Frage zum Versicherungsschutz als Freiberufler

C-Musiker, Mittwoch, 27. März 2013, 17:41 (vor 4959 Tagen)

Liebe Forenmitglieder, folgende "Rahmenhandlung" zu meiner Frage: In der Kirche, in der ich seit Jahren freiberuflich, nebenamtlich als Kirchenmusiker (Organist, Kantor, Chorleiter) auf Basis Übungsleiterpauschale mit ca. 6 bis 8 Diensten pro Monat tätig bin, wird im Rahmen einer großen Renovierung die Orgel (II/P/28) ausgebaut, eingelagert, generalüberholt und nach einigen Monaten wieder eingebaut. Ich habe vor, beim Aus- und Wiedereinbau dem Orgelbauer zur Hand zu gehen. Dies ohne Vergütung sondern rein aus Interesse.

Nun kam die Frage nach meinem Versicherungsschutz auf und zugleich die Bitte, die Kirchengemeinde von jeglicher Haftung freizustellen. Es gibt dabei zwei Aspekte:

1. Was ist, wenn mir bei den Arbeiten etwas passiert? Z.B.: ich falle aus dem Schwellwerk und breche mir den Arm. Ist das ein Fall für die gesetzliche Unfallversicherung? Natürlich bin ich krankenversichert und habe in Bezug auf meinen Haupterwerb auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

2. Was ist, wenn ich etwas kaputt mache? Z.B.: ich lasse aus großer Höhe einige Pfeifen abstürzen oder zertrample die mechanische Traktur. Ist das ein Fall für meine Privathaftpflichtversicherung?

Zusammengefasst: brauche ich für die geplante Hilfe zusätzlichen Versicherungsschutz (welchen?) oder bin ich privat oder im Rahmen meiner nebenamtlichen Tätigkeit über die Kirchengemeinde irgendwie ausreichend geschützt?

Weiter gedacht: wie ist eigentlich grundsätzlich der Versicherungsschutz bei der beschriebenen nebenamtlichen Tätigkeit? Ich kann ja auch im Gottesdienst unglücklich von der Orgelbank fallen und mir was tun oder in einer Chorprobe das Klavier demolieren oder beim Zungenstimmen in der Orgel irgendwelchen Schaden verursachen.

Es wäre großartig, wenn jemand hierzu etwas sagen kann, oder zumindest weiß, wem ich welche Fragen stellen sollte.

Danke!

Frage zum Versicherungsschutz als Freiberufler

Orgelbaumeister, Mittwoch, 27. März 2013, 19:14 (vor 4959 Tagen) @ C-Musiker

Hallo,

einfach mal bei Ihrer Krankenkasse nachfragen. Zudem mit der ausführenden Orgelbaufirma Kontakt aufnehmen und abklären. Ganz einfach.

Frohes Arbeiten

Frage zum Versicherungsschutz als Freiberufler

C-Musiker, Donnerstag, 28. März 2013, 15:01 (vor 4958 Tagen) @ C-Musiker

Vielen Dank für die bisherigen sehr kompetenten Antworten. Nur noch mal zur Klarstellung: ich bin nicht angestellt, sondern freiberuflich auf Honorarbasis tätig.

Frage zum Versicherungsschutz als Freiberufler

Offenbass ⌂ @, Göttingen, Samstag, 30. März 2013, 13:29 (vor 4956 Tagen) @ C-Musiker

Also wenn du das komplett als Privatvergnügen machst sollte es keine Probleme geben...dann sollte deine Haftpflicht und Krankenkasse greifen....man sollte dich nur nicht in Verbindung damit bringen, dass du direkt mitarbeitest. Sollte das der Fall sein, muss die Kirchgemeinde einen Oboluspro Arbeitsstunde an die BG zahlen und so bist du komplett versichert. LETZTERE WÄRE DIE BESSERE VARIANTE, DA EIN PAAR EURO DIE STUNDE FÜR DEINEN VERSICHERUNGSSCHUTZ WOHL NICHT ZUVIEL SEIN DÜRFTEN. DAS SOLLTE ES DER KIRCHGEMEINDE AUCH WERT SEIN. Ansonsten gilt-sobald du mitarbeitest und dies offiziell ist greift für dich keine Versicherung-weil du eigentlich nichts bei den Arbeiten zu suchen hast.

Das Thema ist mit Vorsicht zu genießen. Solang nichts passiert ist alles schön, aber tritt der Ernstfall ein und alle Ämter, Versicherungen etc. kommen um deinen Fall zu prüfen ist irgendjemand dran.
Quasi eine riesige Grauzonen...

Gruß Martin

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