BWV 552 mit Pauken und Trompeten (OT)
Hallo Forum,
nein, dies ist kein Orgelbericht. Praeludium und Fuge Es-Dur, BWV 552, wurden von den Düsseldorfer Symphonikern unter Axel Kober (hiesiger Opern-GMD) gespielt. Als der Schlußakkord (mit Beckenschlag!) stand, mußte ich herzhaft lachen. Es war schon einigermaßen bizarr, was da über die Rampe gekommen war. Mit Pauken und Trompeten, Celesta und zwei Harfen, je zwei Kontrafagotte, Englische Hörner, Piccoloflöten, Sopran- und Baßklarinetten (neben dem üblichen Holz - und reichlichem Blech). Nun kann man dem Ganzen eine gewisse Raffinesse (Bearbeiter: Arnold Schönberg) nicht absprechen. In den Echostellen im Praeludium wechselten sich Hörner mit Holz ab. Wo Mixturen erwartet werden, kam die Celesta ins Spiel. Die Fuge begann mit Klarinetten (Comes mit Baßkl.),... Alles war ausgetüftelt bis ins Detail, manche Linie durch Klangfarbenwechsel willkürlich unterbrochen. Gedanken hat sich Schönberg da wirklich reichlich gemacht. Und das Ergebnis ist effektvoll, wenn auch geschmäcklerisch. Den gut aufgelegten Symphonikern machte das sichtlich Spaß. Der Beifall war aber eher müde.
Das änderte sich im Laufe des Abends. Vor der Pause gab es zunächst die Rückert Lieder von Mahler mit der superben Susan Maclaen, Mezzosopran. Nach der Pause wieder (verkappte) Orgelmusik: Bruckners Fünfte. Das waren 75 Minuten vom Feinsten und rief Jubelstürme hervor. Aber jetzt bin ich doch zu weit OT.
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)