Registertaster <--> flache Registerwippen

Cor de Basset, Sonntag, 03. März 2013, 15:47 (vor 4978 Tagen)
bearbeitet von Cor de Basset, Sonntag, 03. März 2013, 16:14

Die flachen Registerwippen, wie hier zu sehen, sind im Orgelbau wirklich nicht außergewöhnlich. Wie Nokuhn schreibt, hat Beckerath sie in den 60er Jahren häufiger gebaut, so auch z. B. 1960 in St. Ludwig in München. In den USA sind bis heute sehr viele Orgeln von Walter Holtkamp zu finden, dessen kompakte Spieltische bis in die frühen 60er Jahre ebenfalls die charakteristischen flachen Registerwippen aufweisen (meist mittig über den Manualen angeordnet), und auch andere nordamerikanische Orgelbauer haben diese Bauweise verwendet. Darüber hinaus gibt es die berühmten Wurlitzer-Orgeln mit ihren "horseshoe-shaped" Spieltischen, und das Design gewisser Serienmodelle von Rodgers- und Allen-Digitalorgeln (vornehmlich 2-manualig, seltener auch 3-manualig) mit flachen Registerwippen bis in die 90er Jahre, das aber wohl mittlerweile aufgegeben worden ist.

Die von Florian angesprochenen Registertaster dagegen, wie sie z. B. bei Weise in Deutschland oder bei Théodore Puget (wie in Lisle sur Tarn oder Albi) zu finden sind, dürften heutzutage nur noch vergleichsweise selten zu finden sein.

Registertaster <--> flache Registerwippen

fluteceleste @, München, Sonntag, 03. März 2013, 18:13 (vor 4978 Tagen) @ Cor de Basset

..hier sollte man Austin auch nicht vergessen, dort wurden bis vor wenigen Jahren stets "stoptabs" (=Registerzungen) gebaut, was auch zu einem gewissen Wiedererkennungswert der Spieltische führte.
Danach hat man sich auch hier für die "edlere" Form der Zugregister entschieden. Prominentes Beispiel ist die "Kotzschmar" Memorial Organ im Portland Auditorium:
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(alter Spieltisch)

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(neuer Spieltisch)
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Übrigens sind die Schilder mit den Werkbezeichnungen über den Reihen Drücker, die als "Divisional Cancel" wirken :-)
wie man sieht, ist die neue Ausführung schon recht edel, und enthielt neben dem obligatorischen Setzer auch "leere" Registerzüge und Midi, aber das nur am Rande:
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(die Turkish Cymbal und das Xylophon gefielen mir besonders..)

Link zur Orgel hier.

Gruß Stefan

Registertaster <--> flache Registerwippen

kjz1, Sonntag, 03. März 2013, 19:46 (vor 4978 Tagen) @ Cor de Basset

Vielleicht geriet diese Bauweise auch deshalb etwas in Verruf, weil sie oft auch bei elektronischen Orgeln (z. Bsp. : Yamaha, Farfisa, Hohner, etc.) genutzt wurde. Das sah dann doch zu 'billig' aus.

Registertaster <--> flache Registerwippen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Sonntag, 03. März 2013, 21:24 (vor 4978 Tagen) @ kjz1

Ja, die weißen sehen etwas billig aus. Ich persönlich bevorzuge dann eher die etwas breiteren aus Holz so wie hier:
http://www.klais.de/_klais/bilder/pdf/eppingen.pdf

Registertaster <--> flache Registerwippen

Anna-Theresia, Montag, 04. März 2013, 20:23 (vor 4977 Tagen) @ kjz1

Ein Orgelbauer meinte, wenn man zwei oder mehr Reihen Registerwippen über dem oberen Manual hat, dann steht Notenpult zu hoch, und es ist dann unbequem, nach Noten zu spielen - man muss den Hals strecken :) Bei der Kinoorgel ist das kein großes Problem, weil man da selten nach Noten spielt.

Registertaster <--> flache Registerwippen

Anna-Theresia, Montag, 04. März 2013, 20:14 (vor 4977 Tagen) @ Cor de Basset

Darüber hinaus gibt es die berühmten Wurlitzer-Orgeln mit ihren "horseshoe-shaped" Spieltischen, und das Design gewisser Serienmodelle von Rodgers- und Allen-Digitalorgeln (vornehmlich 2-manualig, seltener auch 3-manualig) mit flachen Registerwippen bis in die 90er Jahre, das aber wohl mittlerweile aufgegeben worden ist.

Allen-Orgeln, die als Kinoorgeln gedacht sind, werden auch heutzutage mit solchen Registerwippen gebaut, z.B. die hier: http://www.allenorgan.com/www/products/ll324qsp/ll324qsp.html

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