![[image]](images/uploaded/201104011336054d95d4c574092.jpg)
Und? Ich finds besser als erwartet...
zu sehen auf der homepage des bistums.
Gruß
mn
Domorgel Speyer
Karsten, Freitag, 01. April 2011, 13:57 (vor 5635 Tagen) @ speyerer
bearbeitet von Karsten, Freitag, 01. April 2011, 14:02
Und? Ich finds besser als erwartet...
zu sehen auf der homepage des bistums.
Gruß
mn
Hallo!
Ja, besser als erwartet (oder "nicht so schlimm") stimmt natürlich schon.
Letztlich muss man die Orgel im Raum selbst erlebt haben.
Hier übrigens der Link zum Artikel, wo man die Aufnahme in besserer Auflösung findet.
Einige kritische Äußerungen scheinen sich mir aber zu bestätigen: Der Prospekt scheint mir im Anbetracht der Dimensionen des Raumes viel zu feingliedrig zu sein. Gut, dass bei der Aufnahme auch das Licht so "günstig" viel: Die blendenden polierten Pfeifen werden dann nur als Fläche wahrgenommen und gerade die angepriesenen schwungvollen Linien gehen dann doch ziemlich in der Pfeifenfläche unter.
Kurz, eine Zigarrenkiste, die zumindest als Zigarettenschachtel hätte rüberkommen müssen, wirkt als Streichholzschachtel.
Aber das ist eigentlich Beckmesserei, Hauptsache, sie wird gut klingen und da kann man bei Seifert eigentlich sicher sein...
Gruß
Karsten
Domorgel Speyer
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Freitag, 01. April 2011, 14:00 (vor 5635 Tagen) @ Karsten
Hallo Karsten: Zeitgleich! Haben Sie auch so lange nach dem Bild gesucht? Man darf nicht auf die Seite der Stiftung geraten... Gruß Clemens Schäfer
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Domorgel Speyer
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Freitag, 01. April 2011, 13:57 (vor 5635 Tagen) @ speyerer
Hallo,
hier der Link!
MMh, ich weiß nicht so recht. Der Tisch auf den dünnen Pinnchen wirkt künstlich. Einleuchtend die Schwungrichtung der Pfeifenfelder - entspricht dem Lichteinfall.
Gruß Clemens Schäfer
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Domorgel Speyer
doppelfloete_h
, Hannover, Freitag, 01. April 2011, 15:58 (vor 5635 Tagen) @ speyerer
gibts eigentlich irgendwo noch die disposition? erinnere mich schwach, sie mal gelesen zu haben, find sie aber auf die schnelle nicht...
Domorgel Speyer
Karsten, Freitag, 01. April 2011, 16:53 (vor 5635 Tagen) @ doppelfloete_h
gibts eigentlich irgendwo noch die disposition? erinnere mich schwach, sie mal gelesen zu haben, find sie aber auf die schnelle nicht...
Ja die gibt's online. Eine Internetrecherche mit dem gewünschten Ergebnis braucht 0,16 Sekunden. Mich würde interessieren, was du demnach unter "langsam" verstehst...
Gruß
Karsten
Domorgel Speyer
Contrebasson 32'
, Freitag, 01. April 2011, 16:54 (vor 5635 Tagen) @ doppelfloete_h
gibts eigentlich irgendwo noch die disposition? erinnere mich schwach, sie mal gelesen zu haben, find sie aber auf die schnelle nicht...
Ja, auf der Wiki-Seite zum Speyerer Dom.
Fragen zur Dispo - war: Domorgel Speyer
jrbecker
, Samstag, 02. April 2011, 08:53 (vor 5634 Tagen) @ Contrebasson 32'
Sorry, ich disponiere nicht allzuoft Großorgeln *grins*, ist es erlaubt, hier mal einige Fragen zu dieser Dispo loszuwerden?
1. Die Holztraverse (ich bin ein absoluter Freund von Holzregistern und das wäre sicher eines meiner Lieblingsregister in dieser Orgel) kommt mir in diesem mächtigen HW etwas verloren vor. Welche Funktion hat sie da? (Ich fände es schade, sie da für reine Begleitfunktionen zu "verbraten"...) Oder wäre sie nicht im Positiv besser aufgehoben (- quasi als Gegenstück zur Flûte traversière des SW)?
