Stiftsbasilika Aschaffenburg

Bauernflöte 2' @, Samstag, 16. Februar 2013, 09:35 (vor 4995 Tagen)
bearbeitet von Bauernflöte 2', Samstag, 16. Februar 2013, 09:39

Die Klais-Orgel in der Stiftsbasilika wurde generalüberholt und um eine Chamade 8' sowie diverse Kleinigkeiten erweitert.
Einen Höreindruck gibt es hier:
http://www.ab.main-franken-katholisch.de/aktuell/index.html/koenigin-mit-neuem-sound/e7...

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fluteceleste @, München, Samstag, 16. Februar 2013, 10:00 (vor 4995 Tagen) @ Bauernflöte 2'

Danke für den Link.
Kennt sich jemand mit den Details aus?
Interessanterweise birgt ja das Hauptwerk lt.Dispo nur eine Gambe neben einem Prinzipal in 8'-Lage. Das halte ich doch für relativ ungewöhnlich- bei der Größe. (Vielleicht ist die Gambe aber auch keine sägende, sondern eine barocke weiche..) Jedenfalls hätte ich eher damit gerechnet, daß eine Flute harmonique ins HW kommt..
Der Geigenprinzipal macht eigentlich nur im SW Sinn, aber wurde da dann der Holzprinzipal geopfert? das wäre sicher schade, denn letzterer ist das einzige was einer offenen Flöte in 8' in der ganzen Orgel einigermaßen nahe kommt...
dispositionsanalytische Grüße
Stefan

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Martin @, Samstag, 16. Februar 2013, 11:46 (vor 4995 Tagen) @ fluteceleste

Die Disposition bei Wikipedia und auf der Homepage der Gemeinde ist unvollständig.
Die Orgel hat im Hauptwerk noch ein Gedackt 8'. Damit hatte die Orgel 52 Register.
Der überwiegende Teil der Pfeifen stammt noch aus dem Vorgängerinstrument (Weise 1957)

Gruß

Martin

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fluteceleste @, München, Samstag, 16. Februar 2013, 15:01 (vor 4995 Tagen) @ Martin

danke, das erklärts dann doch. Aber was ist mit Geigen- und Holzprinzipal?

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untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Samstag, 16. Februar 2013, 15:28 (vor 4995 Tagen) @ fluteceleste

vielleicht der geigenprincipal 8 zusätzlich ins positiv?
oder zusätzlich ins sw?

der holzprincipal 8 im sw der trierer domorgel ist auch eher eine schöne offene 8' flöte.

grüsse

th

--
Thomas Haubrich

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fluteceleste @, München, Sonntag, 17. Februar 2013, 09:32 (vor 4994 Tagen) @ untersatz32

vielleicht der geigenprincipal 8 zusätzlich ins positiv?
oder zusätzlich ins sw?

der holzprincipal 8 im sw der trierer domorgel ist auch eher eine schöne offene 8' flöte.

grüsse

th

daran dachte ich zunächst auch, aber dann vermutete ich dem Prospekt nach eher, daß das Positiv hinter dem Brustprospekt steckt, wo dann doch ein offener 8' schlecht Platz hätte. Oder aber der Brustprospekt (2'?) ist nur Zierde..
[image]
ist natürlich total unwichtig, aber solche Gedankenspiele machen mir einfach Spaß ;-)
Der Holzprinzipal im Würzburger Dom ist übrigens auch eine schöne Flöte. Vielleicht sollten wir damit einen neuen Thread aufmachen..

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Orlos, Sonntag, 17. Februar 2013, 15:18 (vor 4994 Tagen) @ fluteceleste

Das Brustwerk ist tatsächlich das Positiv, meines Wissens steht der 4' im Prospekt. Vor vielen Jahren war ich #mal dort zu einem Konzert mit Hielscher, der hat das Brustwerk völlig ignoriert, weil es ihm so in die Ohren geplärrt hat und das romantische Programm mit den anderen beiden Werken gut zu realisieren war. Die Orgel ist eine absolut typische Klais-Orgel dieser Zeit, deren Charme sich vielleicht nicht jedem erschließt. Ich mag diesen Stil aber ganz gern. Und diese Art der Prospektgestaltung gefällt mir auch, jedenfalls mehr als pseudo-historistische Neugotik- oder Barock-Imitate oder aggressive Architekten-Entwürfe, die mehr schockieren als gefallen. Da sind die Schäfer-Prospekte ein angenehmer Mittelweg.

