Sacré-Coeur Restauration

Friedrich @, Sonntag, 18. März 2012, 20:23 (vor 5277 Tagen) @ JSBach

also ganz ehrlich... wer ist so doof und investiert so viel Geld, nur um die dann wieder verkommen zu lassen? Die Orgel wurde 1985 kurz vor Daniel Roths Weggang komplett gemacht und ist heute unspielbar... wir sehen uns dann in 25 Jahren wieder ...

ich finds einfach schade, dass man einerseits Geld sammelt (in Sacre Coeur relativ effektiv, da ja auch sehr viel Besucher) und andererseits die Orgel quasi bewusst verfallen lässt, vorallem dann diese einmalige Cavaille-Coll-Orgel mit ihrer besonderen Geschichte

Wie wahr! Zeit zum Handeln!!

Wir sollten alle zusammenlegen und das so gewonnene erkleckliche Kapital zur Hälfte einer Stiftung einverleiben. Von der anderen Hälfte sollten wir dann Ilbarritz nebst der Orgel erwerben und ihr ihre alte Umgebung wiedergeben.

Dann gestalten wir das ganze zum Cavaillé-Coll-Theme-Park um, einem Erlebniszentrum für Orgelverrückte. Je nach Kassenlage wären dann hinzuzufügen: Die Strandhalle »Schnitger on the Beach / sur la plage«, der »Father Willis Crystal Palace« und eine Sandsteinkapelle im Stil Louis XIV, die exklusiv von der « Clique Clicquot » bespielt wird (Beitrittsgebühr: 1 Kiste Schaumwein); passive Mitglieder schließen sich in der « Clicquot Claque » zusammen. Die oberwähnte Stiftung unterhält diesen Erlebnisschatz und vergibt Stipendien an bedürftige Hauptamtliche des Gastgeberlandes sowie an nichtfranzösische Organisten, die sich vom liturgischen Orgelspiel an Cavaillé-Coll-Orgeln überfordert fühlen. Zwischen den Intensivkursen dürfen sie auf dem (miterworbenen) angrenzenden Golfplatz Boccia spielen (Golf ist dem “Clarabella 19th Hole Club” vorbehalten).

Mittelfristig könnte man dann die Atlantic City Convention Hall erwerben (den Ball Room mit der Kimball lassen wir den armen Auswanderern). Dort stattfindende Boxkämpfe (jährlicher Höhepunkt: das Match der Organ Expert League gegen die Master Organ Builders Association) dienen der Finanzierung rational nicht vermittelbarer Großprojekte (Neubau Neupfarrkirche W., Restaurierung St. Marien L. usw.).

Es wäre nicht die erste Unternehmung, die auf den Klippen von Biarritz scheitert.
Worauf warten wir also noch?

Gruß,
Friedrich


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