2. Welchen Sinn macht es, Salicional 16' von C-H 2fach offen in 8'-Lage zu bauen? Wenn ich Platz habe, zwei 8'-Pfeifen in diesen Bereich zu stellen, ist da doch bestimmt auch Platz für eine gedeckte 16'-Pfeife und dann könnte man ohne Tonlagenbruch bauen? (- Ich weiß, dass eine solche Bauart historisch durchaus Vorbilder hat, jedoch scheint es ja hier - wo schon ein gedeckter 16' steht und wo man 2 8'-Pfeifen nebeneinander stellen will - kein Platzproblem zu sein, was diese Lösung vorschreibt...)
3. Welchen Sinn macht es, die Nrn. 57. und 58. erst bei c° beginnen zu lassen? - Ich habe selbst keine Starkton-/Seraphon-Stimmen, daher weiß ich vielleicht nicht wirklich, ob man sie tatsächlich nur in der Diskant-Lage als Solo-Register benutzt?
4. Was um Himmels willen bedeutet der Name "Quantarde"??? Eine Quantensprung-Bombarde? (Braucht man ja vielleicht für den Raum...) - Wann hören Orgelbauer/Sachverständige endlich auf, irgendwelchen Personen, Ortschaften oder Ereignissen, die außerhalb des Wirkungskreises dieser Orgel sowieso entweder niemand kennt oder niemand damit in Verbindung bringt durch die Vermurksung von Registerbezeichnungen ein Denkmal zu setzen?!? (Ich sag' nur: Bulderone...)
LG
Jörg
Fragen zur Dispo - war: Domorgel Speyer
Karsten, Samstag, 02. April 2011, 09:27 (vor 5634 Tagen) @ jrbecker
4. Was um Himmels willen bedeutet der Name "Quantarde"??? Eine Quantensprung-Bombarde? (Braucht man ja vielleicht für den Raum...) - Wann hören Orgelbauer/Sachverständige endlich auf, irgendwelchen Personen, Ortschaften oder Ereignissen, die außerhalb des Wirkungskreises dieser Orgel sowieso entweder niemand kennt oder niemand damit in Verbindung bringt durch die Vermurksung von Registerbezeichnungen ein Denkmal zu setzen?!? (Ich sag' nur: Bulderone...)
Hallo!
Dazu wurde von Matthias Paulus Kleine ein interessanter, nachdenklich machender Artikel vrtöffentlicht:
http://www.musikundtheologie.de/15.html
Gruß
Karsten
Domorgel Speyer
gk
, Samstag, 02. April 2011, 08:55 (vor 5634 Tagen) @ speyerer
Ich finde auch, es sieht besser aus als erwartet. Der Prospekt wirkt wie eine plastische Skulptur, die Idee des Architekten wird so durchaus nachvollziehbar.
Mich hat allerdings immer irgendetwas gestört bei dem Prospekt und als ich das Foto sah, wurde mir auch schlagartig klar, was das ist: dieses klaffende Loch zwischen den beiden vordersten Prospektfeldern, das stört meinem Empfinden nach irgendwie den Gesamteindruck. Da noch ein Pfeifenfeld davor, dann würde der Organist inmitten eines "Pfeifenwaldes" sitzen. Diesen Gesamteindruck finde ich in Regensburg (kenne ich allerdings auch nur von Fotos) m.E. weitaus organischer gelöst.
Wie dem auch sei, erst der Eindruck vor Ort ist entscheidend und irgendwas wird sich der Architekt auch dabei gedacht haben, als er diesen Prospekt genau so geplant hat.
/guido
Domorgel Speyer
FranzS.
, Samstag, 02. April 2011, 13:58 (vor 5634 Tagen) @ gk
Ich finde auch, es sieht besser aus als erwartet. Der Prospekt wirkt wie eine plastische Skulptur, die Idee des Architekten wird so durchaus nachvollziehbar.
