Ein echter Hammer...
Gestern hatte ich das Vergnügen, ein Blechbläser-Konzert um ein paar "heitere" Orgelbeiträge zu bereichern. Die Orgel kannte ich bis 3 Stunden vor dem Konzert nicht, die Kirche zumindest durch Bilder. Typische "Nachkriegsturnhalle" und entsprechendes Instrument mit folgender, doch gewöhnungsbedürftiger Disposition:
I. Rückpositiv (C-g3)
Gedackt 8'
Flöte 4'
Schwiegel 2' im Prospekt
Terzian II
Sifflöte 1'
Scharff IV-V
Tremulant
II. Hauptwerk (C-g3)
Rohrflöte 8'
Prinzipal 4'
Spitzgedackt 4'
Oktave 2'
Mixtur IV-VI
Dulzian 16'
Vox humana 8'
Tremulant
Pedal (C-f1)
Subbass 16'
Prinzipal 8'
Gemshorn 4'
Glockenton III
Trompete 8'
3 Normalkoppeln
Ich war angesichts der doch durchaus repräsentativen Raumgröße und des wirklich mehr als ausreichenden Platzangebotes (vor allem in der Höhe!) dann doch einigermaßen ernüchtert über das Fehlen eines 8'-Prinzipals im HW. Dieser Mangel schlägt sich dann gleich nieder in der unfassbaren "Dicke" und Präsenz von Rohrflöte und Prinzipal 4', die ja irgendentwas tragen müssen. Im Prinzip als klar orgelbewegtes Neo-Instrument nicht unlogisch disponiert (zumal die beiden Manualzungen, die allerdings aus Stimmungsgründen ausfielen), aber als Gemeindebegleitung für einen solchen Raum dann doch völlig verfehlt. Da ist mir dann doch schleierhaft, was man sich damals gedacht haben mag... Da gibts gerade hier in der Gegend und aus der Zeit wesentlich "überzeugendere" Beispiele... Und dann sollte man doch da, wo auch noch ein Kreiskantorat dranhängt, ein klein wenig in die Pflege investieren können ;) Aber man mag verwöhnt sein...