Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 21. August 2024, 16:29 (vor 739 Tagen)
Den gelegentlich humorigen Ansatz in den Texten der Klais-Homepage mag ich. Die sicherlich ungewöhnliche und vielleicht etwas delikate Situation der Würzburger Hochschul-Orgel mit ihrem spiritus rector Christoph Bossert wurde unter Zuhilfenahme einer entsprechenden Humor-Dosis kommunikativ gemeistert.
Man kann über das Projekt sehr verschieden denken, aber trotz des erwähnten Humors ist es ja keineswegs lächerlich - vielmehr haben die Beteiligten sehr viel Wissen und Leidenschaft investiert. Und, wie es ja auch geschrieben wirtd: Der Prozess läuft weiter.
Ich habe großen Respekt vor der gedanklichen Leistung, wie sie in den Videos und nicht zuletzt in den verlinkten PDFs dargestellt wird. "Übersichtlich" geht natürlich anders.
Daher ist zu hoffen, dass Prof. Bossert sein Wissen und Feuer noch an möglichst viele weitergibt, die dann das Instrument ebenfalls fahren können und - um im Klais-Bild zu bleiben - die Banane reifen lassen. Damit möge auch die Obst-Metapher aber auch enden, auf dass Dauerhaftigkeit einziehe.
Sicherlich informativ die Tabelle mit den "gebauten" Registern - diesen Begriff lernte ich von Markus Hinz in Düsseldorf. Natürlich ist jedes Register irgendwie gebaut, Hinz meint aber diejenigen, die man durch Schaltung entwickelt, dies teilweise auch als Endverbraucher/Anwender, teilweise mitihlfe der werkstatt bzw. des Herstellers der Steuerung. (Wenn z. B. etwas, das Violon 16' genannt wird, aus einer 8'-Streicherreihe und den 12 untersten Tönen Quintadena 16' geschaltet wird). Bei meinem Besuch in Düsseldorf St. Antonius habe ich da gelungene Sachen gehört. Derlei Hilfsgriffe sollten sich natürlich auf die seltener benötigten Farben und Register beziehen. Das Schwarzbrot sollte "straight" sein, wie die Engländer sagen, also eigene, durchgebaute Reihen.
Bin gespannt, was die Würzburger mit dem Ding noch anstellen. Die Orgelwelt wäre ärmer ohne das Projekt und die Philosophie dahinter, auch wenn es wohl relativ personenbezogene Ansätze sind. Aber das hatten wir ja schon mehrfach in der Geschichte.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Orlos
, Mittwoch, 21. August 2024, 17:46 (vor 739 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Orlos, Mittwoch, 21. August 2024, 18:02
Das wird wahnhaft - äh, pardon: wahrhaft eine Hyperorgel. Wem's gefällt. Manche Auszüge und Transmissionen sind bestimmt sinnvoll und musikalisch brauchbar einzusetzen. Was einem nicht gefällt, muss man nicht benutzen; es wird genug Gutes übrig bleiben. Klar, wenn schon alles elektrisch ist, kann man das Systen auch ausreizen.
Es ist Geschmackssache, aber ich mag tatsächlich Orgeln mit klarem Werkprinzip, mechanisch angesteuert (gern mit Koppelhilfe und zusätzlicher (!) Setzeranlage) und mit klar auf ihre Funktion hin intonierten Registern. Das dürfen dann gerne auch weniger sein als in Würzburg. Aber ich will niemandem den Spaß verderben, auch wenn dieser Spaß von Steuergeldern bezahlt wird (staatliche Musikhochschule). [Ich kenne ein paar durchaus auch größere Orgeln, die von exzentrischen Einzelpersonen gestiftet bzw. für sie selbst erbaut wurden, z.B. dem orgelspielenden Zahnarzt. Wenn er anstelle eines Porsches (s)eine Kirchenorgel bezahlt, hat sogar die Allgemeinheit etwas davon.]
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 21. August 2024, 20:01 (vor 738 Tagen) @ Orlos
...und durch Bossert ist das Instrument auch in aller Munde. Das kann man vom vergleichbar ambitionierten Woehl-Instrument in Piteå nicht behaupten. Ein Grund wird sein, dass der "dortige Bossert", nämlich Hans-Ola Ericsson, den Ort verließ. Die Hintergründe kenne ich nicht, aktuell wird die Kirchenmusikerausbildung an der TU Luleå, die die Mutter der MHS Piteå ist, als recht niedrigschwellig beschrieben (siehe CV von Aaron Sunstein). Bei Gary Verkade, der ,ehr der Typ ist, um die Specials der Orgel zum einsatz zu bringen, erfährt man auch nicht mehr.
Immerhin, von der Acusticum-Orgel wird immer noch geschwärmt.
Will man die Orgel näher kennenlernen, muss man aber auf die Stanford-Uni zurückgreifen:
https://www-cs-faculty.stanford.edu/~knuth/oa.html
Nun ist Piteå halt einfach zu abseits, um gut wahrgenommen zu werden. Lediglich H-O E's visionäre Kraft und Ausstrahlung dürfte das Ding dort ermöglicht haben. Und nu isser wech...
So gesehen ist den Würzburgern zu wünschen, dass Bossert noch lange in der Nähe bleibt - jedenfalls dann, falls die Nachfolge farblos ausfallen sollte. Das ist aber unwahrscheinlich. Sollte z. B. Martin Sturm (oder so jemand) übernehmen, dürfte ein fruchtbarer Diskurs mit diesem Instrument weitergehen.
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mark5, Mittwoch, 21. August 2024, 20:09 (vor 738 Tagen) @ Orlos
Na ja. Eher eine überreife Banane. Fast schon tragisch und so offen präsentiert wenn man bedenkt, was dieser Mensch in früherer Zeit in Sachen Orgel, organischem und lebendigem Klang doch alles propagiert und auch in den Köpfen zu guten Projekten bewegt hat. Das bei der Registerzahl Gutes übrig bleibt ist selbstredend, Klais hat hier sicher auch in technischer Sicht Gutes geleistet. Nur was ist der Zweck eines solchen zusammengewürfelten Klangbaukastens? Im Grunde bleibt die Orgel ja nur in zwei kleinen Sparten der Klangmöglichkeiten hängen. Das alles in einer trockenen Saalakustik ohne Entwicklung. Alles andere scheinen mir eher sehnsüchtige Wünsche der Ohren zu sein. Die harte ungleichstufige Temperierung bügelt das Maximum an mathematisch herbeigeführten Klängen ein wenig (schräg) gerade. Liese man das weg, stünden diese Klänge eher an kargen Langspielplattenaufnahmen aus längst vergessenen Schallarchiven eher nahe.
Ja, öffentliche Gelder für ein großes Experiment. Ob das etwas weiterbewegen wird die Zukunft und Zuständigkeiten der Hochschule weisen.
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MCVL
, Mittwoch, 21. August 2024, 20:26 (vor 738 Tagen) @ mark5
Na ja. Eher eine überreife Banane. Fast schon tragisch und so offen präsentiert wenn man bedenkt, was dieser Mensch in früherer Zeit in Sachen Orgel, organischem und lebendigem Klang doch alles propagiert und auch in den Köpfen zu guten Projekten bewegt hat. Das bei der Registerzahl Gutes übrig bleibt ist selbstredend, Klais hat hier sicher auch in technischer Sicht Gutes geleistet. Nur was ist der Zweck eines solchen zusammengewürfelten Klangbaukastens? Im Grunde bleibt die Orgel ja nur in zwei kleinen Sparten der Klangmöglichkeiten hängen. Das alles in einer trockenen Saalakustik ohne Entwicklung. Alles andere scheinen mir eher sehnsüchtige Wünsche der Ohren zu sein. Die harte ungleichstufige Temperierung bügelt das Maximum an mathematisch herbeigeführten Klängen ein wenig (schräg) gerade. Liese man das weg, stünden diese Klänge eher an kargen Langspielplattenaufnahmen aus längst vergessenen Schallarchiven eher nahe.
Ja, öffentliche Gelder für ein großes Experiment. Ob das etwas weiterbewegen wird die Zukunft und Zuständigkeiten der Hochschule weisen.
Ich habe mir 1:1 dasselbe gedacht, aber ich wollte es nicht schreiben um nicht den Miesepeter zu geben.
Was ich wiederum äußerst kritisch ansehe, sind die Kegelladen mit der "Proportionaltraktur". Bossert scheint in seine Entdeckung an der Orgel in Hoffenheim so verliebt zu sein, daß er wohl tatsächlich davon ausgeht, daß Walcker die Kegelladen als ein Werkzeug für eine Anschlagstechnik konstruiert (oder eher Haussdorfers Lade so umkonstruiert) hat, welches eine dynamische Ansprache ermöglicht.
Wie ich das schon einmal erläutert habe, halte ich das für eine äußerst gefährliche Sichtweise, die so im 19. Jahrhundert nicht geteilt wurde, im Gegenteil, es ist nunmehr (nach dem Schmalholz-Gutachten zur Meersburger Aulaorgel) eine weitere Quelle aufgetaucht, die aufschlagende Kegel lobt, welche eben dieses Phänomen weitgehend eliminieren (Orgelbauinspektor Johann Baptist Molitor über die Martin-Braun-Orgel von 1882 in Mühlingen).
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 21. August 2024, 20:31 (vor 738 Tagen) @ MCVL
Was ich wiederum äußerst kritisch ansehe, sind die Kegelladen mit der "Proportionaltraktur". Bossert scheint in seine Entdeckung an der Orgel in Hoffenheim so verliebt zu sein, daß er wohl tatsächlich davon ausgeht, daß Walcker die Kegelladen als ein Werkzeug für eine Anschlagstechnik konstruiert (oder eher Haussdorfers Lade so umkonstruiert) hat, welches eine dynamische Ansprache ermöglicht.
Wie ich das schon einmal erläutert habe, halte ich das für eine äußerst gefährliche Sichtweise, die so im 19. Jahrhundert nicht geteilt wurde, im Gegenteil, es ist nunmehr eine weitere Quelle aufgetaucht, die aufschlagende Kegel lobt, welche eben dieses Phänomen weitgehend eliminieren (Orgelbauinspektor Johann Baptist Molitor über die Martin-Braun-Orgel von 1882 in Mühlingen).
Ich finde wichtig, das zu wissen und zu verbreiten, wobei ich selbst nie auf diese Spur eingestiegen wäre - trotz meiner Liebe zu den Rand-Tönen der neuen Orgelsysteme. Definitiv ist die "neue" Kegeltechnik, vor allem im Spielen, teilweise auch im Bauen (insbesondere, wenn elektrische Verbindung in's Spiel kommt) ein nur teilweiser Rückgriff, vielmehr ein neuer Weg zu gewissen Ausdrucksmitteln. Und in der Tat abseits der Ansätze des 19. Jahrhunderts. Was den Weg nicht abwertet, aber vor Etikettenschwindel hüte man sich.
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MCVL
, Mittwoch, 21. August 2024, 20:35 (vor 738 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Was ich wiederum äußerst kritisch ansehe, sind die Kegelladen mit der "Proportionaltraktur". Bossert scheint in seine Entdeckung an der Orgel in Hoffenheim so verliebt zu sein, daß er wohl tatsächlich davon ausgeht, daß Walcker die Kegelladen als ein Werkzeug für eine Anschlagstechnik konstruiert (oder eher Haussdorfers Lade so umkonstruiert) hat, welches eine dynamische Ansprache ermöglicht.
Wie ich das schon einmal erläutert habe, halte ich das für eine äußerst gefährliche Sichtweise, die so im 19. Jahrhundert nicht geteilt wurde, im Gegenteil, es ist nunmehr eine weitere Quelle aufgetaucht, die aufschlagende Kegel lobt, welche eben dieses Phänomen weitgehend eliminieren (Orgelbauinspektor Johann Baptist Molitor über die Martin-Braun-Orgel von 1882 in Mühlingen).
Ich finde wichtig, das zu wissen und zu verbreiten, wobei ich selbst nie auf diese Spur eingestiegen wäre - trotz meiner Liebe zu den Rand-Tönen der neuen Orgelsysteme. Definitiv ist die "neue" Kegeltechnik, vor allem im Spielen, teilweise auch im Bauen (insbesondere, wenn elektrische Verbindung in's Spiel kommt) ein nur teilweiser Rückgriff, vielmehr ein neuer Weg zu gewissen Ausdrucksmitteln. Und in der Tat abseits der Ansätze des 19. Jahrhunderts. Was den Weg nicht abwertet, aber vor Etikettenschwindel hüte man sich.
Genau das wollte ich damit ausdrücken. Man sollte sich davor hüten, dieses für die Aufführungspraxis an Kegelladeninstrumenten des 19. Jahrhunderts als ein gültiges Faktum heranzuziehen.
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hintersatz
, Donnerstag, 22. August 2024, 21:08 (vor 737 Tagen) @ MCVL
Was ich wiederum äußerst kritisch ansehe, sind die Kegelladen mit der "Proportionaltraktur". Bossert scheint in seine Entdeckung an der Orgel in Hoffenheim so verliebt zu sein, daß er wohl tatsächlich davon ausgeht, daß Walcker die Kegelladen als ein Werkzeug für eine Anschlagstechnik konstruiert (oder eher Haussdorfers Lade so umkonstruiert) hat, welches eine dynamische Ansprache ermöglicht.
Die in Würzburg teilweise verbaute Proportionale soll doch einen mechanischen Trakturweg simulieren. Hat denn jemand, bestimmt nicht, ist ja bloß ne Hochschule, mal daran gedacht, damit einen pneumatischen Trakturweg zu simulieren ? Damit sind ja schließlich so einige Gags möglich, von denen man an rein mechanischen bestenfalls mal träumen kann. Alles Windhauch.
--
Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 21. August 2024, 20:27 (vor 738 Tagen) @ mark5
Na ja. Eher eine überreife Banane. Fast schon tragisch und so offen präsentiert wenn man bedenkt, was dieser Mensch in früherer Zeit in Sachen Orgel, organischem und lebendigem Klang doch alles propagiert und auch in den Köpfen zu guten Projekten bewegt hat. Das bei der Registerzahl Gutes übrig bleibt ist selbstredend, Klais hat hier sicher auch in technischer Sicht Gutes geleistet. Nur was ist der Zweck eines solchen zusammengewürfelten Klangbaukastens? Im Grunde bleibt die Orgel ja nur in zwei kleinen Sparten der Klangmöglichkeiten hängen. Das alles in einer trockenen Saalakustik ohne Entwicklung. Alles andere scheinen mir eher sehnsüchtige Wünsche der Ohren zu sein. Die harte ungleichstufige Temperierung bügelt das Maximum an mathematisch herbeigeführten Klängen ein wenig (schräg) gerade. Liese man das weg, stünden diese Klänge eher an kargen Langspielplattenaufnahmen aus längst vergessenen Schallarchiven eher nahe.
Ja, öffentliche Gelder für ein großes Experiment. Ob das etwas weiterbewegen wird die Zukunft und Zuständigkeiten der Hochschule weisen.
Da ist was dran. Gerade die historisierenden Mischungen profitieren von der Ungleichstufigkeit, klar. Das Jüngere - nun ja. Aber definitv ist der Ort problematisch. Aber das war eben der Ort, wo Bossert das ermöglichen konnte (nach seiner eigenen Beschreibung bei unserem Besuch dort war es aber ein schwerer Start gegen viel Widerstand).