Hallo,
genau das finde ich überhaupt nicht. Ich kann hier nichts Plastisches erkennen, vielmehr sieht das ganze aus wie Omas Gardinenstor. Die Schwere, die der Raum sowieso schon hat, verlangt nach etwas Aufgelöstem und nicht nach noch mehr Fülle. Mich wundert der Entwurf, gerade weil der Architekt in seinen sehr großen Gebäuden eine organische Leichtigkeit erreicht hat.
Diesen Gesamteindruck finde ich in Regensburg (kenne ich allerdings auch nur von Fotos) m.E. weitaus organischer gelöst.
naja Regensburg sieht ja so aus, als hätte diese Dame hier....
![[image]](images/uploaded/201104021355454d972ae121eaf.jpg)
die Orgel entworfen. Einfach "over the top" oder frei nach dem Motto: "This is my art, and it is dangerous!" (Delia Deetz)
Postmoderne Grüße
Franz
Domorgel Speyer
Matthias Mück
, Magdeburg, Sonntag, 03. April 2011, 10:33 (vor 5633 Tagen) @ speyerer
..ist bekanntlich Geschmacksache ! Fotos können auch täuschen, in Wirklichkeit wird der Prospekt im Raum sicher auf den Betrachter noch anders wirken als auf dem Foto. Mich stören diese grauen Säulen (Stelzen) unter der Platte schon etwas. Vielleicht denkt man darüber nach, sie farblich in den Hintergrund treten zu lassen und streicht sich dunkel ab. Somit würde der Prospekt mehr im Raum "schweben". Insgesamt dürfte der Prospekt noch nicht vollständig sein. Einige Details sind sicher noch zu realisieren. (Spieltischbereich, hintere seitliche Gehäuseteile etc.)
Domorgel Speyer
Karl-Bernhardin Kropf, Sonntag, 03. April 2011, 18:30 (vor 5633 Tagen) @ Matthias Mück
..ist bekanntlich Geschmacksache ! Fotos können auch täuschen, in Wirklichkeit wird der Prospekt im Raum sicher auf den Betrachter noch anders wirken als auf dem Foto. Mich stören diese grauen Säulen (Stelzen) unter der Platte schon etwas. Vielleicht denkt man darüber nach, sie farblich in den Hintergrund treten zu lassen und streicht sich dunkel ab. Somit würde der Prospekt mehr im Raum "schweben". Insgesamt dürfte der Prospekt noch nicht vollständig sein. Einige Details sind sicher noch zu realisieren. (Spieltischbereich, hintere seitliche Gehäuseteile etc.)
N'abend zusammen....
Die Kritik von MM teile ich, die Säuelen betreffend. Die scheinen (*jetzt*) doch zu sehr zwischen dünn und dick zu stehen, wirken etwas unbeholfen. DAs schwarze Loch könnte in der Tat auch noch irgendwas vertragen.
Den Prospekt finde ich definitiv interessanter als den alten, vielleicht weil ich mit der alten Orgel keine positiven Erfahrungen verbinde (Wolfgang, von oben fühlte sie sich wie Rostock an, wobei Rostock schöner klingt...!!!).
Klangabstrahlung? Nun, das ist ja keine Orgel mit 60 mm Winddruck, Keilbälgen, offenen Fußlöchern und sonstwas. Die Seiferts werden dem Prospekt schon mit dem entsprechenden "Nachdruck" (und eben auch Hochdruck) begegnen, und solche Orgeln spielen dann auch über die Gartenmauer. Das meine ich jetzt nicht negativ.
Viel schwieriger scheint mir die Frage, wie das Ding klanglich unter dem Gurtbogen rauskommt. Da ist entweder wirklich Mega-Power angesagt, oder geschickte Schallenkung auf den einzelnen Ebenen. Denn was in der Orgelkammer nach oben geht - bei direktem Gang in das Kreuzrippen- oder Tonnengewölben einer Kirche ist Abstrahlung nach oben ja ideal - läuft hier gegen die Barriere.
Nun gut, ich sprach ja eben auch von der Gartenmauer, dann klappt's vielleicht auch hier....
Nun schaue ich das Bild schon eine Weile an, und kann bei meiner MEinung und Matthias' Kritikpunkten bleiben. Gelungen ist auf jeden Fall, dass die Orgel als Mobiliar im engsten Sinne des Wortes erscheint, nicht untrennbar verbunden mit dem Dom, gewissermaßen leicht auszuwechseln. Ohne dieses Ziel bewerten zu wollen, habe ich für so eine Absicht mindestens Respekt, jedenfalls in so "problematischem" Umfeld.
