Romantische Orgeln - Subbass und Violon 16´

orgelquaeler, Südwestdeutschland, Dienstag, 01. März 2011, 13:11 (vor 5665 Tagen)

Hallo Foris!

Ich möchte auf ein Thema aus dem alten J&B-Formum anschließen. Es wurde diskutiert, warum man oft Subbass und Violon 16´ zusammen antrifft, v.a. bei Walcker, der den Violon allerdings gerne als 8´ mit aufgesatteltem 5 1/3´ gebaut hat.

Am WoE hatte ich das Vergnügen mit einer Müller-Orgel von 1882 im Schmerlenbach bei Aschaffenburg.
Auch hier Subbass gedeckt, aber der Violon ist offen. Der Violon allein streicht stark, aber nicht zu quintig. Beide 16´zusammen zeichnen herrlich und lassen auch im Plenum eine Pedal-Zunge nicht unbedingt vermissen. Sehr schöne einmanualige Orgel, von Vleugels überholt. Gefällt mir besser als die mir aus dem Freiburger Grenzgebiet bekannte Walcker-Orgel.


Viele Grüße

OQ

Romantische Orgeln - Subbass und Violon 16´

Aeolinchen, Mittwoch, 02. März 2011, 08:18 (vor 5664 Tagen) @ orgelquaeler

Ich möchte auf ein Thema aus dem alten J&B-Formum anschließen. Es wurde diskutiert, warum man oft Subbass und Violon 16´ zusammen antrifft, v.a. bei Walcker, der den Violon allerdings gerne als 8´ mit aufgesatteltem 5 1/3´ gebaut hat.

Die Konstruktion mit "Huckepackpfeifen" betrifft allerdings nicht den ganzen Violon, zumindest kenne ich kein Beispiel. Meistens sind es nur die untersten paar Töne, z. B. C-E oder C-F, je nachdem was an Höhe vorhanden war. Wenn genug Höhe da war, hat Walcker den Violon lieber offen gebaut.

Romantische Orgeln - Subbass und Violon 16´

tiratutti @, Mittwoch, 02. März 2011, 08:32 (vor 5664 Tagen) @ Aeolinchen

Hallo,

Ich möchte auf ein Thema aus dem alten J&B-Formum anschließen. Es wurde diskutiert, warum man oft Subbass und Violon 16´ zusammen antrifft, v.a. bei Walcker, der den Violon allerdings gerne als 8´ mit aufgesatteltem 5 1/3´ gebaut hat.


Die Konstruktion mit "Huckepackpfeifen" betrifft allerdings nicht den ganzen Violon, zumindest kenne ich kein Beispiel. Meistens sind es nur die untersten paar Töne, z. B. C-E oder C-F, je nachdem was an Höhe vorhanden war. Wenn genug Höhe da war, hat Walcker den Violon lieber offen gebaut.

so ist das. Auch der Waldkircher Violonbass ist ab F offen, nur C-E sind als Huckepack gebaut.

Grüße von tiratutti

"Huckepackpfeifen"

Florian-L, Mittwoch, 02. März 2011, 16:36 (vor 5663 Tagen) @ tiratutti

Die Konstruktion mit "Huckepackpfeifen" betrifft allerdings nicht den ganzen Violon, zumindest kenne ich kein Beispiel. Meistens sind es nur die untersten paar Töne, z. B. C-E oder C-F, je nachdem was an Höhe vorhanden war. Wenn genug Höhe da war, hat Walcker den Violon lieber offen gebaut.


so ist das. Auch der Waldkircher Violonbass ist ab F offen, nur C-E sind als Huckepack gebaut.

Eine recht ungewöhnliche Konstruktion gibt es auch in St. Peter in Wien (Orgel von Franz Swoboda, 1903). Dort ist die tiefe Oktave des Contrabass 32' doppelt besetzt, nämlich mit einem gedeckten 32' und einem offenen 16'.

[image]

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

"Huckepackpfeifen"

Karl-Bernhardin Kropf, Mittwoch, 02. März 2011, 18:52 (vor 5663 Tagen) @ Florian-L

Eine recht ungewöhnliche Konstruktion gibt es auch in St. Peter in Wien (Orgel von Franz Swoboda, 1903). Dort ist die tiefe Oktave des Contrabass 32' doppelt besetzt, nämlich mit einem gedeckten 32' und einem offenen 16'.

[image]

Gruß, Florian

Und die haben beide dieselbe Kern-Ebene? Interessant! Die vorliegenden Mensuren ermöglichen dann tatsächlich die Darstellung des Oktavabstandes bei exakt "halber" Länge bei gedeckten Pfeifen. Das kommt sonst meist nicht so hin.

Romantische Orgeln - Subbass und Violon 16´

orgelquaeler, Südwestdeutschland, Mittwoch, 02. März 2011, 19:52 (vor 5663 Tagen) @ tiratutti

Hallo!

Ihr habt sicher recht, ich habe in Waldkirch nur kurz hineingesehen. Die Orgel in Pfaffenweiler hat mit Sicherheit die gleiche Bauart.
Was mich in Pfaffi nur im Vergleich mit der Müller-Orgel in Schmerlenbach wundert ist der recht quintige Klang der Prinzipale. Vielleicht ein Ergebnis der letzten Neuintonation?

Viele Grüße

OQ

"Huckepackpfeifen"

Florian-L, Donnerstag, 03. März 2011, 07:51 (vor 5663 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Eine recht ungewöhnliche Konstruktion gibt es auch in St. Peter in Wien (Orgel von Franz Swoboda, 1903). Dort ist die tiefe Oktave des Contrabass 32' doppelt besetzt, nämlich mit einem gedeckten 32' und einem offenen 16'.

[image]

Gruß, Florian


Und die haben beide dieselbe Kern-Ebene?

Das weiß ich nicht, so weit habe ich nicht hinuntersehen können.

Gruß, Florian

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"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Romantische Orgeln - Subbass und Violon 16´

Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 03. März 2011, 08:37 (vor 5663 Tagen) @ orgelquaeler

Hallo!

Ihr habt sicher recht, ich habe in Waldkirch nur kurz hineingesehen. Die Orgel in Pfaffenweiler hat mit Sicherheit die gleiche Bauart.
Was mich in Pfaffi nur im Vergleich mit der Müller-Orgel in Schmerlenbach wundert ist der recht quintige Klang der Prinzipale. Vielleicht ein Ergebnis der letzten Neuintonation?

Viele Grüße

OQ

Gibt es unterschiedlich geartete Expressionen? An deren Wirkung würde ich bei "quintige Prinzipale" zuerst denken.

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