Riegerorgeln fürs Heilige Land
Contrebasson 32'
, Wien, Sonntag, 05. Januar 2014, 22:24 (vor 4616 Tagen)
Es ist doch schon etwas auffällig: Nach den Orgeln für die Geburtskirche in Bethlehem (Haupt- und Chororgel), einer Orgel für die Salvatorkirche in Jerusalem, zwei Orgeln für die Verkündigungsbasilika (Ober- und Unterkirche) und einen weiteren Neubau für St. Josef in Nazareth baut Rieger nun auch jeweils eine Orgel für die Kirche der Nationen und für die Grabeskirche in Jerusalem.
Ganz offensichtlich sind die Franziskaner vor Ort ganz und gar im Rieger-Fieber!
Mit besten Grüßen
Contrebasson 32'
Riegerorgeln fürs Heilige Land
Orlos
, Sonntag, 05. Januar 2014, 22:54 (vor 4616 Tagen) @ Contrebasson 32'
Wer bezahlt eigentlich diese bestimmt nicht billigen Instrumente?
Riegerorgeln fürs Heilige Land
ado
, Sonntag, 05. Januar 2014, 23:31 (vor 4616 Tagen) @ Contrebasson 32'
Es ist doch schon etwas auffällig: Nach den Orgeln für die Geburtskirche in Bethlehem ...
da darf ich jetzt mal beckmesserisch sein: als ich das las, dachte ich, wahnsinn, die stellen in die antike basilika (im wesentlichen aus der zweiten hälfte des 5. jahrhunderts) eine orgel oder sogar zwei! das wäre an sich schon bemerkenswert, und würde die weitere frage aufwerfen, wie die franziskaner die wohl an den griechen und armeniern vorbeikriegen würden, mit denen sie sich die basilika teilen und mit denen sie im christlich-nächstenliebenden dauerstreit liegen?
es geht aber gar nicht um die geburtskirche, sondern um die angrenzende (rein römisch-katholische und baulich nicht weiter bemerkenswerte) katharinenkirche!
Riegerorgeln fürs Heilige Land
Contrebasson 32'
, Wien, Montag, 06. Januar 2014, 00:13 (vor 4616 Tagen) @ ado
Es ist doch schon etwas auffällig: Nach den Orgeln für die Geburtskirche in Bethlehem ...
da darf ich jetzt mal beckmesserisch sein: als ich das las, dachte ich, wahnsinn, die stellen in die antike basilika (im wesentlichen aus der zweiten hälfte des 5. jahrhunderts) eine orgel oder sogar zwei! das wäre an sich schon bemerkenswert, und würde die weitere frage aufwerfen, wie die franziskaner die wohl an den griechen und armeniern vorbeikriegen würden, mit denen sie sich die basilika teilen und mit denen sie im christlich-nächstenliebenden dauerstreit liegen?es geht aber gar nicht um die geburtskirche, sondern um die angrenzende (rein römisch-katholische und baulich nicht weiter bemerkenswerte) katharinenkirche!
Danke für die Korrektur, eigentlich müsste ich es besser wissen, war ich doch erst vor 2,5 Jahren dort...
Riegerorgeln fürs Heilige Land
Wolfgang Gourgé
, Montag, 06. Januar 2014, 00:08 (vor 4616 Tagen) @ Contrebasson 32'
Es ist doch schon etwas auffällig: Nach den Orgeln für die Geburtskirche in Bethlehem (Haupt- und Chororgel), einer Orgel für die Salvatorkirche in Jerusalem, zwei Orgeln für die Verkündigungsbasilika (Ober- und Unterkirche) und einen weiteren Neubau für St. Josef in Nazareth baut Rieger nun auch jeweils eine Orgel für die Kirche der Nationen und für die Grabeskirche in Jerusalem.
Ganz offensichtlich sind die Franziskaner vor Ort ganz und gar im Rieger-Fieber!
Mit besten Grüßen
Contrebasson 32'
....das hängt damit zusammen, daß die Fa. Rieger - als eines der wenigen Orgelbauunternehmen der Welt - den Bau tumultresistenter Orgeln beherrscht, bei denen auch die Prospektpfeifen eine Zweckentfremdung als Hieb-, Stich- und Stoßwaffe ohne wesentliche Einbußen an Intonation und Stimmtonhöhe souverän überstehen, dito Orgelbänke und Pedalklaviaturen. Dieses Kriterium war hier ausschlaggebend, da in der Grabeskirche die divergierenden konfessionellen Standpunkte traditionell mit großem Engagement diskutiert werden. Hinzu kam, daß sich bereits das Instrument aus gleichem Hause in der Betlehemer Geburtskirche unter ähnlichen Umständen bewährt hat - auch dort wird die Überzeugungskraft verbaler Argumentationen eher als subsidiär eingestuft.
Gruß,
Wolfgang...
