Grenzing-Orgel für Radio France

Florian-L @, Dienstag, 10. Dezember 2013, 09:29 (vor 4644 Tagen)

Hallo!

Hier ein Eindruck vom eigens abgehaltenen Symposium in El Papiol.

Gruß, Florian

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 10. Dezember 2013, 21:49 (vor 4644 Tagen) @ Florian-L

Hallo!

Hier ein Eindruck vom eigens abgehaltenen Symposium in El Papiol.

Gruß, Florian

Ah, endlich mal eine NovelOrg-Installation "in der Nähe" und an einem Gerät, wo die Leistungsfähigkeit des Systems durch hoffentliche intensive Nutzung getestet wird.
Und es scheinen ja alle begeistert zu sein (siehe Markus Windelen, Guido Schumacher - letzterer sieht ja auch einen Impuls für die säkulare Orgel, und es klingt gewisse Resignation für den sakralen Bereich durch)...

Was ist das eigentlich für eine Orgel, die links oben im Montagesaal hängt (bei 6'10'')? Passt ja zum Flügeltüren-Thema von neulich.

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

Florian-L @, Samstag, 14. Dezember 2013, 10:09 (vor 4640 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ah, endlich mal eine NovelOrg-Installation "in der Nähe" und an einem Gerät, wo die Leistungsfähigkeit des Systems durch hoffentliche intensive Nutzung getestet wird.

Nun ja, Installationen mit proportionaler Traktur gibt es ein paar in Europa, wenn auch nicht von NovelOrg.
Das Spielgefühl müsste doch in etwa gleich sein, oder?

Gruß, Florian

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 14. Dezember 2013, 23:17 (vor 4639 Tagen) @ Florian-L

Ah, endlich mal eine NovelOrg-Installation "in der Nähe" und an einem Gerät, wo die Leistungsfähigkeit des Systems durch hoffentliche intensive Nutzung getestet wird.


Nun ja, Installationen mit proportionaler Traktur gibt es ein paar in Europa, wenn auch nicht von NovelOrg.
Das Spielgefühl müsste doch in etwa gleich sein, oder?

Gruß, Florian

Welche meinst Du? Die ELTEC-Installationen oder die Syncordia? Letztere sind ja teilweise wieder außer Betrieb genommen, für Fulda-Dom weiß ich's genau. (Einer der Syncordia-Entwickler ist jetzt NovelOrg). Und dann gibt's noch Trossingen mit der Kegellade. Aber eine ganze größere Orgel, die auch intensiv präsentiert wird (nun, das hofft man ja zumindest bei der von Radio France...)?
Teneriffa Auditorium vielleicht. Was ist da denn eingebaut? Blancafort tata ja im "organ"-Interview so, als hätte er's selbst entwickelt....

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

otto krämer, Sonntag, 15. Dezember 2013, 01:44 (vor 4639 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Karl-Bernhardin,
schau einmal hier:
Ursy/CH

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 16. Dezember 2013, 10:54 (vor 4638 Tagen) @ otto krämer

Karl-Bernhardin,
schau einmal hier:
Ursy/CH

Ja, das meinte ich mit den frühen Syncordia-Installationen, als es noch ein Schweizer Unternehmen war.

Aber halt auch: Who/Where the f... is Ursy? Guillou kommt da ja auch nicht jede Woche vorbei. Und ich meine halt Orgeln, wo Leute oft spielen, die ein Instrument technisch auch echt fordern. Denn die Elektroskeptiker kommen ja gleich mit "Wie lange hält das denn? Und wenn's kaputt ist?"
Wie schon hier erzählt:
Im Hamburger Michel gab es zur neuen Orgelanlage div. Konzerte, auch einen Improabend mit vier Organisten. Mit Manuel Gera (Hausorganist neben Schoener) stand ich oberhalb des Generaltisches, als the legendary Wolfgang Seifen loslegte. Es war 120% Seifen, und da sagte Manuel zu mir: "Das ist jetzt wirklich er Orgeltest".
Mehr muss ein Instrument nicht mitmachen können, und wenn es ein paar mal hintereinander klappt und alles noch läuft, dann ist für mich die jeweilige Traktur gewissermaßen bestätigt.

@Florian:

Ich war mal mit H-J Kaiser an seiner Domorgel, und im Gespräch kamen wir auf prop. Trakturen, da machte er eine Geste nach hinten und wir gingen in die Orgel, und er zeigte mir die Syncordie-Magneten, die, in der Tat, hier nur für die Koppeln eingebaut waren. Er sagte aber, dass die Anlage oder zumindest der Prop-Effekt (wieder) stillgelegt wären. Ob von Anfang an auch die gesamte Steuerelektronik verbaut worden war und man aufgrund irgendwelcher Probleme sozusagen nur mehr den Zug-Magneten auf normaler Ein/Aus-Funktion benutzt, kann ich nicht mehr sagen.

