P.L. rockt die Hütte
OrganisteTuttilaire, Montag, 01. April 2013, 09:44 (vor 4956 Tagen)
P.L. rockt die Hütte
Karl-Bernhardin Kropf, Montag, 01. April 2013, 11:44 (vor 4956 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
So muss Ostern sein!
Schöne Stimme hat der P. L.!
(1:23'08''....)
Edit: In der Tat, DA ist solches Orgelspiel stimmig.
Ich finde es immer peinlich, dass man derartige Toccaten, respektive die versuchte und gescheiterte Nachahmung derselben, in manchen Vorabendmessen deutscher Beinahe-Münster mit 300 Sitzplätzen (aber nur 40 erschienenen Feiernden) und 1,7 Sekunden Nachhall zu hören bekommt.
P.L. rockt die Hütte
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Montag, 01. April 2013, 16:18 (vor 4956 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Tabernakelwanze, Montag, 01. April 2013, 16:39
Oh jaaaa, gaaaanz tooooollll, besonders der vorausgehende Gesang des Regina Coeli, grandios, und in Deutschland natürlemang völlig undenkbar.
Und dann das Orgelspiel, nein, sowas gibt in unseren deutschen Kathedralen niemals nicht zu hören. So schön wild und vor allem so laut. -Die Franzosen können einfach alles viel besser.
Sorry, aber der anfängliche Gesang - nun ja...und zum Schluss das typische NdP-Geklingel über den C.F. im Pedal. An Weihnachten wird dann eben ein entsprechender Hymnus drunter gelegt. Man sollte T. A. Nowak mal dranlassen.
Dafür ist aber das neuen Geläut in der Tat ein Ohrenschmaus.
Nebenbei: Was hat die Anzahl der Gläubigen, z. B. 40 bei 300 Plätzen, mit dem Nachspiel zu tun? Allein die Akustik könnte sich verbessern, je weniger Besucher desto mehr Nachhall, zumindest in einem natürlich deutschen Fast-Münster.
--
Gruß vom Niederrhein
P.L. rockt die Hütte
P.Kampf, Dienstag, 02. April 2013, 00:26 (vor 4955 Tagen) @ Tabernakelwanze
Oh jaaaa, gaaaanz tooooollll, besonders der vorausgehende Gesang des Regina Coeli, grandios, und in Deutschland natürlemang völlig undenkbar.
Wieso denn das bitte?
P.L. rockt die Hütte
Karl-Bernhardin Kropf, Dienstag, 02. April 2013, 14:46 (vor 4955 Tagen) @ Tabernakelwanze
Nebenbei: Was hat die Anzahl der Gläubigen, z. B. 40 bei 300 Plätzen, mit dem Nachspiel zu tun? Allein die Akustik könnte sich verbessern, je weniger Besucher desto mehr Nachhall, zumindest in einem natürlich deutschen Fast-Münster.
Hat sehr viel mit dem Nachspiel zu tun. Nämlich damit, inwieweit der Organist die Emotionen einer wahrhaft "kathedralen" Feier - also eines Hochfestes, das in sehr großer Gemeinschaft mit hohem zeremoniellem Faktor im zu benachspielenden Raum begangen wurde - nachklingen lässt, oder sich da nur selbst einen von der Palme wedelt oder gar öffentlich für die Tonbandausscheidung (oh, da steckt jetzt das Wort Ausscheidung drin...) eines Impro-Wettbewerbes übt. Für das zweitgenannte gibt es zahlreiche Videos als Beispiele, die, klar, eventuell auch nur einen Selbstzweck darstellen, m. E. aber auch auf liturgische Realitäten verweisen. Diese gibt es nicht nicht immer und überall, aber zu oft.
Berührt ist dabei auch die Frage, ob manche Orgel(dispositione)n auch nicht so sehr Ausdruck einer Sehnsucht (ach wär ich doch in NDdP...) sind und weniger adäquate Reaktion auf den Kirchenraum.
P.L. rockt die Hütte
FranzS.
, Montag, 01. April 2013, 21:05 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
W.B. rockt die Hütte
fluteceleste
, München, Dienstag, 02. April 2013, 06:07 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
W.B. rockt die Hütte
OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 06:50 (vor 4955 Tagen) @ fluteceleste
das hier fand ich aber auch nicht schlecht (wenn man das hier gegenüberstellen darf.vor allem wurde am ende nix abgeschnitten!)Also: Hierzulande kann man's auch.
Mal nur auf den Auszug bezogen:
Nettes Toccatenmodell, in den ersten Takten jedenfalls. Aber danach franst es metrisch total aus und die gute Idee der ersten Takte wird nicht durchgehalten. Klebt tonal in der Tonika und ist auch sonst harmonisch äußerst dünn. Kein strukturierter Aufbau, keine Spannung, keine Durchführung, keine Modulationen, allenfalls ein paar wenige bemühte Rückungen.
W.B. rockt die Hütte
stein
, Dienstag, 02. April 2013, 07:53 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
bearbeitet von stein, Dienstag, 02. April 2013, 07:56
Passt sich aber sehr gut dem Instrument an. Dürfte nach dem gestrigen Absturz wohl die letzte Aufnahme dieser Orgel sein. Wie strahlend die Fanfaren der Orgel den Klang zum überirdischen steigern. Wegweisend im Orgelbau!
Hier wird alles noch gesteigert.
Lasst uns pilgern!
https://www.youtube.com/watch?v=3p3PF7KYhSI
W.B. rockt die Hütte
OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 08:39 (vor 4955 Tagen) @ stein
Ja Hilfe, was ist das denn für ein "Rhythmus"?? "tam-támm-ta-'-táaa" (noch dazu mit dieser Überbetonung/Pseudozäsur) lass ich mir ja in irgendwelchen Ritter-Schmonzetten der frühen Farbfilmzeit noch durchgehen, aber ein Domorganist dürfte sich da schon etwas mehr einfallen lassen. Vom hamonischen Konzept auch hier mal wieder lieber keine Rede...
W.B. rockt die Hütte
stein
, Dienstag, 02. April 2013, 08:44 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Er passt sich an.
W.B. rockt die Hütte
willscher, Dienstag, 02. April 2013, 10:39 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Mal nur auf den Auszug bezogen:
Nettes Toccatenmodell, in den ersten Takten jedenfalls. Aber danach franst es metrisch total aus und die gute Idee der ersten Takte wird nicht durchgehalten. Klebt tonal in der Tonika und ist auch sonst harmonisch äußerst dünn. Kein strukturierter Aufbau, keine Spannung, keine Durchführung, keine Modulationen, allenfalls ein paar wenige bemühte Rückungen.
daran kranken so gut wie alle Impros, auch die in ND: kein zweites Thema, was dann mal mit dem ersten kombiniert werden könnte. Tja, heißt nämlich: Übeaufwand - auch bei Improvisation. Wer hat schon Zeit dafür?..................
Improvisation vs. Organistenzwirn
OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 12:12 (vor 4955 Tagen) @ willscher
bearbeitet von OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 12:22
Mal nur auf den Auszug bezogen:
Nettes Toccatenmodell, in den ersten Takten jedenfalls. Aber danach franst es metrisch total aus und die gute Idee der ersten Takte wird nicht durchgehalten. Klebt tonal in der Tonika und ist auch sonst harmonisch äußerst dünn. Kein strukturierter Aufbau, keine Spannung, keine Durchführung, keine Modulationen, allenfalls ein paar wenige bemühte Rückungen.
daran kranken so gut wie alle Impros, auch die in ND: kein zweites Thema, was dann mal mit dem ersten kombiniert werden könnte. Tja, heißt nämlich: Übeaufwand - auch bei Improvisation. Wer hat schon Zeit dafür?..................
Mal so sagen: Mir würde ja schon (als Hörer) reichen, wenn aus dem ersten Thema was gemacht würde, wenn eine Geschichte erzählt wird, Dinge passieren, Dramaturgie stattfindet, Spannungen auf und abgebaut werden, der Tonraum erforscht wird und auch mal Überraschungen kommen. So wie bei Lefebvre, Latry, Seifen, Briggs, Baker, Blanc... Alle diese haben freilich ihre Versatzstücke, Schemata und Formulierungen, so wie ein guter Koch seine Grundlagen hat. Aber als guter Koch damit eben kreativ umgeht. Und nicht einfach nur dünnen Aufguss ohne jeden Geschmack und Nährwert auf den den Tisch kippt. Musik machen wäre gefordert. Stattdessen werden Töne erzeugt. Improvisation sollte Komponieren ohne Radiergummi sein. Nicht aber bloßes Gedudel. Dies als allgemeines Postulat, nicht konkret auf Köln bezogen.
