...zum Schmunzeln oder so...

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 13. Mai 2014, 21:28 (vor 4552 Tagen)

Wir haben hier ja immer wieder Volltreffer aus dem orgelfremden Journalismus besprochen. Man kann aber durchaus im innerkirchlichen Bereich bleiben, um Fundstücke zu erhaschen. Jüngst las ich zufällig die an einer Seitenwand angebrachte Chronik der Rostocker Heiligen-Geist-Kirche. Dort hieß es über die letzten Jahrzehnte:

"....eine der größten Arbeiten war aber die völlige Neuvertonung der Orgel..."

...zum Schmunzeln oder so...

Florian-L @, Mittwoch, 14. Mai 2014, 12:30 (vor 4551 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ganz köstlich finde ich folgende Passage auf der Website eines Orgelbauers:

Nicht nur das Einfrieren des Status Quo und somit der Erhalt historischer Substanz ist unser Ziel bei Konservierungen, sondern auch die weitere Ausbreitung von Holzwurmschäden im gesamten Kirchenraum.

Gruß, Florian

...zum Schmunzeln oder so...

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Mittwoch, 14. Mai 2014, 22:08 (vor 4551 Tagen) @ Florian-L

:-) auf selbiger Seite gibt es noch mehr sprachliche Preziosen.

...zum Schmunzeln oder so...

Florian-L @, Donnerstag, 15. Mai 2014, 17:36 (vor 4550 Tagen) @ Hausorgler
bearbeitet von Florian-L, Donnerstag, 15. Mai 2014, 17:40

:-) auf selbiger Seite gibt es noch mehr sprachliche Preziosen.

A propos sprachliche Preziosen: Hier nochmals die Stilblütensammlung aus dem Archiv:


Durch das Ziehen kleinerer Registerschalter verlängert sich die Tastatur um über das 3-fache.

Beim Druck auf die zahlreichen Fußpedale bläst der volle Wind direkt in die vorderen Orgelpfeifen aus 100% teurem Zinn.

Die alte Barockorgel wich nach jahrzehntelanger Planung nun endlich einem modernen Istrument, auf dem man nun erstmalig die gesamte Orgelliteratur spielen kann.

Orgelbauer und Organist sind mit dem Instrument mehr als zufrieden, und der Beifall am Schluss des Einführungskonzertes sprach hierzu Bände.

Durch kunstvoll hintereinandergeschalteter Ventile gelangt die Luft auf verschachtelteten Wegen vom Windgebläse über die Tastatur zu den Pfeifen, die im vollen Tutti zusammenklingen.

Durch das nicht sichtbare Schwellwerk kann der Orgelton bis zur Unhörbarkeit zurückgedreht werden.

Die sogenannten Trompeten schmettern direkt über dem Organisten hinweg in den Kirchenraum, wo sie noch in den äußersten Nischen des barocken Raumes wie die Posaunen von Jericho zu vernehmen sind.

Die Orgelpfeifen werden je nach Material in klingende und nicht-klingende Tonsäulen aufgeteilt.

Der Weg von der Taste bis zur Pfeife benötigt nicht einmal eine Sekunde.

Man findet hier solch exotische Bezeichnungen wie "Vox humana" und "Nonnencarillion".

Im Innern des Gehäuses ist noch ein großer Speicherbalg eingebaut, falls es einmal zu einem Stromausfall kommen sollte.

Die kleinsten Pfeifen stehen in einem separaten Gehäuse in der Mitte der Chorbrüstung, diese wird deshalb auch Brustwerk genannt.

Die tiefsten Pfeifen kann man nur noch erahnen, während die höchsten schon nicht mehr gehört werden können.

Die Finanzierung läuft darauf hinaus, daß trotz der zahlreichen Spenden noch ein jahrelanges großes Loch klaffen wird, so daß weitere Lücken zu befürchten sind.

Im Gegensatz zu früher ist die Orgel nun im ganzen Raum mehr oder weniger vernehmbar, eines der Hauptziele des nunmehrigen Umbaus.

Der Klang des Kronwerkes fügt sich - wie sein Name schon sagt - lückenlos in den sich über mehrere Etagen hinziehenden Gehäuseaufbau ein.

Die Orgelbank ist so bemessen, daß die 4 Tastaturen von 2 Organisten gleichzeitig - auch über kreuz - bespielt werden können, dazu kommt noch das Pedal für die Grundtöne.

Der Orgelbauer gebe eine Garantie, was die Haltbarkeit und Funktion der Orgel betreffe. Holzwurm und Rost gehöre der Vergangenheit an.