Was erwarte ich von Prop-Trakturen? Synchroneres Koppeln, wenn die Kopplung vom Spieltisch abgenommen wird und nicht vom "Master"-Ventil. Vor allem aber eine praktikable Alternative zur dosierten Schleifenbetätigung für neuerer Musik, d. h. ich spiele eine oder mehrere (voll) gedrückte Tasten, und z. B. über einen Schwelltritt wird die Ventilöffnung generell gesteuert und begrenzt. Könnte/müsste besser klappen, als mit der Schleifenbetätigung, wo systembedingt (Bohrungs/Schlitzgrößen) die kleinen Pfeifen schon auf Vollwind stehen, während größere noch erwünschtermaßen "jaulen".

ICH GLAUBE, dass diese Effekte, die im verlinkten Guillou-Video nur eine kurze Episode darstellen, das Aerophone der Orgel noch einmal gewaltig in den Vordergrund stellen können und eine Unterscheidung zum allgegenwärtigen "Keyboard" schaffen.
Was wäre ein Shakuhachi-Spieler, wenn er dauernd "sauber" bliese?
Natürlich kann ich damit kein ganzes Konzert füllen, aber doch "Unerhörtes" erzeugen, immer wieder. Daniel Glaus' Orgeln halte ich für wichtig, würde aber nach 15 Minuten auch gerne wieder was anderes hören wollen.

Wenn ich aber nur wie im Guillou-Video, Barockmusik o. a. auf einer (größeren) Orgel spielen wollte, gibt es nichts, was ich von Prop-Trakturen speziell erwarten würde, außer, dass sie funktionieren.

Bei großen Orgeln hört für mich die Begeisterung für mechanische Trakturen irgendwann auf (und zwar früher als bei vielen anderen), weil die Vorteile der Ventilkontrolle sich technisch nicht endlos übertragen lassen, abgesehen von den Tastendrücken bei gekoppeltem Spiel. Und das sage ich, obwohl ich auf sowas alle meine Diplomprüfungen absolviert habe.

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

Wolfgang Gourgé @, Montag, 16. Dezember 2013, 18:07 (vor 4638 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Karl-Bernhardin,
schau einmal hier:
Ursy/CH


Ja, das meinte ich mit den frühen Syncordia-Installationen, als es noch ein Schweizer Unternehmen war.

Aber halt auch: Who/Where the f... is Ursy? Guillou kommt da ja auch nicht jede Woche vorbei. Und ich meine halt Orgeln, wo Leute oft spielen, die ein Instrument technisch auch echt fordern. Denn die Elektroskeptiker kommen ja gleich mit "Wie lange hält das denn? Und wenn's kaputt ist?"
Wie schon hier erzählt:
Im Hamburger Michel gab es zur neuen Orgelanlage div. Konzerte, auch einen Improabend mit vier Organisten. Mit Manuel Gera (Hausorganist neben Schoener) stand ich oberhalb des Generaltisches, als the legendary Wolfgang Seifen loslegte. Es war 120% Seifen, und da sagte Manuel zu mir: "Das ist jetzt wirklich er Orgeltest".
Mehr muss ein Instrument nicht mitmachen können, und wenn es ein paar mal hintereinander klappt und alles noch läuft, dann ist für mich die jeweilige Traktur gewissermaßen bestätigt.

@Florian:

Ich war mal mit H-J Kaiser an seiner Domorgel, und im Gespräch kamen wir auf prop. Trakturen, da machte er eine Geste nach hinten und wir gingen in die Orgel, und er zeigte mir die Syncordie-Magneten, die, in der Tat, hier nur für die Koppeln eingebaut waren. Er sagte aber, dass die Anlage oder zumindest der Prop-Effekt (wieder) stillgelegt wären. Ob von Anfang an auch die gesamte Steuerelektronik verbaut worden war und man aufgrund irgendwelcher Probleme sozusagen nur mehr den Zug-Magneten auf normaler Ein/Aus-Funktion benutzt, kann ich nicht mehr sagen.