Riegerorgeln fürs Heilige Land
Florian-L
, Montag, 06. Januar 2014, 08:28 (vor 4616 Tagen) @ Contrebasson 32'
... baut Rieger nun auch jeweils eine Orgel für die Kirche der Nationen und für die Grabeskirche in Jerusalem.
Waren solche Prospektgestaltungen nicht schon vor etwa 60 Jahren einmal modern?
Gruß, Florian
Riegerorgeln fürs Heilige Land
zehnzweidrittel
, Montag, 06. Januar 2014, 11:28 (vor 4616 Tagen) @ Contrebasson 32'
Wenn ich mir die stolze Projektliste so ansehe, frage ich mich, was den Erfolg von Rieger ausmacht. In Sachen Konzertsaalorgeln scheinen die Vorarlberger fast schon ein Abonnement abgeschlossen zu haben. Und international aufgestellt sind sie auch.
Was macht Rieger in der Summe so erfolgreich?
Neugierige Grüße (mit nachgereichten besten Wünschen zum neuen Jahr)
zehnzweidrittel
Riegerorgeln fürs Heilige Land
MAT
, Montag, 06. Januar 2014, 14:38 (vor 4616 Tagen) @ zehnzweidrittel
Ich hörte, sie seien sehr laut.
--
Gruß
MAT
Riegerorgeln fürs Heilige Land
FranzS., Montag, 06. Januar 2014, 19:08 (vor 4615 Tagen) @ MAT
Ich hörte, sie seien sehr laut.
Möglicherweise ist die ein oder andere mittelgroße Rieger-Orgel aus den 80ern oder 90ern etwas zu kräftig geraten. Auf die jüngsten großen Rieger-Orgeln in Bayern (Münchner Jesuitenkirche, Regensburger Dom) trifft das nicht zu.
Riegerorgeln fürs Heilige Land
Janus, Montag, 02. Januar 2017, 12:13 (vor 3524 Tagen) @ FranzS.
2013 hat sich ein KMD, Gunther Martin Götsche, aufgemacht, um als Kirchenmusiker der deutschsprachigen ev. luth. Gemeinde Jerusalem und Titularorganist der dortigen Erlöserkirche zu wirken. Jedenfalls für mich ist die Beschäftigung mit der israelischen Orgellandschaft noch relativ neu und ich war überrascht hinsichtlich Art und Umfang der dort befindlichen Instrumente.
Hier ein Erfahrungsbericht von Herrn Götsche.
Ein Hörbeispiel der Schukeorgel (1971/1984) der Erlöserkirche (II/21) findet man hier(Gunther Martin Götsche interpretiert Bachs Es Dur Präludium und Fuge).
Riegerorgeln fürs Heilige Land
stein
, Montag, 06. Januar 2014, 14:56 (vor 4616 Tagen) @ zehnzweidrittel
Rieger war schon sehr früh, wie Klais, Beckerath und andere, mit höchster Qualität beseelt. Selbst Instrumente aus den 60-70 gern sind heute keinesfalls überlebt. Keiner käme auf die Idee Marienstatt, Ratzeburg oder andere Instrumente auszutauschen. Hier wird lediglich weichgespült. M.E.haben sie sich dann in den 80-90gern gut dem Zeitgeist angepasst und weiter einen sehr charakteristischen fast schon französischen Klang zugelegt (Dinkelsbühl, Kleve, Düsseldorf). Optisch hat Rieger immer schon sehr viel geboten. Hier kennt jeder genügend Beispiele. Das Management ist fast immer optimal geführt worden. Ich habe diesen Orgelbauer immer mit Klais und Kuhn über Jahrzehnte immer an der Spitze gesehen, wobei mir persönlich die beiden südlicheren eher zusagten. Leider kenne ich keine Instrument dieser Firmen aus den letzten 15-20 Jahren. Aber man h¨rt ja fast nur Gutes.
Ausserdem haben alle 3 schon immer sehr sehr viel weltweit ihre Instrumente geliefert.
Und nicht nur 4 nach Japan oder Korea.
gruss stein
Riegerorgeln fürs Heilige Land
kjz1, Montag, 06. Januar 2014, 16:10 (vor 4616 Tagen) @ stein
Rieger war schon sehr früh, wie Klais, Beckerath und andere, mit höchster Qualität beseelt.
Ohne jetzt anderen Orgelbauern zu nahe treten zu wollen, aber so sehe ich es auch. Klais, Rieger, Kuhn haben sich schon seit Jahren den Ruf erworben (auch international), zu den Top-Orgelbauern zu gehören. Also quasi die 'Mercedes-Klasse' unter den Orgelbauern. Nicht ohne Grund wurden auch beim Neubauprojekt in unserer Kirche Klais und Rieger in die engere Wahl gezogen. In den USA würde ich noch C.B. Fisk in diese Riege einreihen, in UK Noel Mander.
Viele Grüße,
- Karl-Josef