Ich hab in meiner anderen Antwort über die Gründe von Ericssons Weggang aus Piteå nichts sagen können, auf seiner Homepage aber dazu etwas gefunden ("meetings and crossroads"). Ich zitiere das mal, denn die Sätze (anscheinend aus 2022) könnten auch mahnend in Würzburg gehört werden:
Back home, I started teaching interpretation courses in new organ music at the Schools of Music in Sweden and this led to me being offered a permanent position at the relatively newly started School of Music in Piteå. This became a crossroad that led to 24 years of employment with deep commitment. In the county of Norrbotten, I was close to leading politicians and patrons and I was able to carry out two major research projects, the so-called "Övertorneå project" where we documented, restored and had two reconstructions (in Norrfjärden church and the German Church in Stockholm) built of one of the country's foremost cultural treasures, the organ in Övertorneå church, originally from 1608. The second project concerned an organ instrument primarily intended for the not yet composed music, for Studio Acusticum in Piteå. A long line of wonderful students and colleagues worked together to make the School of Music in Piteå a fantastic place to work at. It is a deep sadness to now have to state that time seems to have run out for this, once exuberant music venue.
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Poupoulcorouse
, Elberfeld, Mittwoch, 21. August 2024, 23:03 (vor 738 Tagen) @ mark5
Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.
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MCVL
, Mittwoch, 21. August 2024, 23:18 (vor 738 Tagen) @ Poupoulcorouse
Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.
Das Projekt sehe ich eher als eine Selbstdarstellung Bosserts an, eine Verwirklichung und Zusammenfassung seiner als sehr kritisch zu betrachtenden Sichtweise auf die süddeutsche Orgellandschaft, ein Instrument welches für seine steilen (und mit etwas tiefergehenden historischen Kentnissen auch in vielen Fällen widerlegbaren) Thesen als Anschauungsobjekt dienen soll.
Neue Wege können mit dieser Orgel sicherlich aufgezeigt werden, aber sie wird wohl genauso wenig Einfluss auf den zukünftigen Orgelbau haben, wie seinerzeit Sinzig.
Vielleicht wäre das Geld sinnvoller in die Erhaltung und Restaurierung manch einer historischen Orgel geflossen.
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Poupoulcorouse
, Elberfeld, Mittwoch, 21. August 2024, 23:32 (vor 738 Tagen) @ MCVL
Wann hat diese Logik ("Das Geld für XY hätte besser für AB ausgegeben werden sollen") denn jemals funktioniert?
Dann vertritt Bossert hat steile Thesen und hat sich da ein extravagantes Instrument bauen lassen. Wenn er darauf verzichtet hätte, hätte trotzdem nirgends sonst irgendeine andere Orgel etwas "davon gehabt".
Und Sinzig hatte durchaus Wirkung. Ohne Sinzig hätte es St. Peter/Köln so nicht gegeben. Und die dortigen Projekte haben durchaus etwas zur Verbindung zwischen Kunst- und Orgelszene beigetragen.
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MCVL
, Mittwoch, 21. August 2024, 23:50 (vor 738 Tagen) @ Poupoulcorouse
Und Sinzig hatte durchaus Wirkung. Ohne Sinzig hätte es St. Peter/Köln so nicht gegeben. Und die dortigen Projekte haben durchaus etwas zur Verbindung zwischen Kunst- und Orgelszene beigetragen.
Aber welche Breitenwirkung?
Bossert lebt in seiner eigenen Welt, wie in einem Hamsterrad und versucht seine Ideale oft als gemeingültig zu verkaufen.
Ich habe mir seine Reger-Gesamteinspielung angetan und ich war mir sicher, bevor ich mir sie angehört habe, welche Orgeln er für diese Einspielung herangezogen hat. Nur solche, die seinem Ideal entsprechen von einem "geschichteten" Klang.
Damit sind Orgeln von Weigle oder Späth, Siemann und Hindelang sowieso von vornherein ausgeschlossen. Mir ist Bosserts Klangideal bewusst: flächige, etwas dumpfe und wie er sagt "geschichtete" Intonation, so wie er sich es vorstellt und wie es beispielsweise Link und Walcker und teilweise Steinmeyer lieferten. Eher harmlos, dafür aber so etwas, was die Jungs der Orgelbewegung als "Riesenharmoniums" bezeichnet haben. Aber das ist nicht allgemeingültig.
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Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 22. August 2024, 00:20 (vor 738 Tagen) @ MCVL
Welche "Breitenwirkung" haben einzelne Orgelprojekte überhaupt noch?
Mit solchen Maßstäben machen wir uns doch alles kaputt.
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Orlos
, Donnerstag, 22. August 2024, 00:29 (vor 738 Tagen) @ Poupoulcorouse
Welche "Breitenwirkung" haben einzelne Orgelprojekte überhaupt noch?
Mit solchen Maßstäben machen wir uns doch alles kaputt.
Naja, Elbphilharmonie, Riesen-Orgel in Wien, Passau, Notre-Dame Paris, das sind schon Projekte, die medial begleitet werden, selbst in "normalen" Nachrichtensendungen wird berichtet, vorgestern war 'mal wieder ein Artikel über Klais in der FAZ.
Das sind aber alles auch hörbare Instrumente, während eine Musikhochschule eher abgeschirmt agieren muss.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 22. August 2024, 08:59 (vor 738 Tagen) @ Orlos
Welche "Breitenwirkung" haben einzelne Orgelprojekte überhaupt noch?
Mit solchen Maßstäben machen wir uns doch alles kaputt.
Naja, Elbphilharmonie, Riesen-Orgel in Wien, Passau, Notre-Dame Paris, das sind schon Projekte, die medial begleitet werden, selbst in "normalen" Nachrichtensendungen wird berichtet, vorgestern war 'mal wieder ein Artikel über Klais in der FAZ.
Das sind aber alles auch hörbare Instrumente, während eine Musikhochschule eher abgeschirmt agieren muss.
Sprechen wir jetzt aber von Popularitäts-Breite oder Wirkung in die Fachwelt, also für Orgelbauer, Komponisten....?
Die oben genannteten Instrumente haben, vielleicht mit Ausnahme von NDdP, das über Cochereau und seine Improvisationen wohl in manche Orgelgestaltung andernorts hineingewirkt haben dürfte (nicht zuletzt in Deutschland), keine fachliche breite Wirkung entfaltet. Als jemand, der täglich Touristen in die Orgel führt, bin ich mir des Wertes der populären Rezeption durchaus bewusst und pflege diese auch.
Ich sehe es wie Poupoulcourouse - Sinzig wirkt auf Köln St. Peter, Köln St. Peter wirkt z. B. auf Hamburg Nicolai, Kassel St. Martin, Berlin Zionskirche. Ein wenig sogar auf das, was zu Rostock gedacht wird (Ob es da jemals eine reale "Wirkung" gibt, wird zu beweisen sein). Wollte man wieder mit Marketing anfangen, könnte Peter Bares (RIP) behaupten, dass jede Orgel, die sowohl Winddruckverstellung wie auch Idiophone aufweist, von seinen Gedanken inspiriert sei.
Aber klar, das wären weniger als 5 Prozent der existierenden Instrumente.
Daher will ich auch nicht übertreiben - denn die Winddruckverstellung hat es gerade noch ein bißchen nach Frankreich geschafft (Radio France, Pariser Philharmonie), aber in England wird man all diese Dinge weiterhin vergeblich suchen, trotz Überarbeitung und Neubaus großer Instrumente. Insofern bin ich ja angetan davon, dass zumindest die Spielereien mit bzw. Gedanken über die "Orgue à structure variable" in Frankreich verfangen haben.
Wir müssen auch zugeben, dass die letzten fachlichen Breitenwirkungen alle retrospektiv waren - französisch-symphonisch, deutsch-romantisch, englisch-romantisch. Und begonnen hat es mit Neo-Barock oder Neo-Klassik. Ähnlich wie in der Komposition haben wir doch Stochern im Nebel, und breit wirkende Strömungen, seien sie regional oder temporal, sind nicht wirklich zu erkennen.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 22. August 2024, 09:09 (vor 738 Tagen) @ MCVL
Und Sinzig hatte durchaus Wirkung. Ohne Sinzig hätte es St. Peter/Köln so nicht gegeben. Und die dortigen Projekte haben durchaus etwas zur Verbindung zwischen Kunst- und Orgelszene beigetragen.
Aber welche Breitenwirkung?Bossert lebt in seiner eigenen Welt, wie in einem Hamsterrad und versucht seine Ideale oft als gemeingültig zu verkaufen.
Ich habe mir seine Reger-Gesamteinspielung angetan und ich war mir sicher, bevor ich mir sie angehört habe, welche Orgeln er für diese Einspielung herangezogen hat. Nur solche, die seinem Ideal entsprechen von einem "geschichteten" Klang.
Damit sind Orgeln von Weigle oder Späth, Siemann und Hindelang sowieso von vornherein ausgeschlossen. Mir ist Bosserts Klangideal bewusst: flächige, etwas dumpfe und wie er sagt "geschichtete" Intonation, so wie er sich es vorstellt und wie es beispielsweise Link und Walcker und teilweise Steinmeyer lieferten. Eher harmlos, dafür aber so etwas, was die Jungs der Orgelbewegung als "Riesenharmoniums" bezeichnet haben. Aber das ist nicht allgemeingültig.
Mir fehlt, was Bossarts Romantik-Ideal oder süddeutschen Orgelbau dieser Zeit betrifft, zu sehr der Durchblick, aber diese Kritik halte ich für treffend. Was mir immer auffällt, vielleicht auch als genetischer Österreicher, ist diese deutsche Sehnsucht nach Klassifizierung und Systematik.
Gerade charismatische Personen kommen damit ziemlich weit, denken wir an Harald Vogel. Jemand anders, der allerdings nicht charismatisch, sondern eher energisch-verbissen agiert, ist Klaus Beckmann. Alle aber haben Freude an der Taxonomie, erfinden munter Gattungsbegriffe, Beckmann gerne mit hohem Anteil an Latein oder Griechisch.
Und das Auditorium ist angetan, kommt da schwer gegen an (ich z. B. kann kein Griechisch ;-). Und weil man sich fragt: Ist das denn wirklich so?, sind wir dankbar, wenn ab und an manches Gedankengebäude dann doch mal einen Riss bekommt, ausgelöst durch eine mutige Nachfrage auf einem Meisterkurs, einen Leserbrief eines ebenfalls als Herausgeber routinierten Organisten....
So gesehen ist auch das Infragestellen der Bossertschen Thesen wichtig und richtig. All diese Gefechte steigern ja auch den Unterhaltungswert unserer Szene! Und selbst dafür sollten wir dankbar sein.
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MCVL
, Donnerstag, 22. August 2024, 11:36 (vor 738 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Ich möchte hierzu nochmal an einem Beispiel näher erläutern, was ich mit dem Begriff "gefährlich" ausdrücken wollte.
So schätzbar Bosserts "Orgel-Lehrvideos" (wie er sie selbst bezeichnet) sind, wie er in einem mehrstündigen Vortrag die Möglichkeiten beispielsweise der Walcker-Orgel in Hoffenheim erläutert (über seine Erkenntnisse und orgelgeschichtlichen Erläuterungen dazu schweige ich mich jetzt aber einmal aus), so vermitteln sie gleichermaßen ein einseitiges Bild. Und da sie in der Orgelszene eine offensichtlich große Reichweite erzielen, kann hier der Eindruck entstehen, daß beispielsweise die Hoffenheimer Orgel das Ideal und den Standard des süddeutschen Orgelbaus der Jahre um 1845 verköroerte.
Dem war aber nicht so. Viel vernünftiger und auch erhellender wäre es gewesen, wenn Bossert etwa im Anschluß daran nicht eine pneumatische Link-Orgel von 1914 präsentiert hätte, sondern andere Instrumente württembergischer Orgelbauer aus den 1840er Jahren, die einen direkten Vergleich mit Hoffenheim ermöglichen würden.
Im Gegensatz zu anderen Orgellandschaften wie den fünf "neuen" Bundesländern ist leider in Württemberg diese Epoche des Orgelbaus weitgehend ausgelöscht. Sulzmann bezeichnete den Bestand an historischen Orgeln in Württemberg einmal als einen "Scherbenhaufen" (wo und in welchem Zusammenhang fällt mir aber spontan nicht ein). Man ist gut beraten, Sulzmanns Äußerungen und Erkenntnisse gerade zum Orgelbau des 19. Jahrhunderts nicht ohne kritisches Hinterfragen zu übernehmen, aber in diesem Fall hat er die Lage richtig eingeschätzt. Es wird also ohne den Bestand an erhaltenen Orgeln württembergischer Werkstätten aus den 1840er Jahren näher zu kennen, schwierig werden, passende Vergleichsinstrumente aufzufinden. Ich lehne mich aber mal soweit aus dem Fenster und traue mir zu, diesen Bestand relativ gut zu kennen und überschauen zu können.
Meine Vorschläge für einen direkten Vergleich wären die Orgel der Stiftskirche in Beromünster (Schweiz/LU) von Franz Anton und Johann Nepomuk Kiene sowie die (leider einmanualige) Orgel von Martin Braun in Neudingen am Rande der Hegaualb.
Der Orgel in Beromünster spürt und hört man an, daß Kiene noch in der Welt eines Gabler oder Holzhey verwurzelt ist, diese Klangwelt auf eine interessante Weise aber mit Elementen der Frühromantik zu verbinden wusste, wie beispielsweise eine fein abgestufte, aber charakteristische Palette an labialen 8'-Registern und auch seinerzeit modernen Einflüssen wie einer durchschlagenden Vox humana 8' im Oberwerk, die eher an eine sanfte Klarinette erinnert als an das gleichnamige Register in Weingarten. Kiene schuf in Beromünster ein Instrument, welches weitaus mehr vom klassischen süddeutschen Orgelbau des 18. Jahrhunderts beeinflusst ist, als Hoffenheim, aber trotzdem aus heutiger Sicht als durchaus ein auf der Höhe der Zeit befindliches Werk empfunden werden kann.
Die Orgel in Neudingen wiederum ist ein hervorragendes Beispiel für das ständige Streben nach Vervollkommnung und den Genius ihres Erbauers Martin Braun und dessen offensichtlichen Willen, sich weitestgehend von Walcker zu unterscheiden und abzugrenzen und seinen ganz eigenen Personalstil zu erarbeiten. Neudingen ist ein Zwischenstopp auf Brauns Reise zu diesem Ziel, klanglich und technisch durchaus schwer mit den Orgeln Walckers dieser Zeit zu vergleichen, aber deswegen umso interessanter. Leider hat man die Riesenchance, diese Orgel einfühlsam und im Sinne ihres Erbauers zu restaurieren, auf Jahre vertan, was sehr traurig ist.
Um nun das bisher gesagte zusammenzufassen: ich würde es viel hilfreicher und sinnvoller finden, diese drei Instrumente in einem direkten Vergleich vorzustellen, ihre (wenigen) Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten, ihre Qualitäten und ihre Charakteristik zu präsentieren, als es nur an einer ausgewählten Orgel zu tun, die dem Referenten wohl besonders ans Herz gewachsen ist. Meiner Meinung nach würde ein solcher Vergleich weitaus mehr zum Verständnis der klanglichen Ästhetik des süddeutschen Orgelbaus dieser Zeit und auch seiner verschiedenen stilistischen Ausrichtungen beitragen, als nur ein Portrait einer Orgel.
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Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 22. August 2024, 14:59 (vor 738 Tagen) @ MCVL
Darüber, ob seine Thesen immer plausibel sind oder nicht, möchte ich hier auch gar nichts sagen.
Ich bin nur dagegen, "extravagante" Konzepte von vornherein eher als beargwöhnenswert oder rechtfertigungsbedürftig einzustufen, solange sie einen halbwegs objektiv anzuerkennenden künstlerischen Wert haben und den würde ich hier nicht bestreiten wollen.