....bei der VOD-Tagung in Karlsruhe sprach ich mit einem Novel-Org-engagierten Orgelbauer auch über "Syncordia"; er meinte, dieses System sei in der Elektronik sehr labil gewesen, man dürfe - nach meiner Erinnerung - "die Platinen nicht schief ansehen", sonst sei es schon vorbei. Übrigens hat auch die Beckerath-Orgel in der Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche (seltsam, eine Kirche nach einem Bürgermeister zu benennen....) in Bremerhaven Syncordia-Koppeln.

Bezogen auf die Tontraktur: im Hinblick auf die unterschiedliche Intonationsweise bei mechanischen und "normalen" elektrischen Trakturen, bei denen der Magnet das Ventil nur aufreißt, scheinen mir Proportionaltrakturen bei großen Instrumenten der Königsweg zu sein, wobei man noch viel mehr wissen müßte über Kosten und langfristige Funktionsstabilität bei digitalen Systemen im Vergleich zu rein pneumatisch-mechanischen Konstruktionen wie der Fisk/Kowalshyn-Maschine z.B. im Magdeburger Dom. Deren Vorteil - langfristig gesehen - scheint mir zu sein, daß sie mit traditionellen Materialien auskommen und Teile "nachbaubar" sind (Besserwisser mögen mich korrigieren, wenn's nicht stimmt), aber sie dürften mechanisch sehr aufwendig und damit teuer im Bau und in der Regulierung sein und damit vermutlich auch empfindlicher bei Schwankungen von Temperatur und Feuchtigkeit. Mir drängt sich da der Vergleich zwischen Uhren mit mechanischem Werk und Quarzwerk auf - bei Elektronik wird üblicherweise nicht repariert, sondern ausgetauscht (siehe insoweit auch Notre-Dame: neuer Spieltisch, neue digitale Steuerung....).....

Aber hier liest ja jemand aus Magdeburg mit, der ja so etwas (also Kowalshyn-Maschinen) in "seiner" Orgel hat, vielleicht kann er uns etwas dazu sagen.....;--)......

Gruß,
Wolfgang

Vielleicht nicht zur Hochzeit, aber....

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Dezember 2013, 00:03 (vor 4637 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

....wie findet Ihr diese Toccata?

Ich finde, das hat einen gewissen Sog, mindestens ab etwa 00:30...

Vielleicht nicht zur Hochzeit, aber....

Florian-L @, Dienstag, 17. Dezember 2013, 08:41 (vor 4637 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Florian-L, Dienstag, 17. Dezember 2013, 08:50

....wie findet Ihr diese Toccata?

Ach ja, ich glaube, die habe ich schon einmal gehört. Ist die von Ligeti? ;-)

Gruß, Florian

Vielleicht nicht zur Hochzeit, aber....

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Dezember 2013, 09:13 (vor 4637 Tagen) @ Florian-L

....wie findet Ihr diese Toccata?


Ach ja, ich glaube, die habe ich schon einmal gehört. Ist die von Ligeti? ;-)

Gruß, Florian

Die Ähnlichkeit der rhytmischen Komponente ist verblüffend!
Mir gefällt aber die andere Version besser, wegen der tonalen Anteile und des durchgehaltenen Metrums...
;-)

Vielleicht nicht zur Hochzeit, aber....

Wolfgang Gourgé @, Dienstag, 17. Dezember 2013, 11:05 (vor 4637 Tagen) @ Florian-L

....wie findet Ihr diese Toccata?


Ach ja, ich glaube, die habe ich schon einmal gehört. Ist die von Ligeti? ;-)

Gruß, Florian

....ach, die sind doch langweilig - wenn schon, dann richtig.....

findet:
Wolfgang...

Vielleicht nicht zur Hochzeit, aber....

Florian-L @, Dienstag, 17. Dezember 2013, 12:21 (vor 4637 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

....ach, die sind doch langweilig - wenn schon, dann richtig.....

Alter Schwede!

Grenzing-Orgel für Radio France - NovelOrg

Florian-L @, Sonntag, 15. Dezember 2013, 08:48 (vor 4639 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Florian-L, Montag, 16. Dezember 2013, 10:11

Welche meinst Du? Die ELTEC-Installationen oder die Syncordia?

Ich hatte mich auf ELTEC bezogen, an Syncordia habe ich gar nicht gedacht.
Aber was kann man sich tatsächlich vom NovelOrg-System in interpretatorischer Hinsicht erwarten?
Irgendwie fühle ich mich daran erinnert, nur durch bloßes Hören das Material, aus dem eine Pfeife besteht, herauszufinden.

Bei der Orgel im Fuldaer Dom gab es auch eine elektrische proportionale Traktur? Oder waren nur die Koppeln betroffen?

Gruß, Florian

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