3' Quinte
Erik hat schon auf das Beispiel Pieterskerk in Leiden verwiesen. Es war tatsächlich üblich, bei F-Umfängen bis zum 4’ die reale Fußtonzahl anzugeben. Darüber rettete man sich in Namen: Quinte, Superoktave usw.
Leichter haben es da andere europäische Orgelbautraditionen mit ihren Registernamen für die Oktavlagen. Für 8-4-2 klappt es immer, alles andere je nach Bautradition (keine Prinzipalquinte 2 2/3' in Frankreich und Italien, mangels Bedarf kein 16'-Prinzipal im altenglischen Orgelbau usw.).
(Montre) – Double Diapason – (Principale)
Montre – Diapason – Principale
Prestant – Principal – VIII
(Nazard) – Twelfth – (Flauto in XII)
Doublette – Fifteenth – XV
Bei den Engländern klappte es am besten. Kein Wunder, die hatten ja auch lange G-Umfänge, da war sowieso kein verlässliches Fußtonzahlsystem möglich.
Bei uns hat sich Prinzipal, Oktave, Quinte, Superoktave für den 8'-Chor eingebürgert, aber wenn ein offener 16' dazukommt, muss man sich schon wieder was ausdenken.
Viele Grüße
Friedrich
gesamter Thread: