Lenter-Orgel Würzburg

Nokuhn, Sonntag, 06. Januar 2013, 14:54 (vor 5043 Tagen)

Kennt jemand die neue Lenter-Orgel in der Musikhochschule Würzburg?

Nokuhn

Lenter-Orgel Würzburg

Oliver Horlitz ⌂, Sonntag, 06. Januar 2013, 22:42 (vor 5043 Tagen) @ Nokuhn

Kennt jemand die neue Lenter-Orgel in der Musikhochschule Würzburg?

Nokuhn


Ja, das ist der Fall,


meint, freundlich grüßend,
Oliver

Lenter-Orgel Würzburg

Nokuhn, Montag, 07. Januar 2013, 14:08 (vor 5042 Tagen) @ Oliver Horlitz

Hallo Herr Horlitz,#

vielen Dank fuer Ihre Antwort. Mich wuerde Ihr Eindruck von einem Neubau mit mechanischen Kegelladen interessieren, letztlich aus zwei Gruenden:

a) gibt es Orgelbauer, die diese Bauart (als Neubau) wirklich beherrschen? Auf meine frueher in Zusammenhang mit moeglichen klanglichen Vorteilen der Registerkanzelle geaeusserte Frage zur heute ausschliesslichen Praesenz von Schleifladen bei Neubauten wurde immer auf fehlende Fertigkeit der Orgelbauer verwiesen.
b) ein mir bekannter, in dieser Richtung sehr kompetenter Orgelbauer haelt die Kegellade nur bei Orgeln ab einer Groesse von 30 Registern fuer sinnvoll. Wie ist das hier zu sehen?

Viele gruesse

Norbert Kuhn

Lenter-Orgel Würzburg

Oliver Horlitz ⌂, Montag, 07. Januar 2013, 15:55 (vor 5042 Tagen) @ Nokuhn

Hallo Herr Horlitz,#

vielen Dank fuer Ihre Antwort. Mich wuerde Ihr Eindruck von einem Neubau mit mechanischen Kegelladen interessieren, letztlich aus zwei Gruenden:

a) gibt es Orgelbauer, die diese Bauart (als Neubau) wirklich beherrschen? Auf meine frueher in Zusammenhang mit moeglichen klanglichen Vorteilen der Registerkanzelle geaeusserte Frage zur heute ausschliesslichen Praesenz von Schleifladen bei Neubauten wurde immer auf fehlende Fertigkeit der Orgelbauer verwiesen.

Dass es Orgelbauer gibt, die das beherrschen, zeigen ja Instrumente wie Würzburg. Schade dort nur, daß der Raum relativ klein ist, so daß nur die Zuhörer im entferntesten Bereich vom Spieltisch die volle Klangwirkung erleben - am Spieltisch hat sich das noch nicht ganz entwickelt.

b) ein mir bekannter, in dieser Richtung sehr kompetenter Orgelbauer haelt die Kegellade nur bei Orgeln ab einer Groesse von 30 Registern fuer sinnvoll. Wie ist das hier zu sehen?

Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen: Warum soll die Art der Intonation, die auf einer mechanischen Kegellade möglich ist, nur bei Orgeln einer bestimmten Größe sinnvoll sein? Da hätten ja die berühmten Orgelbauer der Kegelladenzeit lauter unsinnige Instrumente gebaut. Ich lade den Herrn gern mal ein, mit mir z.B. nach Markgrafpieske zu fahren - eine der letzten Sauer-Orgeln mit Kegellade und mechanischer Spieltraktur (die Registertraktur ist schon pneumatisch ) von 1898, 13/II/P...

Ganz im Gegenteil! Mechanische Kegelladen sind interessanter, wenn eher wenige Register auf einer Lade stehen: Dann ist die zu bewegende Trakturmasse so gering, daß es möglich ist, die Geschwindigkeit des Öffnens und Schließens der Kegel klangebeeinflussend zu steuern. Ab einer gewissen Registerzahl werden die Kegelladen mechanisch so schwer und zäh spielbar, daß das ja auch zur Einführung von Barkerhebel, pneumatischer und elektrischer Traktur führte.

meint, freundlich grüßend,
Oliver

hallo Herr Horlitz,Lenter-Orgel Würzburg

Nokuhn, Dienstag, 08. Januar 2013, 10:10 (vor 5041 Tagen) @ Oliver Horlitz

Hallo Herr Horlitz,

vielen dank fuer Ihre Stellungnahme, deren sachliches Zutreffen ich nicht bezweifle.
Allerdings bleibt hierdurch mein urspruengliches Anliegen ungeloest:
Wenn keine technischen (Orgelbauer) und kuenstlerischen (Klangeindruck) Probleme vorliegen, warum werden dann in einer Zeit der Wertschaetzung romantischer Orgelmusik keine Kegelladen mehr gebaut?

Viele Gruesse

Norbert Kuhn

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