Dispositon liest sich doch durchaus vernünftig und scheint doch für die Kirche durchaus reichen, auch wenn ich die Größe des Raumes (auf Fotos) sehe...Wozu denn eine Hochdrucktuba und ein 32'-Posaunenbass?
Holzkirchen können akustisch sehr schwierig sein für den Orgelbauer, weil das Holz soviel Schallenergie aufnimmt, die dann weg ist. Ich kann mir vorstellen, dass eine neobarocke Orgel das einfach nicht zufriedenstellend hinkriegt.Ich habe hier ja schon mal von einem Gespräch zwischen Goll-Chef Beat Grenacher, Markus Zimmermann und mir im Freiburger Restaurant »Kreuzblume« erzählt, als Grenacher die Münsterorgel von Rieger neu intonierte. Die Rede kam auf die Goll-Orgel für die akustisch extrem trockene Stabkirche Hahnenklee, die er auch intoniert hatte. Er erinnerte sich, sichtlich beeindruckt: »Da braucht man eine Kraft …«
Ob man in so einer Kirche die genannten Register braucht? Immerhin scheint man sie bezahlen zu können – und das aus einer teuren Quelle –, sodass nicht zu fürchten ist, dass wichtigere Registergruppen darunter zu leiden haben. Leben könnte ich als Kirch- und Konzertgänger wahrscheinlich ohne. Bei einer Goll-Tuba würde ich auch nix fett Englisches vermuten, sondern eher eine durchdringende, weit mensurierte französische Trompete, wie in Memmingen und im Luzerner Konzerthaus.
Viele Grüße
Friedrich
....ich will da nicht hineingrätschen, und die Gollier sind schon sehr gute Orgelbauer. Aber 43 Register wie bei der Ottilie scheinen mir für diesen Raum *bei weitem* genug zu sein, wenn sie ordentlich gemacht sind. Außerdem: die geplante Orgel hat von ihrem Stil her nichts mit dem Gehäuse zu tun, insofern wiederholt man hier denselben Fehler wie in der Lübecker Ägidienkirche mit ihrer Klais-Orgel von 1982, die sicher ein schönes Instrument ist, aber eben nicht zum Scherer-Prospekt paßt.
Gruß,
Wolfgang
Lübeck, St. Ägidien
Orlos
, Donnerstag, 15. September 2016, 01:08 (vor 3640 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
bearbeitet von Orlos, Donnerstag, 15. September 2016, 01:30
...insofern wiederholt man hier denselben Fehler wie in der Lübecker Ägidienkirche mit ihrer Klais-Orgel von 1982, die sicher ein schönes Instrument ist, aber eben nicht zum Scherer-Prospekt paßt.
Na, so streng wäre ich nicht. Wie ich selbst ausprobieren durfte, klingt die Klais-Orgel nicht völlig un-norddeutsch. Jedenfalls ist es kein romantisches Instrument geworden, das Schwellwerk ist eher ein Brustwerk. Aber gut: Die Stimmung ist schon gleichschwebend. Aber das wollte man dort auch so haben (und für Buxtehude gar nicht mal so blöd).
Ich wollte ein Youtube-Video verlinken, aber ich habe im Internet keine einzige Aufnahme dieser Orgel gefunden. Ich kann mich auch nicht erinnern, jemals eine Schallplatte oder CD dieses Instruments in Händen gehabt zu haben. Seltsam.
Nachtrag: Eine Aufnahme gibt es doch, u.a. die Rutter-Toccata: bei den Hörbeispielen Nr. 22 und 23 anwählen. Diese Aufnahmen entstanden aber wohl schon nach der Renovierung durch Mühleisen (mit Fehlern in der Disposition: Fußzahlen im Pedal).
Andererseits: Wenn Klang und Prospekt zusammenpassen sollen, dann wären Cavaillé-Colls Meisterwerke zum größten Teil falsch, oder?
Lübeck, St. Ägidien
Wolfgang Gourgé
, Donnerstag, 15. September 2016, 01:26 (vor 3640 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von Wolfgang Gourgé, Donnerstag, 15. September 2016, 01:32
...insofern wiederholt man hier denselben Fehler wie in der Lübecker Ägidienkirche mit ihrer Klais-Orgel von 1982, die sicher ein schönes Instrument ist, aber eben nicht zum Scherer-Prospekt paßt.
Na, so streng wäre ich nicht. Wie ich selbst ausprobieren durfte, klingt die Klais-Orgel nicht völlig un-norddeutsch. Jedenfalls ist es kein romantisches Instrument geworden, das Schwellwerk ist eher ein Brustwerk. Aber gut: Die Stimmung ist schon gleichschwebend. Aber das wollte man dort auch so haben (und für Buxtehude gar nicht mal so blöd).
(Ich wollte ein Youtube-Video verlinken, aber ich habe im Internet keine einzige Aufnahme dieser Orgel gefunden. Ich kann mich auch nicht erinnern, jemals eine Schallplatte oder CD dieses Instruments in Händen gehabt zu haben. Seltsam.)Andererseits: Wenn Klang und Prospekt zusammenpassen sollen, dann wären Cavaillé-Colls Meisterwerke zum größten Teil falsch, oder?
....sicher, diesen Widerspruch gibt es bei vielen dieser Orgeln, von St. Sulpice über St. Ouen/Rouen bis Toulouse/St. Sernin. Allerdings empfinden wir ihn dort nicht mehr als problematisch, weil er zum einen schon seit dem 19. Jahrhundert besteht, also seinerseits schon historisch ist, und insbesondere die Klangästhetik Cavaillé-Colls hervorragend zu den riesigen Räumen paßt ("singender Donner" - Thomas Lipski).
