Johannes Trümpler in St. Lambertus, D-Alstadt
Hallo Forum,
in der Reihe der Internationalen Orgelkonzerte an St. Lambertus in Düsseldorf (Altstadt) spielte am 4.3.2913 Johannes Trümpler, Maria Laach.
Memento mori! op. 22 von Karl Hoyer (1891-1936) machte den Anfang; vier Sätze mit den Bezeichnungen Trauerzug, Trauerklage, Totentanz und Verklärung. Musik zwischen Spätromantik und neuer Sachlichkeit, leicht modern in der Tonsprache. Der Trauerzug mit robusten Marschrhythmen und lyrischen Zwischenspielen (Oboe des SW der Chororgel!), Trauerklage insgesamt lyrisch, Totentanz erwartungsgemäß mit frazzenhaftem Beginn, aber doch eingängiger Tanzweise, Verklärung wieder sehr lyrisch. Interessant registriert. Verdienstvoll, ein solches Werk zu präsentieren.
Danach Mozart, Fantasie f-moll KV 594. Selten habe ich das Stück so schön gehört. Die Einleitung als Misterioso mit Voix humaine aus dem geschlossenen SW der Turmorgel; diese Registrierung wurde dann in der Coda wieder aufgenommen. Der Hauptteil keineswegs mechanisch hart sondern mit verhaltenem forte und weicheren Beimischungen. So machte das Stück großen Eindruck.
Nun mußte Trümpler kaum umregistrieren: Mit Messiaen, Les Eaux de la Grace aus Les Corps Glorieux ging es weiter. Und Joie et Clarté des Corps Glorieux folgten nach. Auch hier höchste Konzentration und perfekte Klangregie.
Am Ende Bach F-Dur BWV 540. Sehr frisch das Tempo im Praeludium, virtuos die Pedalsoli, ein mitreißendes Stück. Gravitätisch die Fuge. Das alles lief wunderbar. Ein großes Konzert.
Starker Beifall der ca. 90 Hörer, Staunen allenthalben. Zugabe - mit herrlicher Soloflöte - Grave aus BWV 1056. (Cembalokonzert)
Nach dem Konzert gab es noch mehrere Gesprächsgrüppchen in der Kirche, auch mit dem sehr sympathischen Künstler. Da in St. Lambertus meistens der Zentralspieltisch im Chorraum benutzt wird, kann der Spieler immer sofort mit den Hörern in Kontakt kommen - und umgekehrt.
Gruß Clemens Schäfer
P.S.: Nächstes Konzert Ostermontag, 19:30h, Marcel Andreas Ober mit Bach, Escaich, Dandrieux, Messiaen und Widor: Österliche Orgelmusik
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Johannes Trümpler in St. Lambertus, D-Alstadt
Hallo Forum,
Danach Mozart, Fantasie f-moll KV 594. Selten habe ich das Stück so schön gehört. Die Einleitung als Misterioso mit Voix humaine aus dem geschlossenen SW der Turmorgel; diese Registrierung wurde dann in der Coda wieder aufgenommen. Der Hauptteil keineswegs mechanisch hart sondern mit verhaltenem forte und weicheren Beimischungen. So machte das Stück großen Eindruck.
Danke für den Bericht: das mit der Vox humana für die Rahmenteile scheint mir eine gute Idee, werd's gleich mal ausprobieren: Danke für den Tipp!
Grüsse Thomas
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Thomas Haubrich