W.B. rockt die Hütte
JSBach
, Aachen, Dienstag, 02. April 2013, 12:14 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
also beide Improvisationen hauen mich auch nur ansatzweise vom Hocker...
da hätte ich 100 mal lieber letzten Sonntag in St. Sulpice Widor gehört
W.B. rockt die Hütte
doppelfloete_h
, Hannover, Dienstag, 02. April 2013, 12:20 (vor 4955 Tagen) @ JSBach
Ja, es ist ein bisschen viel Routine. Wobei unter der schieren "Menge" der sonntäglichen NDdP-Impros natürlich schon das ein oder andere Schmankerl dabei ist - die Chance ist bei der grundsätzlichen Qualität von OL, PL, JPL schon vergleichsweise groß...
W.B. rockt die Hütte
OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 12:28 (vor 4955 Tagen) @ doppelfloete_h
bearbeitet von OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 12:34
Ja, es ist ein bisschen viel Routine. Wobei unter der schieren "Menge" der sonntäglichen NDdP-Impros natürlich schon das ein oder andere Schmankerl dabei ist - die Chance ist bei der grundsätzlichen Qualität von OL, PL, JPL schon vergleichsweise groß...
Es beginnt doch schon ganz schlicht bei der Güte der Liedbegleitung und Harmonisation. In Frankreich wird schon bei der Choralbegleitung eine so unglaublich größere harmonische Dichte, aber auch Varianz gepflegt, als vielfach hierzulande. Vom Aspekt des niveauvoll Musikantischen, dem Esprit, ganz abgesehen. Dort lebt schon der einfache Choral. Hier hingegen vegetiert man doch zu allermeist ganz brav in I - IV - I - V - I. Schon ein Trugschluss oder die Verwendung einer Paralleltonart sind bei uns von Seltenheitswert. An "notes étrangères" gar nicht zu denken gewagt.
Klar ist Frankreich nicht der Nabel der Welt. Analysiere man doch mal eine Seifen-Harmonisation. Traumhaft! Mehr davon!! Aber wie gesagt, in Deutschland äußerst rar. In Frankreich hingegen Teil der Tradition. Das eben ist der Unterschied.
W.S. hat die Changes raus...!
Karl-Bernhardin Kropf, Dienstag, 02. April 2013, 15:00 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Klar ist Frankreich nicht der Nabel der Welt. Analysiere man doch mal eine Seifen-Harmonisation. Traumhaft! Mehr davon!! Aber wie gesagt, in Deutschland äußerst rar. In Frankreich hingegen Teil der Tradition. Das eben ist der Unterschied.
Also, dass Frankreich jetzt der Nabel der Choralharmonisation - im Sinne von Liedharmonisation, also nicht unbedingt Gregorianik - wäre, da könnt' ich mich jetzt ein wenig aufregen.
Aber das Video zeigt ja einen reizvollen Gegenbeweis (köstlich WSs Seitenblicke...) - und auch wenn derartige Harmonisationskunst selten ist, so behaupte ich doch mal frech, dass gutes Harmonisieren in D häufiger zu finden ist als in F. Nicht nur wegen der höheren Kirchenmusikerdichte, nein, auch umgerechnet auf die Organistenanzahl.
Vereinzelt wünscht man sich zwar auch Mäßigung im Harmonisieren, wenn die Hemmungslosigkeit doch größer ist als das Können. Da ist aber meist nicht der/die Ausführende schuld, sondern die Ausbildungseinrichtung, die sich nicht um wirklich guten Impro-Unterricht gekümmert hat, oft auch Lehrer, die gnädig manches durchgehen ließen nach dem Motto "Ich hab's damals auch schon nicht gekonnt...". Da hat sich aber in den letzten Jahren viel getan.
W.S. hat die Changes raus...!
JSBach
, Aachen, Dienstag, 02. April 2013, 15:09 (vor 4955 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
habe Seifen hier im Aachener Dom auch mal vor rund 3 Jahren am Spieltisch beobachten können, ich saß etwa 2 Meter neben ihm. Da kamen auch zwischendurch diese nahezu schelmischen Seitenblicke...
Fußnote
hinterSatz
, Köln, Dienstag, 02. April 2013, 16:07 (vor 4955 Tagen) @ JSBach
Liebe Gemeinde,
die Töne c,d,e,f,g,a & h nebst den zugehörigen Alterierungen sollten uns allen bekannt sein, die Töne
WS
OL
Pl
JPL
NdP
PL
bedürften dann allerdings der Erläuterung im Sinne der Allgemeinverständlichkeit
--
"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
Fußnote
Martin78
, Dienstag, 02. April 2013, 16:13 (vor 4955 Tagen) @ hinterSatz
Liebe Gemeinde,
die Töne c,d,e,f,g,a & h nebst den zugehörigen Alterierungen sollten uns allen bekannt sein, die Töne
WS
OL
Pl
JPL
NdP
PL
bedürften dann allerdings der Erläuterung im Sinne der Allgemeinverständlichkeit
Dann tippe ich mal:
WS = Wolfgang Seifen
OL = Olivier Latry
PL = Philippe Lefebvre
NdP = Notre-Dame de Paris? (wenn man die Anzahl der Postings hier anschaut, das Orgelmekka)
...
Wer macht weiter?
Nicht zu vergessen, wenn es schon um NdP geht: PC *grins*
Fußnote
JSBach
, Aachen, Dienstag, 02. April 2013, 16:20 (vor 4955 Tagen) @ hinterSatz
WS Wolfgang Seifen
OL Olivier Latry
Pl
JPL Jean-Pierre Leguay
NdP Notre Dame de Paris
PL Philippe Lefebvre
Fußnote
Tastenhalter
, Dienstag, 02. April 2013, 16:55 (vor 4955 Tagen) @ JSBach
Nicht zu vergessen:
ACC
und
CC.
Müssen wohl nicht mehr erklärt werden
bei der häufigen Verwendung hier.
meint Tastenhalter
Fußnote
doppelfloete_h
, Hannover, Dienstag, 02. April 2013, 17:00 (vor 4955 Tagen) @ Tastenhalter
bei PP wirds hingegen schon mindestens zweideutig ;)
Fußnote
Martin Kondziella, Mittwoch, 03. April 2013, 08:48 (vor 4954 Tagen) @ Tastenhalter
Nicht zu vergessen:
ACC
und
CC.
Müssen wohl nicht mehr erklärt werden
bei der häufigen Verwendung hier.meint Tastenhalter
Nee klar. ACC ist ein Medikament zum Schleimlösen und CC ist Cavaille-Coll. Weiss doch jeder.
Warum schreiben wir die Namen nicht vernünftig aus? Das ist genau so eine Marotte wie die Klaisinen, Ottilien und sonstigen Orgelweiber. Kinderkram.
Fußnote
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Dienstag, 02. April 2013, 17:04 (vor 4955 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von Tabernakelwanze, Dienstag, 02. April 2013, 17:27
Ich weiß nicht, warum hier ständig Herr Prof. Seifen ins Feld geführt wird. Gut, natürlich was er macht ist schon ziemlich genial, ich hab ihn in Kevelaer sehr oft gehört, aaaaber: Hat man ihn ein paarmal gehört, weiß man: Oh ein Seifen! Er hat da so sein stilistisches Repertoire, das wird perfekt abgedeckt. Deshalb erwähne ich nochmal TAN, ;-) also Tomasz Adam Nowak! Für mich ist er der geniale Improvisator, der den Herrn Titulairs an NdP mehr als nur das Wasser reichen kann. Nun, die Herren kennen sich ja gut, man weiß TAN in Paris auch zu schätzen. Bei ihm weiß man nie, Impro, Literatur oder was? Und das in allen Stilen. Vielleicht liegt es an seiner persönlichen Bescheidenheit, dass er hier nicht so häufig Erwähnung findet!? Langweiliges Toccatengehämmer ist von ihm jedenfalls nicht zu erwarten.
--
Gruß vom Niederrhein
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Dienstag, 02. April 2013, 17:35 (vor 4955 Tagen) @ Tabernakelwanze
Tomasz Adam Nowak!
Voll d'accord. Und Peter Ewers, Ansgar Wallenhorst und viele mehr nicht zu vergessen.
An der Beurteilung der kümmerlichen Gesamtlage ändert das aber nichts. Wahre Kunst und Kreativität hierzulande an der Orgel Mangelware. Dafür reichlich "Richtigmacher".
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Fußnote
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Dienstag, 02. April 2013, 17:40 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Und das alles soll in F besser sein? Glaub ich nicht!