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schnitgers.anderer.erbe, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:06 (vor 4994 Tagen) @ fluteceleste

Der Holzprinzipal im Würzburger Dom ist übrigens auch eine schöne Flöte. Vielleicht sollten wir damit einen neuen Thread aufmachen..

Ja das ist ein landauf landab anzutreffendes Phänomen und wer ist schuld? Der Onkel Töpfer...zumindest trägt er eine Teilschuld. Bei gleicher Querschnittsfläche Metall -> Holz kommt eben leider nicht ein klanggleiches etwas heraus. Unter dem Strich sind viele Holzprinzipale einfach zu weit und wenn sie rechnerisch eng genug wären (um Principalklang zu erhalten müsste die entsprechende Holzpfeife mind (!!!) 5 HT enger genommen werden), sind sie (aus Verzweiflung) nicht selten einfach zu hoch aufgeschnitten.
Ist ein spannender Themenkreis, ziemlich gut zusammengefasst durch John M. Nolte in "Journal of American Organbuilding" Vol. 16 Nr. 1, (März 2001) S. 4ff. Selbiger Aufsatz steht gekürzt und (mit winzigen Fehlern) übersetzt (dt., eng., frz.) in ISO Journal Nr. 36, Dezember 2010, S. 8ff.
Wenn man es gelesen und nachvollzogen hat und vllt. (gezwungenerweise :D ) den einen oder anderen Versuch gemacht hat, wird es einem recht schnell klar.
Nolte hat das ziemlich perfekt drauf. Habe von ihm mal Streicher- und Principalklänge in Holz gehört, die durchaus Charme hatten.

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Friedrich @, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:18 (vor 4994 Tagen) @ schnitgers.anderer.erbe

Der Holzprinzipal im Würzburger Dom ist übrigens auch eine schöne Flöte. Vielleicht sollten wir damit einen neuen Thread aufmachen..


Ja das ist ein landauf landab anzutreffendes Phänomen und wer ist schuld? Der Onkel Töpfer...

Vielleicht, aber auch der Onkel Arp. Der hat weiche Holzprinzipale für seine Nebenwerke gebaut, die sich gar nicht groß Mühe geben, besonders schneidend zu klingen und im Bass gedeckt sind. Hamburg hat ihn noch immer, die Domorgeln in Bremen und Lübeck hatten solche Holzprinzipale im Unter- bzw. Brustwerk.

In der Hedwigskirche in Berlin steht im SW Holzprinzipal 8' neben einer Flûte harmonique 8'. Da kann man ein Klaissches Holzprinzipal schön im Kontext hören: Holzprinzipal weich und rund, dabei klarer als eine offene Holzflöte und zum Diskant hin gleichbleibend laut; die Flûte dagegen beginnt mit Strich im Bass und geht dann ordentlich zum Diskant hin auf. Allerdings ist das was anderes als bei Schnitger, dessen Holzprinzipale klingen schnmaler und hintergründiger. Die Hedwigsorgel hat ja insgesamt einen etwas kühlen und neutralen Klang, die wäre was für Orlos und FranzS.

Gruß,
Friedrich

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schnitgers.anderer.erbe, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:44 (vor 4994 Tagen) @ Friedrich

Ja die Schnitgerlinie hatte ich gerade außen vor gelassen - welch schröklicher Föhler und musste in ähnliche Richtung denken, als ich vor wenigen Minuten einen Text gelesen habe, der ein Bild enthielt von St. Jacobi - aber du warst schneller.
Wobei ich ganz generell den Einfluß der Töpfertheorie im Orgelbau des 19. und frühen 20. Jahrhunderts für größer halten würde - ohne dieses jetzt hieb- und stichfest beweisen zu können.

