Wesselburen

Kirnberger, Montag, 18. März 2013, 13:40 (vor 4961 Tagen) @ Poupoulcorouse

Rowan West hat den Nachteil, dass er eine Orgel erst aus der Hand gibt, wenn er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Egal, für wann der KV die Einweihung angesetzt hat.
Ich mag das, aber ich bin ja auch SV und nicht KV.

Zum Sandguß etc.:
Abgesehen von der Esoterik halte ich folgende Punkte für wichtig:

Früher waren Orgelbauer fahrendes Volk, man fuhr der Arbeit hinterher. Eine Sandgußlade macht man sich vor Ort. Wieder weniger Zeug für unterwegs.

Hämmern: Das Metall wird verdichtet, wie beim Treiben des Goldschmieds.

Abziehen: Das Metall kann so am Fuß / in Labienhöhe dick genug für Dauerhaftigkeit/Statik bleiben, man nimmt überflüssiges Gewicht nach oben weg. Auch für das Stimmen offener, auf Länge geschnittener Pfeifen ist dies netter.

Dies und ähnliches ist hier bereits vielfach gepostet worden. Ich unterschreibe es auch bis hierhin und würde es bei einer Restaurierung jederzeit so empfehlen.

ABER:

Es geht viel, viel Arbeitszeit durch die Uhr. Und es darf verschiedene Weisen geben, um zum Ziel zu gelangen. Ich habe erlebt, dass moderne Orgeln mangels Sandguss nicht abgenommen wurden. Ungleichstufige Stimmungen (wohltemperierte) auf frühromantischen Orgeln sind diskutabel, aber manches ist definit Mumpitz....


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