Iveta Apkalna in Kevelaer, der Bericht

Karsten, Dienstag, 05. März 2013, 07:52 (vor 4976 Tagen) @ 3rd_astronaut

hab heut schlechte laune ;-)

also: warum spielt sie denn immerzu das gleiche? wenn sie hier mitlesen würde, hätte sie z.b. anstatt dem mad rush mal einen dance von glass spielen können oder was von ad wammes, takle, pärt, welmers, ...
ok, bei kalejs wechselt sie die stücke durch, aber sie könnte auch mal wieder ne neue entdeckung machen. (na gut, die musica-baltica-edition, bei der ich kalejs gebet mal bestellen wollte, ist auch angeblich im webseiten-umbau begriffen, und das sicher seit einem jahr. da versteh ich, dass neuentdeckungen nicht vorankommen ;-) )

den escaich spielt sie auch hoch und runter.

machen das alle konzertorganisten so? also auf einer "tournee" ist mir das klar, aber herr schäfer hat den mad rush ja schon vor 2 jahren von ihr gehört... warum kein größeres repertoire zum durchwechseln?

Hallo!

Das kann man auf sehr viele (gute bis sehr gute) Konzertmusiker übertragen, ich sehe da grundsäzlich erst mal kein Grund zur Kritik. Und es ist tatsächlich so, dass viele Musiker auf Tourneen verschiedene Konzertprogramme vorbereiten und dann anbieten. Ausnahmen gab und gibt es immer, man denke nur an die extremen Leistungen Guilmants, der in seinen Konzerten auf der Weltausstellung keinen Programmpunkt wiederholte oder Jeanne Demessieux, die mehrere tausend Stücke abrufbereit "eingespeichert" hatte und ohne Noten reiste... Andere Profimusiker sind so gut und vor allem dazu bereit, dass sie (fast) jedes gewünschte Werk innerhlb einer extrem kurzen Zeitspanne aufführungsreif einstudieren und afführen können.

Letztlich kommt es auf die Qualität und nicht die Quantität sowohl des Vortrags als auch des Repertoires an. Auch Olivier Latry hat im Konzert sehr viele mehr oder wenige "fixe Posten", die er immer und immer wieder gerne auf's Programm setzt.
Sicher, das Orgelrepertoire ist per se relativ eingeschränkt, was wirklich gutes bis sehr gutes Konzertrepertoire angeht, wenn man es beispielsweise mit dem gigantischen Repertoire der Klaviermusik vergleicht. Da fallen Wiederholungen schneller (unangenehm) auf als die vierzigste Schubert-Klaviersonate, die man im Konzert hört.

Gruß
Karsten


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