Demgegenüber ist die Clausthaler Kirche aber nicht riesig, und wenn ich Friedrich richtig verstanden habe, ist sie akustisch sogar sehr trocken. Vor diesem Hintergrund leuchtet mir das jetzige Konzept jedenfalls nicht ein.
Gruß,
Wolfgang
PS: ich habe nichts gegen einen "gleichstufigen" Buxtehude, wie ich überhaupt die Diskussion um die verschiedenen Stimmungsmodelle eher für eine technische als musikalische Diskussion halte; neulich waren in St. Cosmae in Stade bei BWV 564 die Grenzen der dortigen Temperierung deutlich zu vernehmen - ein für meine Ohren sehr unangenehm hoher Gesamtklang an der Schwelle zur Penetranz, der die Schärfen der ungleichstufigen Temperierung noch verstärkte. Ich kann bei dieser Gelegenheit mal wieder nur dieses Exemplar hier loben: es geht wirklich *alles*, und es geht *überzeugend*, von Scheidt oder Sweelinck (*langweil*.....) bis zur Gegenwart, ohne unbrauchbare Intervalle, die das Ohr foltern.....und bei aller Wucht und enormen Kraft, die die Orgel hat, ist sie auch noch sehr, sehr schön. "Eine Universalorgel im besten Sinn", meinte ein sehr orgelkundiger Besucher aus Wien bei einer Vorführung vor zwei Wochen....
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Lübeck, St. Ägidien
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 15. September 2016, 01:32 (vor 3640 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
"PS: ich habe nichts gegen einen "gleichstufigen" Buxtehude, wie ich überhaupt die Diskussion um die verschiedenen Stimmungsmodelle eher für eine technische als musikalische halte; neulich waren in St. Cosmae in Stade bei BWV 564 die Grenzen der dortigen Temperierung deutlich zu vernehmen - ein für meine Ohren sehr unangenehm hoher Gesamtklang an der Schwelle zur Penetranz, der die Schärfen der ungleichstufigen Temperierung noch verstärkte"
*zähneknirsch*
Lübeck, St. Ägidien
Wolfgang Gourgé
, Donnerstag, 15. September 2016, 01:50 (vor 3640 Tagen) @ Poupoulcorouse
"PS: ich habe nichts gegen einen "gleichstufigen" Buxtehude, wie ich überhaupt die Diskussion um die verschiedenen Stimmungsmodelle eher für eine technische als musikalische halte; neulich waren in St. Cosmae in Stade bei BWV 564 die Grenzen der dortigen Temperierung deutlich zu vernehmen - ein für meine Ohren sehr unangenehm hoher Gesamtklang an der Schwelle zur Penetranz, der die Schärfen der ungleichstufigen Temperierung noch verstärkte"
*zähneknirsch*
....dagegen gibt es unkomplizierte Abhilfe....
Lübeck, St. Ägidien
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 15. September 2016, 10:21 (vor 3639 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Ich hab' da was Wirksameres: https://www.youtube.com/watch?v=uUzumONWyNY
Lübeck, St. Ägidien
Peliagus, Donnerstag, 15. September 2016, 02:07 (vor 3640 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Mit dem geplanten Projekt wollen sich zwei alternde Sachberater nochmals ein Denkmal setzen.
Das Konzept ist für den Raum völlig überzogen und akustisch als fragwürdig zu bezeichnen!
Ich stimme überein, dass ein neues Konzept hinter der historischen Fasade, sicher mit klassischem Zuschnitt besser passen würde.
Lübeck, St. Ägidien
JRorgel
, Donnerstag, 15. September 2016, 08:14 (vor 3640 Tagen) @ Peliagus
Mit dem geplanten Projekt wollen sich zwei alternde Sachberater nochmals ein Denkmal setzen.
Das Konzept ist für den Raum völlig überzogen und akustisch als fragwürdig zu bezeichnen!
Ich stimme überein, dass ein neues Konzept hinter der historischen Fasade, sicher mit klassischem Zuschnitt besser passen würde.
Bei den Gottesdienstbesucherzahlen dort, die sicher auch rückläufig sind, reicht die Ottilie vollkommen aus, zur Not nimmt man eben das Full Swell zu den Fonds im HW und schwellt dementsprechend mehr oder weniger ...
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"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)
Lübeck, St. Ägidien
Oktavkoppler
, Donnerstag, 15. September 2016, 08:07 (vor 3640 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Ich kann bei dieser Gelegenheit mal wieder nur dieses Exemplar hier loben: es geht wirklich *alles*, und es geht *überzeugend*
Und es zeigt sich wieder, wie wichtig eine gültige und richtige Intonation ist.
Ok
Lübeck, St. Ägidien
MAT
, Donnerstag, 15. September 2016, 11:55 (vor 3639 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Scheidt oder Sweelinck sind langweilig? Potzblitz! Das hab ich sicher falsch verstanden - ich hoffe es zumindest.
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Gruß
MAT
Lübeck, St. Ägidien
Friedrich
, Donnerstag, 15. September 2016, 10:29 (vor 3639 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von Friedrich, Donnerstag, 15. September 2016, 13:58
Nachtrag: Eine Aufnahme gibt es doch, u.a. die Rutter-Toccata: bei den Hörbeispielen Nr. 22 und 23 anwählen. Diese Aufnahmen entstanden aber wohl schon nach der Renovierung durch Mühleisen (mit Fehlern in der Disposition: Fußzahlen im Pedal).
Danke für den Fund!
Da klimpert es aber ganz schön bönnsch, heißa!
Diese pianistisch harten Mixturen sind schon ziemlich Klaisisch, dito die Zungen-Aliquoten-Mischung in der Aria. Da käme ich beim Hören von selber ich nie auf den herrlichen Scherer-Prospekt. Tangermünde dagegen hat selbst im Pleno eine gewisse Süße und Buntheit.