--
Gruß vom Niederrhein
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 07:49 (vor 4954 Tagen) @ Tabernakelwanze
Fußnote
Axel
, Mechernich, Mittwoch, 03. April 2013, 08:43 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Na, die Septakkorde & Co. wird man auch schnell leid. Im Ernst: das kann doch keiner wirklich behaupten, dass in F die Kirchenmusik besser sei. Da gibt es ein paar Titulairs an großen Kirchen, die wirklich spielen können. Ansonsten sind doch die Verhältnisse so bescheiden, dass es bescheidener nicht mehr geht. Sowohl, was den Zustand der Orgeln wie der Organisten angeht, wenn nicht ohnehin geklampft wird. Da muss man sich nur mal den durchschnittlichen Fernsehgottesdienst anschauen. Wer das bei uns schon grausam findet, wird von F restlos begeistert sein.
Grüße
Axel
Fußnote
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Mittwoch, 03. April 2013, 13:17 (vor 4954 Tagen) @ Axel
Seh ich auch so, zumal die Orgeldichte in F sicher wesentlich geringer ist, als in D.Häufig sind die Gebäude und die Orgeln in einem desolaten Zustand. Ich glaube auch nicht, dass es in F um die Kirchenmusik besser bestellt sein soll.
--
Gruß vom Niederrhein
Fußnote
Martin Kondziella, Mittwoch, 03. April 2013, 08:44 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Und das alles soll in F besser sein? Glaub ich nicht!
Hör mal hier rein, ab 1:39:14. Wo bitte wird bei uns solche Musik gemacht?
Du liebe Zeit,
über die Improvisationskunst kann man je noch unterschiedlicher Meinung sein, aber dieses Wechselgesinge kann man eigentlich nur gut finden, wenn man noch nie eine gregorianische Communio gehört hat. Und genau die ist dafür geopfert worden. Wenn man schon das genuin Katholische abschafft, dann bitte gleich Paul Gerhardt...
Fußnote
Karl-Bernhardin Kropf, Mittwoch, 03. April 2013, 10:30 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Und das alles soll in F besser sein? Glaub ich nicht!
Hör mal hier rein, ab 1:39:14. Wo bitte wird bei uns solche Musik gemacht?
Ich weiß jetzt nicht, was alles als "bei uns" zählt....:
...Wien, St. Stephan, als Planyavsky und Ebenbauer noch wirkten.
...Hamburg St. Marien, bei Eberhard Lauer,
...sicherlich da, wo Otto Krämer gerade an der Orgel sitzt,
...das gilt auch für Johannes Mayr, Hans-Jürgen Kaiser, Matthias Mück
...wenn ich an der Orgel sitze - nun gut, in Neuenfelde war dieser Stil etwas schwierig zu realisieren, kam aber vor,
...zwei, drei meiner Studenten könnten das bringen,
...und manche Studenten der Vorgenannten....
...und mit der Selbstnennung sei das verbunden, was nebenan schon gepostet wurde:
Dass das hier verlinkte Hörbeispiel nicht die schönstmögliche improvisierte Communion ist. Für einen gewissen Fähigkeitspegel ist das einfach Kunsthandwerk. Geht immer bzw. muss einfach immer gehen, dafür hat man seine Diplome und seine A-Stelle....
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 11:34 (vor 4954 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Und das alles soll in F besser sein? Glaub ich nicht!
Hör mal hier rein, ab 1:39:14. Wo bitte wird bei uns solche Musik gemacht?
Ich weiß jetzt nicht, was alles als "bei uns" zählt....:...Wien, St. Stephan, als Planyavsky und Ebenbauer noch wirkten.
...Hamburg St. Marien, bei Eberhard Lauer,
...sicherlich da, wo Otto Krämer gerade an der Orgel sitzt,
...das gilt auch für Johannes Mayr, Hans-Jürgen Kaiser, Matthias Mück
...wenn ich an der Orgel sitze - nun gut, in Neuenfelde war dieser Stil etwas schwierig zu realisieren, kam aber vor,
...zwei, drei meiner Studenten könnten das bringen,
...und manche Studenten der Vorgenannten....
...und mit der Selbstnennung sei das verbunden, was nebenan schon gepostet wurde:
Dass das hier verlinkte Hörbeispiel nicht die schönstmögliche improvisierte Communion ist. Für einen gewissen Fähigkeitspegel ist das einfach Kunsthandwerk. Geht immer bzw. muss einfach immer gehen, dafür hat man seine Diplome und seine A-Stelle....
Nehmen wir also mal die Gruppe der Vorgenannten (alle zutreffend) für den deutschen Sprachraum, verdrei- oder vierfachen sie (zur statistischen Näherung) und setzen das in Bezug zur Zahl der im selben geographischen Gebiet insgesamt tätigen haupt- und nebenamtlichen Organisten. Einschließlich der A-Stellen. Was wird übrig bleiben? Ich schätze mal 5% gute Literaturspieler und 0,5% wirklich gute Improvisatoren. Würde das stimmen (ich behaupte das einfach mal so, angesichts des vielen grottenschlechten Orgelgedudels, das einem Land auf Land ab auch in Domen und Münstern sowie in Rundfunkübertragungen begegnet), wäre das ein absolut ärmlicher Status.
Aber vielleicht ist das in der Tat kein Länderproblem, sondern ein Gattungsproblem. Und der Grund, warum die meisten z.B. Pianisten die Organisten dem üblichen Niveau nach nicht wirklich als Musikerkollegen ernst nehmen können/wollen.
Fußnote
JSBach
, Aachen, Mittwoch, 03. April 2013, 11:49 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
das liegt aber wohl auch daran, dass für Organisten ein weit größerer Markt/Nachfrage herrscht durch die vielen Kirchen, Kapellen, Messen, Beerdigungen etc. die bespielt werden wollen... Da kann man halt nicht überall einen erstklassigen und hauptberuflichen Organisten hinsetzen...
Wieviele berufstätige Pianisten und im Vergleich dazu Organisten gibts denn in Deutschland? ...
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 12:24 (vor 4954 Tagen) @ JSBach
Wieviele berufstätige Pianisten und im Vergleich dazu Organisten gibts denn in Deutschland? ...
Ohne Zahlen nur schätzbar, aber ich vermute und behaupte, dass die meisten Allerweltsklavierlehrer irgendwelcher Provinzmusikschulen und/oder Schulmusiker und/oder Jazzpianisten eine bessere Spieltechnik, musikalische Ausdrucksfähigkeit und Repertoirekenntnis haben, als viele B und sogar A Musiker. Vom C und D -Geschäft mal ganz zu schweigen...
Fußnote
Schreipositiv
, Wetter, Mittwoch, 03. April 2013, 16:01 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Wieviele berufstätige Pianisten und im Vergleich dazu Organisten gibts denn in Deutschland? ...
Ohne Zahlen nur schätzbar, aber ich vermute und behaupte, dass die meisten Allerweltsklavierlehrer irgendwelcher Provinzmusikschulen und/oder Schulmusiker und/oder Jazzpianisten eine bessere Spieltechnik, musikalische Ausdrucksfähigkeit und Repertoirekenntnis haben, als viele B und sogar A Musiker. Vom C und D -Geschäft mal ganz zu schweigen...
Behaupte du mal ruhig weiter, ich behaupte bezogen auf die Allerweltsklavierlehrer das Gegenteil aus Schilderungen aus dem Freundeskreis. Und Schulmusiker sind genauso studiert wie A-Organisten. Warum sollte es da große Unterschiede geben? Außerdem müssen Schulmusiker schon berufsbedingt ein großes Repertoirewissen haben, müssen sie doch Stoff vom gregorianischen Choral bis hin zum Jazz und zur Pop-Musik vermitteln. Für Organisten ist Pop-Kenntnis jetzt nicht so wichtig, obwohl Jazz könnte nicht schaden. Das steht bei mir auch oben auf der Liste, mich mit Jazz zu beschäftigen :-)
Gruß,
Pascal
Fußnote
Martin78
, Mittwoch, 03. April 2013, 11:55 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Nehmen wir also mal die Gruppe der Vorgenannten (alle zutreffend) für den deutschen Sprachraum, verdrei- oder vierfachen sie (zur statistischen Näherung) und setzen das in Bezug zur Zahl der im selben geographischen Gebiet insgesamt tätigen haupt- und nebenamtlichen Organisten. Einschließlich der A-Stellen. Was wird übrig bleiben? Ich schätze mal 5% gute Literaturspieler und 0,5% wirklich gute Improvisatoren. Würde das stimmen (ich behaupte das einfach mal so, angesichts des vielen grottenschlechten Orgelgedudels, das einem Land auf Land ab auch in Domen und Münstern sowie in Rundfunkübertragungen begegnet), wäre das ein absolut ärmlicher Status.
Aber vielleicht ist das in der Tat kein Länderproblem, sondern ein Gattungsproblem. Und der Grund, warum die meisten z.B. Pianisten die Organisten dem üblichen Niveau nach nicht wirklich als Musikerkollegen ernst nehmen können/wollen.
Wieviel Prozent der Pianisten improvisieren denn regelmäßig (in Konzerten)? Sicher noch weit weniger als 0,5%... daran kann es also nicht liegen.
