Reger und Frankreich

stein @, Montag, 14. Januar 2013, 19:47 (vor 5034 Tagen)

Auf Radio-France ein Beitrag über Reger und verschiedene Gesamteinspielungen mit Escaiche u.a.

Reger und Frankreich

Karsten, Montag, 14. Januar 2013, 21:00 (vor 5034 Tagen) @ stein
bearbeitet von Karsten, Montag, 14. Januar 2013, 21:05

Zur Info, da einige dieses Sendekonzept vielleicht nicht kennen:

Es werden eingeladenen Fachleuten (hier u.a. Thierry Escaich, Henri de Rohan-
Csermak ) vom Moderator verschiedene "anonyme" Interpretationen eines Werkes (bzw. Abschnitte daraus) vorgespielt und diskutiert. Am Ende werden die Interpreten "aufgelöst".

Hier ist es Regers Choralfantasie "Halleluja! Gott zu loben" op.52,3 in den Interpretationen von Rosaline Haas, Wolfgang Rübsam, Lionel Rogg, Josef Still, Jean-Baptiste Dupont und Daniel Matrone.

Und somit ist keine einzige Aufnahme an einer "historischen" Orgel darunter. Welche ein Aufschrei gäbe es, wenn in einer solchen Sendung bei einem französischen Komponisten nur Aufnahmen an Nicht-Cavaillé-Coll-Orgeln ausgewäht würden... :(

Dennoch schön, dass es Reger überhaupt mal mit seinem Orgelwerk in diese Sendung geschafft hat.

Gruß
Karsten

Reger und Frankreich

stein @, Montag, 14. Januar 2013, 21:29 (vor 5034 Tagen) @ Karsten

Die zweite Orgel von Rieger (+bischen Sauer) in Fulda wird als authentisches Instrument bezeichnet.

Reger und Frankreich

doppelfloete_h @, Hannover, Montag, 14. Januar 2013, 23:26 (vor 5033 Tagen) @ stein

Augenwischerei.

Reger und Frankreich

Karsten, Dienstag, 15. Januar 2013, 00:08 (vor 5033 Tagen) @ doppelfloete_h
bearbeitet von Karsten, Dienstag, 15. Januar 2013, 00:12

Augenwischerei.

In der Tat.

Eine sehr spannende und auch heitere Diskussion, bei der - soweit ich verstanden habe - Theorie und Praxis aufeinander prallten. Die Partitur dürfte mitgelesen werden und nach einigen Durchläufen verzweifelte einer der Diskussionteilnehmer regelrecht daran, dass zahlreiche Vortragsangaben (allein was die Dynamik angeht) von den Interpreten schlicht nicht realisiert würden. Es mache keinen Spaß mehr die Noten mitzulesen, meinte er sinngemäß.
Escaich fand das in vielen Fällen nicht so "schlimm", da sprach der pragmatische Praktiker.

Es wäre nun spannend gewesen, ausschließlich "HIP"-Interpretationen an romantischen Orgeln zu vergleichen... Die Teilnehmer der Runde waren sich einig, dass es klanglich hier eigentlich eine Walcker oder Sauer brauche...

Gruß
Karsten

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