gibt es schwarzen Orgelhumor?
....jedenfalls gibt sowas ähnliches. Ich weiß wirklich nicht was ich von diesem Orgelkonzert halten soll. Es mag ja ästhetisch äußerst fragwürdig sein, aber einen gewissen Unterhaltungswert hat es durchaus (sozusagen vertonte Sowjetarchitektur der 60er).
gibt es schwarzen Orgelhumor?
....jedenfalls gibt sowas ähnliches. Ich weiß wirklich nicht was ich von diesem Orgelkonzert halten soll. Es mag ja ästhetisch äußerst fragwürdig sein, aber einen gewissen Unterhaltungswert hat es durchaus (sozusagen vertonte Sowjetarchitektur der 60er).
Die von dem einen Kommentator auf Youtube angesprochene vier Takte lange Reminiszenz an "The first Nowell" würde mich interessieren. Ob die zufällig oder absichtlich drin ist.
Grüße von tiratutti
gibt es schwarzen Orgelhumor?
....jedenfalls gibt sowas ähnliches. Ich weiß wirklich nicht was ich von diesem Orgelkonzert halten soll. Es mag ja ästhetisch äußerst fragwürdig sein, aber einen gewissen Unterhaltungswert hat es durchaus (sozusagen vertonte Sowjetarchitektur der 60er).
Die von dem einen Kommentator auf Youtube angesprochene vier Takte lange Reminiszenz an "The first Nowell" würde mich interessieren. Ob die zufällig oder absichtlich drin ist.
Interessante Frage. Wenn ja, dann hätte der Herr Schulek sie gut versteckt in seinem Fugato-Soggetto, denn die Initiale fehlt, der Auftakt-Anlauf von der Terz auf den Grundton; und der anheimelnde Landeanflug der Melodie auf die Tonika fehlt natürlich auch, man muss ja modulieren.
Den Stilmix finde ich beachtlich. Das Holz pfeift wie bei Brahms – immer schön Flöte obenauf und Kontrafagott drunter – bis ins Tutti hinein, störende Dissonanz-Blöcke mitten ins friedliche Gebrahmse hinein, Prokofjew-Tonalität (Aua, aber stets grundtonbezogen), da kommt eine Wagner-Modulation mit Siegfried-Idyll und Glockenspiel im Mittelsatz, süßlicher Humperdinck, Zauberharfen à la Rimsky … Und im Finale herrscht nach sozialistisch-realistischer Art das letzte Gefecht, wozu die Orgel mit vielen hübschen Verminderten Dracula-Miene macht und die Streicher das Schdanowsche Fugato liefern.
Nach diese einen Stück zu urteilen, steckt viel Können, aber auch einige Flickschusterei in diesem Komponieren; mit dem Verdacht der Schaumschlägerei bin ich etwas vorsichtiger, denn ich kenne den Kontext jugoslawischen Komponierens dieser Zeit (Siebziger) nicht. Sympathisch ist aber was anderes. Muss vielleicht noch mehr hören von diesem Mann.
Ich habe schon Schwierigkeiten mit manchen polystilistischen Sachen von Schnittke, aber der manipuliert mich wenigstens offen und sagt mir vorher Bescheid. Hier bin ich nicht so sicher, ob ich das länger aushalte.
Viele Grüße,
Friedrich
gibt es schwarzen Orgelhumor?
....jedenfalls gibt sowas ähnliches. Ich weiß wirklich nicht was ich von diesem Orgelkonzert halten soll. Es mag ja ästhetisch äußerst fragwürdig sein, aber einen gewissen Unterhaltungswert hat es durchaus (sozusagen vertonte Sowjetarchitektur der 60er).
Die von dem einen Kommentator auf Youtube angesprochene vier Takte lange Reminiszenz an "The first Nowell" würde mich interessieren. Ob die zufällig oder absichtlich drin ist.
Interessante Frage. Wenn ja, dann hätte der Herr Schulek sie gut versteckt in seinem Fugato-Soggetto, denn die Initiale fehlt, der Auftakt-Anlauf von der Terz auf den Grundton; und der anheimelnde Landeanflug der Melodie auf die Tonika fehlt natürlich auch, man muss ja modulieren.Den Stilmix finde ich beachtlich. Das Holz pfeift wie bei Brahms – immer schön Flöte obenauf und Kontrafagott drunter – bis ins Tutti hinein, störende Dissonanz-Blöcke mitten ins friedliche Gebrahmse hinein, Prokofjew-Tonalität (Aua, aber stets grundtonbezogen), da kommt eine Wagner-Modulation mit Siegfried-Idyll und Glockenspiel im Mittelsatz, süßlicher Humperdinck, Zauberharfen à la Rimsky … Und im Finale herrscht nach sozialistisch-realistischer Art das letzte Gefecht, wozu die Orgel mit vielen hübschen Verminderten Dracula-Miene macht und die Streicher das Schdanowsche Fugato liefern.
Nach diese einen Stück zu urteilen, steckt viel Können, aber auch einige Flickschusterei in diesem Komponieren; mit dem Verdacht der Schaumschlägerei bin ich etwas vorsichtiger, denn ich kenne den Kontext jugoslawischen Komponierens dieser Zeit (Siebziger) nicht. Sympathisch ist aber was anderes. Muss vielleciht noch mehr hören von diesem Mann.
Ich habe schon Schwierigkeiten mit manchen polystilistischen Sachen von Schnittke, aber der manipuliert mich wenigstens offen und sagt mir vorher Bescheid. Hier bin ich nicht so sicher, ob ich das länger aushalte.
Viele Grüße,
Friedrich
....Friedrich, die Wahrheit ist viel einfacher: das ist das "Organ concert to end all organ concertos". Hier sein pianistisches Vorbild.....
Für mich steht jedenfalls fest: der Mann hatte Humor. Man sollte das Publikum mit versteckten Kameras filmen, wenn das aufgeführt wird....Distler meets Guilmant, sozusagen.....
polystilistisch grüßt:
Wolfgang.....