Andererseits: Was sollte da wohl sonst hinein, und wer sollte es hineinsetzen? Wo ein Original doch gar nicht so weit weg Richtung Osten steht? Und wie’s so ist: Klais-Orgeln gehen nicht schnell kaputt. Da müsste ein energischer Wille und dann ein Weg her, sprich: viel Geld für einen lohnenden Neubau und eine sinnvolle Verwendung für die Klais-Orgel.
Aber ich gestehe, dass sich in meinen Schulheften auch schon Paraphrasen dieses Prospekts fanden samt stilechter Dispositionen, nachdem ich beim Wölfel-Lesen gedacht hatte: Nää, kann nicht sein.
Viele Grüße
Friedrich
P. S.
Ach ja, und Gruß an Seraphon – siehe Pedalbesetzung.
P. P. S.
Mein Fehler, der Subbass kommt ja noch später in der Kolonne!
Lübeck, St. Ägidien
fluteceleste
, Donnerstag, 15. September 2016, 14:45 (vor 3639 Tagen) @ Friedrich
bearbeitet von fluteceleste, Donnerstag, 15. September 2016, 14:53
1916 Abriss durch Kemper"
der machte aber auch alles kaputt. wobei es in diesem Fall Emmanuel K. und eine Barockorgel war! Kemper jun. hat also das Werk seines Vaters vernichtet...
Hier die Details:
Im Jahre 1916 stellte der Lübecker Orgelbauer Emanuel Kemper hinter das historische Gehäuse ein romantisches Werk mit Röhrenpneumatik und Taschenladen. Durch seinen Nachfolger, Karl Kemper, wurde dieses Instrument im Sinne der Orgelbewegung wieder zu einer mechanischen Schleifladenorgel umgerüstet. Mit einigen Veränderungen in der Disposition tat diese bis 1978 ihren Dienst. Ausgelöst durch statische Probleme kam es zu einer grundlegenden Neukonzeption, die zu einem Neubau durch die Firma Klais führte. "
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JRorgel
, Donnerstag, 15. September 2016, 08:11 (vor 3640 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Die Dispositon liest sich doch durchaus vernünftig und scheint doch für die Kirche durchaus reichen, auch wenn ich die Größe des Raumes (auf Fotos) sehe...Wozu denn eine Hochdrucktuba und ein 32'-Posaunenbass?
Holzkirchen können akustisch sehr schwierig sein für den Orgelbauer, weil das Holz soviel Schallenergie aufnimmt, die dann weg ist. Ich kann mir vorstellen, dass eine neobarocke Orgel das einfach nicht zufriedenstellend hinkriegt.Ich habe hier ja schon mal von einem Gespräch zwischen Goll-Chef Beat Grenacher, Markus Zimmermann und mir im Freiburger Restaurant »Kreuzblume« erzählt, als Grenacher die Münsterorgel von Rieger neu intonierte. Die Rede kam auf die Goll-Orgel für die akustisch extrem trockene Stabkirche Hahnenklee, die er auch intoniert hatte. Er erinnerte sich, sichtlich beeindruckt: »Da braucht man eine Kraft …«
Ob man in so einer Kirche die genannten Register braucht? Immerhin scheint man sie bezahlen zu können – und das aus einer teuren Quelle –, sodass nicht zu fürchten ist, dass wichtigere Registergruppen darunter zu leiden haben. Leben könnte ich als Kirch- und Konzertgänger wahrscheinlich ohne. Bei einer Goll-Tuba würde ich auch nix fett Englisches vermuten, sondern eher eine durchdringende, weit mensurierte französische Trompete, wie in Memmingen und im Luzerner Konzerthaus.
Viele Grüße
Friedrich
....ich will da nicht hineingrätschen, und die Gollier sind schon sehr gute Orgelbauer. Aber 43 Register wie bei der Ottilie scheinen mir für diesen Raum *bei weitem* genug zu sein, wenn sie ordentlich gemacht sind. Außerdem: die geplante Orgel hat von ihrem Stil her nichts mit dem Gehäuse zu tun, insofern wiederholt man hier denselben Fehler wie in der Lübecker Ägidienkirche mit ihrer Klais-Orgel von 1982, die sicher ein schönes Instrument ist, aber eben nicht zum Scherer-Prospekt paßt.Gruß,
Wolfgang
Sind sie auch, wie ich weiter oben geschrieben habe. Außerdem ist die Ottilie ja für ihre Zeit recht sinfonisch/reichhaltig angelegt, und wo denn noch mehr als 43 Register hinstellen? Ich meine gesehen zu haben, dass da drin sowieso sehr voll ist..
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"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Wolfgang Gourgé
, Donnerstag, 15. September 2016, 22:42 (vor 3639 Tagen) @ JRorgel
Sind sie auch, wie ich weiter oben geschrieben habe. Außerdem ist die Ottilie ja für ihre Zeit recht sinfonisch/reichhaltig angelegt, und wo denn noch mehr als 43 Register hinstellen? Ich meine gesehen zu haben, dass da drin sowieso sehr voll ist..
...naja, im letzten Jahr hatte ich die Gelegenheit, eine dreimanualige Ottilie von 1978 - auch mit Schwellwerk (!) - kennenzulernen, ungefähr eine Nummer kleiner. Funktioniert alles, aber "sinfonisch" paßt denn doch nicht so wirklich, und Begeisterung löste das Gerät nicht gerade aus....
Ich würde von der Clausthaler Ottilie keine Wunder erwarten, erst Recht keine sinfonischen Klänge. Ott und sinfonisch - das ist wie "alkoholfrei" und "Oktoberfest".
