Bachs Präludium Es-Dur – »Ouvertüre«?

Friedrich @, Samstag, 18. Januar 2014, 03:00 (vor 4607 Tagen) @ perotin

Allgemein zum Präludium: Die punktierten Achtel vertragen eine "geschärfte" Ausführung (quasi doppelt-punktiert) durchaus. Die auftaktigen Achtelnoten (Takte 1, 3, 17 usw.) habe ich bisher einfach so gespielt, wie sie da stehen: als Achtel.

Das finde ich im Prinzip nachvollziehbar – zumal er den ersten Auftakt so herrlich breit aufs Papier gesetzt hat. Allerdings bleiben dann die Stellen überzeugend zu lösen, an denen die Sechzehntel der Punktierungen mit Sechzehntelketten zusammenfallen, wie in T. 30 und dann wiederholt in T. 52ff. Wenn der Anfang sehr zackig war, dann klingen diese Partien oft ein wenig bieder – außer man biegt diese Ketten zu echten Rouladen, quasi glissando, und lässt sie wie Zeus’ höchstpersönliche Blitze einherfahren. Das fände ich dann aber zuviel des Guten. Handelt man sich da nicht unnötig Probleme ein?

Mein Fazit: Alles wird einfacher und, in meinen Ohren, freundlicher, wenn man’s spielt, wie’s steht – Musikalität und Finger-und-Fuß-Fertigkeit immer vorausgesetzt.

Viele Grüße,
Friedrich


gesamter Thread:

 

powered by my little forum