Natürlich erklingen nicht alle 300 Pfeifen der 30 Register auf einmal. Möglich wäre es für einen Virtuosen aber schon.

Um mehr Platz für den Kirchenchor zu schaffen, wurde die Orgel um einen Meter zurückgesetzt. Deshalb mussten überflüssige Pfeifen entfernt und durch neue ersetzt werden.

Der elektrische Spieltisch lässt sich je nach Bedarf im ganzen Kirchenraum herumfahren und an jede Steckdose anschließen.

Wohl unsachgemäßes Spielen in früheren Zeiten führte zur vorzeitigen Abnützung der Mechanik, den Rest verursachten die moderne Kirchenheizung und Umweltverschmutzung, nicht zuletzt durch die zahlreichen Opferkerzen.

Die Schallgeschwindigkeit im Vakuum beträgt ca. 300 Meter pro Sekunde, somit kommt der Nachhall im Altarraum, wo die Sänger stehen, deutlich später an.

Noch bevor die Orgel erfunden wurde, gab es schon Orgelpfeifen, wie Funde beweisen.

Es brauchte Jahrhunderte, bis die Orgelbauer ohne Zuhilfenahme eines Computers die einzelnen Pfeifen berechnen konnten.

Seilzüge aus Aluminiumdraht von der Taste bis zum Ventil werden wohl über kurz oder lang die Nachteile der antiquierten hölzernen Trakturen vergessen lassen.

Durch einen kippbar angebrachten Spiegel muss sich der Organist nicht mehr um 360 Grad drehen, um der Liturgie am Altar folgen zu können.

Durch diese erweiterten Spielhilfen kann der Organist praktisch freihändig spielen.

Die Registerzüge befinden sich alle auf der linken Seite, dadurch hat der Organist stets eine freie Hand zum spielen.

Die größten Basspfeifen stehen ganz hinten an der Wand, um den kleineren davorstehenden nicht die Sicht zu versperren.

Einige Pfeifen bestehen aus Holz, der Rest aus Metall, die übrigen stehen aus architektonischen Gründen im Prospekt bzw. wurden nicht mehr verwendet.

Bach und Bruckner – würden sie heute noch leben – würden sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen.

Die Pfeifen stehen alle in einem geschlossenen Gehäuse, wo sie vor Staub und gelegentlich herabfallenden Stuckresten geschützt sind, und nicht zuletzt vor unbeabsichtigtem Diebstahl.

Im nachhinein ist man immer klüger. Die ausführende Firma habe aber nach Abschluss der Malerarbeiten die Orgel mit einer Plastikfolie überzogen, um sie vor weiterem Schaden zu bewahren.

Zwischen die beiden Pedaltürme wurde auf Anordnung des Denkmalschutzes das sogenannte Hauptwerk, geteilt in C- und CIS-Seite, eingefügt. Darunter befindet sich das Brustwerk, das mittels zweier Flügeltüren abgesperrt werden kann.

Die durch das nun wieder sichtbare große Westfenster eindringende gleissende Morgensonne lässt schon rein optisch den hellen silbrigen Klang des Werkes erahnen.

Einer alten Tradition zufolge fasst die größte Pfeife um die 80 Liter Wein, während die kleinste gerade mal ein paar Millimeter über die Windlade herausragt.

Durch das eindringende Löschwasser verzogen sich die bereits verkohlten Gehäuseteile, so dass doppelter Schaden entstand.

In reiner Stimmung kann die Orgel nun wieder den Gemeindesgesang adäquat begleiten, auch reine Konzerte sollen bei Bedarf in Zukunft stattfinden.

Der stark salpeterhaltige Innenputz wurde durch einen anderen ersetzt, so dass auch die Orgel keinen weiteren Befall von Schimmel und Ungeziefer mehr zu befürchten hat.

Wurde mit einer sich selbst spannenden Traktur versehen, dadurch entfällt das jährliche lästige Nachstimmen der Rohrflöten.


Gruß, Florian

...zum Schmunzeln oder so...

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Donnerstag, 15. Mai 2014, 21:29 (vor 4550 Tagen) @ Florian-L

Klasse!:-)

...zum Schmunzeln oder so...

florianf, Graz (A), Donnerstag, 15. Mai 2014, 22:39 (vor 4550 Tagen) @ Florian-L

Spitzensammlung, vielen Dank ;-)

meine Favoriten bisher:

"Durch einen kippbar angebrachten Spiegel muss sich der Organist nicht mehr um 360 Grad drehen, um der Liturgie am Altar folgen zu können."