Gruß,
Wolfgang
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JRorgel
, Freitag, 16. September 2016, 09:45 (vor 3639 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Sind sie auch, wie ich weiter oben geschrieben habe. Außerdem ist die Ottilie ja für ihre Zeit recht sinfonisch/reichhaltig angelegt, und wo denn noch mehr als 43 Register hinstellen? Ich meine gesehen zu haben, dass da drin sowieso sehr voll ist..
...naja, im letzten Jahr hatte ich die Gelegenheit, eine dreimanualige Ottilie von 1978 - auch mit Schwellwerk (!) - kennenzulernen, ungefähr eine Nummer kleiner. Funktioniert alles, aber "sinfonisch" paßt denn doch nicht so wirklich, und Begeisterung löste das Gerät nicht gerade aus....Ich würde von der Clausthaler Ottilie keine Wunder erwarten, erst Recht keine sinfonischen Klänge. Ott und sinfonisch - das ist wie "alkoholfrei" und "Oktoberfest".
Gruß,
Wolfgang
Ich meinte ja auch, für diese Zeit. Dass die natürlich weitaus weniger sinfonisch ust als die Goll, ist klar. Sie ist sozusagen Bier mit reduziertem Alkoholgehalt, gewissermaßen Diesel oder Radler :)
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Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Orgelfritze, Freitag, 16. September 2016, 09:54 (vor 3639 Tagen) @ JRorgel
Alkoholfreies Radler...
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Freitag, 16. September 2016, 10:36 (vor 3638 Tagen) @ Orgelfritze
Es muss ja auch nicht immer alles "symphonisch" sein.
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
MAT
, Freitag, 16. September 2016, 12:04 (vor 3638 Tagen) @ Poupoulcorouse
Jepp, denn wenn es so sein müsste, hätten viele Orgeln keine Existenzberechtigung.
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Gruß
MAT
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untersatz32, Freitag, 16. September 2016, 16:03 (vor 3638 Tagen) @ Poupoulcorouse
Alkoholfreies Radler schon! ;-)
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Poupoulcorouse
, Elberfeld, Freitag, 16. September 2016, 16:24 (vor 3638 Tagen) @ untersatz32
Tatsache!
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untersatz32, Freitag, 16. September 2016, 18:21 (vor 3638 Tagen) @ Poupoulcorouse
Mich juckt es auch etwas in der Nase, wenn ich die geplante Orgel und den Prospekt vergleiche. Da wäre jetzt auch was schönes eher Barockes gegangen....
Da muss nicht unbedingt ne Hochdrucktuba und ne Bombarde 32 rein, obwohl ICH beides in meiner Orgel habe und schätze, aber DIE ist ja auch eher symphonisch/elsässisch von 1939.
Ganz unsymphonische Grüsse
Us32
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Freitag, 16. September 2016, 23:13 (vor 3638 Tagen) @ untersatz32
So 'ne schöne Posaune 32' aus Holz hätte sich da sicher noch vertreten lassen. Aber so muss ich dir Recht geben.
Naja. Ist nicht das erste Mal und wird nicht das letzte Mal sein. Und jetzt sind die Würfel wohl schon gefallen.
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Friedrich
, Samstag, 17. September 2016, 08:45 (vor 3638 Tagen) @ Poupoulcorouse
So 'ne schöne Posaune 32' aus Holz hätte sich da sicher noch vertreten lassen. Aber so muss ich dir Recht geben.
Naja. Ist nicht das erste Mal und wird nicht das letzte Mal sein. Und jetzt sind die Würfel wohl schon gefallen.
Leider ja. Ich finde es ein ziemliches Unding, so mit dem alten Prospekt zu verfahren. Der Preis dafür lässt sich in der Disposition unschwer erkennen: Das 16'-Hauptwerk muss sich in die Pedaltürme verkrümeln, und für das eigentliche Pedalwerk bleibt nicht viel Platz, stattdessen ein Strauß aus Extensionen und Transmissionen. Die Stilentscheidung zwingt zur Notlösung.
Das finde ich auch taktlos gegenüber dem wunderschönen alten Gehäuse. Hauptwerk und Pedal haben – zumindest dem Augenschein nach – einfach so schon die ideale architektonisch-akustische Position. Da wäre es doch überhaupt kein Problem, ein effizientes und schönes Stück Orgelbau hineinzubauen, ohne eine solche fantasielos überbesetzte Disposition, die sich aus der Musikalität des Gehäuses nichts macht. Wenn man dieses Hauptwerk und die Basstürme sieht, dann hört man doch schon ein terzig-pathetisches, rufendes Plenum und ein paar farbige Unterscheidliche, dazu einen schwarz prasselnden Posaunenbass und einen barocken Violon 16'. Dazu ein scharfes und penetrantes Brustpositiv und ein lieblicheres Hinterwerk, freien Wind aus großen Keilbälgen und eine farbenfrohe, flexible Temperierung.
Das sagt mir jedenfalls dieser Prospekt. Sinfonik funktioniert doch in so einem Raum gar nicht, nicht so jedenfalls, wie diese Disposition es sich erträumt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto blöder kommt die Idee mir vor.
Viele Grüße
Friedrich
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Samstag, 17. September 2016, 12:05 (vor 3637 Tagen) @ Friedrich
Ach, bestimmt werden wir uns in ein paar Jahren dann in einer dieser wunderschönen mehrseitigen Anzeigen in Ars Organi erklären lassen dürfen, warum hier die einzig mögliche, angemessene, dauerhafte, stimmige und vor allem zeitgemäße Lösung gebaut wurde ;-)
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
MAT
, Samstag, 17. September 2016, 13:38 (vor 3637 Tagen) @ Poupoulcorouse
Und in 40 - 50 Jahren gibt es dann ein ganz neues Instrument, dass sich mehr an den Gegebenheiten des Gehäuses orientiert.