Fußnote
Karsten, Mittwoch, 03. April 2013, 12:05 (vor 4954 Tagen) @ Martin78
Aber vielleicht ist das in der Tat kein Länderproblem, sondern ein Gattungsproblem. Und der Grund, warum die meisten z.B. Pianisten die Organisten dem üblichen Niveau nach nicht wirklich als Musikerkollegen ernst nehmen können/wollen.
Wieviel Prozent der Pianisten improvisieren denn regelmäßig (in Konzerten)? Sicher noch weit weniger als 0,5%... daran kann es also nicht liegen.
Die Frage ist auch, wieviele Pianisten sich tagtäglich mit vergleichbaren Alltagsbeschäftigungen, sei es Organisationsaufgaben, die gar nichts mit Musik zu tun haben bis zu teils "leidigen" und zeitraubenden Pflichten wie (Kinder-)Chorleitung, herumplagen müssen, die einen vom Einstudieren einer Vierne-Sinfonie oder Dupré-Skizze abhalten...
Gruß
Karsten
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 12:20 (vor 4954 Tagen) @ Karsten
Aber vielleicht ist das in der Tat kein Länderproblem, sondern ein Gattungsproblem. Und der Grund, warum die meisten z.B. Pianisten die Organisten dem üblichen Niveau nach nicht wirklich als Musikerkollegen ernst nehmen können/wollen.
Wieviel Prozent der Pianisten improvisieren denn regelmäßig (in Konzerten)? Sicher noch weit weniger als 0,5%... daran kann es also nicht liegen.
Die Frage ist auch, wieviele Pianisten sich tagtäglich mit vergleichbaren Alltagsbeschäftigungen, sei es Organisationsaufgaben, die gar nichts mit Musik zu tun haben bis zu teils "leidigen" und zeitraubenden Pflichten wie (Kinder-)Chorleitung, herumplagen müssen, die einen vom Einstudieren einer Vierne-Sinfonie oder Dupré-Skizze abhalten...Gruß
Karsten
Aber ist man dann noch Musiker oder eher Mehrzwecksachbearbeiter mit partiellem Tonerzeugungsauftrag?
Da erscheint das französische Titularorganistensystem wieder sinnvoll. Und in diesem Zusammenhang die Abgrenzung Musiker ./. Tonhandwerker.
Fußnote
Karsten, Mittwoch, 03. April 2013, 12:28 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Aber ist man dann noch Musiker oder eher Mehrzwecksachbearbeiter mit partiellem Tonerzeugungsauftrag?
Da erscheint das französische Titularorganistensystem wieder sinnvoll. Und in diesem Zusammenhang die Abgrenzung Musiker ./. Tonhandwerker.
Die Stellenausschreibungen sprechen da ja wohl Bände...
Im übrigen können die hier vertretenen haupt- und nebenamtlichen sowie freischaffenden Organisten sicher einigen Senf dazugeben.
Ich habe so meine Zweifel, dass das Titularsystem in Deutschland&Co "funktionieren" würde...
Gruß
Karsten
Fußnote
elsenp, Mittwoch, 03. April 2013, 14:35 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Aber ist man dann noch Musiker oder eher Mehrzwecksachbearbeiter mit partiellem Tonerzeugungsauftrag?
Da erscheint das französische Titularorganistensystem wieder sinnvoll. Und in diesem Zusammenhang die Abgrenzung Musiker ./. Tonhandwerker.
Ich habe mir mal eine x-beliebige Stellenausschreibung von den Kölner Kollegen herausgesucht. Auszug:
Kirchenmusiker/in
mit B-Examen oder Bachelor
100% Beschäftigungsumfang, (39 Std.), unbefristet
Ihre wesentlichen Aufgaben:
• Musikalische Gestaltung aller Gottesdienstformen
• Leitung mindestens eines Kirchenchores
• Methodisch fundierte Leitung von Kinderchorgruppen
• Kooperationen mit Kindergärten, Grundschulen u. weiterführenden Schulen
• Gestaltung und Durchführung kirchenmusikalischer Konzerte
• Zusammenarbeit mit dem leitenden Seelsorgebereichsmusiker
Was wir erwarten:
• Ein aus dem christlichen Glauben getragenes Engagement für Liturgie und Kirchenmusik
• Pädagogisches und organisatorisches Geschick
• Teamfähigkeit und Engagement im Bereich Kinderchorarbeit
Steht da irgendwas von gutem, gediegenen Orgelspiel, vielfältigen Improvisationen, abwechslungsreichen Liedbegleitungen?
Das ist doch heute kaum noch gefragt. Gefragt sind die Multi-funktionalen Gruppenzusammenbringer und Kindergarten-/ Jugend-/ Mütter-/ Seniorenchor-Integratoren. Es ist aus pastoraler Sicht verständlich, dass man hier heutzutage stärkere Schwerpunkte setzt als vor vielen Jahren, als die Kirchen noch ohne "Aktionismus" voll waren. Da spielen die orgelkonzertreifen Improvisationen keine Rolle mehr.
Peter
Fußnote
C.B., Mittwoch, 03. April 2013, 15:53 (vor 4954 Tagen) @ elsenp
Steht da irgendwas von gutem, gediegenen Orgelspiel, vielfältigen Improvisationen, abwechslungsreichen Liedbegleitungen?
Das ist doch heute kaum noch gefragt. Gefragt sind die Multi-funktionalen Gruppenzusammenbringer und Kindergarten-/ Jugend-/ Mütter-/ Seniorenchor-Integratoren. Es ist aus pastoraler Sicht verständlich, dass man hier heutzutage stärkere Schwerpunkte setzt als vor vielen Jahren, als die Kirchen noch ohne "Aktionismus" voll waren. Da spielen die orgelkonzertreifen Improvisationen keine Rolle mehr.
Peter
Das Angebot richtet sich wahrscheinlich auch in diesem Bereich eher nach der Nachfrage und die Prioritäten im Kirchenmusikerberuf haben sich so konsequenterweise verlagert.
Meine Hoffnung ist allerdings die, dass in der Ausbildung weiterhin (?) auf die richtigen Prioritäten gesetzt wird. Denn zu wem gehen junge Schüler um Orgelunterricht zu nehmen bzw. wer ist für die Nachwuchsförderung zuständig?
Naja, zu 95% der Fälle eben der Kantor vor Ort.
LG CB
Fußnote
3rd_astronaut, Mittwoch, 03. April 2013, 15:59 (vor 4954 Tagen) @ elsenp
Kirchenmusiker/in
mit B-Examen oder Bachelor
100% Beschäftigungsumfang, (39 Std.), unbefristet
Ihre wesentlichen Aufgaben:
• Musikalische Gestaltung aller Gottesdienstformen
• Leitung mindestens eines Kirchenchores
• Methodisch fundierte Leitung von Kinderchorgruppen
• Kooperationen mit Kindergärten, Grundschulen u. weiterführenden Schulen
• Gestaltung und Durchführung kirchenmusikalischer Konzerte
• Zusammenarbeit mit dem leitenden Seelsorgebereichsmusiker
Was wir erwarten:
• Ein aus dem christlichen Glauben getragenes Engagement für Liturgie und Kirchenmusik
• Pädagogisches und organisatorisches Geschick
• Teamfähigkeit und Engagement im Bereich KinderchorarbeitSteht da irgendwas von gutem, gediegenen Orgelspiel, vielfältigen Improvisationen, abwechslungsreichen Liedbegleitungen?
naja, in der erstgenannten wesentlichen aufgabe, oder? aber mehr als "gediegen" braucht das orgelspiel nicht zu sein, denn der konzertbetrieb läuft unter ferner liefen bei den aufgaben...
die erwartungen klingen für mich komisch. der erste punkt klingt gleich wie eine entschuldigung für einen schlechten dorforganisten: er/sie spielt halt nicht sooo schön, aber ist engagiert und ein guter christ ;-)
Fußnote
Axel
, Mechernich, Mittwoch, 03. April 2013, 16:15 (vor 4954 Tagen) @ 3rd_astronaut
Mensch darum geht es doch in diesem miefigen Milieukatholizismus: Gesinnung vor Qualifikation und Fachwissen. Letztres könnte ja sogar gefährlich sein und jemanden als denkenden Menschen ausweisen. Das kann man bei der Kirche nicht wollen. Bevor ich jetzt wegen kirchenfeindlicher Gesinnung gesteinigt werde: Ich weiss, wovon ich rede. Immerhin habe ich mal versucht an einer katholischen Kirchenmusikschule zu studieren.
Grüße
Axel
Fußnote
hinterSatz
, Köln, Mittwoch, 03. April 2013, 17:31 (vor 4954 Tagen) @ Axel
Und woran ists gescheitert ? An der Wortwahl oder der Grammatik ?