Kritik, die eine vermeintlich objektive, eher ökonomisch gedachte "Unzweckmäßigkeit" solcher Konzepte in den Mittelpunkt stellt und dabei noch Finanzierungsfragen ins Feld führt, soll zwar irgendwie nach "außen" nachvollziehbar sein und verspricht sich, gerade wenns um Geld geht, auch Rückendeckung oder Zustimmung von "außen", bleibt aber in der Sache doch meistens Binnendebatte unter Orgelinteressierten.
Und das "außen" kann in den allermeisten Fällen doch auch bei vermeintlich "bescheiden" konzipierten Instrumenten keine ökonomische "Zweckmäßigkeit" mehr erkennen. Orgel ist immer Luxus. Selbst in den Kirchen ist es absolut keine Selbstverständlichkeit mehr, daß eine Orgel "sein muss". Und wenn man erstmal die "Das Geld wäre für ein anderes Konzept sinnvoller ausgegeben"-Büchse der Pandora geöffnet hat, ist man doch selbst schon in eine Falle getappt, aus der man nur noch schwer herauskommt und in der man fast unvermeidlich auf den Punkt "Warum überhaupt noch Geld für eine Pfeifenorgel?" zusteuert.
Kurz: Ich würd's lassen, so zu argumentieren. Auch dann nicht, wenn einem ein Akteur nicht passen mag. Es fliegt uns nur insgesamt um die Ohren und es wird uns niemand danken.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
oHo, Donnerstag, 22. August 2024, 20:25 (vor 737 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von oHo, Donnerstag, 22. August 2024, 20:41
Meine Vorschläge für einen direkten Vergleich wären die Orgel der Stiftskirche in Beromünster (Schweiz/LU) von Franz Anton und Johann Nepomuk Kiene sowie die (leider einmanualige) Orgel von Martin Braun in Neudingen am Rande der Hegaualb.
Der Orgel in Beromünster spürt und hört man an, daß Kiene noch in der Welt eines Gabler oder Holzhey verwurzelt ist, diese Klangwelt auf eine interessante Weise aber mit Elementen der Frühromantik zu verbinden wusste, wie beispielsweise eine fein abgestufte, aber charakteristische Palette an labialen 8'-Registern und auch seinerzeit modernen Einflüssen wie einer durchschlagenden Vox humana 8' im Oberwerk, die eher an eine sanfte Klarinette erinnert als an das gleichnamige Register in Weingarten. Kiene schuf in Beromünster ein Instrument, welches weitaus mehr vom klassischen süddeutschen Orgelbau des 18. Jahrhunderts beeinflusst ist, als Hoffenheim, aber trotzdem aus heutiger Sicht als durchaus ein auf der Höhe der Zeit befindliches Werk empfunden werden kann.
Die Orgel in Neudingen wiederum ist ein hervorragendes Beispiel für das ständige Streben nach Vervollkommnung und den Genius ihres Erbauers Martin Braun und dessen offensichtlichen Willen, sich weitestgehend von Walcker zu unterscheiden und abzugrenzen und seinen ganz eigenen Personalstil zu erarbeiten. Neudingen ist ein Zwischenstopp auf Brauns Reise zu diesem Ziel, klanglich und technisch durchaus schwer mit den Orgeln Walckers dieser Zeit zu vergleichen, aber deswegen umso interessanter. Leider hat man die Riesenchance, diese Orgel einfühlsam und im Sinne ihres Erbauers zu restaurieren, auf Jahre vertan, was sehr traurig ist.
Um nun das bisher gesagte zusammenzufassen: ich würde es viel hilfreicher und sinnvoller finden, diese drei Instrumente in einem direkten Vergleich vorzustellen, ihre (wenigen) Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten, ihre Qualitäten und ihre Charakteristik zu präsentieren, als es nur an einer ausgewählten Orgel zu tun, die dem Referenten wohl besonders ans Herz gewachsen ist. Meiner Meinung nach würde ein solcher Vergleich weitaus mehr zum Verständnis der klanglichen Ästhetik des süddeutschen Orgelbaus dieser Zeit und auch seiner verschiedenen stilistischen Ausrichtungen beitragen, als nur ein Portrait einer Orgel.
Vorweg: Ich kenne nur zwei der drei erwähnten Instrumente, Neudingen habe ich noch nicht besucht.
Beromünster ist klanglich eine so fantastische Orgel, dass ich mit einer Schweizer Orgelkommission unbedingt (noch einmal) dorthin fahren wollte und der Besuch war für alle Beteiligten sehr erhellend und spannend.
Allerdings ist die Traktur grenzwertig. In dieser Hinsicht kommt keine Spielfreude auf. Ist das möglicherweise bei anderen Instrumenten Kienes ebenso gewesen und der Grund dafür, dass fast nichts mehr unverändert existiert? Oder ist das fast völlige Verschwinden seiner Instrumente - im Gegensatz zu den Walckerschen - in anderen Unzufriedenheitsgründen zu finden?
Die Verwurzelung der Hoffenheimer Orgel in der barocken Klangwelt ist wesentlich stärker als in Beromünster: Kiene hat im II. Manual schon keinen 2 2/3' und keinen 2' mehr und - vor allem - ist die Differenzierung der Ansprachegeschwindigkeiten in Hoffenheim noch sehr ausgeprägt (später wandelte sich der Stil EFWs stark). Eine Trompete (oder andere Zunge) im I. Manual und einen 4' im Pedal baut Kiene im Gegensatz zu Walcker nicht mehr.
Gleichzeitig ist der romantische Aspekt in Hoffenheim an vielen Stellen ausgeprägter, z.B. bei der dynamischen Abstufung: Die Holzharmonika als extrem leises Register (bei gleichzeitig sehr charakteristischem Obertonaufbau) und die von der per Winddrossel steuerbaren Physharmonika von ppp bis fff reichende Wirkung finden keinen Widerpart in Beromünster.
A propos durchschlagende Register: Inwieweit ist denn eine klangliche Nähe der Vox humana in Beromünster zum erbauungszeitlichen Zustand anzunehmen? Ich habe in Erinnerung, dass es sich um eine Rekonstruktion handelt. - Wo ist das klangliche Vorbild zu hören? Ich führe gern auch dorthin.
meint, wohlgestimmt grüßend,
Oliver
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
MCVL
, Donnerstag, 22. August 2024, 22:53 (vor 737 Tagen) @ oHo
bearbeitet von MCVL, Donnerstag, 22. August 2024, 23:06
Vorweg: Ich kenne nur zwei der drei erwähnten Instrumente, Neudingen habe ich noch nicht besucht.
Beromünster ist klanglich eine so fantastische Orgel, dass ich mit einer Schweizer Orgelkommission unbedingt (noch einmal) dorthin fahren wollte und der Besuch war für alle Beteiligten sehr erhellend und spannend.
Ja. Völlige Zustimmung. Ich war selten von einer Orgel klanglich vom ersten Moment an derart begeistert wie von der Hauptorgel in Beromünster. Die Orgel hat einen unbeschreiblichen Charme.
Allerdings ist die Traktur grenzwertig. In dieser Hinsicht kommt keine Spielfreude auf. Ist das möglicherweise bei anderen Instrumenten Kienes ebenso gewesen und der Grund dafür, dass fast nichts mehr unverändert existiert? Oder ist das fast völlige Verschwinden seiner Instrumente - im Gegensatz zu den Walckerschen - in anderen Unzufriedenheitsgründen zu finden?
Ebenfalls völlige Zustimmung. Gerade der Baß des Hauptwerks ist extrem schwergängig. Es kommen hier verschiedene Faktoren zusammen, zum einen diese riesigen Doppelventile in der Baßhälfte, der sehr hohe Winddruck (dieser geht tatsächlich auf Kiene zurück, die originale Balganlage aus mehreren Keilbälgen, welche sich in einer Kamner hinter der Orgel befand, wurde um 1900 durch einen Magazinbalg ersetzt, der Winddruck aber unverändert beibehalten), er dürfte in etwa gleich oder sogar noch höher liegen als Hoffenheim. Das war ein Wunsch der Auftraggeber (die Bauakten zu de Orgel liegen mir in Kopie vollständig vor), ursprünglich war sogar ein noch höherer Druck gewunschen, was Kiene aber als unausführbar ablehnte.
Die schwere Spielbarkeit, die aufwendigen Mechaniken waren die Crux der größeren Orgeln von Kiene. Man betrachte sich nur einmal die Führung der Pedalkoppeltraktur in Beromünster, etwas vergleichbares habe ich weder vorher noch danach gesehen. In meiner Heimatstadt standen einst ebenfalls zwei große Orgeln von Kiene, mit derjenigen in der katholischen Kirche gab es deswegen schon bei der Abnahmeprüfung Differenzen, die in der evangelischen Kirche, die Kiene nahezu zeitgleich mit der für Beromünster erbaute, bekam schon Ende der 1850er Jahre eine neue Mechanik und teilweise neue Kegelladen. Ein weiteres Beispiel war die völig verkünstelte Traktur, die Kiene in der Gabler-Orgel in Ochsenhausen einbaute und die ja mit einen Auslöser für die verheerenden Eingriffe von Supoer/Reiser in den 1970er Jahren darstellte.
Somit müssen wir uns mit Beromünster als einzige nahezu vollständig auf uns gekommene Kiene-Orgel begnügen.
In Beromünster wurde bei der letzten Überholung mit den einschlägig bekannten Maßnahmen aus der Trickkiste versucht, die Spielart etwas leichter zu bekommen aber ohne Eingriffe in die historische Substanz ist da nichts wirklich spürbar zu erreichen und dafür wäre es nach meinem Dafürhalten zu schade, die letzte erhaltene Kiene-Traktur zu verändern oder gar unwiederbringlich zu zerstören.
Die Schwergängigkeit hätte in den 1940er Jahren übrigens beinahe zur Elektrifizierung der Orgel in Verbindung mit einem Zentralspieltisch im Chor geführt, von dem auch die nördliche Chororgel aus hätte bedient werden sollen. Die mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Projekts beauftragte Firma Kuhn hat das aber aus Respekt vor der Einzigartigkeit der Orgel strikt abgelehnt.
Die Verwurzelung der Hoffenheimer Orgel in der barocken Klangwelt ist wesentlich stärker als in Beromünster: Kiene hat im II. Manual schon keinen 2 2/3' und keinen 2' mehr und - vor allem - ist die Differenzierung der Ansprachegeschwindigkeiten in Hoffenheim noch sehr ausgeprägt (später wandelte sich der Stil EFWs stark). Eine Trompete (oder andere Zunge) im I. Manual und einen 4' im Pedal baut Kiene im Gegensatz zu Walcker nicht mehr.
Gleichzeitig ist der romantische Aspekt in Hoffenheim an vielen Stellen ausgeprägter, z.B. bei der dynamischen Abstufung: Die Holzharmonika als extrem leises Register (bei gleichzeitig sehr charakteristischem Obertonaufbau) und die von der per Winddrossel steuerbaren Physharmonika von ppp bis fff reichende Wirkung finden keinen Widerpart in Beromünster.
Wobei in Beromünster bei geschickter Registrierung verblüffend ^holzheyneske" Klänge erreicht werden können, auf der anderen Seite die hervorragende und prompte Ansprache auch kritischer Register einen staunen lässt und die Orgel verblüffend modern wirkt.
Allerdings ist sie, wie ich schon geschrieben habe, hinsichtlich Prospektgestaltung, Werkaufbau, handwerklicher Ausführung noch ganz ein Kind des 18. Jahrhunderts. Interessant aber in diesem Zusammenhang: der Rolldeckel zur Abdeckung der Klaviaturen ist tatsächlich original, der ist so im Kostenvoranschlag beschrieben. Kiene war also einer der Väter, wenn nicht sogar der Vater, dieser Bauweise.
A propos durchschlagende Register: Inwieweit ist denn eine klangliche Nähe der Vox humana in Beromünster zum erbauungszeitlichen Zustand anzunehmen? Ich habe in Erinnerung, dass es sich um eine Rekonstruktion handelt. - Wo ist das klangliche Vorbild zu hören? Ich führe gern auch dorthin.
Richtig, die jetzige Vox humana ist eine bei der letzten Überholung durch Goll eingebaute Rekonstruktion nach historischen Vorbildern, wobei mir niemand wirklich sagen konnte, was da als Vorlage hergehalten hat.
Dem Kostenvoranschlag zu Folge war die originale Vox humana aber tatsächlich ein kurzbechriges Register mit durchschlagenden Zungen.
Mit frühromantischen Grüßen aus Württemberg
Mark
(Übrigens liegt in Beromünster auf dem Dachboden fast ungeschützt noch eine wohl auf das 17. Jahrhundert zurückgehende Windlade und daneben die originalen Stöcke und Raster der Kiene-Vox humana)
Beromünster, war: Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 23. August 2024, 08:52 (vor 737 Tagen) @ MCVL
Damit ich die Gelegenheit bekomme, die höchst nötige Überschriftsanpassung vorzunehmen, drücke ich hiermit mein Amusement über die Registernamen von Beromünster aus. Angesichts solcher Befunde kann man nachvollziehen, dass historisierend bauende Werkstätten sich immer wieder neue Abwandlungen bekannter Namen einfallen lassen.
Die Abzweigung ist aber interessant, wenn man nicht so leicht in die Gegend kommt bzw. da nicht seinen musikalischen Schwerpunkt hat - immer Lehrreiches dabei.
Beromünster - visuelle Ergänzungen
MCVL
, Freitag, 23. August 2024, 09:39 (vor 737 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Damit ich die Gelegenheit bekomme, die höchst nötige Überschriftsanpassung vorzunehmen, drücke ich hiermit mein Amusement über die Registernamen von Beromünster aus. Angesichts solcher Befunde kann man nachvollziehen, dass historisierend bauende Werkstätten sich immer wieder neue Abwandlungen bekannter Namen einfallen lassen.
Die Abzweigung ist aber interessant, wenn man nicht so leicht in die Gegend kommt bzw. da nicht seinen musikalischen Schwerpunkt hat - immer Lehrreiches dabei.
Das waren die für Kiene typischen Registerbezeichnungen, die seine Instrumente besonders charakterisiert haben. : -) Wobei hinter den meisten Bezeichnungen sich gängige Pfeifenbauformen verbergen. Genauso individuell wie diese Bezeichnungen sind auch weitere Details wie seine typische Prospektgestaltung oder der grundsätzlich doppelte Subbaß 16' + 8'.
Hier mal noch ein paar visuelle Eindrücke. Die Bilder habe ich schon einmal gezeigt, aber der Hoster hat inzwischen schlapp gemacht:
![[image]](https://i.postimg.cc/gkJjx38K/Berom-nster-Prospekt-I.jpg)
Ansicht der Orgel von der Seitenempore. Hinter meinem Rücken steht die weitgehend erhaltene südliche Chororgel von Johann Christoph Albrecht aus Waldshut.
![[image]](https://i.postimg.cc/dQWtcDpZ/Berom-nster-Registerstaffelei-rechts-II.jpg)
Zum weiteren Amusement hier die beiden Registerstaffeleien mit den originalen Beschriftungen.
![[image]](https://i.postimg.cc/yx5Hg3Cf/Berom-nster-Spieltisch.jpg)
Gesamtansicht des originellen Spieltischs.
![[image]](https://i.postimg.cc/RCPfpSTX/Berom-nster-Originalraster-Vox-humana.jpg)
Auf dem Dachboden eingelagertes Raster der ursprünglichen Vox humana.