Beim Schwärmen im verlinkten Artikel über das neue Kunstwerk, das der Architekt dem Dom geschenkt hat, fiel mir die sehr ähnliche Begeisterung in der Kathedrale von Salisbury ein, von der dort zu lesen war, mit der diese Taufe gepriesen wurde (NB: Die absolut plane Reflektion in der Wasseroberfläche ist trotz des Wasserumlaufes auch realiter so).
Sie scheint mir aber nach eigenen Erlebnis diesen Titel aber noch eher zu verdienen als die Orgel, weil sie natürlich deutlich kleiner ist und nicht so prominent in den Raum wirkt.
![[image]](http://www.salisburycathedral.org.uk/dyn/news/image352.jpg)
Domorgel Speyer
Karsten, Sonntag, 03. April 2011, 21:21 (vor 5633 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Viel schwieriger scheint mir die Frage, wie das Ding klanglich unter dem Gurtbogen rauskommt. Da ist entweder wirklich Mega-Power angesagt, oder geschickte Schallenkung auf den einzelnen Ebenen. Denn was in der Orgelkammer nach oben geht - bei direktem Gang in das Kreuzrippen- oder Tonnengewölben einer Kirche ist Abstrahlung nach oben ja ideal - läuft hier gegen die Barriere.
Nun gut, ich sprach ja eben auch von der Gartenmauer, dann klappt's vielleicht auch hier....
Hallo!
Schaut man sich den leeren Platz der Orgel an, so schließt der Raum bündig mit dem Gurtbogen ab. "Hängen bleiben" kann da nichts.
http://www.flickr.com/photos/rmmccallum/5280649357/
Der Raum scheint dann wirklich wie ein Gehäuse zu wirken und den Klang ohne große Verluste (abgesheenn von dem Prospekt) nach vorne zu lenken.
Zudem steht der Schwellkasten des SW oben und so weit es geht vorne, so dass er seinen Klang direkt durch den Bogen nach vorne lenkt und die Werke darunter auch eher nach vorne strahlen. Ich denke, die Seiferts haben das ganz gut gelöst...
Gruß
Karsten
Domorgel Speyer
Karl-Bernhardin Kropf, Montag, 04. April 2011, 06:11 (vor 5632 Tagen) @ Karsten
Viel schwieriger scheint mir die Frage, wie das Ding klanglich unter dem Gurtbogen rauskommt.
Hallo!Schaut man sich den leeren Platz der Orgel an, so schließt der Raum bündig mit dem Gurtbogen ab. "Hängen bleiben" kann da nichts.
http://www.flickr.com/photos/rmmccallum/5280649357/
Der Raum scheint dann wirklich wie ein Gehäuse zu wirken und den Klang ohne große Verluste (abgesheenn von dem Prospekt) nach vorne zu lenken.
Stimmt - informatives Bild, danke.
Domorgel Speyer
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Sonntag, 03. April 2011, 20:04 (vor 5633 Tagen) @ Matthias Mück
Hallo,
vielleicht so?
![[image]](images/uploaded/201104032002514d98d26b7fb9d.jpg)
Hier sind die Stützen schwarz, der Tisch im Muster der Steine.
Gruß Clemens Schäfer
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Domorgel Speyer
Karsten, Sonntag, 03. April 2011, 21:11 (vor 5633 Tagen) @ Clemens Schäfer
bearbeitet von Karsten, Sonntag, 03. April 2011, 21:26
Hallo!
Spätestens wenn aber unter der Orgel, auf der Musikerempore musiziert wird und dort eine Beleuchtung an ist, werden die Säulen aber wieder zu sehen sein...
Es wundert mich sowieso ein wenig, dass es für Säulen auf der Empore ein "OK" gab, ist doch in Bereichen, wo musiziert wird, jeder Quadratzentimeter an freier Stellfläche und Bewegungsfreiraum (Ellbogenfreiheit etc.) wichtig.