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"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
Fußnote
Axel
, Mechernich, Mittwoch, 03. April 2013, 17:34 (vor 4954 Tagen) @ hinterSatz
an der Gesinnung natürlich...
Fußnote
hinterSatz
, Köln, Mittwoch, 03. April 2013, 18:02 (vor 4954 Tagen) @ Axel
..dann wars wohl auch die falsche Berufswahl?
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"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
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Axel
, Mechernich, Mittwoch, 03. April 2013, 18:17 (vor 4954 Tagen) @ hinterSatz
Ja, ich bringe nicht die von Klerikern meist gewünschte devote Haltung mit und kann mich leider auch nicht für Kinderbespaßung und nachkonziliare Liturgie erwärmen. Und bei den Gehältern ist Kirchenmusik immer die falsche Wahl.
Fußnote
hinterSatz
, Köln, Donnerstag, 04. April 2013, 06:40 (vor 4953 Tagen) @ Axel
Als erwartete devote Haltung würde ich mal den Kniefall vermuten, den tust du aber nicht vor den Klerikern, sondern vor Gott. Mein Orgellehrer war der Meinung, wenn man in der katholischen Kirche Musik machen möchte, sollte man selbst Kleriker werden, dann lassen sie dich in Ruhe.
--
"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
Alle Jahre wieder; war: Fußnote
Contrebasson 32'
, Donnerstag, 04. April 2013, 15:52 (vor 4953 Tagen) @ hinterSatz
Als erwartete devote Haltung würde ich mal den Kniefall vermuten, den tust du aber nicht vor den Klerikern, sondern vor Gott. Mein Orgellehrer war der Meinung, wenn man in der katholischen Kirche Musik machen möchte, sollte man selbst Kleriker werden, dann lassen sie dich in Ruhe.
Und wieder ist der Reigen des lustigen Kleriker-Bashings eröffnet worden.
Ich will ja niemandem seine Leidenserfahrungen als Organist, der unter unsympathischen Klerikern zu dienen hat, absprechen. Aber grundsätzlich kann man in jedem Job Pech mit seinem Chef haben und ein Arbeitsauftrag ist ein Arbeitsauftrag, eine Dienstanweisung ist eine Dienstanweisung - egal ob in der freien Wirtschaft oder in der Kirche. Und Standesdünkel finden sich sowohl bei Klerikern, als auch bei "normalen" Vorgesetzten.
Dass sich die Berichte von Negativerfahrungen natürlich in einem Forum häufen, ist leicht nachvollziehbar. Wem ist es schon ein dringendes Bedürfnis, sich seine Freude über den verständnisvollen, musikalisch gebildeten, umgänglichen Vorgesetzten von der Seele zu schreiben.
Mit besten Grüßen
Contrebasson 32'
Alle Jahre wieder; war: Fußnote
tiratutti
, Donnerstag, 04. April 2013, 16:39 (vor 4953 Tagen) @ Contrebasson 32'
Hallo,
Wem ist es schon ein dringendes Bedürfnis, sich seine Freude über den verständnisvollen, musikalisch gebildeten, umgänglichen Vorgesetzten von der Seele zu schreiben.
dann ich: Pfarrer, Kaplan, Pensionär, Chorleiter, Mesmerin, Pfarrsekretärin: alles bestens hier. Dazu zwei frisch überarbeitete Orgeln und die evangelische Kirche lässt auch gerade eine neue bauen.
Grüße von tiratutti
Alle Jahre wieder; war: Fußnote
Axel
, Mechernich, Donnerstag, 04. April 2013, 21:33 (vor 4952 Tagen) @ tiratutti
Das ist mir bei 5 Pfarrern auch mal bei einem passiert, dass es o.k. war. Gibt es zum Glück auch.
Die anderen Beispiele sind leider zahlreicher. Wieviele Kirchenmusiker betreten nach ihrer Verrentung keine Kirche mehr? Ich kenne genug davon. Dieser immense Frust muss ja einen Grund haben. Und Kirchenmusik studiert man ja aus Liebe, nicht des Geldes wegen.
Schöne Grüße
Axel
Alle Jahre wieder; war: Fußnote
Aeolinchen, Donnerstag, 04. April 2013, 22:34 (vor 4952 Tagen) @ Axel
Das ist mir bei 5 Pfarrern auch mal bei einem passiert, dass es o.k. war. Gibt es zum Glück auch.
Die anderen Beispiele sind leider zahlreicher. Wieviele Kirchenmusiker betreten nach ihrer Verrentung keine Kirche mehr? Ich kenne genug davon. Dieser immense Frust muss ja einen Grund haben. Und Kirchenmusik studiert man ja aus Liebe, nicht des Geldes wegen.
Ich hatte mehr als 5 Chefs, bin mit allen gut klargekommen. Da war keiner dabei, der es an Wertschätzung der kirchenmusikalischen Arbeit hat fehlen lassen.
Alle Jahre wieder; war: Fußnote
FranzS.
, Freitag, 05. April 2013, 12:23 (vor 4952 Tagen) @ Aeolinchen
bearbeitet von FranzS., Freitag, 05. April 2013, 18:34
Ich hatte mehr als 5 Chefs, bin mit allen gut klargekommen. Da war keiner dabei, der es an Wertschätzung der kirchenmusikalischen Arbeit hat fehlen lassen.
Hallo,
Ich erlebe viele Pfarrer und der ein oder andere ist vom hörensagen auch eher schwierig, aber ich hatte bisher noch nie ein Problem mit der Geistlichkeit. In 95% der Fälle waren die Pfarrer sehr nett, interessiert an Kirchen- und Orgelmusik und die restlichen 5% (die gänzlich Unmusikalischen) haben mir nie dreingeredet. Durchweg schlechte, wenngleich auch nicht sehr viele Erfahrungen, habe ich mit den "Klosterbrüdern" gehabt. Nur selten hatte ich mit derart arroganten, unhöflichen und abgehobenen Typen zu tun gehabt. Dabei ging es aber immer um eine "Orgelbesichtigungsanfrage" und es hatte nichts mit einer kirchenmusikalischen Tätigkeit an sich zu tun. Als Konsequenz daraus daraus meide ich künftig jedes Kloster.
Alle Jahre wieder; war: Fußnote
Karl-Bernhardin Kropf, Freitag, 05. April 2013, 07:58 (vor 4952 Tagen) @ tiratutti
Hallo,
Wem ist es schon ein dringendes Bedürfnis, sich seine Freude über den verständnisvollen, musikalisch gebildeten, umgänglichen Vorgesetzten von der Seele zu schreiben.
dann ich: Pfarrer, Kaplan, Pensionär, Chorleiter, Mesmerin, Pfarrsekretärin: alles bestens hier. Dazu zwei frisch überarbeitete Orgeln und die evangelische Kirche lässt auch gerade eine neue bauen.Grüße von tiratutti
Mir geht's im Prinzip so wie Tiratutti und Aeolinchen.
Und meine VorgängerInnen bleiben sämtlich in Verrentung nicht der Kirche fern, sondern sitzen nahezu jeden Sonntag an Instrumenten!
Eine Vorvorgängerin hat allerdings jetzt - nach drei Stellen und Jahrzehnten Dienst - noch mal den Beruf gewechselt, aber diese Ausnahme bestätigt nur...
Daher bin ich froh, dass das neugestartete Forum sich bisher nicht so viel mit dem bestimmten Frust-Themenkreis befasst hat.
Fußnote
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Donnerstag, 04. April 2013, 17:15 (vor 4953 Tagen) @ elsenp
Diese Fragen muss man allerdings auch an die kirchenmusikalische Ausbildung und an die Außenwirkung von Orgelkultur stellen.
Wo wird denn gute Improvisation und genuine "Kreativität" von Organisten sichtbar und gewertschätzt?
Fußnote
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Donnerstag, 04. April 2013, 17:11 (vor 4953 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Darüber, daß die Improvisation, die jahrhundertelang eigentliche Königsdisziplin der Orgelmusik war, in der Ausbildung viel zu kurz kommt und man damit, hart formuliert, im schlimmsten Fall künstlerische Kastraten ausbildet, habe ich mich hier ja schon vor längerer Zeit mal geäußert.
Interessant natürlich, daß das auf Widerspruch stößt, wenn es um Improvisation auf Barockorgeln geht (als Gegenargument gegen das "Man muss aber XY spielen können" bei Stimmungsfragen), aber auf Zustimmung stößt und als Mangel empfunden wird, wenn es um Improvisation auf symphonischen Instrumenten geht. Aber das ist wohl der speziellen Stimmung hier im Forum und dem Zeitgeschmack geschuldet ;-)
Fußnote
Axel
, Mechernich, Donnerstag, 04. April 2013, 20:59 (vor 4952 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ähhm ja...kennst Du die Prüfungsordnungen der Musikhochschulen in Sachen Impro? Gemeinerweise impliziert meine Frage natürlich, dass es vermutlich nicht so ist. Sonst würdest Du die Geschichte von den ach so schlechten Improvisatoren nicht immer wieder aufwärmen. Das stimmt so einfach nicht. Natürlich kann man immer irgendwelche Negativbeispiele finden, aber die hauptamtlichen Kollegen sollten ihren Kram können.