![[image]](https://i.postimg.cc/HWJsHTgS/Berom-nster-Hauptwerk-Wellenrahmen-I.jpg)
Impressionen aus dem Orgelinneren von Kienes spezieller Mechanik. Die Wellen dienen übrigens der Betätigung der Koppelventile, die Ärmchen nehmen die Doppelventile im Baßbereich des Hauptwerks mit.
![[image]](https://i.postimg.cc/XJBSM7Cd/Berom-nster-Pedalkoppel-und-Registertraktur.jpg)
Teile der kuriosen Pedalkoppeltraktur und der Registermechanik.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
link1907
, Dienstag, 27. August 2024, 11:40 (vor 733 Tagen) @ Poupoulcorouse
Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.<
Dito!
Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen, abgesehen von der Kritik an Christoph Bossert
hier mal wieder.
Was haben die Kritiker hier im Gegensatz zu ihm tatsächlich vorzuweisen? Auch nur ansatzweise
das was Christoph Bossert bisher geleistet hat und nach wie vor leistet?
Seine Schüler: Christian Bischof, SKB, Martin Sturm, Samuel Kummer, Balazs Szabo, Jan Dolezel.
Die Kritik an der Auswahl seiner Orgeln für seine Reger-Einspielung ist einfach nur lächerlich!
Seit 2016 Aufnahmen mit Marini, Buttmann, Weinberger,Dupont, Schmeding.
Bei keiner Rezension war die Auswahl der Orgeln auch nur ansatzweise ein Kriterium.
Jeder Interpret hat halt eine Vorliebe für bestimmte Orgeln, und einem Christoph Bossert
willst Du das nicht zugestehen, guter MCVL?
Diese Forum ist nicht mal im entferntesten der Nabel der Orgelwelt in Deutschland.
SKB, Barry Jordan, Andreas Willscher sind an und ab sporadisch hier unterwegs.
Keine anderen Organistinnen oder Organisten die an einer bedeutenden Kirche, Münster, Dom, etc.
tätig sind findet man hier!
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Florian-L
, Dienstag, 27. August 2024, 13:07 (vor 733 Tagen) @ link1907
Diese Forum ist nicht mal im entferntesten der Nabel der Orgelwelt in Deutschland.
SKB, Barry Jordan, Andreas Willscher sind an und ab sporadisch hier unterwegs.
Keine anderen Organistinnen oder Organisten die an einer bedeutenden Kirche, Münster, Dom, etc.
tätig sind findet man hier!
O doch, so einige andere, aber nicht alle unter Klarnamen.
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Evacuant, Dienstag, 27. August 2024, 13:19 (vor 733 Tagen) @ link1907
Keine anderen Organistinnen oder Organisten die an einer bedeutenden Kirche, Münster, Dom, etc.
tätig sind findet man hier!
Mir fallen da schon noch einige ein...
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link1907
, Dienstag, 27. August 2024, 14:09 (vor 733 Tagen) @ Evacuant
Keine anderen Organistinnen oder Organisten die an einer bedeutenden Kirche, Münster, Dom, etc.
tätig sind findet man hier!
Mir fallen da schon noch einige ein...
Dann lass mal hören...
Mir fallen da unter anderem exemplarisch folgende ein, die meines Wissens hier nicht unterwegs sind, auch Lehrende:
Ludger Lohmann, Helmut Deutsch, Tobias Horn, Ulrich Walther, Gunther Rost, Johannes Mayr,
Gerhard Löffler, Andreas Fischer, Daniel Beckmann, Ruben Sturm, Winfried Bönig,
Winfried Lichtscheidel und die schon erwähnten Schüler von Christoph Bossert.
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JSBach
, Dienstag, 27. August 2024, 14:12 (vor 733 Tagen) @ link1907
Genau, wir zählen einfach alle 8 Milliarden minus 943 Nichtmitglieder auf, das klingt sinnvoll!
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link1907
, Dienstag, 27. August 2024, 14:15 (vor 733 Tagen) @ JSBach
Genau, wir zählen einfach alle 8 Milliarden minus 943 Nichtmitglieder auf, das klingt sinnvoll!<
Ist dieser Kommentar sinnvoll?
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JSBach
, Dienstag, 27. August 2024, 14:30 (vor 733 Tagen) @ link1907
Das frag ich mich auch öfters
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Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 27. August 2024, 14:32 (vor 733 Tagen) @ link1907
Genau, wir zählen einfach alle 8 Milliarden minus 943 Nichtmitglieder auf, das klingt sinnvoll!<
Ist dieser Kommentar sinnvoll?
Ist es sinnvoll, hier herumzutrollen und jeden anzugehen, der nicht bei drei auf dem Baum ist?^^
Genau solche Gesprächsverläufe sind doch der Grund, weshalb sich manche der "bekannten Namen" aus dem Forum verabschiedet haben oder nur noch gelegentlich still mitlesen...
... abgesehen davon bin ich kein Freund von Personenkulten: Namen sind Schall und Rauch ;)
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 14:28 (vor 733 Tagen) @ link1907
Keine anderen Organistinnen oder Organisten die an einer bedeutenden Kirche, Münster, Dom, etc.
tätig sind findet man hier!
Mir fallen da schon noch einige ein...
Dann lass mal hören...
Mir fallen da unter anderem exemplarisch folgende ein, die meines Wissens hier nicht unterwegs sind, auch Lehrende:
Ludger Lohmann, Helmut Deutsch, Tobias Horn, Ulrich Walther, Gunther Rost, Johannes Mayr,
Gerhard Löffler, Andreas Fischer, Daniel Beckmann, Ruben Sturm, Winfried Bönig,
Winfried Lichtscheidel und die schon erwähnten Schüler von Christoph Bossert.
Wir wissen nicht, wer alles mitliest. Ich erlebe da immer wieder Überraschungen, wenn sich konsequent stille Mitleser im Privatgespräch outen. Nun ist Mitlesen natürlich keine Nabelbildung für die Orgelwelt.
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Oberpfeife1882, Krefeld, Dienstag, 27. August 2024, 13:35 (vor 733 Tagen) @ link1907
Die Kritik an der Auswahl seiner Orgeln für seine Reger-Einspielung ist einfach nur lächerlich!
Seit 2016 Aufnahmen mit Marini, Buttmann, Weinberger,Dupont, Schmeding.
Bei keiner Rezension war die Auswahl der Orgeln auch nur ansatzweise ein Kriterium.
Jeder Interpret hat halt eine Vorliebe für bestimmte Orgeln, und einem Christoph Bossert
willst Du das nicht zugestehen, guter MCVL?
So wie ich MCVL verstanden habe, dreht sich diese Kritik weniger um die Auswahl der Orgeln, als um die Verallgemeinerung bestimmter orgelbaulicher Aspekte für Süddeutschland, welche Bossert mit dieser Auswahl untermauert.
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link1907
, Dienstag, 27. August 2024, 14:13 (vor 733 Tagen) @ Oberpfeife1882
So wie ich MCVL verstanden habe, dreht sich diese Kritik weniger um die Auswahl der Orgeln, als um die Verallgemeinerung bestimmter orgelbaulicher Aspekte für Süddeutschland, welche Bossert mit dieser Auswahl untermauert.<
Was spricht dagegen?
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
MCVL
, Dienstag, 27. August 2024, 17:18 (vor 733 Tagen) @ Oberpfeife1882
Die Kritik an der Auswahl seiner Orgeln für seine Reger-Einspielung ist einfach nur lächerlich!
Seit 2016 Aufnahmen mit Marini, Buttmann, Weinberger,Dupont, Schmeding.
Bei keiner Rezension war die Auswahl der Orgeln auch nur ansatzweise ein Kriterium.
Jeder Interpret hat halt eine Vorliebe für bestimmte Orgeln, und einem Christoph Bossert
willst Du das nicht zugestehen, guter MCVL?
So wie ich MCVL verstanden habe, dreht sich diese Kritik weniger um die Auswahl der Orgeln, als um die Verallgemeinerung bestimmter orgelbaulicher Aspekte für Süddeutschland, welche Bossert mit dieser Auswahl untermauert.
Danke, genau so und nicht anders war es gemeint.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
link1907
, Dienstag, 27. August 2024, 17:36 (vor 733 Tagen) @ MCVL
Die Kritik an der Auswahl seiner Orgeln für seine Reger-Einspielung ist einfach nur lächerlich!
Seit 2016 Aufnahmen mit Marini, Buttmann, Weinberger,Dupont, Schmeding.
Bei keiner Rezension war die Auswahl der Orgeln auch nur ansatzweise ein Kriterium.
Jeder Interpret hat halt eine Vorliebe für bestimmte Orgeln, und einem Christoph Bossert
willst Du das nicht zugestehen, guter MCVL?
So wie ich MCVL verstanden habe, dreht sich diese Kritik weniger um die Auswahl der Orgeln, als um die Verallgemeinerung bestimmter orgelbaulicher Aspekte für Süddeutschland, welche Bossert mit dieser Auswahl untermauert.
Danke, genau so und nicht anders war es gemeint.<
Ladegast Schwerin, Schubert Marienberg, Steinmeyer Bamberg, Eule Bautzen, Furtwängler,
Schlag & Söhne, Sauer, Willisau, St. Gallen
Alles orgelbauliche Aspekte für Süddeutschland??!!
Interessante Sichtweise!!
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 27. August 2024, 21:18 (vor 732 Tagen) @ link1907
Ladegast Schwerin, Schubert Marienberg, Steinmeyer Bamberg, Eule Bautzen, Furtwängler,
Schlag & Söhne, Sauer, Willisau, St. Gallen
Alles orgelbauliche Aspekte für Süddeutschland??!!
Interessante Sichtweise!!
Die Liste stammt teilweise von mir und bezog sich auf Orgelbauer, die auch ganz nette Instrumente gebaut haben, die man für Regereinspielungen nutzen könnte.
Aber du scheinst hier ja einfach nur herumstänkern zu wollen ;)
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 21:35 (vor 732 Tagen) @ Contrebasson 32'
Ladegast Schwerin, Schubert Marienberg, Steinmeyer Bamberg, Eule Bautzen, Furtwängler,
Schlag & Söhne, Sauer, Willisau, St. Gallen
Alles orgelbauliche Aspekte für Süddeutschland??!!
Interessante Sichtweise!!
Die Liste stammt teilweise von mir und bezog sich auf Orgelbauer, die auch ganz nette Instrumente gebaut haben, die man für Regereinspielungen nutzen könnte.Aber du scheinst hier ja einfach nur herumstänkern zu wollen ;)
Danke für die Aufhellung. Ich wunderte mich auch schon, in welchem Zusammenhang dieses Ranking steht. Tja, eine Link fehlt da eindeutig ;-)
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
MCVL
, Dienstag, 27. August 2024, 21:51 (vor 732 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Ladegast Schwerin, Schubert Marienberg, Steinmeyer Bamberg, Eule Bautzen, Furtwängler,
Schlag & Söhne, Sauer, Willisau, St. Gallen
Alles orgelbauliche Aspekte für Süddeutschland??!!
Interessante Sichtweise!!
Die Liste stammt teilweise von mir und bezog sich auf Orgelbauer, die auch ganz nette Instrumente gebaut haben, die man für Regereinspielungen nutzen könnte.Aber du scheinst hier ja einfach nur herumstänkern zu wollen ;)
Danke für die Aufhellung. Ich wunderte mich auch schon, in welchem Zusammenhang dieses Ranking steht. Tja, eine Link fehlt da eindeutig ;-)
Das ist tatsächlich ein Auszug der von Bossert für seine Einspielung verwendeten Orgeln.
Aber natürlich ist da auch eine Link dabei, selbstverständlich die in Giengen. Und natürlich auch Neresheim und Hoffenheim...
Nur fehlen gerade einige prominente süddeutsche Werkstätten aus der Zeit der Hoch- und Spätromantik, die sich klanglich deutlich von denjenigen süddeutschen Firmen abheben, die berücksichtigt wurden.
Nanu???
Orgelauswahl, war: Würzburg MHS...
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 22:34 (vor 732 Tagen) @ MCVL
Nur fehlen gerade einige prominente süddeutsche Werkstätten aus der Zeit der Hoch- und Spätromantik, die sich klanglich deutlich von denjenigen süddeutschen Firmen abheben, die berücksichtigt wurden.
Nanu???
Wir werden's nicht lösen können. Ich als Ösi hab schon mein Amusement über die Top-Systematiker geäußert und unterhalte mich weiterhin gut.
Ich erzählte hier von der Dorforgel irgendwo in Ost-Österreich (oder war es schon Böhmen), die eine Trompete mit franz. Kehlen hatte. JETZT (1985) durfte Gregor Hradetzy auch beruhigt solche in einem historisierend (naja) gemeinten Instrument errichten.
Hradetzky wagte nicht, derjenige OB zu sein, der es als Erster täte.
Back to Bossert: Seine Begeisterung für diese nordkroatische Orgel in Lepoglava mit der oktavweise repetierenden Mixtur lässt mich auch lächeln (zumal sich mir der Wert der Ergänzung der "walckerschen" Cornett/Cornettmixtur-Plena nur ansatzweise erschließt, und ich frage mich: Was würde der bisher anonyme Orgelbauer von damals sagen, wenn er erführe, dass er den "Beginn [genauer: den ersten heute noch erhaltenen] der Idee zur Klangverdoppelung im süddeutschen Kulturraum" geschaffen hat - und es da quasi direkt nach Hoffenheim und FfM/Paulskirche geht *schmunzel*
Vielleicht würde er sagen: Ich dachte, so macht man Mixtur? Habe ich was falsch verstanden? Oder war es nur eine Laune, irgendetwas mal anders zu machen? Konnte man Metall sparen auf diese Weise? Trotz der Möglichkeit, dass hier die Zukunft in eine kleine Klosterkirche südösterreichischer Prägung hineinblitzt, sollte man viel banalere und weniger inspirierte Ursachen nicht ausschließen.
Anyway - der Unterhaltungswert ist da. Wie gesagt, ich schätze solche Gedankengebäude, man muss und sollte nicht alles wörtlich nehmen. (Sonst fange ich noch an, in Bruckners Nachlass nach den Purcell- und Buxtehude-Noten zu suchen, die ihn zu den Dominantseptakkorden mit Quartvorhalt inspiriert haben, damit ich nachweisen kann, dass die entsprechenden Orgelpunkte im ersten Satz von Bruckners Siebten schon in mancher Bux-Canzonetta oder einem Purcell-Chorsatz wurzeln....)
Orgelauswahl, war: Würzburg MHS...
MCVL
, Dienstag, 27. August 2024, 23:34 (vor 732 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 28. August 2024, 00:12
Nur fehlen gerade einige prominente süddeutsche Werkstätten aus der Zeit der Hoch- und Spätromantik, die sich klanglich deutlich von denjenigen süddeutschen Firmen abheben, die berücksichtigt wurden.
Nanu???
Wir werden's nicht lösen können. Ich als Ösi hab schon mein Amusement über die Top-Systematiker geäußert und unterhalte mich weiterhin gut.
Ich erzählte
Anyway - der Unterhaltungswert ist da. Wie gesagt, ich schätze solche Gedankengebäude, man muss und sollte nicht alles wörtlich nehmen. (Sonst fange ich noch an, in Bruckners Nachlass nach den Purcell- und Buxtehude-Noten zu suchen, die ihn zu den Dominantseptakkorden mit Quartvorhalt inspiriert haben, damit ich nachweisen kann, dass die entsprechenden Orgelpunkte im ersten Satz von Bruckners Siebten schon in mancher Bux-Canzonetta oder einem Purcell-Chorsatz wurzeln....)
Ohne Zweifel ist der Unterhaltungswert vorhanden und wie ich das schon vor längerer Zeit schon einmal geschrieben habe, finde ich Bosserts Gedankengänge auch durchaus interessant.
