Goslar - neuer Prospekt

Friedrich @, Donnerstag, 14. April 2011, 13:53 (vor 5622 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Wenn ich dieses Bild so sehe ...
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... dann möchte ich schon fast zurückrudern.

Dieses allerdings, das schon SlowOrg zitiert hatte ...
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... zeigt, was ich meine.

Auf der Seite der Gemeinde zum Orgelprojekt -- danke, KBK -- kann man im Krebsgang die verschiedenen Planungsstadien zurückverfolgen. Da ist einmal folgender Satz zu lesen:

"Daneben wird darüber nachgedacht, die Renovierung als Gelegenheit zu nutzen, um die Orgel auch optisch ein wenig zu verändern."

Da hat sich wohl eine gewisse Eigendynamik ergeben. Ich möchte wetten, dass ein Satz gleichen Inhalts in dreißig Jahren wieder an entsprechender Stelle zu lesen sein wird.

Jeden, der in sein Gehirn schon ein paar Furchen orgeldenkmalpflegerischen Denkens gezogen hat, dürfte es bei diesem Satz aus derselben Quelle schaudern: "Die Orgel soll sowohl technisch als auch klanglich für die nächsten Jahrzehnte bzw. die nächste Organistengeneration 'fit' gemacht werden." Im nächsten Satz ist zwar davon die Rede, dass die Qualität der Schuke-Orgel "gehalten werden" soll. Dass das aber eine besondere Qualität sein könnte, für die auch neue Organistengenerationen sich gefälligst fit machen dürfen, das scheint nicht so recht durchzudringen.

Nichts gegen Schimmelpilzbehandlung und Beseitigung der Ursachen. Nichts auch gegen die Erweiterung um ein koppelbares Schwellwerk oder gegen eine tüchtige badische Orgelbauwerkstatt. Aber so ganz weiß ich nicht, ob die Verantwortlichen sich darüber klar sind, dass sie der Gemeinde und den Kirchenbesuchern diese architektonisch komplett ratlose Hässlichkeit auf Jahrzehnte hinaus aufbürden.

Gruß,
Friedrich


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