St.Marien/Lübeck und Konzerte

Wolfgang Gourgé @, Donnerstag, 24. April 2014, 01:44 (vor 4571 Tagen) @ Sauerorgel

Hallo zusammen ,

nachdem in der letzten Zeit die Kemperorgel , von St.Marien in Lübeck , das Thema war bzw. heiß darüber diskutiert wurde , hätte ich mal eine Frage die ich mal hier ins Forum setzen möchte !

Zur Amtszeit E.E.Stenders hat dieser , meines Wissens , sämtliche Orgelkonzerte in St.Marien bestritten . Seit Johannes Unger konzertieren auch auswärtige Organisten in St.Marien so wie ich das , den letzten Programmen , entnommen habe !

Worin liegt das begründet ?

Gruß Sauerorgel

....soweit ich weiß, hat EES die Konzerte in St. Marien "auf eigene Rechnung" veranstaltet. Nach meinem Eindruck funktionierte das recht gut und erfolgreich über all' die Jahre: es gab einen sehr verläßlichen Konzertbetrieb mit mehreren nebeneinander parallel verlaufenden Reihen mit unterschiedlichen Zielgruppen ("Buxtehude-Zyklus", "Messiaen-Zyklus", "Orgel-Highlights" - letztere insbesondere für Touristen). Die Einnahmen wird er sich mit der Kirchengemeinde geteilt haben.

Eigentlich gar keine so schlechte Einrichtung in einer solchen Stadt und an einer solchen Kirche, wenn man den Willen, das Startkapital und das Zeug dazu hat, sich mit eiserner Disziplin ein riesiges Repertoire (= alle wesentlichen Werke der Orgelliteratur von den Anfängen bis zur Gegenwart, also insbesondere: der ganze Buxtehude, der ganze Bach, der ganze Mendelssohn, der ganze Reger, der ganze Messiaen...) zu erarbeiten, ständig "am Ball zu bleiben" und den Konzertbetrieb eigenverantwortlich zu betreiben (die Konzerte waren, soweit ich sie erlebte, übrigens immer ordentlich besucht, bei besonderen Anlässen wie am Jahresende wurde es richtig voll). Sein Übepensum soll dementsprechend legendär sein.

Und ich gebe es ganz ehrlich zu: mir fehlen diese "verläßlichen" Zyklen, die für mich über viele Jahre fester Bestandteil jeweils mehrerer Lübeck-Fahrten im Jahr waren. Hatte man das im Frühjahr erscheinende, meist so um die 50, 60 Seiten starke Programmheft, konnte man bis zum Jahresende planen. Feine Sache, das! Kemper hin oder her.

Gruß,
Wolfgang


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