Und um das auch aus dem Weg zu räumen - das betrifft jetzt nicht dich, aber andere, die mir so etwas unterstellen wollen - ich habe nichts gegen den Menschen Bossert oder betreibe hier ein gezieltes Bashing, ich habe nur einige seiner Thesen und Theorien in Frage gestellt und hier zur Vorsicht gemahnt, diese als allgemeingültig und in jeder Hinsicht historisch als korrekt aufzufassen.
Warum ich vielleicht etwas augenzwinkernd noch Neresheim erwähnt habe: hier versucht Bossert ja auch einen historischen Zusammenhang zwischen Walcker-Hoffenheim und Holzhey-Neresheim herzustellen.
Der Grund ist offensichtlich: Neresheim war die einzige Orgel von Holzhey, mit welcher EFW beruflich in Kontakt kam und zwar in Form eines Gutachtens.
Ob Walcker jemals eine der anderen Monumentalorgeln von Holzhey zu Gehör oder zu Gesicht bekam, ist durch keinerlei Quellen belegt.
Problematisch ist aber, daß Neresheim diejenige der großen Holzhey-Orgeln darstellt, die die schwerwiegendsten Eingriffe hinsichtlich Klang und Technik über sich ergehen lassen musste (Späth erstellte dort hinsichtlich Technik und Klang 1929 ja etwas, was wir heutzutage als Neubau unter Verwendung von vorhandener Substanz bezeichnen würden) und von der niemand wirklich behaupten kann, kann, ob sie zu der Zeit, als Walcker sein Gutachten abgefasst hat, so klang, wie wir sie heute kennen (das beginnt ja schon mit der Tonhöhe - ich sage nur Pauken auf A und d0...).
Warum also nicht die weitaus besterhaltene Monumentalorgel Holzheys, diejenige in Rot an der Rot für einen Vergleich oder eine Herleitung heranziehen? Diese ist mir bestens bekannt, dort wirkt aber etliches gerade eher wie Kiene in Beromünster oder umgekehrt...
Nun, vieles kann man sich zurechtbiegen, aber man sollte schon so korrekt sein, auf den Zustand der Orgeln und den an ihnen im Lauf der Zeit vorgenommenen Eingriffe genauer einzugehen, diese zu berücksichtigen und gesicherte (und nicht nur "geschichtete") Fakten auf den Tisch legen.
Auch wenn ich den einen oder anderen jetzt wieder zum Schäumen gebracht habe, das war nicht das erklärte Ziel, sondern es geht mir rein darum, manches genauer unter die Lupe zu nehmen und zu differenzieren.
P.S. Mir ist übrigens noch ein beachtliches Vergleichsinstrument zu Hoffenheim im Kontext zu Beromünster oder Neudingen eingefallen: die Engelfried-Orgel in Gönningen von 1844, auch eine ganz besondere klangliche Welt.
Und in Zukunft erklingt am Oberen Neckar hoffentlich wieder eine ähnliche Orgel seines Bruders Franz Anton Engelfried aus dem Jahr 1850 wieder in der möglichsten Originalgestalt, dafür sprechen jedenfalls Sachberatung und ausführende Werkstätte.
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link1907
, Mittwoch, 28. August 2024, 10:20 (vor 732 Tagen) @ Contrebasson 32'
Ladegast Schwerin, Schubert Marienberg, Steinmeyer Bamberg, Eule Bautzen, Furtwängler,
Schlag & Söhne, Sauer, Willisau, St. Gallen
Alles orgelbauliche Aspekte für Süddeutschland??!!
Interessante Sichtweise!!
Die Liste stammt teilweise von mir und bezog sich auf Orgelbauer, die auch ganz nette Instrumente gebaut haben, die man für Regereinspielungen nutzen könnte.Aber du scheinst hier ja einfach nur herumstänkern zu wollen ;)<
Jetzt wird es aber ganz kurios hier! Von welcher Liste sprichst Du hier, die angeblich von Dir stammt? Von irgend einer Liste war hier noch nie die Rede!
Ich habe Orgeln ins Spiel gebracht die Christoph Bossert für seine Reger-Einspielung
verwendet und mit seiner angeblichen Vorliebe für süddeutsche Orgeln (laut MCVL) absolut nichts zu
tun haben. Kann man alles auf DVVLIO recherchieren.
Hast Du etwa Christoph Bossert Vorschläge gemacht welche Orgeln er verwenden soll?
Gehörst Du zum Team von DVVLIO? Ich gehe mal davon aus das Christoph Bossert die Auswahl
der Orgeln selbst getroffen hat.
Der einzige der hier herumstänkert ist doch MCVL gegen Christoph Bossert, jetzt
bezüglich Neresheim!
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jori
, Mittwoch, 28. August 2024, 10:46 (vor 732 Tagen) @ link1907
Nicht jede kritische Betrachtung ist mit Stänkerei gleich zu setzen.
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MCVL
, Mittwoch, 28. August 2024, 10:48 (vor 732 Tagen) @ link1907
Ladegast Schwerin, Schubert Marienberg, Steinmeyer Bamberg, Eule Bautzen, Furtwängler,
Schlag & Söhne, Sauer, Willisau, St. Gallen
Alles orgelbauliche Aspekte für Süddeutschland??!!
Interessante Sichtweise!!
Die Liste stammt teilweise von mir und bezog sich auf Orgelbauer, die auch ganz nette Instrumente gebaut haben, die man für Regereinspielungen nutzen könnte.Aber du scheinst hier ja einfach nur herumstänkern zu wollen ;)<
Jetzt wird es aber ganz kurios hier!
Ja, aber echt...
Ich habe Orgeln ins Spiel gebracht die Christoph Bossert für seine Reger-Einspielung
verwendet und mit seiner angeblichen Vorliebe für süddeutsche Orgeln (laut MCVL) absolut nichts zu
So, dann füge doch hier das Zitat ein, aus welchem meine Behauptung hervorgehen soll, daß Bossert eine "Vorliebe für süddeutsche Orgeln" hegt. Du scheinst meine Antworten nicht einmal wirklich gelesen zu haben.
tun haben. Kann man alles auf DVVLIO recherchieren.
Hast Du etwa Christoph Bossert Vorschläge gemacht welche Orgeln er verwenden soll?
Gehörst Du zum Team von DVVLIO? Ich gehe mal davon aus das Christoph Bossert die Auswahl
der Orgeln selbst getroffen hat.
Der einzige der hier herumstänkert ist doch MCVL gegen Christoph Bossert, jetzt
bezüglich Neresheim!
Ich habe mich mit dieser Angelegenheit zwar kritisch, aber durchaus sachlich auseinandergesetzt. Seit wann ist so etwas nicht mehr erlaubt? Bitte auch hier das entsprechende Zitat, wo ich in meinen Ausführungen zu Neresheim gegen Bossert "herumgestänkert" haben soll.
Mit sachlicher Kritik, vor allem wenn sie offenbar eines deiner Vorbilder oder Helden betrifft, kannst du offensichtlich schwer umgehen.
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link1907
, Mittwoch, 28. August 2024, 11:01 (vor 732 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von link1907, Mittwoch, 28. August 2024, 11:06
>Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.
Das Projekt sehe ich eher als eine Selbstdarstellung Bosserts an, eine Verwirklichung und Zusammenfassung seiner als sehr kritisch zu betrachtenden Sichtweise auf die süddeutsche Orgellandschaft, ein Instrument welches für seine steilen (und mit etwas tiefergehenden historischen Kentnissen auch in vielen Fällen widerlegbaren) Thesen als Anschauungsobjekt dienen soll.
Neue Wege können mit dieser Orgel sicherlich aufgezeigt werden, aber sie wird wohl genauso wenig Einfluss auf den zukünftigen Orgelbau haben, wie seinerzeit Sinzig.
Vielleicht wäre das Geld sinnvoller in die Erhaltung und Restaurierung manch einer historischen Orgel geflossen.<
Selbstdarstellung Bosserts, seine als sehr kritisch zu betrachtende Sichtweise auf die
süddeutsche Orgellandschaft. Das ist keine Behauptung das Bossert eine Vorliebe für
süddeutsche Orgeln hat? Oha!
Ist das sachliche Kritik? Das Du ein Problem mit Bossert hast ist doch offensichtlich.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 28. August 2024, 11:23 (vor 732 Tagen) @ link1907
>Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.
Das Projekt sehe ich eher als eine Selbstdarstellung Bosserts an, eine Verwirklichung und Zusammenfassung seiner als sehr kritisch zu betrachtenden Sichtweise auf die süddeutsche Orgellandschaft, ein Instrument welches für seine steilen (und mit etwas tiefergehenden historischen Kentnissen auch in vielen Fällen widerlegbaren) Thesen als Anschauungsobjekt dienen soll.Neue Wege können mit dieser Orgel sicherlich aufgezeigt werden, aber sie wird wohl genauso wenig Einfluss auf den zukünftigen Orgelbau haben, wie seinerzeit Sinzig.
Vielleicht wäre das Geld sinnvoller in die Erhaltung und Restaurierung manch einer historischen Orgel geflossen.<
Selbstdarstellung Bosserts, seine als sehr kritisch zu betrachtende Sichtweise auf die
süddeutsche Orgellandschaft. Das ist keine Behauptung das Bossert eine Vorliebe für
süddeutsche Orgeln hat? Oha!
Ist das sachliche Kritik? Das Du ein Problem mit Bossert hast ist doch offensichtlich.
Ich möchte doch widersprechen. Die zitierten Äußerungen sind stark, aber noch nicht unverschämt. Und in milder Form habe z. B. ich selbst Ähnliches gesagt, nur mehr ehrlich gemeinte Anerkennung ausgedrückt. Bei der Orgelwahl kann ich weiterhin nicht mitreden, trotz der Lerneffekte hier.
Dieser Disput wäre ein Fall für die Ethik-Kommission oder das Schiedsgericht im Forum. In Ermangelung dieser Einrichtungen... diskutieren wir einfach weiter! :-)
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MCVL
, Mittwoch, 28. August 2024, 11:55 (vor 732 Tagen) @ link1907
>Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.
Das Projekt sehe ich eher als eine Selbstdarstellung Bosserts an, eine Verwirklichung und Zusammenfassung seiner als sehr kritisch zu betrachtenden Sichtweise auf die süddeutsche Orgellandschaft, ein Instrument welches für seine steilen (und mit etwas tiefergehenden historischen Kentnissen auch in vielen Fällen widerlegbaren) Thesen als Anschauungsobjekt dienen soll.Neue Wege können mit dieser Orgel sicherlich aufgezeigt werden, aber sie wird wohl genauso wenig Einfluss auf den zukünftigen Orgelbau haben, wie seinerzeit Sinzig.
Vielleicht wäre das Geld sinnvoller in die Erhaltung und Restaurierung manch einer historischen Orgel geflossen.<
Selbstdarstellung Bosserts, seine als sehr kritisch zu betrachtende Sichtweise auf die
süddeutsche Orgellandschaft. Das ist keine Behauptung das Bossert eine Vorliebe für
süddeutsche Orgeln hat? Oha!
Er hat sich für das Projekt ganz offensichtlich Inspirationen an süddeutschen Orgeln geholt, was ja nicht nur mir aufgefallen ist. Daraus aber ein Konstrukt herzustellen, daß ich die Meinung vertrete, Bossert hege eine Vorliebe für süddeutsche Orgeln, ist schon sehr weit hergeholt.
Ist das sachliche Kritik? Das Du ein Problem mit Bossert hast ist doch offensichtlich.
Wenn du jedem, der eine abweichende, nicht unbegründete Meinung gegenüber einem anderen vertritt, ein Problem mit derjenigen Person unterstellst, mit dessen Aussagen er in manchen Dingen nicht konform ist, dann kannst du aber verdammt vielen Menschen ein Problem unterstellen.
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link1907
, Mittwoch, 28. August 2024, 15:48 (vor 732 Tagen) @ MCVL
Er hat sich für das Projekt ganz offensichtlich Inspirationen an süddeutschen Orgeln geholt, was ja nicht nur mir aufgefallen ist. Daraus aber ein Konstrukt herzustellen, daß ich die Meinung vertrete, Bossert hege eine Vorliebe für süddeutsche Orgeln, ist schon sehr weit hergeholt.<
Zu guter Letzt noch mal:
Wender, Buchholz, Cavaille-Coll/Mutin, Ladegast, Schubert, Cavaille-Coll, Franc Gorsic,
Steinmeyer/Bamberg, Eule, Furtwängler, Schlag & Söhne, Sauer, Jörgensen, Orgelbau Wilissau,
Steinmeyer/ Meinningen, Weihnachtskirche.
Alles Orgeln die Bossert für seine Reger-Einspielung neben anderen benutzt, siehe DVVLIO.
Aus diesen Orgeln schließt Du nun, das Bossert sich ganz offensichtlich Inspirationen
an süddeutschen Orgeln geholt hat?
Was verbindet denn diese Orgeln mit süddeutschen Orgeln?
Das solltest Du mal erklären!!
Ich habe nur ein Problem mit Menschen die versuchen Tatsachen zu ignorieren!
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MCVL
, Mittwoch, 28. August 2024, 16:31 (vor 732 Tagen) @ link1907
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 28. August 2024, 16:35
Das solltest Du mal erklären!!
Ich habe nur ein Problem mit Menschen die versuchen Tatsachen zu ignorieren!
Das habe ich auch und deshalb halte ich es an dieser Stelle wie Contrebasson: für mich ist die Diskussion beendet.
Es ging in meiner Antwort nämlich um die Inspiration, die sich Bossert für sein Würzburger Orgelprojekt geholt hat!
Vor man anderen Leuten unterstellt, sie würden Tatsachen verdrehen, sollte man deren Antworten schon im korrekten Zusammenhang lesen!
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Contrebasson 32'
, Wien, Mittwoch, 28. August 2024, 12:37 (vor 732 Tagen) @ link1907
Die Liste stammt teilweise von mir und bezog sich auf Orgelbauer, die auch ganz nette Instrumente gebaut haben, die man für Regereinspielungen nutzen könnte.
Aber du scheinst hier ja einfach nur herumstänkern zu wollen ;)<
Jetzt wird es aber ganz kurios hier! Von welcher Liste sprichst Du hier, die angeblich von Dir stammt? Von irgend einer Liste war hier noch nie die Rede!
Ich habe Orgeln ins Spiel gebracht die Christoph Bossert für seine Reger-Einspielung
verwendet und mit seiner angeblichen Vorliebe für süddeutsche Orgeln (laut MCVL) absolut nichts zu
tun haben. Kann man alles auf DVVLIO recherchieren.
Hast Du etwa Christoph Bossert Vorschläge gemacht welche Orgeln er verwenden soll?
Gehörst Du zum Team von DVVLIO? Ich gehe mal davon aus das Christoph Bossert die Auswahl
der Orgeln selbst getroffen hat.
Der einzige der hier herumstänkert ist doch MCVL gegen Christoph Bossert, jetzt
bezüglich Neresheim!
Auf Grund der Verwirrung durch deine (kontextlose) Nennung von Orgeln war ich davon ausgegangen, dass du dich auf ein Posting von mir beziehst, in dem ich - MCML beipflichtend - einige Orgeln aufgezählt hatte, die für Reger und Co spannender wären als die von Bossert geliebte Walckerin in Hoffenheim.
Dass du dich hingegen nicht im Geringsten auf diese Liste bezogen hast, sondern auf die von Bossert gewählten Instrumente für seine CDS ist inzwischen wohl jedem klar, der in der Lage ist zu lesen...