--
Gruß
MAT
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Wolfgang Gourgé
, Sonntag, 18. September 2016, 01:02 (vor 3637 Tagen) @ Friedrich
Das sagt mir jedenfalls dieser Prospekt. Sinfonik funktioniert doch in so einem Raum gar nicht, nicht so jedenfalls, wie diese Disposition es sich erträumt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto blöder kommt die Idee mir vor.
![[image]](images/uploaded/2016091723011657ddcb3c1a4e9.jpg)
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Friedrich
, Sonntag, 18. September 2016, 09:37 (vor 3637 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
bearbeitet von Friedrich, Sonntag, 18. September 2016, 09:59
Das sagt mir jedenfalls dieser Prospekt. Sinfonik funktioniert doch in so einem Raum gar nicht, nicht so jedenfalls, wie diese Disposition es sich erträumt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto blöder kommt die Idee mir vor.
Oder ist doch alles ganz anders? Blöder Kopf, ist rund, da ändert das Denken dauernd die Richtung …
Wenn man sich die Fotos bei Piet Bron anschaut, fällt auf, dass das Hauptwerk gegen eine Schwelle im Holzgewölbe spricht. Das geht erfahrungsgemäß nie gut. Wenn ich mich jetzt mal in einen Orgelplaner hineinversetze …
… dann sind die Pedaltürme möglicherweise akustisch in einer weit besseren Position zur Klangabstrahlung, weil sie unter der Schwelle durchtönen können.
Erster Schritt: Wäre das also ein besserer Platz für ein Hauptwerk? Das hätte dann freie Bahn rechts und links am Altaraufbau vorbei, und mehr Platz wäre auch, z. B. für eine labiale 16'-Basis.
Zweiter Schritt: Damit wäre das Ex-Hauptwerksgehäuse frei für ein 8'-Nebenwerk, was die größere klangliche Dimension noch einmal bestätigen würde. Ein Werkaufbau mit 16'-Hauptwerk, 8'-Oberwerk und 4'-Brustwerk ergäbe sich wie von selbst, und alle Manualwerke wären ganz vorne; das Nebenwerk wäre nun ferner nicht mehr das echohaft positionierte Brustpositiv, das gegen den Altaraufbau sprechen muss, sondern ein freier klingendes Oberwerk.
Dritter Schritt: Aber wohin mit dem Pedal? Es scheint nicht besonders viel Platz dafür zu sein, und bei einem solchen Klangaufbau schätzt man reichliche Mensuren und, wenn möglich, mindestens einen 32'. Also öffnen wir den Raum hinter der Orgel für einige Extensionsreihen und bedienen uns, um der Präsenz willen, beim Hauptwerk mit ein paar Transmissionen. Haben schließlich die Fiske in Lausanne auch so gemacht.
Vierter Schritt: Damit ist das Pedal von vornherein Koppelwerk, was im eher sinfonischen Zusammenhang besser funktioniert als im klassischen. Der Raum hinter der Orgel ist nun schon aufgemacht – also lässt sich die Sache zuende denken: Dort knetet man noch einen Schwellkasten hin, als Hilfspedal einerseits, andererseits zur Öffnung der immer noch verhältnismäßig klassischen Anlage der Orgel ins Sinfonische.
So kommt man einigermaßen konsequent zu einer Anlage, wie sie hier mutmaßlich geplant ist.
Trotzdem stört mich diese Anlage.
Gäbe es tatsächlich keine andere Lösung, den Prospekt und die Raumakustik in ihr Recht zu setzen?
Bedeutet eine Intonation in Richtung Sinfonik nicht hier zuviel Zurücknahme in der Ansprache, gleichzeitig zu forcierte Grundtönigkeit?
Und all das nur, um einer großzügigen Akustik und einem Verschmelzungklang hinterherzujagen, die es so in diesem Holzbau gar nicht geben kann?
Käme dieser speziellen Akustik nicht ein anderes Konzept viel eher entgegen – kräftig, vordergründig, artikuliert und mit kernigem Bass, der gar nicht zu wummern braucht, weil er eben markant genug ist?
Ist zwar eh alles zu spät – aber bei so einem Prospekt und einem kompletten Neubau kommt man eben ins Träumen.
Viele Grüße
Friedrich
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
ArnezN, Montag, 03. Oktober 2016, 00:38 (vor 3622 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Ich mische mich mal ein, denn ich kenne die Ottilie, habe schonmal einen Gottesdienst darauf gespielt.
Die Orgel ist für mich vielleicht die typischste aller Ott-Orgeln, die ich kenne: Fauchende, quintierende Prinzipale im Prospekt, eine laut spuckende Holzpfeife, im Pedal zwei sehr quintige 16', hohe, aber unaufdringliche Mixturen. Der Klang ist demnach sehr charakteristisch, aber in sich stimmig. Zugegebenermaßen füllt die Orgel den sehr schallschluckenden, trockenen Raum nicht restlos. In Gottesdiensten und Konzerten, in denen ich sie gehört habe, empfand ich sie aber immer als angenehm zurückhaltend. Die elektrische Registertraktur ist komplett abgängig (es gibt sogar noch den typischen Ott-Lochkartensetzer), der Spieltisch mit Radialpedal und stehendem 60er-Jahre Nussbaumfurnier zum Prospekt eine Anfechtung. Innen soll es auch sehr eng zugehen. Trotzdem hätte ich einen technischen Neubau für die Ideallösung für dieses Instrument und die Kirche gesehen. Ich bin aber auch bekennender Ott-Fan, was man von der derzeit amtierenden Kantorengeneration nicht erwarten kann.
