Hildesheim Dom-Orgel 2015
Karsten, Sonntag, 06. März 2011, 00:29 (vor 5660 Tagen)
Hallo!
Die Sanierung des Hildesheimer Domes, insbesondere der technische Neubau der Orgel war im alten Froum ein großes Thema. Auf Wikipedia wird mittlerweile die geplante Disposition der von Seifert umgebauten Orgel (2015) mitgeteilt.
Die Orgel wird um einige Register (darunter ein Hochdruck-Werk) ergänzt.
Es wird ausdrücklich erwähnt, dass die optische Gestaltung der Orgel noch völlig offen ist.
Gruß
Karsten
Hildesheim Dom-Orgel 2015
P.Kampf, Sonntag, 06. März 2011, 07:13 (vor 5660 Tagen) @ Karsten
Die Sanierung des Hildesheimer Domes, insbesondere der technische Neubau der Orgel war im alten Froum ein großes Thema. Auf Wikipedia wird mittlerweile die geplante Disposition der von Seifert umgebauten Orgel (2015) mitgeteilt.
Die Orgel wird um einige Register (darunter ein Hochdruck-Werk) ergänzt.
Ich habe gerade irgendie ein Déjàvu. Das Recycling-Konzept erinnert mich etwas an die Domorgel in Münster, auch wenn man hier noch stärker zu romantisieren versucht.
Etwas komisch finde ich, dass man durch das völlige Weglassen der ganz hohen Klangkronen (2 Cymbeln waren ja noch da) den neobarocken Kern des Instrumentes auszulöschen sucht. Bei einem so großen Instrument fände ich eine davon in einem der Schwellwerke schon schön und bei entsprechender Intonation wäre sie auch sicher vielfach einsetzbar.
Auch wundert mich, dass man bei einem solchen Schlachtschiff nicht die Manuale bis c4 und das Pedal bis g1 ausbaut, wie es bei den Kollegen hinterm Teich Standard ist.
Alles in allem bin ich gespannt und freue mich darauf, das Instrument 2015 zu hören.
Hildesheim Dom-Orgel 2015
Aeolinchen, Sonntag, 06. März 2011, 11:11 (vor 5660 Tagen) @ P.Kampf
Etwas komisch finde ich, dass man durch das völlige Weglassen der ganz hohen Klangkronen (2 Cymbeln waren ja noch da) den neobarocken Kern des Instrumentes auszulöschen sucht. Bei einem so großen Instrument fände ich eine davon in einem der Schwellwerke schon schön und bei entsprechender Intonation wäre sie auch sicher vielfach einsetzbar.
Vor allem ein elfregistriges Brustwerk ohne Klangkone finde ich schon ein bisschen skurril.
Hildesheim Dom-Orgel 2015
Karsten, Sonntag, 06. März 2011, 11:32 (vor 5660 Tagen) @ P.Kampf
Hallo!
Ich vermute, man will die Windladen weitgehend wiederverwenden. Somit hat man nicht viel mehr Platz und die Cymbeln müssen im Rahmen der Austauschprogramm dran glauben. Schade ist das allerdings (siehe das bereits erwähnte klangkronenlose Brustwerk, hat ja fast was wie eine Hochdrucklade ohne Hochdruck ;) ).
Die Wiederverwendung der Windladen sind wohl auch der Grund für die Nichterweiterung des Tonumfangs auf Konzertsaalorgel-Ufang (61/32). Das spielen wohl auch finanzielle und pragmatische Gründe dafür (vielleicht auch Platz). Mich hat auch etwas gewundert, dass die neue Domorgel in Speyer von Seifert "nur" einen Manualumfang von C-a3 bekommt.
Gruß
Karsten
Hildesheim Dom-Orgel 2015
Karl-Bernhardin Kropf, Sonntag, 06. März 2011, 21:19 (vor 5659 Tagen) @ Karsten
Die Wiederverwendung der Windladen sind wohl auch der Grund für die Nichterweiterung des Tonumfangs auf Konzertsaalorgel-Ufang (61/32). Das spielen wohl auch finanzielle und pragmatische Gründe dafür (vielleicht auch Platz). Mich hat auch etwas gewundert, dass die neue Domorgel in Speyer von Seifert "nur" einen Manualumfang von C-a3 bekommt.
Gruß
Karsten
Wenn dafür einige Register in der (Koppel-)Oberoktav ausgebaut werden, ist a3 schon OK,denn notierte Musik höher als a3 gibt es kaum (Die Diskussion im Mander-Forum vor längerer Zeit wirst Du kennen.) Zum Transponiert-Spielen (um weitere Klangfarben zu gewinnen) mag c4 evtl. noch günstiger sein.
Ob es in Speyer irgendwelche ausgebautetn Oberoktaven geben soll, war bisher, meine ich, noch nicht zu erkennen.