Mitteltönig & gleichschwebend in einer Orgel

Oliver Horlitz ⌂, Samstag, 25. August 2012, 20:50 (vor 5173 Tagen) @ der_kasibaer

Hallo,

ich arbeite diesen Sommer an der Stanford University in Kalifornien (südl. von San Francisco) und habe in mehreren Konzerten die mechanische, norddeutsch inspirierte Fisk-Orgel in der Memorial Church gehört.


Nun habe ich heute ein Video einer Orgeldemonstration mit Adam Detzner gefunden (leider schlechte Qualität), in dem er demonstriert, dass das obere (4.) Manual (Brustpositiv) mit Subsemitonien immer mitteltönig erklingt, man aber mit einem großen Hebel über dem Spielschrank die anderen drei Klaviaturen umkoppeln kann auf mitteltönig. Dies gescheit (laut Website) durch 5 zusätzliche Pfeifen pro Register pro Oktave (für jede Semitonie), sodaß es nicht 12 sondern 17 Pfeifen pro Oktave sind.

Umkoppeln auf mitteltönig? (Welche mitteltönige Stimmung? 1/4 sK? 1/5 sK? Von welcher Ursprungsstimmung ausgehend? Das kann dann keine gleichstufige (wer hat gleichschwebend erwähnt?) Stimmung, sondern muß eine "wohltemperierte" sein.

Adam sagt in dem Video, dass das bei keiner anderen Fisk-Orgel und auch sonst bei keiner anderen Orgel existiert. Weiss jemand, ob das stimmt, bzw. gibts ähnliche (voll mechanische) Instrumente?

Meines Wissens hat Chr. Wegscheider so etwas mit 18 (also 6 zusätzlichen) Pfeifen pro Oktave gebaut. Am besten mal auf seiner HP nachforschen...

meint, freundlch grüßend,
Oliver


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