Gut, man könnte sagen: für solches gemeinsames Musizieren haben wir nun die Chororgel, aber wozu braucht's dann noch zwei Spieltische an der Hauptorgel?
Gruß
Karsten
Domorgel Speyer
Friedrich
, Montag, 04. April 2011, 09:39 (vor 5632 Tagen) @ Clemens Schäfer
vielleicht so?
Danke, das ist sehr erhellend (sozusagen). So könnte ich mich mit dem Prospekt fast anfreunden. Ich würde das Betongrau der Kante eher beibehalten, die Sandsteinfarben wirken in dem Fall fast kitschig. Aber mit unauffälligeren Stützen wirkt die Pfeifenarchitektur tatsächlich viel besser, fast dramatisch. Wenn ich die Stützen sehe, möchte ich das ganze Blech am liebsten wegräumen, muss doch gehen, wenn es auf zwei solchen Spargeln steht.
Schöner hätte ich es trotzdem gefunden, wenn es eine musikalisch-technisch sinnvolle und nicht bloß eine symbolische Architektur geworden wäre. Vielleicht liegt es an mir, aber ich argwöhne dann immer, dass jemand, der ein Musikinstrument so gestaltet, auch von Musik keine Ahnung hat. Für mich ist das so, als lasse man das Orchester im Sinfoniekonzert hinter einer Kinoleinwand spielen, auf die freie Assoziationen eines ortsansässigen Batikkünstlers projiziert werden. Klar, ist mal was anderes. Bringt aber keinen weiter.
Gruß,
Friedrich
Domorgel Speyer
doppelfloete_h
, Hannover, Montag, 04. April 2011, 10:56 (vor 5632 Tagen) @ Friedrich
vielleicht so?
,
Schöner hätte ich es trotzdem gefunden, wenn es eine musikalisch-technisch sinnvolle und nicht bloß eine symbolische Architektur geworden wäre. ,Gruß,
Friedrich
...ja, so geht's mir im Prinzip auch damit. "Ohne" Säulen schon besser. Aber: Mir fehlt trotz allen Reizes des Skulpturellen und dem gelungenen Spiel mit dem Lichteinfall die Struktur eines "klassischen" Gehäuses.
Ich weiß nicht, wie ihr das seht: Wäre eine gewisse gestalterische Korrespondenz zur Orgel auf dem Königschor ZU naheliegend gewesen?
Gruß aus H.
Domorgel Speyer
Friedrich
, Montag, 04. April 2011, 11:17 (vor 5632 Tagen) @ doppelfloete_h
bearbeitet von Friedrich, Montag, 04. April 2011, 16:10
Ich weiß nicht, wie ihr das seht: Wäre eine gewisse gestalterische Korrespondenz zur Orgel auf dem Königschor ZU naheliegend gewesen?
Mmm -- ich glaube, das wäre gefährlich gewesen. Das Chororgelgehäuse ist mit seinem starren Rundbogen und dem hohen Holzanteil schon in Gefahr, einem gewissen Manierismus zu verfallen; gerettet wird es von dem engen Raum. Da finde ich es besser, wenn die Chororgel Solistin bleibt und die Westorgel ganz anders aussieht, nicht wie ein anderes Möbel aus der gleichen Designserie.
Ehrlich gesagt fällt mir im Moment kein Orgelarchitekt ein, von dem ich mir ähnliche Originalität erhoffen könnten wie einst von Josef Schäfer oder Jakob Schmidt. So ein Kaliber wünscht man sich für einen so schönen und wichtigen Raum wie Speyer. Nichts gegen Herrn Böhm, aber als Orgelarchitekt enttäuscht er mich.
Gruß,
Friedrich
Domorgel Speyer - neues Bild
Karsten, Donnerstag, 14. April 2011, 08:58 (vor 5622 Tagen) @ speyerer
Hallo!
Mittlerweile gibt es ein offizielles Portrait der Seifert-Orgel im Speyerer Dom, ohne Aufzug an der Seite.
Die Musikerempore ist auf dem Bild ausgeleuchtet.