Ja, sicher, da steckt natürlich Zeitgeist drin. Aber eben auch die Erfahrung der Praxis. Wir hatten das mit der mitteltönigen Stimmung schon. Du darfst mir gerne so eine Orgel hinstellen, kein Problem, solange ich nur gut reformiert den Genfer Psalter rauf und runter spielen muss. Leider entscheide ich das nicht. Es kommt unter Garantie eine Gemeindereferentin, die mir NGLs aufs Auge drückt, ein Pfarrer, der ohne Taizé nicht glücklich wird, ein Brautpaar mit dem Wunsch nach irgenwelchen apokryphen "Ave Marias" oder noch Schlimmerem. Da gibt es noch die Vertretung, die an Erntedank "Wir pflügen und wir streuen" leider nur in As-Dur spielen kann. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Wenn das alles auf der teuren neuen Orgel nicht geht, ist das einfach schwer vermittelbar. Sollte allerdings Geld für die zweite Orgel da sein, können wir über mitteltönig mit ottava corta nochmal reden...
Nix für ungut, schöne Grüße
Axel
Fußnote
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Donnerstag, 04. April 2013, 21:37 (vor 4952 Tagen) @ Axel
Soviel Aufregung von deiner Seite wäre mein Beitrag gar nicht wert gewesen.
Was das mit der Verwendbarkeit von mitteltönigen Orgeln und der Wertschätzung in der Gemeinde betrifft, da werde ich dir weiterhin widersprechen.
Wenn man eine historische Orgel hat, die renoviert zu werden wünscht, dann muss man der Gemeinde eben beibringen, welche Bedeutung die Stimmung hierbei hat. Wenn man die Gemeinde dahingehend ungebildet lässt, evt. weil man selbst keine Lust auf eine mitteltönige Orgel hätte, dann kanns natürlich passieren, daß sich jemand darüber aufregt, daß auf der "teuren Orgel" nicht jedes NGL geht. Aber wenn man da ausreichende Vorarbeit leistet, sollte sowas zu lösen sein.
Und wenns um Neubauten geht: Dann kann man erst recht die Gemeinde von vornherein darauf vorbereiten, was man plant und was auf einen zukommt, welche Vor- und welche Nachteile die ganze Sache hat. Dann gibts hinterher keine bösen Überraschungen.
Etwas Aufklärungsarbeit darüber, daß man auch nicht auf Biegen und Brechen jedes moderne Lied auf der Orgel begleiten muss, kann in vielen Fällen auch ganz hilfreich sein.
Also auch mit der Aussicht, daß es in Zukunft mit zu meinen Aufgaben gehören wird, genau in solchen Streitfällen zu vermitteln, sehe ich so etwas als vermeidbares Problem an.
Was das mit der Improvisation betrifft: Ich denke, wir sind uns darüber einig, daß die Improvisation in der modernen Orgelkultur unterrepräsentiert ist, oder nicht?
Was willst du denn jetzt hier vor mir verteidigen? Die Ausbildung, die Konzertpraxis? Den Alltag in der Gemeinde?
Jeder Teilbereich kirchenmusikalischen Lebens wird seine Anteile daran haben. Ich glaube, wir haben mehr davon, wenn wir aufarbeiten, wo da die Knackpunkte liegen und wo man Improvisation fördern kann, als gleich wieder an musikideologischen Grenzen die Schotten dicht zu machen ;-)
Ist ja nicht so, daß ich nicht damit gerechnet hätte, daß so eine Reaktion kommt. Aber immerhin hast du mir damit den Ball gekonnt zurückgespielt.
Fußnote
Aeolinchen, Donnerstag, 04. April 2013, 22:25 (vor 4952 Tagen) @ Poupoulcorouse
Was willst du denn jetzt hier vor mir verteidigen? Die Ausbildung, die Konzertpraxis? Den Alltag in der Gemeinde?
Das war doch eigentlich klar:
Poupoulcorouse:
"Darüber, daß die Improvisation, die jahrhundertelang eigentliche Königsdisziplin der Orgelmusik war, in der Ausbildung viel zu kurz kommt und man damit, hart formuliert, im schlimmsten Fall künstlerische Kastraten ausbildet, habe ich mich hier ja schon vor längerer Zeit mal geäußert."
Axel:
"Ähhm ja...kennst Du die Prüfungsordnungen der Musikhochschulen in Sachen Impro? Gemeinerweise impliziert meine Frage natürlich, dass es vermutlich nicht so ist. Sonst würdest Du die Geschichte von den ach so schlechten Improvisatoren nicht immer wieder aufwärmen. Das stimmt so einfach nicht."
Was soll man sagen? Axel hat recht, soweit es die heutigen deutschen Musikhochschulen betrifft. Und was heißt schon "verteidigen"? Es geht schlicht darum, eine unrichtige Behauptung richtigzustellen.
Fußnote
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Donnerstag, 04. April 2013, 22:38 (vor 4952 Tagen) @ Aeolinchen
Okay, ich hatte "Ausbildung" hierbei nicht nur auf Prüfungsordnungen und dergleichen, sondern auch auf Konzertpraxis, Alltag, Ansprüche an Kirchenmusik und mediale Vermittlung aus der Sicht künftiger Organisten bezogen.
Das hätte ich präzisieren oder anders formulieren können.
Aber ich denke, daß das in der zweiten Antwort deutlich wurde.
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Freitag, 05. April 2013, 06:01 (vor 4952 Tagen) @ Poupoulcorouse
Okay, ich hatte "Ausbildung" hierbei nicht nur auf Prüfungsordnungen und dergleichen, sondern auch auf Konzertpraxis, Alltag, Ansprüche an Kirchenmusik und mediale Vermittlung aus der Sicht künftiger Organisten bezogen.
Das hätte ich präzisieren oder anders formulieren können.Aber ich denke, daß das in der zweiten Antwort deutlich wurde.
Also, in der Geschichte dieses Forums war ich selten mit Dir so d'accord, wie in diesem Faden hier. Meines Erachtens hast Du es sehr zutreffend auf den Punkt gebracht.
Ich gehe aber noch weiter und bewerte dabei vom Ergebnis her:
Und da stelle ich bei der absolut überwiegenden Anzahl derer, die ich in den unterschiedlichstens Qualifikations- und Examensleveln spielen höre - einschließlich diverser Profs und Domorganisten - fest, dass, wenn sie zwar offenbar in der Tat das "Handwerk" der Improvisation irgendwie beigebracht bekommen haben, z.B. einen sauberen Kontrapunkt hinbekommen, lehrbuchmäßige Verzierungen einbauen, stilnah zu harmonisieren sich bemühen - aber es wird einfach keine Musik draus. Es bleibt beim Choralvorspiel Typ soundso oder bei der Fuge Stil xyz, aber nochmal: Es ist keine Musik. Es fehlt die Inspiration, es fehlt die Kreativität, es fehlt an allem, was Tonkunst im Ergebnis hörenswert macht.
Weil man mehr oder weniger begabten Leuten irgendeine Arbeitstechnik, Kontrapunkt, Tonsatz und Stilkunde beigebracht hat - aber wahre Kreativität, Inspiration, musikantischer Geschmack und ein freier Geist scheinen nicht auf den besagten Lehrplänen zu stehen.
Und wenn nun eingewandt wird, dass all das in der Gebrauchsmusik des Kirchenalltags gar nicht gefragt/möglich ist, tja, dann sollten wir uns einfach von der Illusion verabschieden, dass es in der "Gebrauchsliturgie" um Musik geht. Dann sind es eben nur schlichte Töne zur höheren Ehre Gottes und mehr nicht. Es ist mehr als nur ein Bonmot, dass man zu einem Harmonium auch "Gebetspumpe" sagt. Weil es gar nicht um Musik geht, sondern darum, Gläubige in ihrem Lobpreis akustisch zu unterstützen, Tonfolgen zu ermöglichen, wo reines Sprechen liturgisch zu fad wäre.
Warum sich dann die großen Meister seit der frühen Mehrstimmigkeit um schöne Kompositionen für den liturgischen Gebrauch bemüht und Grandioses geschaffen haben, fragt man sich. Und dann fällt ein helles Licht der Pein auf die Klampfenpfarrer und Gemeindereferentinnendummchen.