"Bach und Bruckner – würden sie heute noch leben – würden sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen."

sowie zu guter Letzt:
"Es brauchte Jahrhunderte, bis die Orgelbauer ohne Zuhilfenahme eines Computers die einzelnen Pfeifen berechnen konnten." :D

...zum Schmunzeln oder so...

elias.orgel, Dienstag, 03. Februar 2026, 17:03 (vor 268 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 03. Februar 2026, 17:19

Extraklasse - vielen Dank

schön auch:

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

also wenn schon die "Fachleute" so einen Quatsch schreiben, dann seid gnädig zu den armen Journalisten
(es ist nicht alles falsch, was in der Zeitung* steht)

-
-
-

* ja, ich bin ganz eindeutig aus dem vorigen Jahrtausend...

- ABER

ich schmunzle gern einmal - wenn Anlass dazu gegeben ist ;-)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

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Florian-L @, Dienstag, 03. Februar 2026, 17:59 (vor 268 Tagen) @ elias.orgel

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

Fußbass (Wikipedia 2013):

"Es gibt auch die Kombination zwischen Orgel, Klavier und Fußbass (Stummelpedal). Hier wird mit dem linken Fuß der Bass gespielt. Mit dem rechten Fuß wird das Sustainpedal des Klavieres und das Lautstärkepedal der Orgel bedient. Mit den beiden Händen spielt man gleichzeitig Orgel und Klavier."

:-D

...zum Schmunzeln oder so...

perotin, Dienstag, 03. Februar 2026, 21:02 (vor 268 Tagen) @ elias.orgel

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

So falsch ist das ja nun nicht. "eines oder mehrerer Werke" ist vielleicht keine sehr geglückte Formulierung, aber ansonsten stimmt der Satz.

...zum Schmunzeln oder so...

hardy @, Dienstag, 03. Februar 2026, 21:57 (vor 268 Tagen) @ florianf

"Im Tutti erklingen alle Pfeifen der Orgel."

...zum Schmunzeln oder so...

Orlos @, Dienstag, 03. Februar 2026, 22:31 (vor 268 Tagen) @ hardy

"Im Tutti erklingen alle Pfeifen der Orgel."

Ligeti: Volumina
Bei manchen Orgeln haut es die Sicherung heraus, wenn die Koppeln elektrisch sind (eigene Erfahrungswerte).

...zum Schmunzeln oder so...

jori, Dienstag, 03. Februar 2026, 22:56 (vor 268 Tagen) @ Orlos

"Im Tutti erklingen alle Pfeifen der Orgel."


Ligeti: Volumina
Bei manchen Orgeln haut es die Sicherung heraus, wenn die Koppeln elektrisch sind (eigene Erfahrungswerte).

Hoch lebe die Pneumatik und die Mechanik.

...zum Schmunzeln oder so...

hintersatz ⌂ @, Dienstag, 03. Februar 2026, 23:21 (vor 268 Tagen) @ elias.orgel

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

Ich will jetzt gar nicht wissen, was du mit deinen Koppeln machts +Fliegen fangen?+,
aber exakt dazu benutze ich sie.
Vielleicht sollte man aber statt Erzeugung "Beimischung" schreiben.

--
Organiste titulaire de l'Opus diaboli

...zum Schmunzeln oder so...

Orlos @, Dienstag, 03. Februar 2026, 23:28 (vor 268 Tagen) @ jori

"Im Tutti erklingen alle Pfeifen der Orgel."


Ligeti: Volumina
Bei manchen Orgeln haut es die Sicherung heraus, wenn die Koppeln elektrisch sind (eigene Erfahrungswerte).


Hoch lebe die Pneumatik und die Mechanik.

Naja, die Mechanik kann auch Probleme machen, wenn die Selbstspann-Einrichtung die Traktur blockiert.
Ich wollte das Stück einmal einer Schulklasse vorführen: Alle Register gezogen, die Arme auf das Koppelmanual gelegt und einen Schüler die Orgel einschalten lassen. Es passierte: gar nichts, es war kein Ton zu hören. Große Enttäuschung allenthalben.

...zum Schmunzeln oder so...

hintersatz ⌂ @, Mittwoch, 04. Februar 2026, 00:01 (vor 268 Tagen) @ jori

Wobei ich, was den Anschlag angeht, der Pneumatik den Vorzug geben möchte, die, zumindest hierzulande, verbaute Mechanik ist zwar präziser, die Pneumatik im Anschlag aber interessanter. Forschungsansatz.

--
Organiste titulaire de l'Opus diaboli

...zum Schmunzeln oder so...