Als ich die geplante Disposition eben las, verschlug es mir allerdings die Sprache. Bizarr! Was für ein Monster! Was für ein Preis! Was für ein Größenwahn! So eine Orgel gehört in eine große Stadtkirche eines frequentierten Ortes, an dem man mehrmals in der Woche für Touristen gut besuchte Konzerte veranstalten kann und Sonntags eine große Gemeinde begleiten darf. Clausthal ist Provinz. In dem Pfingstgottesdienst, den ich dort spielen durfte, waren außer der Taufgesellschaft (meine Familie) noch ca. 20 andere Besucher. Da ist die Tragfähigkeit des Klanges im Raum ehrlich gesagt völlig wurscht. Für alle, die den Klang in der Kirche nicht kennen, hier der Link zur CD beim Versender mit dei Buchstaben, mit Klangbeispielen: https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/die-ott-orgel-der-marktkirche-clausthal/h...
Eine symphonische Orgel ist in diesem Raum für mich einfach nur grotesk. Man kann die virtuosen Franzosen garnicht gut genug üben, sodass man hier nicht jeden Fehler und Streifton hören würde. Mal abgesehen davon, dass die ganze Musik aus dem Genre ohne jegliche Akustik einfach bescheiden klingen wird. Goll hin oder her. Wer möchte sich hier ein Denkmal setzen? Der Kantor? Der nicht mehr ganz junge OSV?
Faszinierend finde ich auch den Zeitplan: Bis 2020 möchte man die neue Orgel stehen haben. Aber wie treibt man in vier Jahren 2,6 Millionen auf? Der Clausthaler Großindustielle, der einen siebenstelligen Betrag als Basis spendet, ist mir bislang nicht bekannt. Die Kirchengemeinde dürfte jedenfalls keine riesigen Geldreserven haben, haben sie doch erst kürzlich für mehrere Millionen ihre Holzkirche saniert.
Ironie an der Geschichte: Nebenan im Ortsteil Zellerfeld steht in Salvatorkirche mit Überakustik eine wunderbare zweimanualige Schuke-Orgel von 1971 im Gehäuse der ursprünglich dreimanualigen Schnitgerin - für mehr Werke war damals kein Geld da. Die Orgel ist seit 1971 unverändert und spätestens seit der 10 Millionen teuren Komplettsanierung der Kirche ziemlich verdreckt. Aber für eine Ausreinigung fehlt das Geld...
Kopfschüttelnde Grüße
Arne
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
elfengeschrey, Montag, 03. Oktober 2016, 22:08 (vor 3621 Tagen) @ ArnezN
da hast du recht - akustisch ist diese kirche ein kuhstall...
kühe sollen bei klassischer musik ja ziemlich viel milch geben.
aber für fast drei millionen?
die einwände -die virtuose literatur betreffend- finde ich auch völlig richtig!
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 04. Oktober 2016, 14:31 (vor 3620 Tagen) @ ArnezN
Für die drei Millionen hätte man in Zellerfeld vermutlich die zerstörte, äußerst opulent disponierte Schnitgerin "rekonstruieren" können.
Und die Schukin hätte man dann Clausthal schenken können ;-)
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
quintade, Samstag, 12. Oktober 2019, 16:33 (vor 2517 Tagen) @ ArnezN
Kopfschüttelnde Grüße
Arne
Interessanter Beitrag, hatte gerade "Ott-Orgel" in den News gesucht, die Ottilie geht nach Slowenien.
https://live.goslarsche.de/post/view/5c9e0f1ce815603eae6691b7/Clausthal-Zellerfeld/Die-...
Habe auch große Akzeptanzprobleme mit der Goll bei diesen Voraussetzungen. Wer fand das denn warum für wünschenswert? Und wo kommt diese gigantische Summe her??
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
kjz1, Samstag, 12. Oktober 2019, 16:38 (vor 2517 Tagen) @ quintade
Und wo kommt diese gigantische Summe her??
Heutzutage kann es gewöhnlich nur sein, dass man da noch einen Großspender in der Hinterhand hat.
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
quintade, Samstag, 12. Oktober 2019, 16:48 (vor 2517 Tagen) @ kjz1
bearbeitet von quintade, Samstag, 12. Oktober 2019, 17:11
Ach klar, ich vergaß tatsächlich. Der darf dann auch sagen: Goll oder schmoll.
Edit: Und Arne schrieb ja auch von einem Großindustriellen, der im Millionenbereich spendet. Übrig bleibt dennoch einiges.
Hier noch was zur angesprochenen CD:
https://docplayer.org/74706140-Die-orgel-der-marktkirche-zum-heiligen-geist-clausthal.html
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
quintade, Samstag, 12. Oktober 2019, 18:07 (vor 2517 Tagen) @ quintade
bearbeitet von quintade, Samstag, 12. Oktober 2019, 18:11
Hier der Artikel, der normalerweise hinter einer Paywall ist: 400000 EUR(!?) gibt also die Landeskirche. Das wundert mich, ist die Kirche denn überregional von Bedeutung? Normalerweise wird doch gar nichts gegeben.
Und 1 Mio für eine Sanierung?
Und: "In sich authentisch" war die Ott bestimmt.
http://www.marktkirchenstiftung.de/mediapool/141/1415536/data/Pressespiegel/2015/151105...
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Orlos
, Samstag, 12. Oktober 2019, 21:12 (vor 2517 Tagen) @ quintade
Hui, 2,5 Mio für eine Orgel, 4 Manuale. Warum muss es denn unbedingt Goll sein? Es gibt viele Firmen, die auf gleichem Niveau arbeiten. Ich habe aber gerade von ein paar Firmen gehört, die sehr volle Auftragsbücher haben - und händeringend Lehrlinge suchen!
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
quintade, Sonntag, 13. Oktober 2019, 09:58 (vor 2517 Tagen) @ Orlos
Den Besten gibt's aber nur einmal. Ich weiß, dass eine Kommunikation eines solchen Projektes nicht einfach ist, aber in dem Artikel finde ich doch einiges Ärgerliche bzw. Fragwürdige.
Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
ArnezN, Sonntag, 13. Oktober 2019, 12:28 (vor 2516 Tagen) @ quintade
Den Besten gibt's aber nur einmal. Ich weiß, dass eine Kommunikation eines solchen Projektes nicht einfach ist, aber in dem Artikel finde ich doch einiges Ärgerliche bzw. Fragwürdige.
Allerdings, als direkt betroffener geht mir da auch gerade der Hut hoch. Der Passus über die ungeahnten Möglichkeiten des Zusammenspiels zwischen Chor/Orchester und Orgel ist ja interessant: "Göttingen hat es nicht, auch wenn sie es meinen" zielt auf St. Jacobi, wo wir in den letzten Jahren mehrere Konzerte mit Orgel und Orchester (u.a mit Ben van Oosten und Daniel Roth und Guilmant und Poulenc) hatten. Zugegeben die Kirche ist überaktustisch und der Abstand zwischen Orchester vorne und Orgel hinten muss mit Video und "Mickeymäusen" überlistet werden - nicht ideal. Dafür hat Clausthal halt keinen Nachhall, das würde ich auch nicht ideal nennen. Hier wird doch einem Blinden ein Fernglas verkauft, und das noch mit unnötigen Spitzen gegen ein ambitioniertes Konzertleben woanders. Aber das ist eben Karl Wurm.
Aber schön, dass die Ottilie in Slowenien eine neue Heimat findet - steht eh auf meiner Urlaubsplanung. Und es ist immer wieder interessant, dass inzwischen fast alle von den Protestanten verschmähten neobarocken Instrumente eine neue Heimat in katholischen Kirchen finden. Vielleicht muss ich auch bald konvertieren... :-)
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
kantor, Mittwoch, 14. September 2016, 22:09 (vor 3640 Tagen) @ orgamat
Hallo,
wer die Freckenhorster Orgel jemals gespielt hat, weiß, warum sie abgerissen wird...
Gruß,
kantor
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Evacuant, Mittwoch, 14. September 2016, 23:21 (vor 3640 Tagen) @ kantor
wer die Freckenhorster Orgel jemals gespielt hat, weiß, warum sie abgerissen wird...
... aber die ist doch noch ganz neu!
"Die neue Breilorgel in Freckenhorst hat 37 Register auf zwei Manualwerken und Pedal und steht im nördlichen Querhausarm.[2]
I Hauptwerk C–g3
1. Bordun 16′
2. Principal 8′
3. Viola da Gamba 8′
4. Spitzflöte 8′
5. Traversflöte 8′
6. Octave 4′
7. Rohrflöte 4′
8. Quinte 22/3′
9. Octave 2′
10. Mixtur IV–V 11/3′
11. Conrettino III 22/3′
12. Trompete 8′
13. Clarinette 8′
14. Clarine 4′
II Schwellwerk C–g3
15. Diapason 8′
16. Salicional 8′
17. Vox coelestis 8′
18. Gedackt 8′
19. Principal 4′
20. Flauto traverso 4′
21. Nasard 22/3′
22. Picolo 2′
23. Terz 13/5′
24. Mixtur IV 2′
25. Larigot 11/3′
26. Trompete 16′
27. Trompete 8′
28. Oboe 8′
Pedalwerk C–f1
29. Untersatz 32′
30. Prinzipal 16′
31. Subbass 16′
32. Oktavbass 8′
33. Gedacktbass 8′
34. Choralbass 4′
35. Posaune 16′
36. Trompete 8′
37. Clarine 4′"
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Bonifatius_(Freckenhorst)#Orgel
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JSBach
, Mittwoch, 14. September 2016, 23:34 (vor 3640 Tagen) @ Evacuant
ich komm bis "Breil", dann bestell ich schon den Container...
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JRorgel
, Donnerstag, 15. September 2016, 08:16 (vor 3640 Tagen) @ JSBach
ich komm bis "Breil", dann bestell ich schon den Container...
....also auf den Beispielen, doe Wolfgang verlinkt hat, hat das Instrument drei Manuale und ein Brustschwellwerk...
Freckenhorst und Breil, das passt wie A... auf Eimer, ähhh, wie Faust aufs Auge.
--
"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
MichaelS
, Dülmen, Donnerstag, 15. September 2016, 08:41 (vor 3640 Tagen) @ JRorgel
Oh, oh, oh,
die Alte ist von Breil, steht im nördlichen Querhausarm und muss weg. Kommt ja auch weg.
Die neue wird von Seifert sein, wo sie stehen wird, weiß ich aktuell nicht.
Die angegebene Disposition bei Wikipedia ist die des Neubaus.
Wenn jemand Ambitionen hat: die Stelle ist vakant und ausgeschrieben, u. a. in der aktuellen Musica sacra.
Freckenhorst, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
fluteceleste
, Donnerstag, 15. September 2016, 09:54 (vor 3640 Tagen) @ MichaelS
Freckenhorst, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JSBach
, Donnerstag, 15. September 2016, 11:21 (vor 3639 Tagen) @ fluteceleste
Interessante prospektgestaltung
Freckenhorst, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
kantor, Donnerstag, 15. September 2016, 17:12 (vor 3639 Tagen) @ fluteceleste
Hallo,
die Breil-Orgel wurde in den 90ern leicht umdisponiert. Ich erinnere mich, dass im schwellbaren Oberwerk statt der Quintade 8' ein Streicher war und der Dulzian 16' gegen eine Hautbois 8' getauscht wurde.
Gruß,
kantor
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
Schmetternd.Dulzviole, Donnerstag, 15. September 2016, 14:14 (vor 3639 Tagen) @ JSBach
Warum?