Aber so lange Idioten und Banausen das System prägen, sollte man von diesem nicht zu viel erwarten und sich seine Nischen suchen. Und weil es diese eben (derzeit) äußerst selten gibt, kann ich nur sagen: Augen auf bei der Berufswahl. Wer wirklich Musiker werden will (und auch das Zeug dazu hat), sollte vielleicht den Kirchendienst (und übrigens auch den Schuldienst) nicht ernsthaft in Betracht ziehen.
Fußnote
Karsten, Freitag, 05. April 2013, 07:54 (vor 4952 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
bearbeitet von Karsten, Freitag, 05. April 2013, 08:11
Okay, ich hatte "Ausbildung" hierbei nicht nur auf Prüfungsordnungen und dergleichen, sondern auch auf Konzertpraxis, Alltag, Ansprüche an Kirchenmusik und mediale Vermittlung aus der Sicht künftiger Organisten bezogen.
Das hätte ich präzisieren oder anders formulieren können.Aber ich denke, daß das in der zweiten Antwort deutlich wurde.
Also, in der Geschichte dieses Forums war ich selten mit Dir so d'accord, wie in diesem Faden hier. Meines Erachtens hast Du es sehr zutreffend auf den Punkt gebracht.
Ich gehe aber noch weiter und bewerte dabei vom Ergebnis her:
Und da stelle ich bei der absolut überwiegenden Anzahl derer, die ich in den unterschiedlichstens Qualifikations- und Examensleveln spielen höre - einschließlich diverser Profs und Domorganisten - fest, dass, wenn sie zwar offenbar in der Tat das "Handwerk" der Improvisation irgendwie beigebracht bekommen haben, z.B. einen sauberen Kontrapunkt hinbekommen, lehrbuchmäßige Verzierungen einbauen, stilnah zu harmonisieren sich bemühen - aber es wird einfach keine Musik draus. Es bleibt beim Choralvorspiel Typ soundso oder bei der Fuge Stil xyz, aber nochmal: Es ist keine Musik. Es fehlt die Inspiration, es fehlt die Kreativität, es fehlt an allem, was Tonkunst im Ergebnis hörenswert macht.
Weil man mehr oder weniger begabten Leuten irgendeine Arbeitstechnik, Kontrapunkt, Tonsatz und Stilkunde beigebracht hat - aber wahre Kreativität, Inspiration, musikantischer Geschmack und ein freier Geist scheinen nicht auf den besagten Lehrplänen zu stehen.
Und wenn nun eingewandt wird, dass all das in der Gebrauchsmusik des Kirchenalltags gar nicht gefragt/möglich ist, tja, dann sollten wir uns einfach von der Illusion verabschieden, dass es in der "Gebrauchsliturgie" um Musik geht. Dann sind es eben nur schlichte Töne zur höheren Ehre Gottes und mehr nicht. Es ist mehr als nur ein Bonmot, dass man zu einem Harmonium auch "Gebetspumpe" sagt. Weil es gar nicht um Musik geht, sondern darum, Gläubige in ihrem Lobpreis akustisch zu unterstützen, Tonfolgen zu ermöglichen, wo reines Sprechen liturgisch zu fad wäre.
Warum sich dann die großen Meister seit der frühen Mehrstimmigkeit um schöne Kompositionen für den liturgischen Gebrauch bemüht und Grandioses geschaffen haben, fragt man sich. Und dann fällt ein helles Licht der Pein auf die Klampfenpfarrer und Gemeindereferentinnendummchen.
Aber so lange Idioten und Banausen das System prägen, sollte man von diesem nicht zu viel erwarten und sich seine Nischen suchen. Und weil es diese eben (derzeit) äußerst selten gibt, kann ich nur sagen: Augen auf bei der Berufswahl. Wer wirklich Musiker werden will (und auch das Zeug dazu hat), sollte vielleicht den Kirchendienst (und übrigens auch den Schuldienst) nicht ernsthaft in Betracht ziehen.
Lieber OrganisteTuttilaire, mit diesem Beitrag trägst du für manche (wenn nicht viele) Foristen Eulen nach Athen.
Es gibt Gott sei Dank Ausnahmen von der Regel oder besser: der breiten Masse und dem Durchschnitt, und es gab/gibt sogar mal Genies hier und dort. Sonst gäbe es keine Bach'schen Passionen, Mozart'schen Messen und vieles andere mehr.
Gruß
Karsten
Fußnote
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Freitag, 05. April 2013, 08:28 (vor 4952 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Na also! Deshalb ... freut euch mal lieber, daß es angehende Pastoren wie mich gibt, anstatt meine Ansprüche an Kirchenmusik zu verteufeln ;-)
Mir ist nämlich gerade daran gelegen, daß sich die Kirchenmusik wieder von liturgischer Grundversorgung zu wahrer Musik entwickelt. Daß ich dabei die norddeutsche Kirchenmusik von vor 300 Jahren und entsprechende Instrumente vor Augen habe, ist meinem persönlichen Geschmack geschuldet. Aber was die Grundlagen betrifft, dürften wir hier einer Meinung sein.
Und ich will hier auch gar nicht Nebenamtler und kirchenmusikalische "Laien" von vornherein unter Generalverdacht stellen. Nicht jede Begabung zeigt sich, auch wenn sie nicht geweckt wird. Und wenn Orgeldienst nur unter "irgendjemand muss es ja machen" firmiert und nicht als wertvoller Teil des Gottesdienstes angesehen wird (das ist mit dem Gemeindegesang übrigens nicht anders), dann wird auch kein Laienorganist seine verborgenen Talente entdecken.
Aus meiner Perspektive gehört auch alles andere, worüber hier gerne gelästert wird, mit zu diesem Thema: leise Gemeindebegleitung, öde Registrierungen, Zungenstimmen nur an Weihnachten, wenn man sie vorher zum Stimmen von der Staubkruste befreit hat, Gemeinden, denen man das Singen abtrainert hat, schlechte Absprachen zwischen Pfarrern und Organisten, nervige Hochzeitspaare mit idiotischen Musikwünschen und und und.
Wie soll eine Gemeinde merken, daß sie wirklich gemeinsam mit dem Organisten Musik zur Ehre Gottes macht und aus sich herausgehen, wenn der Organist spielt, als hätte er Angst vor dem eigenen Instrument oder als wolle er, in böser Absicht, die Gemeinde zwingen, zu hören wie schlecht sie singt ;-)
Wie sollen Organisten kreativ werden, wenn sie sich nichtmal trauen, den gesamten Registerfundus ihrer Orgeln auszuspielen?
Fußnote
stein
, Freitag, 05. April 2013, 16:46 (vor 4952 Tagen) @ Poupoulcorouse
Na also! Deshalb ... freut euch mal lieber, daß es angehende Pastoren wie mich gibt, anstatt meine Ansprüche an Kirchenmusik zu verteufeln ;-)
Wird Pastor, ich fasse es nicht. Teile uns mit wann der erste Gottesdienst mit Predigt sein wird, ich komme von nah und fern. Super!!!
Fußnote
JSBach
, Aachen, Freitag, 05. April 2013, 19:05 (vor 4952 Tagen) @ stein
und sich auch noch zu trauen, sich damit hier zu outen ... ;)
Fußnote
kjz1, Freitag, 05. April 2013, 19:10 (vor 4952 Tagen) @ JSBach
und sich auch noch zu trauen, sich damit hier zu outen ... ;)
Wieso outen? Das dürfte doch jedem bekannt sein, der hier aufmerksam mitliest...
Fußnote
JSBach
, Aachen, Freitag, 05. April 2013, 19:22 (vor 4952 Tagen) @ kjz1
dann oute ich mich jetzt als nicht aufmerksam mitlesend ;)
Fußnote
Aeolinchen, Freitag, 05. April 2013, 12:39 (vor 4952 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Und da stelle ich bei der absolut überwiegenden Anzahl derer, die ich in den unterschiedlichstens Qualifikations- und Examensleveln spielen höre - einschließlich diverser Profs und Domorganisten - fest, dass, wenn sie zwar offenbar in der Tat das "Handwerk" der Improvisation irgendwie beigebracht bekommen haben, z.B. einen sauberen Kontrapunkt hinbekommen, lehrbuchmäßige Verzierungen einbauen, stilnah zu harmonisieren sich bemühen - aber es wird einfach keine Musik draus. Es bleibt beim Choralvorspiel Typ soundso oder bei der Fuge Stil xyz, aber nochmal: Es ist keine Musik. Es fehlt die Inspiration, es fehlt die Kreativität, es fehlt an allem, was Tonkunst im Ergebnis hörenswert macht.
Weil man mehr oder weniger begabten Leuten irgendeine Arbeitstechnik, Kontrapunkt, Tonsatz und Stilkunde beigebracht hat - aber wahre Kreativität, Inspiration, musikantischer Geschmack und ein freier Geist scheinen nicht auf den besagten Lehrplänen zu stehen.
