Reinhard Kluth, Markus Belmann in Fanz-Xaver, D-Mörsenbroich
Hallo Forum,
extra für dieses Konzert war Reinhard Kluth aus Tübingen gekommen, wollte er sich doch von den “Winterlichen” persönlich verabschieden. In dieser Konzertreihe gehörte Kluth zum Stamm der treuen Mitwirkenden.
Wenn Kluth nicht gerade einen Bach-Zyklus spielt - das tat er mehrfach in seinem Berufsleben - , dann ist mit selten gespielten, neu entdeckten oder ganz neuen Komposition im Programm zu rechnen. So auch am 25.02.2013 in St. Franziskus-Xaverius in D-Mörsenbroich.
Kluth begann mit dem großen Präludium und Fuge f-moll von Krebs. Im Präludium macht die Baßlinie weitläufige Spaziergänge, während im Diskant figuriert wird. Recht hakelig ist das Fugenthema. Man spürt, daß sich der Komponist vom Lehrer abheben will, ohne jedoch schon ganz frei gekommen zu sein.
Als Uraufführung erklang danach ein “Intermezzo” für Bläser und Orgel (2013) von Odilo Klasen, Reinhard Kluth gewidmet. Ein nicht näher bezeichnetes Instrumentalensemble spielte unter Markus Belmann. Frisch kam die Musik daher, neoklassizistisch, weitgehend tonal, ja schöne Dur-Akkorde nicht verschmähend.
Ebenfalls eine Uraufführung war das “Concerto la mineur pour orgue” (gewidmet Reinhard Kluth) von Jean Paul Verpeaux (*1953) mit den Sätzen Andante, Passacaille und Finale. Auch hier Tonalität. Dekorativ. Nichts wirklich aufregendes; eher harmlos in des Wortes Bedeutung. Schließlich Hindemith. Hier brachte Kluth zunächst das Engelskonzert für Orgel solo aus der Sinfonie “Matthias, der Maler”. Hier durfte sich die Orgel zu Beginn mit weichen und leisen Stimmen hervortun. Dann folgte die Kammermusik No. 7 op. 46.1 für Orgel mit Kammerorchester. Sehr verdienstvoll, so etwas einzustudieren und aufs Programm zu nehmen! Saubere Bläser, gutes Zusammenspiel, flüssige Tempi in den Ecksätzen - da blieb kaum ein Wunsch offen.
Dankbarer Beifall der Hörer, deren Anzahl die Zahl der Spieler kaum überschritt. Weiß der liebe Himmel, warum.
Gruß Clemens Schäfer
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
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