Bei allen aufwogenden Emotionen nur ein Gedanke (mit dem ich mich dann auch aus dieser Diskussion zurückziehe):
Zum Glück ist Bossert weder das alleinige Maß für Reger-Interpretation noch für Reger-Instrumente. So kann man zum Glück ganz nach Belieben mal mehr, mal weniger gute Interpretationen auf diversen CDs entdecken. Auf mal mehr mal weniger passenden Instrumenten.
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Orlos
, Mittwoch, 28. August 2024, 14:10 (vor 732 Tagen) @ Contrebasson 32'
Zum Glück ist Bossert weder das alleinige Maß für Reger-Interpretation noch für Reger-Instrumente. So kann man zum Glück ganz nach Belieben mal mehr, mal weniger gute Interpretationen auf diversen CDs entdecken. Auf mal mehr mal weniger passenden Instrumenten.
Genau! Ich habe sehr gute Reger-Interpretationen auf Orgeln gehört, die historisch nicht passen (Klais-Orgeln in Trier und Limburg; Schnitger-Orgel in Zwolle) – und es ist trotzdem ein großer Gewinn, sie zu hören. Ein guter Interpret kann die (angeblichen) Defizite eines Instrumentes vergessen machen, während man auf einer (angeblichen) Reger-Orgel unglaublich langweilig spielen kann. Mir ist das Spielen (Interpretieren) tatsächlich wichtiger als die Authentizität des Instrumentes.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 28. August 2024, 14:57 (vor 732 Tagen) @ Orlos
Genau! Ich habe sehr gute Reger-Interpretationen auf Orgeln gehört, die historisch nicht passen (Klais-Orgeln in Trier und Limburg; Schnitger-Orgel in Zwolle) – und es ist trotzdem ein großer Gewinn, sie zu hören. Ein guter Interpret kann die (angeblichen) Defizite eines Instrumentes vergessen machen, während man auf einer (angeblichen) Reger-Orgel unglaublich langweilig spielen kann. Mir ist das Spielen (Interpretieren) tatsächlich wichtiger als die Authentizität des Instrumentes.
Sehe ich auch so.
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Grundstimmenplenum, Donnerstag, 29. August 2024, 09:20 (vor 731 Tagen) @ Contrebasson 32'
Wenn jemand stringent argumentiert, stänkert er rum-mmmmh interessant!
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MAT
, Dienstag, 27. August 2024, 13:52 (vor 733 Tagen) @ link1907
Hey, ich melde mich auch sporadisch...hüstel
--
Gruß
MAT
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 15:29 (vor 733 Tagen) @ link1907
Warum nicht einfach dankbar dafür sein, daß dort noch öffentliche Gelder für künstlerische Experimente ausgegeben wurden?
Es ist wenig sinnvoll, auf der einen Seite über den Niedergang der Kultur zu schimpfen, aber gleichzeitig jedes ambitionierte, extravagante Projekt mit den typischen Neidfloskeln zu überziehen.<
Dito!
Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen, abgesehen von der Kritik an Christoph Bossert
hier mal wieder.
Was haben die Kritiker hier im Gegensatz zu ihm tatsächlich vorzuweisen? Auch nur ansatzweise
das was Christoph Bossert bisher geleistet hat und nach wie vor leistet?
Seine Schüler: Christian Bischof, SKB, Martin Sturm, Samuel Kummer, Balazs Szabo, Jan Dolezel.
Die Kritik an der Auswahl seiner Orgeln für seine Reger-Einspielung ist einfach nur lächerlich!
Seit 2016 Aufnahmen mit Marini, Buttmann, Weinberger,Dupont, Schmeding.
Bei keiner Rezension war die Auswahl der Orgeln auch nur ansatzweise ein Kriterium.
Jeder Interpret hat halt eine Vorliebe für bestimmte Orgeln, und einem Christoph Bossert
willst Du das nicht zugestehen, guter MCVL?
Diese Forum ist nicht mal im entferntesten der Nabel der Orgelwelt in Deutschland.
SKB, Barry Jordan, Andreas Willscher sind an und ab sporadisch hier unterwegs.
Keine anderen Organistinnen oder Organisten die an einer bedeutenden Kirche, Münster, Dom, etc.
tätig sind findet man hier!
Und die drei erwähnten sind der Anschluss an die Nabel der Orgelwelt, die Nabelschnüre? Was haben SKB, Jordan und Willscher gemeinsam? Vieles und ganz wenig. Welche Kriterin soll man legen? So ein Quatsch!
Das mit den Bossert-Schülern ist interessant - es bleibt schon allein für den bayrischen Steuerzahler die Hoffnung, dass diese vielleicht nicht mit ähnlichem Hintergrungdkonzept, aber derselben Begeisterung, das Würzburger Instrument weiter am Leben erhalten.
@Elias.orgel: Ich hab das Video auch durch, mit wenigen kurzen Sprüngen. Auch ich ziehe meinen Hut vor der Performance, das mehr oder weniger ungeschnitten und ungescriptet abzuliefern. Die Auswendig-Leistung beweist, wie tief CB da drinsteckt - ich halte die Hürde für andere sehr hoch, sich in den Kosmos dieser Orgel einzuarbeiten.
Und ja, es gibt Schwächen. Der César-Franck-Ausflug klingt im Vergleich nicht gut, es gibt die Panne mit den proportionalen registern, die doch nicht proportional sind (er überspielt das recht gut, trotzdem!), und die Impros sind das Schwächste - wirklich nur mal schnell hingeworfen im Fluss des Vortrags. Ich würde mich hüten, daraus auf seine eigentlichen Fähigkeiten zu schließen, was Impro betrifft, und auch eher auf Aufnahmen mit anderen Musikern - gerne Bossert-Schülern! - warten.
Also, als Harmoniesüchtiger: Großen Respekt für Bosserts Leistungen, auch für seine Art, zu spielen. Natürlich hat er, wie wir auch Vorlieben. Diese werden auch sichtbar, auch im Video. Andere Orgelbauer der Romantik außer Walcker werden ja gar nicht erwähnt (oder?).
Und was Frankreich betrifft, hat ja glaube ich schon der gute Eberlein darauf hingewiesen, dass diese Orgel da schwächelt. Ein Detail übrigens bringt sie deutlich, nämlich den Vorteil leicht ungelichstufiger Temperierung auch für Instrumente, die nicht ausschließelich auf Barock zielen.
Und ndatürlich erneut: Der Raum ist akustisch tragisch, aber fast zwingend: Denn er unterstreicht den Charakter des Laboratoriums, des Flugsimulators.... Und dass das Gerät dies ist, wird in dem Video m. E. überzeugend dargelegt. Insofern finde ich den launigen Text auf der Klais-HP genau richtig. Etwas Augenzwinkern, aber trotzdem Anerkennung für eine charakteristische Gestalt unserer Szene.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
jori
, Dienstag, 27. August 2024, 17:17 (vor 733 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Am spannendsten am Projekt finde ich, dass man die Orgel in Zukunft auch von zu Hause aus spielen kann.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
elias.orgel, Dienstag, 27. August 2024, 17:27 (vor 733 Tagen) @ jori
Am spannendsten am Projekt finde ich, dass man die Orgel in Zukunft auch von zu Hause aus spielen kann.
ernsthaft ?
ein computergesteuertes Gerät, dass man aus der Ferne steuern kann...
am besten noch ohne passende (dh latenzfreie und hochaufgelöste) akustische Rückmeldung ?
zugegeben - wenn ich bei Orgelführungen in Marten die Leute bitte, unten Platz zu nehmen und dann während des SchlussStückes selbst nach unten komme und mich hinsetze, während die Orgel "von alleine weiterspielt", ist das auch heute noch bei fast allen Zuhörern ein Grund zum Staunen...
wenn mir auch nicht klar ist warum
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
MAT
, Dienstag, 27. August 2024, 18:23 (vor 732 Tagen) @ elias.orgel
Ist das nicht ein "Elektronium"? Da staune ich auch, dass die Leute staunen.
--
Gruß
MAT
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 18:32 (vor 732 Tagen) @ MAT
Ist das nicht ein "Elektronium"? Da staune ich auch, dass die Leute staunen.
Als eine Frau vor einigen Monaten während einer Orgelvorführung zum Spietisch kam, war sie überrascht, dass ich die Töne mit Händen und Füßen "selbst" auslöse...
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
jori
, Dienstag, 27. August 2024, 19:57 (vor 732 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Ist das nicht ein "Elektronium"? Da staune ich auch, dass die Leute staunen.
Als eine Frau vor einigen Monaten während einer Orgelvorführung zum Spietisch kam, war sie überrascht, dass ich die Töne mit Händen und Füßen "selbst" auslöse...
Krawehl
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
perotin, Mittwoch, 28. August 2024, 19:24 (vor 731 Tagen) @ link1907
bearbeitet von perotin, Mittwoch, 28. August 2024, 20:20
Diese Forum ist nicht mal im entferntesten der Nabel der Orgelwelt in Deutschland.
Das könnte sogar stimmen, taugt aber überhaupt nicht als Beurteilungskriterium für einzelne Beiträge bzw. die darin geäußerten Meinungen.
Den einen "Nabel der Orgelwelt" gibt es wohl auch nicht. Zum Glück, würde ich sagen.
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
3rd_astronaut, Mittwoch, 28. August 2024, 22:28 (vor 731 Tagen) @ perotin
Den einen "Nabel der Orgelwelt" gibt es wohl auch nicht. Zum Glück, würde ich sagen.
??? :-o
NDdP!!!
Damit dieser weitgehend entgleiste Faden doch noch seinen Weg findet ;-)
"Nabel der Orgelwelt" (war: Würzburg)
perotin, Mittwoch, 28. August 2024, 23:38 (vor 731 Tagen) @ 3rd_astronaut
Den einen "Nabel der Orgelwelt" gibt es wohl auch nicht. Zum Glück, würde ich sagen.
??? :-oNDdP!!!
Damit dieser weitgehend entgleiste Faden doch noch seinen Weg findet ;-)
** grins **
![[image]](images/uploaded/2024082821361266cf984c13779.jpg)
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
MichaelS
, Dülmen, Freitag, 30. August 2024, 15:43 (vor 730 Tagen) @ 3rd_astronaut
Den einen "Nabel der Orgelwelt" gibt es wohl auch nicht. Zum Glück, würde ich sagen.
??? :-oNDdP!!!
Damit dieser weitgehend entgleiste Faden doch noch seinen Weg findet ;-)
Da bewölken aber grade große Schatten herauf.
Und es gibt bei weitem bedeutendere Orte für die Pflege von (konzertanter) Orgelmusik als die Pariser-Insel. *fragend-duckundweg*
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
fluteceleste
, Freitag, 30. August 2024, 16:54 (vor 730 Tagen) @ MichaelS
Aber das ist doch unser Running ForumsGag!
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
MichaelS
, Dülmen, Freitag, 06. September 2024, 12:29 (vor 723 Tagen) @ fluteceleste
Aber das ist doch unser Running ForumsGag!
Das gab ja vor 2019 mal eine Zeit, da endeten alle Diskussionen irgendwie wieder in NDdP - und ich habe es damals schon nicht verstanden.
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
Zartbass
, Freitag, 06. September 2024, 12:33 (vor 723 Tagen) @ MichaelS
Aber das ist doch unser Running ForumsGag!
Das gab ja vor 2019 mal eine Zeit, da endeten alle Diskussionen irgendwie wieder in NDdP - und ich habe es damals schon nicht verstanden.
Hat Cato auch schon getan: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam...
"Nabel der Orgelwelt" (war: ... Würzburg MHS)
MichaelS
, Dülmen, Freitag, 06. September 2024, 20:21 (vor 722 Tagen) @ Zartbass
Lutetiam esse delendam ????????
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Contrebasson 32'
, Wien, Donnerstag, 22. August 2024, 12:01 (vor 738 Tagen) @ mark5
bearbeitet von Contrebasson 32', Donnerstag, 22. August 2024, 12:12
Ich teile durchaus die Kritik von dir und Orlos - auch wenn ich zB glaube, dass man angesichs der Platzvorgaben in Würzburg mit einer mechanischen Orgel keinen Blumenstrauß gewinnen würde. Vieles andere wie Kegellade in Kombi mit (teilweise) Proportionaltraktur oder auch die "gebauten" Register finde ich äußerst spannend und würde ich gerne mal live erleben.
So schön und ergonomisch ich die Klais-Spieltische a la Kölner Dom finde, sosehr fallen mir doch ein paar Beschränkungen auf, weil die entsprechenden Funktionen wahrscheinlich nur per Tablet aufrufbar sind. Mir fehlt hier zum Beispiel:
- freie Koppeln mit Display wie bei Weimbs-Spieltischen zu finden oder die Mühleisen-Lösung
- Potis um Midi-Funktion, Winddrosseln etc. zu steuern (vgl. Mühleisen-Spieltische in Düsseldorf, Dortmund, Maria Laach)
- freie Manualzuordnung
Bei der Bewertung des Instruments sollte man bedenken, dass es nicht primär Experiment oder Konzertsaalorgel, sondern ein Unterrichtsinstrument ist, auf dem die die Interpretation möglichst vieler Epochen/Stilrichtungen möglich sein sollte. Auch im Hinblick auf die anderen bereits vorhandenen Instrumente in der MHS. Vor diesem Hintergrund hätte ich mir mit MCVL weniger Hoffenheim und mehr andere romantische Dispositions- und Intonationsprinzipien in dieser Orgel gewüscht, wird doch der Stil a la Hoffenheim bereits von der Lenter-Übeorgel abgedeckt. Ich denke da vor allem an ACC oder angloamerikanische Stilmerkmale.
Als Unterrichtsinstrument wird die Orgeln hoffentlich in Sachen mechanischer Präzision und Anspracheverhalten nicht zu gnädig sein, um "erziehen" zu können. Auf jeden Fall wird man hier hören und registrieren lernen. Mich würde ja interessieren, wie die Orgel sich schlägt, wenn man alle Transmissionen (abgesehen vom Pedal) sowie "gebaute" Register ignoriert. Oder fast ausschließlich proportional ansteuerbare Register nutzt.
Im Kontext der laufenden Diskussion sei der Vollständigkeit halber an den Kommentar von Eberlein erinnert.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 22. August 2024, 14:25 (vor 738 Tagen) @ Contrebasson 32'
Im Kontext der laufenden Diskussion sei der Vollständigkeit halber an den Kommentar von Eberlein erinnert.
Da ist er ja immerhin gnädiger als in seinem Kommentar zur Woehl-Orgel von Piteå. Man vergleiche jeweils die letzten Absätze. Bossert hat Piteå tatsächlich 2012 im Rahmen der Einweihungskonzerte gespielt.
Bei der Bewertung des Instruments sollte man bedenken, dass es nicht primär Experiment oder Konzertsaalorgel, sondern ein Unterrichtsinstrument ist, auf dem die die Interpretation möglichst vieler Epochen/Stilrichtungen möglich sein sollte. Auch im Hinblick auf die anderen bereits vorhandenen Instrumente in der MHS. Vor diesem Hintergrund hätte ich mir mit MCVL weniger Hoffenheim und mehr andere romantische Dispositions- und Intonationsprinzipien in dieser Orgel gewüscht, wird doch der Stil a la Hoffenheim bereits von der Lenter-Übeorgel abgedeckt. Ich denke da vor allem an ACC oder angloamerikanische Stilmerkmale.
Drei mögliche Ursachen: Erstens muss man sich trotz der weitreichenden Kompromisse in den "umgesetzten" Klangstilen eben auf diese aus Platzgründen beschränken, zweitens, weil es vielleicht noch weniger innerhalb eines Instrumentds vereinbar wäre, und drittens mag der Bezug auf geographisch nahe liegende Orgellandschaften die Nutzung von Steuergeldern erleichtert haben?