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
JSBach
, Donnerstag, 15. September 2016, 15:08 (vor 3639 Tagen) @ Schmetternd.Dulzviole
Weil alle Instrumente dieser Firma, die ich bisher gehört oder gespielt habe, absolut grauenhaft klangen.
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
fluteceleste
, Donnerstag, 15. September 2016, 15:22 (vor 3639 Tagen) @ JSBach
Weil alle Instrumente dieser Firma, die ich bisher gehört oder gespielt habe, absolut grauenhaft klangen.
oh, da gab es Ausnahmen. Die Osnabrücker Domorgel fand ich nicht so übel (W.G., bitte übernehmen Sie).
Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst
heikeasvelderns, Donnerstag, 15. September 2016, 15:29 (vor 3639 Tagen) @ fluteceleste
Da verallgeinerst du aber. Ich kenne hierbim Ruhrgebiet durchaus gelungene Breilorgeln. St. Ignatius in Essen z.B.
Breil-Orgeln
Flûte harmonique, Donnerstag, 15. September 2016, 17:40 (vor 3639 Tagen) @ heikeasvelderns
Da verallgeinerst du aber. Ich kenne hierbim Ruhrgebiet durchaus gelungene Breilorgeln. St. Ignatius in Essen z.B.
Ebenso St. Agatha in Dorsten (1982), ein Instrument, das ich mehrfach gespielt habe und sehr schätze.
Oder auch in der Propsteikirche St. Johann in Bremen (1965). Anders als im Organindex beschrieben wurde die Orgel nicht 1995, sondern 1994 durch Siegfried Sauer umgebaut (neuer Spieltisch und neue Spieltrakturen nebst kleineren Änderungen in der Disposition). In klanglicher Hinsicht ist es aber nach wie vor die Breil-Orgel, die ich schon in den Achtziger Jahren kennengelernt und seitdem oft gespielt habe. Vor einigen Jahren wurde sie vom damaligen KMD Wilfried Langosz in Musica Sacra vorgestellt.
Gruß,
Martin
Breil-Orgeln
urbanusmusik, Donnerstag, 15. September 2016, 19:21 (vor 3639 Tagen) @ Flûte harmonique
...nicht zu vergessen: http://urbanusmusik.de/st.-urbanus.html
Breil-Orgeln
MAT
, Donnerstag, 15. September 2016, 22:05 (vor 3639 Tagen) @ urbanusmusik
Danke für die Positiv-Beispiele, ich befürchtete schon, es gäbe jetzt ein Breil-Bashing. Das hat diese ehem. Traditionsfirma sicher nicht verdient, auch nicht aus diesem erlauchten Kreise.
--
Gruß
MAT
Orgelneubauprojekt in Clausthal
grs
, München / Seesen, Montag, 10. August 2020, 12:30 (vor 2214 Tagen) @ orgamat
Hallo!
Inzwischen aktualisierte News inkl. Dispo auf der Goll-Projektseite.
Imposantes Projekt. Allerdings ist das schon viel Orgel für sehr viel Geld in meiner strukturschwachen Heimatregion, in der Ausreinigungen für 1/100 der Kosten in vielen Kirchen leider nicht ohne Weiteres darstellbar sind.
Viele Grüße aus München
Gerd
Orgelneubauprojekt in Clausthal
Orlos
, Montag, 10. August 2020, 13:23 (vor 2214 Tagen) @ grs
Kontrabass 16'
Principal 16'
Subbass 16'
Violone 16'
Salicetbass 16'
Wer hat, der hat...
Orgelneubauprojekt in Clausthal
daggies
, Montag, 10. August 2020, 16:53 (vor 2214 Tagen) @ Orlos
...und dazu keinen offenen 32‘.
Überhaupt nur einen 32‘ - bei 74 Registern! Rekordverdächtig, oder?
Orgelneubauprojekt in Clausthal
kantor, Montag, 10. August 2020, 18:04 (vor 2214 Tagen) @ daggies
Die ursprünglich disponierte 32' Zunge scheint zu entfallen...
Orgelneubauprojekt in Clausthal
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 11. August 2020, 13:59 (vor 2213 Tagen) @ kantor
Die ursprünglich disponierte 32' Zunge scheint zu entfallen...
Wird aus Platzmangel in Zellerfeld aufgestellt
*duckundweg*
Orgelneubauprojekt in Clausthal
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 11. August 2020, 14:48 (vor 2213 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Na DAS wäre ja mal was!
Und mal ernsthaft: Was man mit der Kohle alles Schönes in das Zellerfelder Gehäuse hätte bauen können ... *seufz*
Orgelneubauprojekt in Clausthal
kjz1, Montag, 10. August 2020, 13:41 (vor 2214 Tagen) @ grs
Imposantes Projekt. Allerdings ist das schon viel Orgel für sehr viel Geld in meiner strukturschwachen Heimatregion, in der Ausreinigungen für 1/100 der Kosten in vielen Kirchen leider nicht ohne Weiteres darstellbar sind.
Heutzutage setzt so ein Projekt eigentlich einen Großspender voraus. Gibt es den?
Orgelneubauprojekt in Clausthal
MAT
, Montag, 10. August 2020, 13:42 (vor 2214 Tagen) @ grs
bearbeitet von MAT, Montag, 10. August 2020, 13:45
Tja, eigentlich ist dazu ja alles gesagt. Es passt nicht. Das wird schon deutlich durch die überschwängliche Beschreibung des barocken Holzkirchenbaus und des dazu passenden Orgelprospektes. Und dann liest man diese Dispo.
--
Gruß
MAT
![[image]](http://www.orgbase.nl/orgbase/dl/c/Clausthal%20-%20Marktkirche%201.jpg)
![[image]](http://www.orgbase.nl/orgbase/dl/f/Freckenhorst%20-%20Sankt%20Bonifatiuskirche.jpg)