Orgel der ev.ref. Kirche in Wetter (Ruhr)

Schreipositiv @, Wetter, Freitag, 04. Januar 2013, 16:51 (vor 5041 Tagen) @ FriedemannW

Hallo Schreipositiv,
ich denke, die Geschichte der Orgel so ist etwas detaillierter:
- gebaut von Link als Werk mit pneumatischer Traktur
- die pneumatische Orgel wurde 1954 erweitert
- 1980 Neubau auf Schleifladen unter Verwendung von Gehäuse und alten Registern

Danke. Wieder etwas neues über die Orgel gelernt. Der Ordner mit allen Dokumenten ist noch nicht aufgetaucht, also beruht all mein Wissen über die Orgel aus Sekundärquellen, Berichten von alten Gemeindemitgliedern usw. Ich hatte eingentlich damit gerechnet, dass die Orgel 1954 elektrifiziert wurde, da der gleich Orgelbauer (Faust?) 1954 auch die Orgel in der Lutherkirche elektrifiziert hat.

Einige Gedanken zum jetzigen Zustand:
- im Prospekt stehen Teile von (mindestens) 2 Registern, die unterschiedlich breiten Stimmschlitze der Prospektpfeifen belegen das, das Reaktivieren dieser Prospektpfeifen ist aber wahrscheinlich recht aufwändig, und es gibt keine Fortführung dieser Prospektregister auf der Windlade (da es neue Schleifladen sind)

Danm werden dass Wahrscheinlich Teile vom Principal 8' und vom Salicional 8' sein.

- gut, dass alte Register übernommen wurden, ein alter halbrund aufgeschnittener Subbaß mit ordentlicher Mensur ist besser als ein Pommer 16' im Pedal...

Das Stimmt, der Subbaß hat ordentlich Fundament. Das braucht die Orgel auch, da
Rohrflöte und Gedackt zwar auch original sind, aber nicht als Fundament vorgesehen waren.

- die Zugänglichkeit sieht doch gar nicht so schlecht aus, da gibts viel engeres!

Wenn man erst mal unter dem Pfeiler durch ist, geht es. Der Orgelbauer (er ist etwas rundlicher) muss immer erst einige Pfeifen der Mixtur ausbauen, da er sie sonst mit seinem Bauch abknicken würde. Ich habe das Problem, dass ich zu groß bin, und mich deshalb so weit über die Pfeifen lehen muss, dass ich ohne mich abzustützen das Gleichgewicht verlieren würde.

Hier sieht man es etaws besser:

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Ganz schlimme ist es beim 2. Bogen:

[image]

- die Windstößigkeit kann auch von zu engen Kanzellen herkommen und die altern Register haben sicherlich einen höheren Windverbrauch

Die hat sich in der Zwischenzeit erledigt. Grund für die Asthmatik war der Schlauch, der vom Gebläse abgeht. Er hatte ein einer schwer zugänglichen Stelle einen Riss. Ich hab ihn nur durch Zufall entdeckt und dann "fachmännisch" mit Klebeband abgedichtet.

- Winddruck deutlich erhöhen (wie im anderen Thread erwähnt) ist immer schwierig, die alten Pfeifen machen das klanglich bestimmt mit, das Problem sind dann die Pfeifenlängen, die einfach zu kurz sind. Das ist ohne umfangreiche Nacharbeiten (Anlängen der Pfeifen & Stimmrollen zulöten, besser Pfeifenwerk weiter rücken) schwer möglich. Die Holzpfeifen der 4' Flöte sind ja jetzt schon recht kurz.

Winddruck erhöhen ist jetzt nicht unbedingt notwendig. Die Orgel ist laut genug.

Wie wäre es denn mit einer Reaorganisation des Werkes? :D

"Wer soll das Bezahlen, wer hat so viel Geld"?
Man muss beachten, die Gemeinde hat etwas über 500 Mitglieder, während die Luthergemeinde gut das Sechsfache hat.

Beste Grüße
Friedemann

Gruß,
Pascal


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