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 04. Februar 2026, 00:12 (vor 268 Tagen) @ jori

"Im Tutti erklingen alle Pfeifen der Orgel."


Ligeti: Volumina
Bei manchen Orgeln haut es die Sicherung heraus, wenn die Koppeln elektrisch sind (eigene Erfahrungswerte).


Hoch lebe die Pneumatik und die Mechanik.

ad 1), aber nur wenn Spielwind und Trakturwind getrennt
ad 2) aber nur ohne automatischen Trakturspanner

...zum Schmunzeln oder genauer hingucken ...

elias.orgel, Mittwoch, 04. Februar 2026, 08:54 (vor 267 Tagen) @ perotin
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:38

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

So falsch ist das ja nun nicht. "eines oder mehrerer Werke" ist vielleicht keine sehr geglückte Formulierung, aber ansonsten stimmt der Satz.

???

es tut mir wirklich sehr leid aber

eine Koppel ist definitiv nicht dazu in der Lage
(und auch nicht dafür gedacht) die Tonstärke eines Werkes
(egal welches) zu erhöhen...

und (genauso wenig)

ermöglicht eine Koppel die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben
(ein Lichtschalter erzeugt ja auch kein Licht
- und eine Taste keinen Ton - oder?)

mit anderen Worten

dieser Satz ist KOMPLETT falsch

Falls Du da etwas anderes hinein interpretieren kannst,
ist das Dein privates Vergnügen,
aber das ändert an der Aussage des Satzes eher wenig.

-

ein ganz (einfaches) konkretes Beispiel:

mann spiele auf dem I. Manual
=> es ist nichts zu hören (weil keine Register eingeschaltet sind)

mann schaltet die Koppel II/I ein
=>
* keines der Teilwerke der Orgel (HW, SW, OW, BW, PW...) ändert seine "Tonstärke"
* es entsteht nicht eine einzige neue Klangfarbe

mann schaltet ein Register des zum I. Manual gehörenden Werkes (HW?) ein
=>
* es ist etwas zu hören (weil ein Register geschaltet wurde)
* die (aktuelle) Tonstärke des Werkes ändert sich (siehe "obendrüber")
* die aktuelle Klangfarbe ändert sich (siehe zwei Zeilen höher)

mann schaltet die Koppel II/I aus
=> ???

Cordula Stratmann würde sagen:
Merkste selber, oder?

-

Ich habe mal gehört, dass es nicht regnet weil Menschen Regenschirme tragen
aber wenn ich rausgucke ist der Beweis des Gegenteils doch ziemlich eindeutig...

-

pS:

was ich mit einer Koppel mache oder wozu ich diese benutze?
genau dafür, wozu sie erfunden und gebaut wurde:

anstelle von zwei Tasten "nur" eine drücken zu müssen.

hatte ich schon einmal erwähnt,
dass mann mit einer Orgel quasi mehrere Flöten gleichzeitig spielen kann...

und was ist "besser" als eine Pfeifenorgel ?

mbunnmMn natürlich immer noch
zwei oder drei oder...

und wer nicht mit dem PC umgehen kann
sollte wenigstens singen können
;-)

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott

...zum Schmunzeln oder so...

Lowdee, Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:03 (vor 267 Tagen) @ Florian-L

Kürzlich sagte mir ein Pfarrer nach dem Gottesdienst:
"Danke für die Orgel!"
Ich erwiderte:
"Ich habe sie nicht hingestellt."

...zum Schmunzeln oder so...

elias.orgel, Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:08 (vor 267 Tagen) @ Lowdee

Kürzlich sagte mir ein Pfarrer nach dem Gottesdienst:
"Danke für die Orgel!"
Ich erwiderte:
"Ich habe sie nicht hingestellt."

Liebligs Ausdruck hier im Raum:
"und dann spielt die Orgel für uns..."

(die Kanzel predigt aber auch recht schön ;-)

--
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link1907 @, Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:12 (vor 267 Tagen) @ elias.orgel

Kürzlich sagte mir ein Pfarrer nach dem Gottesdienst:
"Danke für die Orgel!"
Ich erwiderte:
"Ich habe sie nicht hingestellt."


Liebligs Ausdruck hier im Raum:
"und dann spielt die Orgel für uns..."<

William Thomas Best antwortete darauf: "Dann laßt sie doch spielen."

...zum Schmunzeln oder so...

elias.orgel, Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:17 (vor 267 Tagen) @ link1907
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:49

Kürzlich sagte mir ein Pfarrer nach dem Gottesdienst:
"Danke für die Orgel!"
Ich erwiderte:
"Ich habe sie nicht hingestellt."