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FranzS. @, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:48 (vor 4994 Tagen) @ schnitgers.anderer.erbe

Ja die Schnitgerlinie hatte ich gerade außen vor gelassen - welch schröklicher Föhler und musste in ähnliche Richtung denken, als ich vor wenigen Minuten einen Text gelesen habe, der ein Bild enthielt von St. Jacobi - aber du warst schneller.
Wobei ich ganz generell den Einfluß der Töpfertheorie im Orgelbau des 19. und frühen 20. Jahrhunderts für größer halten würde - ohne dieses jetzt hieb- und stichfest beweisen zu können.

das ist alles interessant, da ich eine große Walcker-Orgel aus den 60ern kenne, deren einzige Flöte 4' ein Holzprincipal im Rückpositiv ist. Dabei handelt es sich um eine sehr schönes Register.

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Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:45 (vor 4994 Tagen) @ Friedrich

Bremen auch? Hach, schade, daß es von dieser Orgel keine Bilder gibt.

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Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:50 (vor 4994 Tagen) @ Friedrich

Ich dachte immer, Bremen könnte ähnlich wie Magdeburg aufgebaut gewesen sein, wegen des fehlenden Rückpositivs:

http://www.arpschnitger.nl/smagdeb.html

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Orlos, Sonntag, 17. Februar 2013, 19:05 (vor 4994 Tagen) @ Friedrich
bearbeitet von Orlos, Montag, 18. Februar 2013, 01:53

Oh ja, die habe ich schon gehört. Und zwar mit Liszt BACH. Und es klang gar nicht schlecht, gerade im Schwellwerk ist ja eine Menge Schönes drin. Nur wenn es leise sein soll, fehlen differenzierte Register.
Die alte Aufnahme von dort mit Edgar Krapp hat mich als Orgelschüler sehr beeindruckt und inspiriert.

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Friedrich @, Sonntag, 17. Februar 2013, 19:31 (vor 4994 Tagen) @ Orlos

Die alte Aufnahme von dort mit Edgar Krapp hat mich als Orgelschüler sehr beeindruckt und inspiriert.

Die mit Bachs Passacaglia und der Vaterunser-Sonate? Ja, die habe ich immer noch. Ich habe sie bei einem Freund kennengelernt, der hatte noch die Erstausgabe mit Krapps Kommentar auf der Innenhülle, der sehr interessant zu lesen war. Pedalvariation im Mendelssohn mit Pedalflöten 16-8-4-2 z. B., da wusste man endlich mal, wozu so ein Pedal-2' gut ist. An Krapps Pleno-Variationen habe ich mich besoffen gehört.

Gruß,
Friedrich

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Bauernflöte 2' @, Dienstag, 19. Februar 2013, 16:40 (vor 4992 Tagen) @ fluteceleste

Auffallend im Pedal: die Disposition von Flöte 8' und Pommer 8'. Klärt mich auf, ob das Luxus ist oder durch die Übernahme alter Register bedingt so gekommen ist.

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Cantor, Samstag, 16. Februar 2013, 10:12 (vor 4995 Tagen) @ Bauernflöte 2'

Hallo,

die Chamade klingt ja furchtbar!

Gruß Cantor

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Bauernflöte 2' @, Samstag, 16. Februar 2013, 12:02 (vor 4995 Tagen) @ Cantor

Mich erinnert der Klang eher an eine dicke Oboe...

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Contrebasson 32' @, Samstag, 16. Februar 2013, 12:34 (vor 4995 Tagen) @ Bauernflöte 2'

Naja, ein eher angloamerikanischer Sound. Also, auch wenn mich alle steinigen, aber mir gefällts.

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maniactrumpet, Samstag, 16. Februar 2013, 12:41 (vor 4995 Tagen) @ Bauernflöte 2'

vollkommen richtig, und architektonisch wurde der harmonische Prospekt durch
Autohupen kaputtgemacht.
Wieso muss jeder neue Kirchenmusiker, wenn er sich schon nicht durch einen Neubau selbstverwirklichen und beweihräuchern kann, an seinem Dienstinstrument irgendeine Duftmarke hinterlassen, fragt sich der geplagte Kirchensteuerzahler?

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MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Samstag, 16. Februar 2013, 19:42 (vor 4995 Tagen) @ maniactrumpet

Naja, eine Chamade steht dem Instrument nicht unbedingt schlecht. Ich habe sie vor Jahren mal spielen dürfen, eine typische Klaisine ihrer Zeit. In sich stimmig auch vor dem Hintergrund der vielen, vielen verwendeten Weise-Register. In der Festschrift von damals ist das detailiert beschrieben.
Ich persönlich hätte mit die Chamade eher unterhalb des Hauptwerks-Principals vorgestellt oder dann ganz unsichtbar. Aber vielleicht war ja auch hier der Wunsch, sie als Zubau erkennbar zu machen, Vater des Gedankens.

Wer übrigens lesen kann ist übrigens klar im Vorteil: der Geigenprinciapl ist als ZUSÄTZLICHES Register hinzugekommen. Der Holzprincipal ist also noch da.

Interessant wäre auch, ob ein neuer (größerer) Setzer zur Modernität beiträgt?

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AndreasM @, Völklingen, Samstag, 16. Februar 2013, 22:05 (vor 4994 Tagen) @ MichaelS

Interessant wäre auch, ob ein neuer (größerer) Setzer zur Modernität beiträgt?

vermutlich ja, jedenfalls konnten wir für unsere Orgel noch ein paar Ersatzteile aus einem alten Setzer aus Aschaffenburg "erben".

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fluteceleste @, München, Sonntag, 17. Februar 2013, 15:22 (vor 4994 Tagen) @ MichaelS

Wer übrigens lesen kann ist übrigens klar im Vorteil: der Geigenprinciapl ist als ZUSÄTZLICHES Register hinzugekommen. Der Holzprincipal ist also noch da.

Interessant wäre auch, ob ein neuer (größerer) Setzer zur Modernität beiträgt?

Ich hatte eben gedacht, "Einbauen" heißt ja nicht zwingend, daß nicht etwas altes hätte weichen können. Allerdings wird es dann rein rechnerisch über die Summe der 55 gesamten Register klar, dass sie sich aus 52 alten plus 3 neuen zusammensetzen.

Für Fans der Dispoanalyse: da scheint ja doch einiges aus der Weise übernommen worden zu sein.Davon wiederum könnte auch Substanz von der Steinmeyer-Vorgängerin aus 1920 oder der darauffolgenden Modifikation zu sein. In der OD Bayern sind jedenfalls einige Einträge zu finden.

Weise 1957:

HAUPTWERK (1.Man., C-g'''): Gedacktpommer 16', Prinzipal 8', Rohrflöte 8', Oktav 4', Gemshorn 4', Quint 2 2/3', Oktav 2', Mixtur 2' 6f., Zimbel 1/2' 3f., Cornett 5f., Trompete 8'
RÜCKPOSITIV (2.Man.): Gedackt 8', Quintade 8', Prinzipal 4', Hohlflöte 4', Oktav 2', Sesquialtera 2 2/3' 2f., Sifflöte 1 1/3', Mixtur 1' 4f., Geigenregal 16', Dulzian 8', Tremulant
SCHWELLWERK (3.Man.): Bordun 16', Holzprinzipal 8', Gedackt 8', Salicional 8', Vox coelestis 8', Oktav 4', Querflöte 4', Nasard 2 2/3', Nachthorn 2', Terz 1 3/5', Hintersatz 2 2/3' 4f., Scharf 1' 4f., Fagott 16', Trompete 8', Oboe 4', Tremulant
PEDAL (C-f'): Gedacktpommer 16', Prinzipal 16', Subbaß 16', Oktavbaß 8', Rohrflöte 8', Offenflöte 8', Oktav 4', Gemshorn 4', Mixtur 2' 6f., Posaune 16', Trompete 8', Schalmei 4'

Reparatur "nach 1945 durch King" (kannte ich nicht, aber folgendes gefunden:King, Leopold (1896-1978), Werkstattsitz: Aschaffenburg, Vater Konstrukteur bei Philipps (Frankfurt a. Main), Gründung eines eigenen Geschäfts in Leipzig durch den Vater, in das K. einstieg. In den 20er Jahren Wechsel nach Aschaffenburg, wo K. die Leitung der Zweigstelle der Firma Philipps übernahm (bestand bis ca. 1953). Danach selbständiger Orgelbauer, Hauptinteresse aber für pneumatische und elektrische Musikautomaten.)