Als Unterrichtsinstrument wird die Orgeln hoffentlich in Sachen mechanischer Präzision und Anspracheverhalten nicht zu gnädig sein, um "erziehen" zu können. Auf jeden Fall wird man hier hören und registrieren lernen. Mich würde ja interessieren, wie die Orgel sich schlägt, wenn man alle Transmissionen (abgesehen vom Pedal) sowie "gebaute" Register ignoriert. Oder fast ausschließlich proportional ansteuerbare Register nutzt.
Das Spielgefühl ist schon sehr gut da. Ob es das zu den Klängen passende ist, könnte man hinterfragen. Für "Arnstadt" vielleicht ja, für "Hoffenheim" etc. sicher weniger.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Contrebasson 32'
, Wien, Donnerstag, 22. August 2024, 14:48 (vor 738 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Im Kontext der laufenden Diskussion sei der Vollständigkeit halber an den Kommentar von Eberlein erinnert.
Da ist er ja immerhin gnädiger als in seinem Kommentar zur Woehl-Orgel von Piteå. Man vergleiche jeweils die letzten Absätze. Bossert hat Piteå tatsächlich 2012 im Rahmen der Einweihungskonzerte gespielt.
Die Umbenennung eines der Manualwerke in Cornetwerk lehnt sich meines Erachtens direkt an Piteå an, wo es ebenso ein Cornetwerk gibt. Aber ich mag falsch liegen.
Drei mögliche Ursachen: Erstens muss man sich trotz der weitreichenden Kompromisse in den "umgesetzten" Klangstilen eben auf diese aus Platzgründen beschränken, zweitens, weil es vielleicht noch weniger innerhalb eines Instruments vereinbar wäre, und drittens mag der Bezug auf geographisch nahe liegende Orgellandschaften die Nutzung von Steuergeldern erleichtert haben?
Das Argument bzgl. der Fördergelder scheint mir in der in der Tat naheliegend. Auch wenn in der Praxis Hoffenheim schon einen besonderen Platz in Bosserts Herz hat. Aber gut, vergessen wir kurz ACC und die Anglophonen (auch wenn das in der Konzertfachausbildung dann hoffentlich nicht passiert). Was ist mit Ladegast, Weigle, Späth, Siemann, Link, Sauer, Steinmeyer, Voith, Eule oder dem frühen Vorkriegs-Klais? Und ja, ich bin mir bewusst, dass die nicht alle in der gleichen Liga spiel(t)en und die Liste bei weitem nicht vollständig ist.
Eberlein und All die Quoten (Würzburg MHS, Bananen und Klais)
elias.orgel, Freitag, 06. September 2024, 13:48 (vor 723 Tagen) @ Contrebasson 32'
bearbeitet von elias.orgel, Freitag, 06. September 2024, 15:15
Wenn ich das richtig erinnere, dann ist in Pieta eine Idee, dass mann (f&uadua) mit einigen "verstimmten" PfeifenReihen die Teiltöne 1 bis 19 erzeugen kann...
hier in Würzburg sind verschiedene Bauformen (Prinzipal, Flöte, Streicher)
als Aliquote gebaut und exakt (?) rein gestimmt...
(Aeoline Vitamine ABC 7,8,9 und D15)
rein theoretisch könnte man auf die Idee kommen und fragen, warum nicht gedackte und überblasse Pfeifen, die ja einen komplett anderen ObertonAufbau haben
und
ich hätte mir ja bei dem ganzen Aufwand mindestens ein oder zwei Register "selbststimmende" Pfeifen gewünscht...
(Hermode Tuning)
aber hier gibt es wohl nicht einmal diese Zacharias Zungen mit den breiten dynamischen Möglichkeiten
welche Herr Eberlein so sehr schätzt ;-)
.
.
.
weiß jemand was die Schwebungs Koppeln bewirken?
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Eberlein und All die Quoten (Würzburg MHS, Bananen und Klais)
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Freitag, 06. September 2024, 20:32 (vor 722 Tagen) @ elias.orgel
Puh. Bitte?
Um es mit Basil Fawlty zu sagen: "Why don't you talk properly?"
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Orlos
, Mittwoch, 21. August 2024, 20:46 (vor 738 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Noch eine Frage: Weiß jemand, warum der Spieltisch jetzt hinten auf der Empore steht? Das Zusammenspiel mit Einzelmusikern und Ensembles ist doch nun schwieriger, auch können die Zuschauer den Organisten nicht mehr sehen. Dazu kommt eine gewisse Zeitverzögerung. Das alles sind negative Punkte. Welches sind die positiven?
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 21. August 2024, 23:12 (vor 738 Tagen) @ Orlos
Noch eine Frage: Weiß jemand, warum der Spieltisch jetzt hinten auf der Empore steht? Das Zusammenspiel mit Einzelmusikern und Ensembles ist doch nun schwieriger, auch können die Zuschauer den Organisten nicht mehr sehen. Dazu kommt eine gewisse Zeitverzögerung. Das alles sind negative Punkte. Welches sind die positiven?
Ich habe das Instrument in der Vorversion von der Empore aus angespielt, Zeitverzögerung war da kein Thema. Der Saal ist ja wirklich nicht groß.
Ansonsten vermute ich: Der Spieltisch nervt unten, wenn andere die Bühne brauchen. Und das ist ja allgemein ein Hochschulklassiker, dass der Raum mit der größten Orgel vor allem für Anderes benötigt wird.
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ThoFi, Donnerstag, 22. August 2024, 14:48 (vor 738 Tagen) @ Orlos
MW war in der Ausschreibung ein Fernwerk mittig auf der Zuhörerempore geplant. Das wurde aber bald wieder gecancelt, da es zu viele Plätze im ohnehin nicht sooo großen Saal gekostet hätte. Und der sehr ausladende Spieltisch nahm zu viel Platz auf dem Podium weg. Also jetzt ST auf der Empore seitlich und Podium frei.
Gleichzeitig bessere Hörkontrolle. Ein Zusammenspiel mit Musikern auf dem Podium wird wsl. mit technischen Hilfsmitteln gelöst.
Thomas
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 22. August 2024, 15:14 (vor 738 Tagen) @ ThoFi
MW war in der Ausschreibung ein Fernwerk mittig auf der Zuhörerempore geplant. Das wurde aber bald wieder gecancelt, da es zu viele Plätze im ohnehin nicht sooo großen Saal gekostet hätte. Und der sehr ausladende Spieltisch nahm zu viel Platz auf dem Podium weg. Also jetzt ST auf der Empore seitlich und Podium frei.
Gleichzeitig bessere Hörkontrolle. Ein Zusammenspiel mit Musikern auf dem Podium wird wsl. mit technischen Hilfsmitteln gelöst.
Thomas
Hier gibt's ein Video von meinem Test Ende 2021 (!). Spieltisch auf der Empore. Durch das Tastengeräusch ist der sehr geringe zeitliche Versatz zwischen Anschlag und Resultat nachzufühlen. Auch erkennt man Möglichkeiten und Grenzen des Proportionalantriebs. Das wie schon gesagt sehr angenehme Spielgefühl ist gut für die Artikulation. Für starkes Ausloten der begrenzten Ventilöffnung müsste der Tastengang größer sein.
Daher ist die (vorübergehende) Verlängerung des Tastengangs bei entsprechenden Experimentalorgeln ein wichtiges Thema der in der Planungsdiskussion oder sogar der Umsetzung.
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Contrebasson 32'
, Wien, Donnerstag, 22. August 2024, 17:30 (vor 738 Tagen) @ ThoFi
MW war in der Ausschreibung ein Fernwerk mittig auf der Zuhörerempore geplant. Das wurde aber bald wieder gecancelt, da es zu viele Plätze im ohnehin nicht sooo großen Saal gekostet hätte. Und der sehr ausladende Spieltisch nahm zu viel Platz auf dem Podium weg. Also jetzt ST auf der Empore seitlich und Podium frei.
Gleichzeitig bessere Hörkontrolle. Ein Zusammenspiel mit Musikern auf dem Podium wird wsl. mit technischen Hilfsmitteln gelöst.
Die Positionierung des Spieltisches auf der Empore ist nicht fix, er kann je nach Anlass im Saal, auf der Bühne sowie aur der Empore positioniert werden.
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ThoFi, Donnerstag, 22. August 2024, 17:39 (vor 738 Tagen) @ Contrebasson 32'
War das jetzt ironisch gemeint oder ist das Teil aus Pappmaché?
Thomas
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 22. August 2024, 17:43 (vor 738 Tagen) @ ThoFi
Wird nicht schwerer sein als ein Steinway D. Mit sauber verlegten Türübergängen/Böden und (Lasten-)Fahrstuhl geht es wohl. Und Rädern natürlich.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Contrebasson 32'
, Wien, Donnerstag, 22. August 2024, 17:47 (vor 738 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Contrebasson 32', Donnerstag, 22. August 2024, 18:11
Korrekt, es war nicht ironisch gemeint.
In der Tat wird es ein Aufwand sein, das Teil zu verschieben. Entsprechend bleibt er wahrscheinlich die meiste Zeit auf seinem Platz auf der Empore.
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ThoFi, Donnerstag, 22. August 2024, 19:03 (vor 737 Tagen) @ Contrebasson 32'
Das denke ich auch.
Thomas
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 22. August 2024, 19:34 (vor 737 Tagen) @ ThoFi
Das denke ich auch.
Thomas
Ist jetzt banal, aber hier Fotos vom November 2021 - man sieht schon, wenn man das Pedal rausnimmt, ist der Spieltisch - naja, die damalige Version - nicht so riesig. ÜBerlänge an Kabel ist auch zu sehen. Auch eine Plane als provisorische Abdeckung - ich weiß nicht, ob damals auch irgendwelche Arbeiten oder so stattfanden (Wegen Corona wird's nicht gewesen sein - die Masken weisen auf die ausklingende Situation hin).
Das untere Bild zeigt die damalige Position, aus der auch mein Video stammt. (Der Meister ist am Vorführen). Der Abstand zum Pfeifenwerk ist wirklich relativ gering.
Und gerade dieses Bild verdeutlicht das schon mehrfach angesprochene Problem des Aufstellungsortes. Aber klar, es konnte nur als Hochschulprojekt laufen, eine neue Immobilie wäre dafür wohl nicht drin gewesen...
![[image]](images/uploaded/2024082217310966c775dd49e5d.jpg)
![[image]](images/uploaded/2024082217312566c775ed8f484.jpg)
Der aktuelle Tisch weist, wie man hier sehen kann, im oberen Teil (für orgelbauliche Verhältnisse) beträchtliche Spaltmaße auf - für mich sind das Hinweise darauf, dass er, da "nur" elektrisch, in mehrere Blöcke zerlegt werden kann.
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Contrebasson 32'
, Wien, Donnerstag, 22. August 2024, 20:37 (vor 737 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Der aktuelle Tisch weist, wie man hier sehen kann, im oberen Teil (für orgelbauliche Verhältnisse) beträchtliche Spaltmaße auf - für mich sind das Hinweise darauf, dass er, da "nur" elektrisch, in mehrere Blöcke zerlegt werden kann.
Ja, man kann die einzelnen Ebenen mit den Registerschaltern hochklappen...
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elias.orgel, Dienstag, 27. August 2024, 14:15 (vor 733 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 27. August 2024, 14:45
Innovation Orgellehre - Bossert demonstriert die Orgel
ich verstehe immer noch nicht was an dieser "InversKoppel" * so klasse sein sollte
noch dazu wird hier als großes Feature angesagt, dass es gleich drei-fünf davon mit verschiedenen Split-punkten geben wird (im Video funktioniert nicht eine einzige davon)
jedes Midi-Programm kann das (sofort in Echtzeit) mit ein paar Mausklicks...
so sehr ich Herrn Bossert schätze
- ich hätte mir bei über 1 1/2 Stunden Video etwas mehr Konzept und deutlich mehr Schnitte gewünscht - im Prinzip ist das Ganze in einem Take aufgenommen - was selbstverständlich eine große Leistung darstellt, aber im Prinzip eher unnötig ist und daher viele Schwächen offenbart, die natürlich menschlich und charmant sind - aber eben auch manchmal ziemlich konfus wirken
(aber wahrscheinlich geht es wieder einmal nur mir so ;-)
.
.
* InversKoppel - die Oberen Tasten der Klaviatur werden an die Unteren Tasten gekoppelt, also quasi gespiegelt - und dafür gibt es natürlich einen Spiegelpunkt bzw eine Stelle der Klaviatur wo gespiegelt wird (hier, wenn ich das richtig verstanden habe, immer zwischen zwei Tasten ? was auch schon wieder eine unnötige Einschränkung wäre - es könnte ja auch eine Taste selbst die Spiegelachse sein...)
mit sowas habe ich Ende der 90er (vor über 25 Jahren) herumgespielt...
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Orlos
, Dienstag, 27. August 2024, 15:36 (vor 733 Tagen) @ elias.orgel
* InversKoppel - die Oberen Tasten der Klaviatur werden an die Unteren Tasten gekoppelt, also quasi gespiegelt - und dafür gibt es natürlich einen Spiegelpunkt bzw eine Stelle der Klaviatur wo gespiegelt wird (hier, wenn ich das richtig verstanden habe, immer zwischen zwei Tasten ? was auch schon wieder eine unnötige Einschränkung wäre - es könnte ja auch eine Taste selbst die Spiegelachse sein...)
Bitte, das soll wirklich keine Kritik sein: Ich habe nicht verstanden, was eine Invers-Koppel bewirkt. Bitte noch einmal erklären für den technisch nicht mit allen Details Vertrauten. Danke schön! (Sind mit "oberen Tasten" die (beim Klavier) schwarzen Tasten gemeint? Warum sollte man sie an die weißen "koppeln" wollen, ergibt das dann ein Cluster?)
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 15:47 (vor 733 Tagen) @ Orlos
* InversKoppel - die Oberen Tasten der Klaviatur werden an die Unteren Tasten gekoppelt, also quasi gespiegelt - und dafür gibt es natürlich einen Spiegelpunkt bzw eine Stelle der Klaviatur wo gespiegelt wird (hier, wenn ich das richtig verstanden habe, immer zwischen zwei Tasten ? was auch schon wieder eine unnötige Einschränkung wäre - es könnte ja auch eine Taste selbst die Spiegelachse sein...)
Bitte, das soll wirklich keine Kritik sein: Ich habe nicht verstanden, was eine Invers-Koppel bewirkt. Bitte noch einmal erklären für den technisch nicht mit allen Details Vertrauten. Danke schön! (Sind mit "oberen Tasten" die (beim Klavier) schwarzen Tasten gemeint? Warum sollte man sie an die weißen "koppeln" wollen, ergibt das dann ein Cluster?)
Ganz simpel - ausgehend von einem Teilungspunkt wird eine Taste z. B. eine Septime höher als Teilungspunkt mit einer Septime tiefer als Teilungspunkt gekoppelt bzw. gespiegelt. Weiß-Schwarz spielt da meines Wissens keine Rolle, die absoluten Zahlen (=Abstände) entscheiden.
Teilung h°/c': Ich spiele c' d' e' f', dazu kommt h° a° g° fis°
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Orlos
, Dienstag, 27. August 2024, 16:03 (vor 733 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Ganz simpel - ausgehend von einem Teilungspunkt wird eine Taste z. B. eine Septime höher als Teilungspunkt mit einer Septime tiefer als Teilungspunkt gekoppelt bzw. gespiegelt. Weiß-Schwarz spielt da meines Wissens keine Rolle, die absoluten Zahlen (=Abstände) entscheiden.