Gruß
Kasrten
Domorgel Speyer - neues Bild
gk
, Donnerstag, 14. April 2011, 09:24 (vor 5622 Tagen) @ Karsten
Also, das Loch stört m.E. immer noch. Nicht so gelungen finde ich auch die unterschiedlich hohen Lamellen links und rechts. Diese Lösung an sich hat schon etwas aus den 50er oder 60er Jahren und die unterschiedliche Höhe macht einen nicht gerade harmonischen Eindruck.
Da war Seiferts Vorschlag, wie er den Architektenentwurf abwandeln wollte (etwas aus der Nische ins Schiff auskragend, keine Berührungen mit dem Mauerwerk an der Seite) wesentlich überzeugender.
/gk
Domorgel Speyer - neues Bild
Friedrich
, Donnerstag, 14. April 2011, 09:26 (vor 5622 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Friedrich, Donnerstag, 14. April 2011, 10:24
*seufz* ...
Danke, Karsten, für den Fotolink.
In meinen bescheidenen Augen macht er die Misere nur noch deutlicher.
Und was das die Quandts alles gekostet hat ...
Mit deprimiertem Gruß,
Friedrich
Domorgel Speyer - neues Bild
Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 14. April 2011, 09:49 (vor 5622 Tagen) @ Friedrich
*seuf* ...
Mit deprimiertem Gruß,
Friedrich
Hoffentlich meintest Du nicht*säuf*....??
Abgesehen davon kann ich mich mit den Pfeifenfeldern weiterhin anfreunden. Der blitzblanke Unterbau erinnert aber auch ein wenig an die Dunstentsorgung in Großküchen und Imbißbuden. Ja, mit dem Unterbau muss auch ich hadern. Nun ja.
Wenn sie dann wenigstens gut klingt!
Domorgel Speyer - neues Bild
Friedrich
, Donnerstag, 14. April 2011, 10:28 (vor 5622 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
*seuf* ...
Hoffentlich meintest Du nicht*säuf*....??
Weiß gar nicht, was Du meinst! (Schick, dass man hier editten kann.)
Im übrigen kein ganz fernliegender Gedanke. Vielleicht wird der Prospekt bei leicht verschwimmenden Konturen und der einen oder anderen Dopplung interessanter.
Wenn sie dann wenigstens gut klingt!
Das wird sie! Und die Bänke bleiben weiterhin nach Osten ausgerichtet.
Also zurücklehnen, Augen zu und an was Schönes denken!
Gruß,
Friedrich
Domorgel Speyer - neues Bild
jrbecker
, Donnerstag, 14. April 2011, 14:17 (vor 5622 Tagen) @ Karsten
Interessant: Blättert man auf dieser Website und findet die Disposition der Orgel, ist gar nicht mehr von der "Quandtarde" die Rede. "Contraposaune" heißt es da ganz langweilig...
Muss man dem nun eine Bedeutung beimessen (... Einsicht?)?
Lg
Jörg
Domorgel Speyer - neues Bild
flautado, Samstag, 16. April 2011, 13:06 (vor 5620 Tagen) @ jrbecker
Nein muss man nicht, da die Gravur der Registerdrücker am Spieltisch bereits Ende letzten Jahres stattgefunden hat. Manche Diskussionen sind manchmal einfach überflüssig ;-))
Gruss flautado
Domorgel Speyer - neues Bild
jrbecker
, Samstag, 16. April 2011, 14:04 (vor 5620 Tagen) @ flautado
Nein muss man nicht, da die Gravur der Registerdrücker am Spieltisch bereits Ende letzten Jahres stattgefunden hat>
Gruss flautado
Hallo flautado,
und welche der verschiedenen im Netz verbreiteten Varianten ist dort eingraviert?
Gruß
J.R.
Domorgel Speyer - neues Bild
flautado, Sonntag, 17. April 2011, 10:03 (vor 5619 Tagen) @ jrbecker
Natürlich wurde die ganz langweilige "Contraposaune 32'" eingraviert :-)
Viele Grüsse
flautado
Domorgel Speyer - neues Bild
Karsten, Sonntag, 17. April 2011, 10:15 (vor 5619 Tagen) @ flautado
Hallo!
Also so "natürlich" wie du meinst schien das lange Zeit auf Grund der Spendengeschichte und von offiziellen Seiten gemachten Äußerungen und Dispositionsveröffentlichungen eigentlich nicht.
Gruß
Karsten