POSITIV (1.Man., C-g'''): Bourdon 8', Quintade 8', Praestant 4', Rohrflöte 4', Octave 2', Waldflöte 2', Larigot 1 1/3', Sesquialter 2f., Scharff 5f., Dulcian 16', Vox humana 8', Tremulant
HAUPTWERK (2.Man., C-g'''): Bourdon 16', Principal 8', Gedackt 8', Gamba 8', Octave 4', Hohlflöte 4', Quinte 2 2/3', Superoctave 2', Cornet 5f., Mixtur 5f., Cymbel 4f., Trompete 8', Clairon 4'
SCHWELLWERK (3.Man., C-g'''): Pommer 16', Holzprinzipal 8', Rohrflöte 8', Salicional 8', Vox coelestis 8', Principal 4', Querflöte 4', Nasard 2 2/3', Octavin 2', Terz 1 3/5', Sifflet 1', Plein Jeu 5f., Fagott 16', Trompette 8', Hautbois 8', Tremulant
PEDAL (C-f'): Untersatz 32', Principal 16', Kontrabaß 16', Subbaß 16', Octave 8', Flöte 8', Pommer 8', Tenoroctave 4', Nachthorn 2', Hintersatz 5f., Posaune 16', Zinke 8', Schalmey 4'

Steinmeyer 1920

1. MANUAL (C-g'''): Principal 16', Principal 8', Viola di Gamba 8', Gemshorn 8', Gedackt 8', Hohlflöte 8', Octav 4', Rohrflöte 4', Rauschquinte 2 2/3'+ 2', Mixtur 2' 4f., Trompete 8'
2. MANUAL (C-g'''): Geigenprincipal 8', Violine 8', Dolce 8', Quintatön 8', Gedeckt 8', Traversflöte 8', Fugara 4', Flauto amabile 4', Sesquialter 2 2/3', Oboe 8'
3. MANUAL (C-g''', schwellbar): Bordun 16', Hornprincipal 8', Salicional 8', Äoline 8', Vox coelestis 8', Liebl. Gedackt 8', Jubalflöte 8', Principal 4', Viola 4', Flauto dolce 4', Flageolett 2', Großmixtur 2 2/3', Klarinette 8', Tremulant
PEDAL (C-f'): Principalbaß 16', Violon 16', Subbaß 16', Zartbaß 16' (Abschwächung), Octavbaß 8', Violoncello 8', Quintbaß 10 2/3', Posaune 16'

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MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Sonntag, 17. Februar 2013, 16:32 (vor 4994 Tagen) @ fluteceleste

Interessant, die Weise-Disposition, die sich gar nicht so weit von der Klais-Dispo unterscheidet. Habe gerade die Festschrift von 1984 zur Hand genommen und stelle fest, dass ca. 80% des Pfeifenwerkes übernommen wurden.
H. G. Klais schreibt dazu u. a.: "Die Disposition wurde z. T. diktiert durch gegebenes Pfeifenmaterial aus der Vorgängerorgel."

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Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Samstag, 16. Februar 2013, 13:03 (vor 4995 Tagen) @ Bauernflöte 2'

Bei dem Gerede über "Zeitgeschmack" kräuseln sich einem ja die Fußnägel.

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3rd_astronaut, Samstag, 16. Februar 2013, 19:05 (vor 4995 Tagen) @ Poupoulcorouse

Bei dem Gerede über "Zeitgeschmack" kräuseln sich einem ja die Fußnägel.

Warum? Das ist doch genau die Ehrlichkeit, die sonst immer gefordert wird. Die Anpassungen erfolgten nicht, weil der vorherige Zustand schlecht, ungeeignet oder verschlissen war, sondern weil man mit der Mode gehen will. So kommuniziert kann ich da auch nichts Schlechtes dran finden...

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Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Samstag, 16. Februar 2013, 20:00 (vor 4995 Tagen) @ 3rd_astronaut

Das stimmt natürlich, macht die Sache aber nicht unbedingt besser.


Wobei ich das im vorliegenden Fall natürlich gar nicht bewerten möchte. Ich halte es nur für denkwürdig, daß der "Zeitgeschmack" jetzt schon offen und ehrlich als ausreichendes Argument für Änderungen aller Art verkauft wird.

Vielleicht verpasst man in 20 Jahren ja kleinen Ahrend-Orgeln plötzlich Oboen und Schwebungen.