Teilung h°/c': Ich spiele c' d' e' f', dazu kommt h° a° g° fis°
Ah, vielen Dank. Und das kann man muskalisch sinnvoll einsetzen? Gibt es dazu ein Video, aus dem hervorgeht, dass man so etwas an einer neuen Orgel braucht? Wir lassen ja gerade einen neuen Spieltisch bauen...
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elias.orgel, Dienstag, 27. August 2024, 17:14 (vor 733 Tagen) @ Orlos
Ganz simpel - ausgehend von einem Teilungspunkt wird eine Taste z. B. eine Septime höher als Teilungspunkt mit einer Septime tiefer als Teilungspunkt gekoppelt bzw. gespiegelt. Weiß-Schwarz spielt da meines Wissens keine Rolle, die absoluten Zahlen (=Abstände) entscheiden.
Teilung h°/c': Ich spiele c' d' e' f', dazu kommt h° a° g° fis°
Ah, vielen Dank. Und das kann man muskalisch sinnvoll einsetzen? Gibt es dazu ein Video, aus dem hervorgeht, dass man so etwas an einer neuen Orgel braucht? Wir lassen ja gerade einen neuen Spieltisch bauen...
also, ob mann (oder wer auch immer) das musikalisch sinnvoll einsetzen kann möchte ich bestimmt nicht beurteilen - aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand mich unter Zuhilfenahme dieses "Werkzeuges" total begeistern bis bezaubern kann...
es ist aber auch eigentlich egal, weil es im Prinzip (mbunnmMn ;-) bei einer modernen (elektrischen, digitalen) Traktur "nur" eine winzig kleine "Spielerei" unter anderen ist
und eine starre Festlegung des Teilungs / Spiegelpunktes halte ich für vollkommen "von vorgestern"
ich denke ja schon oft (Orgelpark, Symposium 2023), dass ich definitiv nicht "up to date" bin, was Möglichkeiten oder Strömungen (Avantgarden) in der aktuellen Musik anbelangt
aber dann erlebe ich, dass mir quasi Technik von vor 30 Jahren (wir können die Orgel per Internet / Midi spielen) als "der letzteste heißeste Schrei" verkauft wird...
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 27. August 2024, 18:27 (vor 732 Tagen) @ Orlos
Ganz simpel - ausgehend von einem Teilungspunkt wird eine Taste z. B. eine Septime höher als Teilungspunkt mit einer Septime tiefer als Teilungspunkt gekoppelt bzw. gespiegelt. Weiß-Schwarz spielt da meines Wissens keine Rolle, die absoluten Zahlen (=Abstände) entscheiden.
Teilung h°/c': Ich spiele c' d' e' f', dazu kommt h° a° g° fis°
Ah, vielen Dank. Und das kann man muskalisch sinnvoll einsetzen? Gibt es dazu ein Video, aus dem hervorgeht, dass man so etwas an einer neuen Orgel braucht? Wir lassen ja gerade einen neuen Spieltisch bauen...
Ja, für einige Sekunden. Aber dann muss wieder was neues her. Eigentlich ist der Effekt schon vom Ringmodulator bekannt (vermutlich 80-100 Jahre alt), wo auf elektrischem Weg irgendwie gleichzeitig eine Summe und eine Differenz von einem Tonsignal erklingt*. Auch heute noch immer mal gut, aber halt nur für Episoden.
*) Fachkundigere bitte vor!
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Florian-L
, Dienstag, 27. August 2024, 18:54 (vor 732 Tagen) @ Orlos
Ganz simpel - ausgehend von einem Teilungspunkt wird eine Taste z. B. eine Septime höher als Teilungspunkt mit einer Septime tiefer als Teilungspunkt gekoppelt bzw. gespiegelt. Weiß-Schwarz spielt da meines Wissens keine Rolle, die absoluten Zahlen (=Abstände) entscheiden.
Teilung h°/c': Ich spiele c' d' e' f', dazu kommt h° a° g° fis°
Ah, vielen Dank. Und das kann man muskalisch sinnvoll einsetzen? Gibt es dazu ein Video, aus dem hervorgeht, dass man so etwas an einer neuen Orgel braucht? Wir lassen ja gerade einen neuen Spieltisch bauen...
Hier ein Klangbeispiel mit dem Jazzpianisten und Keyboarder Bernhard Ludescher:
https://www.youtube.com/watch?v=pbMKYWZvTKo
Der bislang einzige Kommentar dazu:
"frage warum drehn sie keyboard um"
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
elias.orgel, Dienstag, 27. August 2024, 19:06 (vor 732 Tagen) @ Florian-L
Ganz simpel - ausgehend von einem Teilungspunkt wird eine Taste z. B. eine Septime höher als Teilungspunkt mit einer Septime tiefer als Teilungspunkt gekoppelt bzw. gespiegelt. Weiß-Schwarz spielt da meines Wissens keine Rolle, die absoluten Zahlen (=Abstände) entscheiden.
Teilung h°/c': Ich spiele c' d' e' f', dazu kommt h° a° g° fis°
Ah, vielen Dank. Und das kann man muskalisch sinnvoll einsetzen? Gibt es dazu ein Video, aus dem hervorgeht, dass man so etwas an einer neuen Orgel braucht? Wir lassen ja gerade einen neuen Spieltisch bauen...
Hier ein Klangbeispiel mit dem Jazzpianisten und Keyboarder Bernhard Ludescher:
https://www.youtube.com/watch?v=pbMKYWZvTKo
Der bislang einzige Kommentar dazu:
"frage warum drehn sie keyboard um"
andere Frage: "warum leckt sich ein Hund die Eier..." (weil er es kann ;-)
schlechtes Beispiel...
a) gibt es Klaviere für Linkshänder bei denen die Klaviatur genau so "vertauscht" ist
b) macht es hier wahrscheinlich keinen weiteren Sinn* außer dem optischen Gag - wäre übrigens die gleiche Optik, wenn man das Video vertikal spiegelt ;-)
aber (und das ist viel wesentlicher)
es handelt sich hierbei eben nicht um eine KOPPEL sondern "nur" um eine "Umkehrung" der Tonhöhe...
die klassische Klaviatur (7/5) besitzt übrigens ZWEI Spiegelachsen oder Punkte und zwar genau auf der Taste d und auf der Taste gis/as - was möglicherweise ein (naheliegender) Grund wäre, warum JSBach für "die Kunst der Fuge" d moll gewählt hat...
.
.
.
* selbstverständlich kenne ich den Künstler nicht und möchte Ihm auch nichts unterstellen... möglicherweise hat er sehr gute und leicht nachvollziehbare Gründe (die hier aber nicht zu erkennen sind - zumindest für mich nicht ;-)
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
elias.orgel, Montag, 11. August 2025, 18:31 (vor 383 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von elias.orgel, Montag, 11. August 2025, 18:39
besser spät als nie?
vor 8 Monaten habe ich bei YT die Frage gestellt wo sich denn die Spiegelachse der InversKoppel* befindet...
und heute bekam ich tatsächlich eine Antwort von Christoph Bossert:
Die Spiegelachse lautet konkret:
b" wird H
a" wird c
Damit wird der Moll-Dreiklang d2-f2-a2
zum Dur-Dreiklang g-e-c oder: Re Fa La
wird zu Sol-Mi-Ut. Damit darf sich dann der
Lehrsatz von Joh. H. Buttstedt "Ut Mi Sol Re
Fa La tota Musica et Harmonia Aeterna"
vollgültig eingelöst sehen. Die Voraussetzung dafür ist gleichsam die "Spiegelung an der Achse b-a-c-h".
https://youtube.com/watch?v=egAODJMJfR8&lc=UgwA23EQP_2nuRgkHc94AaABAg.AAr7lZGnNy_AL...
Zwar ist BACH nicht wirklich eine Achse aber wie ich schon vermutet hatte wird hier zwischen den Tasten b und h gespiegelt...
-
*es war irgendwo von mehreren möglichen die Rede, aber keine der angegebenen "passte"
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
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friedemannw
, Gießen, Dienstag, 27. August 2024, 20:46 (vor 732 Tagen) @ Orlos
Ah, vielen Dank. Und das kann man muskalisch sinnvoll einsetzen? Gibt es dazu ein Video, aus dem hervorgeht, dass man so etwas an einer neuen Orgel braucht? Wir lassen ja gerade einen neuen Spieltisch bauen...
Wo wird gerade ein neuer Spieltisch gebaut? Können wir Details erfahren?
neuer Spieltisch - Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
Orlos
, Dienstag, 27. August 2024, 22:34 (vor 732 Tagen) @ friedemannw
Wo wird gerade ein neuer Spieltisch gebaut? Können wir Details erfahren?
Es geht um die neue Orgel in Eltville, wobei ja viel altes Material wiederverwendet wird, aber die Registerzahl doch verdoppelt wird. Der neue viermanualige Spieltisch ist im Bau, jedoch lassen sich elektronische Spielereien noch unterbringen.
In der letzten Woche wurden übrigens schon die größten Pfeifen eingebaut, die auf Einzeltonladen stehen. Das Projekt wird aber noch dauern, zur Zeit hängt es an den Schnitzarbeiten der Gehäuse-Ergänzungen. Stichwort: Fachkräftemangel.
neuer Spieltisch - Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
elias.orgel, Freitag, 06. September 2024, 23:20 (vor 722 Tagen) @ Orlos
Es geht um die neue Orgel in Eltville, wobei ja viel altes Material wiederverwendet wird, aber die Registerzahl doch verdoppelt wird. Der neue viermanualige Spieltisch ist im Bau, jedoch lassen sich elektronische Spielereien noch unterbringen.
ich glaube die wichtigste "Spielerei" wäre eine "local off" Funktion
also eine Trennung zwischen Tastatur und Pfeife...
eigentlich sollte das bei einem elektronischen System selbstverständlich sein
ist es aber oft nicht
soll heißen
die Orgel sendet midi Daten und empfängt sie auch
aber die erzeugten Daten werden nicht unmittelbar an die Windladen / Ventile weitergegeben sondern können direkt zB in einem Laptop bearbeitet werden
der Spieltisch ist dann quasi nur eine midi Konsole (natürlich nicht ständig, sondern nur "auf Knopfdruck")
kostet fast nichts
ermöglicht aber eigentlich alles was an elektronischen Spielereien denkbar ist...
und ist quasi ein ganz "offenes System" ohne spezielle Hardware oder Programmierungen...
viele keyboards haben sowas Standardmäßig
--
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... für Gott
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
elias.orgel, Donnerstag, 29. August 2024, 07:10 (vor 731 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von elias.orgel, Donnerstag, 29. August 2024, 07:26
pS
Bei einer InversKoppel mit Spiegelachse zwischen zwei Tasten (ZwetschgenZweigen)
ergeben sich natürlich nur ungerade HT-Intervalle
01 HT Halbton
03 HT kl Terz
05 HT Quarte
07 HT Quinte
09 HT gr Sechste
11 HT gr Septime
13 HT Halbton +Oktave usw...
bei der Spiegelung an einer Taste ergeben sich entsprechend nur die geraden HT-Intervalle Ganzton, gr Terz, Tritonus, kl Sechste, kl Septime, Oktave usw...
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Contrebasson 32'
, Wien, Freitag, 08. August 2025, 22:51 (vor 386 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Heute wurde eine zweiteilige Vorstellung des Instrumentes durch Prof. Martin Sturm auf youtube veröffentlicht, die mir sehr zusagt:
Die Idee, die Orgel von verschiedenen Personen so vorstellen zu lassen, wie diese die Orgel verstehen, halte ich für sehr gelungen und freue mich auf weitere Videos.
Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage
link1907
, Montag, 11. August 2025, 14:50 (vor 384 Tagen) @ Contrebasson 32'
Warum nur immer dieses endlose trillern am Anfang von BWV 565?
Mir gefällt das überhaupt nicht.
Sonst alles sehr hörenswert.
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ThoFi, Montag, 11. August 2025, 15:20 (vor 384 Tagen) @ link1907
Der Anfang ist doch schon ein Triller (bzw. Mordent)!
Thomas
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ThoFi, Montag, 11. August 2025, 15:27 (vor 384 Tagen) @ ThoFi
Btw: wer hat eigentlich angefangen mit dieser Zitterfassung?
Thomas
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ErikvdNeers, Montag, 11. August 2025, 16:00 (vor 384 Tagen) @ ThoFi
Ton Koopman glaube ich war die erste
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link1907
, Montag, 11. August 2025, 16:55 (vor 384 Tagen) @ ErikvdNeers
Ton Koopman glaube ich war die erste <
Der trillert ja überall, oder nur?
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Karsten
, Montag, 11. August 2025, 17:38 (vor 384 Tagen) @ ThoFi
Hallo!
Ein potentieller Kandidat wäre Gustav Leonhardt, Waalse Kerk, Amsterdam, 1973 aufgenommen.
Gruß
Karsten
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MAT
, Dienstag, 12. August 2025, 07:50 (vor 383 Tagen) @ link1907
Die Frage müsste eigentlich lauten: Warum immer BWV 565?
--
Gruß
MAT
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Dorforganist, Dienstag, 12. August 2025, 08:00 (vor 383 Tagen) @ MAT
Die Frage müsste eigentlich lauten: Warum immer BWV 565?
Weil es trotz seiner Abgedroschenheit ein geiles Stück Orgelmusik ist?
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GoswinHeilmann, Dienstag, 12. August 2025, 08:05 (vor 383 Tagen) @ Dorforganist
Da gibt es Bessere. Mir hängt es zum Halse raus.
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elias.orgel, Dienstag, 12. August 2025, 08:41 (vor 383 Tagen) @ GoswinHeilmann
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 12. August 2025, 08:53
Da gibt es Bessere. Mir hängt es zum Halse raus.
-
da mag Beides stimmen - aber (leider?) möchten die Menschen es hören...
ich habe beim Kirchentag in Dortmund den Zuhörern die Möglichkeit gegeben digital und analog abzustimmen welche Stücke sie hören wollen bzw welche sie eben nicht hören wollen...
Systemisches Konsensieren (Widerstandsfrage)
bei weit über 500 Zuhörern (innen und in 3 "Konzerten") gab es natürlich ein paarmal "-10" Punkte = totale Ablehnung,
aber
eine überwältigende Mehrheit war in jeder Aufführung für DIE Toccata (und Fuge*)
-
-
-
*okay, "nur" eins der beiden stand nicht zur Wahl und glücklicherweise wurde ebenfalls eine Komposition von mir (die zu Bachs Werk "passend gedacht ist" gewählt)
natürlich konnten die Menschen nur innerhalb der vorbereiteten Stücke wählen
"da gibt es bessere" könnte mann auch zB von beliebten Registerschaltern behaupten...
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Alles Banane? BWV 565
Dorforganist, Dienstag, 12. August 2025, 08:42 (vor 383 Tagen) @ GoswinHeilmann
Da gibt es Bessere.
Klar, aber keins knallt so unmittelbar rein (für den unbedarften Hörer).
Mir hängt es zum Halse raus.
Mir auch - vor allem, wenn es schlechte oder aufgeblasene Spieler von sich geben.
(Aber manchmal krame ich es doch auch wieder aus der Notentasche...)
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MAT
, Dienstag, 12. August 2025, 13:15 (vor 383 Tagen) @ Dorforganist
Na ja...das Problem liegt doch eher in der Unkenntnis von Alternativen. Wenn jedem Organisten und sogar namhaften Institutionen auf ihren HP nichts besseres als Intro einfällt als die Epidemische, muss man sich nicht wundern...es muss doch auch nicht immer Bach sein.
--
Gruß
MAT
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