Liebligs Ausdruck hier im Raum:
"und dann spielt die Orgel für uns..."<

William Thomas Best antwortete darauf: "Dann laßt sie doch spielen."

Wenn ein Pfarrer das zu mir in der Vorbereitung / Besprechung sagt
antworte ich gerne Däumchendrehend mit:
"Da bin ich aber gespannt..."

siehe Koppeln...

--
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elias.orgel, Mittwoch, 04. Februar 2026, 10:57 (vor 267 Tagen) @ hintersatz

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

Ich will jetzt gar nicht wissen, was du mit deinen Koppeln machts +Fliegen fangen?+,
aber exakt dazu benutze ich sie.
Vielleicht sollte man aber statt Erzeugung "Beimischung" schreiben.

wie schön, dass es offensichtlich Menschen gibt die auch im hohen Alter noch dazu lernen und ihre (falschen) Ansichten ändern können...

https://www.pfeifenorgelforum.net/forum/index.php?id=95388

--
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kjz1, Mittwoch, 04. Februar 2026, 11:26 (vor 267 Tagen) @ elias.orgel

Was ist denn mit Oktavkoppeln?

...zum Schmunzeln oder so...

Orlos @, Mittwoch, 04. Februar 2026, 13:28 (vor 267 Tagen) @ kjz1

Was ist denn mit Oktavkoppeln?

Sehr richtig. An einer meiner Dienstorgeln haben wir im HW auf den 16' verzichten, er kommt über II/I 16' incl. einer recht kräftigen (dann) 16'-Zunge. Natürlich ergibt das eine große Zunahme an Lautstärke.
Aber auch an vielen Neobarockorgeln kann die Koppel viel Lautstärke ergänzen, wenn etwa im Nebenwerk die deutlich höhere Mixtur (Scharffzimbel) steht, die gibt im Tutti noch viel Kraft und Glanz dazu.

...zum Schmunzeln oder genauer hingucken ...

oHo, Mittwoch, 04. Februar 2026, 20:53 (vor 267 Tagen) @ elias.orgel

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

So falsch ist das ja nun nicht. "eines oder mehrerer Werke" ist vielleicht keine sehr geglückte Formulierung, aber ansonsten stimmt der Satz.


???

es tut mir wirklich sehr leid aber

eine Koppel ist definitiv nicht dazu in der Lage
(und auch nicht dafür gedacht) die Tonstärke eines Werkes
(egal welches) zu erhöhen...

Du denkst an Normalkoppeln.

Bei Oktavkoppeln sieht das anders aus.


erwähnt, fröhlich grüßend,
Oliver

...zum Schmunzeln oder genauer hingucken ...

perotin, Mittwoch, 04. Februar 2026, 23:08 (vor 267 Tagen) @ oHo
bearbeitet von perotin, Mittwoch, 04. Februar 2026, 23:29

"Koppeln dienen ... zur Erhöhung der Tonstärke eines oder mehrerer Werke bzw. ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Klangfarben." (Wikipedia 2014 !!!)

So falsch ist das ja nun nicht. "eines oder mehrerer Werke" ist vielleicht keine sehr geglückte Formulierung, aber ansonsten stimmt der Satz.

es tut mir wirklich sehr leid aber
eine Koppel ist definitiv nicht dazu in der Lage
(und auch nicht dafür gedacht) die Tonstärke eines Werkes
(egal welches) zu erhöhen...

Du denkst an Normalkoppeln.
Bei Oktavkoppeln sieht das anders aus.

... und mit "ansonsten" meinte ich den Satz ohne "eines oder mehrerer Werke". Das war wohl nicht sehr deutlich ausgedrückt.... Die Tonstärke - oder Lautstärke oder Klangfülle - des Gesamtklangs kann jedenfalls durch das Zusammenkoppeln von Werken in aller Regel erhöht werden.

...zum Schmunzeln oder so...

hintersatz ⌂ @, Mittwoch, 04. Februar 2026, 23:55 (vor 267 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von hintersatz, Donnerstag, 05. Februar 2026, 07:31

Das hatte ich jetzt fast erwartet, dass da jetzt so ein (#include)-Text kommt. Ich kann ganz gut Deutsch. Und du darfst auch gerne mit mir Deutsch reden.
Und so ein (#include)-Text, ich kann übrigens programmieren, nicht einmal frisch geschrieben. Nein. die Dame zitiert sich selbst. Wunderbar. Abschminken. (#include)-Modus aus.

--
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