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kjz1, Sonntag, 17. Februar 2013, 09:44 (vor 4994 Tagen) @ Poupoulcorouse

Wobei ich das im vorliegenden Fall natürlich gar nicht bewerten möchte. Ich halte es nur für denkwürdig, daß der "Zeitgeschmack" jetzt schon offen und ehrlich als ausreichendes Argument für Änderungen aller Art verkauft wird.

Da steht natürlich im Hintergrund, als was man denn die Orgel im kirchlichen Raum betrachtet: als Kunstwerk eo ipso oder als 'Arbeitsinstrument', welches hauptsächlich zur Begleitung der Liturgie gedacht ist.

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Manuel, Sonntag, 17. Februar 2013, 15:42 (vor 4994 Tagen) @ kjz1

Mich würde das gar nicht mal überraschen: wenn eines Tages in einer Kirchengemeinde z.B. mit einer Ahrend-Orgel ein neuer Kirchenmusiker seinen Dienst antritt und sagt: "Ich spiele aber lieber Romantik", dann kann es - hinreichende finanzielle Mittel vorausgesetzt- vielleicht wirklich sein, dass er das Instrument umbauen lässt. Ob das legitim ist, sei dahingestellt, menschlich verständlich wäre es meiner Meinung nach durchaus.

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Nokuhn, Sonntag, 17. Februar 2013, 17:28 (vor 4994 Tagen) @ Manuel

Menschlich verständlich vielleicht, aber wirklich sinnvoll?
Vorausgesetzt, das vorliegende Instrument wäre wirklich werthaltig: wäre es dann nicht besser, einen Organisten zu wählen der damit zurechtkommt?
Viele Gruesse
Nokuhn
P.S.: Wie sähe die Situation wohl aus, wenn das vorliegende Instrument ein werthaltiges aus der Romantik (Walcker, Steinmeyer etc.) wäre, und der zur Wahl stehende Organist lieber Alte Musik spielen möchte?

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Axel ⌂ @, Mechernich, Sonntag, 17. Februar 2013, 17:29 (vor 4994 Tagen) @ Nokuhn

Ganz einfach: Der spielt dann halt Rheinberger. Das ist eine Frage von Professionalität.

Grüße
Axel

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Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Sonntag, 17. Februar 2013, 18:17 (vor 4994 Tagen) @ Nokuhn

Ich tue mich ja, eingedenk der Situation auf dem Arbeitsmarkt für Kirchenmusiker, auch äußerst schwer damit, in solchen Fällen zu sagen: "Wenn einem das Instrument nicht zusagt, dann bewirbt man sich eben nicht um diese Stelle."

Aber, auf Teufel komm raus stimmige Instrumente zu verändern, um eine individuell unattraktive Stelle etwas attraktiver zu machen - das kann ja auch nicht die Lösung sein.


Erst recht, wenn das dann solche Blüten treibt wie in Dortmund.

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Manuel, Sonntag, 17. Februar 2013, 19:58 (vor 4994 Tagen) @ Poupoulcorouse

Da gebe ich Dir in der Tat recht. Vielleicht ist es ja manchmal doch ganz gut, dass unsere Kirchengemeinden nicht mehr ganz so viel Geld haben...

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FranzS. @, Sonntag, 17. Februar 2013, 19:03 (vor 4994 Tagen) @ Nokuhn

Menschlich verständlich vielleicht, aber wirklich sinnvoll?
Vorausgesetzt, das vorliegende Instrument wäre wirklich werthaltig: wäre es dann nicht besser, einen Organisten zu wählen der damit zurechtkommt?
Viele Gruesse
Nokuhn
P.S.: Wie sähe die Situation wohl aus, wenn das vorliegende Instrument ein werthaltiges aus der Romantik (Walcker, Steinmeyer etc.) wäre, und der zur Wahl stehende Organist lieber Alte Musik spielen möchte?

alles wäre kein Problem, wenn die Organisten einmal einsehen würden, dass die Orgel nicht nur Medium für die Musik ist, sondern die Musik auch Medium für die Orgel und ihre Erbauer. Dann geht auch Renner auf einer klassischen Werkorgel, oder Buxtehude auf einer "Orchesterorgel".

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