Das ist der Punkt. Dabei wäre dem so einfach abzuhelfen. Man ergänze den sowieso schon netwas dünnen Lehrplan der Kirchenmusikerausbildungdurch:
1 Pflichtvorlesung "Wahre Kreativität"
1 Pflichtvorlesung "Inspiration"
1 Pflichtvorlesung "musikantischer Geschmack"
und
1 Pflichtvorlesung "freier Geist"
und zwar vom ersten bis zum letzten Semester.
Dann lernen die das endlich.
Fußnote
OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 07:51 (vor 4954 Tagen) @ Tabernakelwanze
Ich weiß nicht, warum hier ständig Herr Prof. Seifen ins Feld geführt wird. Gut, natürlich was er macht ist schon ziemlich genial, ich hab ihn in Kevelaer sehr oft gehört, aaaaber: Hat man ihn ein paarmal gehört, weiß man: Oh ein Seifen!
Das weiß man bei Bach und bei Shakespeare auch.
W.S. hat die Changes raus...!
kjz1, Dienstag, 02. April 2013, 18:00 (vor 4955 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Aber das Video zeigt ja einen reizvollen Gegenbeweis (köstlich WSs Seitenblicke...) - und auch wenn derartige Harmonisationskunst selten ist, so behaupte ich doch mal frech, dass gutes Harmonisieren in D häufiger zu finden ist als in F. Nicht nur wegen der höheren Kirchenmusikerdichte, nein, auch umgerechnet auf die Organistenanzahl.
Wobei unser Kirchenorganist das manchmal auch bringt, allerdings nur an Festtagen. Eine solche Harmonisierung setzt nämlich IMHO 2 Dinge voraus: eine relativ gut gefüllte Kirche und eine relativ bekannte Melodie, insgesamt also eine singende Gemeinde, die unerschütterlich weitersingt und sich durch die Orgel nicht 'irritieren' läßt... Und beides ist bei dieser Aufnahme gegeben.
Viele Grüße,
- Karl-Josef
W.S. hat die Changes raus...!
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Dienstag, 02. April 2013, 18:10 (vor 4955 Tagen) @ kjz1
Gab es da nicht einen gewissen JSB, der die Gemeinde durch sein Spiel confusionierte, worauf sich das hochlöbl. Consistorium mit der Sache beschäftigen musste? Da ist man ja in guter Gesellschaft!
--
Gruß vom Niederrhein
W.S. hat die Changes raus...!
elfengeschrey, Ebstorf, Dienstag, 02. April 2013, 21:19 (vor 4954 Tagen) @ Tabernakelwanze
"...dass die gemeinde darüber confundiret worden...."
W.S. hat die Changes raus...!
kjz1, Mittwoch, 03. April 2013, 09:28 (vor 4954 Tagen) @ Tabernakelwanze
Gab es da nicht einen gewissen JSB, der die Gemeinde durch sein Spiel confusionierte, worauf sich das hochlöbl. Consistorium mit der Sache beschäftigen musste? Da ist man ja in guter Gesellschaft!
Ja, an JSB musste ich auch denken. Der Trick dabei ist wohl, dass der Organist halt hören muss, wann man so in der Begleitung des Gemeindegesanges verfahren kann und wann nicht.
W.S. hat die Changes raus...!
OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 11:40 (vor 4954 Tagen) @ kjz1
Gab es da nicht einen gewissen JSB, der die Gemeinde durch sein Spiel confusionierte, worauf sich das hochlöbl. Consistorium mit der Sache beschäftigen musste? Da ist man ja in guter Gesellschaft!
Ja, an JSB musste ich auch denken. Der Trick dabei ist wohl, dass der Organist halt hören muss, wann man so in der Begleitung des Gemeindegesanges verfahren kann und wann nicht.
O.L. sagte im Improunterricht mal, dass man jede Strophe jeden Liedes so weitgehend und zunehmend abweichend harmonisieren solle, bis die Gemeinde aufhört, mitzusingen. Als Übung gab er die Aufgabe, in 20-30 Varianten ein Kirchenlied zu harmonisieren. Anschließend wurden die Grenzen des guten Geschmacks besprochen... Die Gegenaufgabe war übrigens, einen Choral so sparsam wie möglich zu harmonisieren, aber auch das auf möglichst viele verschiedene Arten.
W.S. hat die Changes raus...!
Karsten, Mittwoch, 03. April 2013, 11:47 (vor 4954 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Gab es da nicht einen gewissen JSB, der die Gemeinde durch sein Spiel confusionierte, worauf sich das hochlöbl. Consistorium mit der Sache beschäftigen musste? Da ist man ja in guter Gesellschaft!
Ja, an JSB musste ich auch denken. Der Trick dabei ist wohl, dass der Organist halt hören muss, wann man so in der Begleitung des Gemeindegesanges verfahren kann und wann nicht.
O.L. sagte im Improunterricht mal, dass man jede Strophe jeden Liedes so weitgehend und zunehmend abweichend harmonisieren solle, bis die Gemeinde aufhört, mitzusingen. [...]
Interessant, ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Gemeindebegleitung dazu dienen soll, dass die Gemeinde MITsingt und nicht aufhört... ^^
Gruß
Karsten
W.S. hat die Changes raus...!
Friedrich
, Dienstag, 02. April 2013, 18:11 (vor 4955 Tagen) @ kjz1
Ein großer Meister im unlangweiligen, unerwarteten und trotzdem singbaren Begleiten ist übrigens auch Peter Bares. Selten habe ich das Mitsingen und das Zuhören so genossen wie das eine Mal, als ich in der Kunststation St. Peter eine Hochzeit miterlebt habe und Bares aufspielte.
Gruß,
Friedrich
W.S. hat die Changes raus...!
elsenp, Freitag, 05. April 2013, 12:20 (vor 4952 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Aber das Video zeigt ja einen reizvollen Gegenbeweis (köstlich WSs Seitenblicke...) - und auch wenn derartige Harmonisationskunst selten ist, so behaupte ich doch mal frech, dass gutes Harmonisieren in D häufiger zu finden ist als in F. Nicht nur wegen der höheren Kirchenmusikerdichte, nein, auch umgerechnet auf die Organistenanzahl.
Was mich an diesem Video schon immer interessiert und meines Wissens auch durch die Musikwissenschaft noch nicht geklärt wurde: Was ist eigentlich in der Plastiktüte? Stullen für Zwischendurch? Rotwein zur Steigerung der Improvisationsfähigkeit (würde auch die schelmischen Seitenblicke in ein anderes Licht rücken)? Mitbringsel für die Gattin daheim?
Fragen über Fragen...
;-) Peter
W.S. hat die Changes raus...!
JSBach
, Aachen, Freitag, 05. April 2013, 12:24 (vor 4952 Tagen) @ elsenp
also hier in Aachen beim Konzert kam Seifen erst so 5 Minuten vor Beginn aus der Stadt in den Dom geschlendert, ebenfalls mit einer Plastiktüte in der Hand, da er noch ein paar Sachen besorgen musste. (Währenddessen ging Norbert Richtsteig übrigens der "Arsch auf Grundeis", wie man so schön sagt...)
Ich habe das Konzert (mit seiner Erlaubnis) gefilmt, auf dem Video liegt die Plastiktüte auch auf dem Spieltisch ;)
W.S. hat die Changes raus...!
Axel
, Mechernich, Freitag, 05. April 2013, 12:44 (vor 4952 Tagen) @ JSBach
Mooooment, wolltest Du damit sagen, dass N.R. den W. S. zum Konzert eingeladen hat????
W.S. hat die Changes raus...!
kjz1, Freitag, 05. April 2013, 12:44 (vor 4952 Tagen) @ elsenp
Was mich an diesem Video schon immer interessiert und meines Wissens auch durch die Musikwissenschaft noch nicht geklärt wurde: Was ist eigentlich in der Plastiktüte? Stullen für Zwischendurch? Rotwein zur Steigerung der Improvisationsfähigkeit (würde auch die schelmischen Seitenblicke in ein anderes Licht rücken)? Mitbringsel für die Gattin daheim?
Himmerod hat einen ganz interessanten Klosterladen.
W.S. hat die Changes raus...!
Martin78
, Freitag, 05. April 2013, 14:15 (vor 4952 Tagen) @ kjz1
Himmerod hat einen ganz interessanten Klosterladen.
Jep, kaufen, kaufen, kaufen: Damit unterstützt man (indirekt) die Abtei, um die es ja finanziell leider nicht allzu rosig steht.
W.S. hat die Changes raus...!
Contrebasson 32'
, Freitag, 05. April 2013, 14:58 (vor 4952 Tagen) @ Martin78
Himmerod hat einen ganz interessanten Klosterladen.
Jep, kaufen, kaufen, kaufen: Damit unterstützt man (indirekt) die Abtei, um die es ja finanziell leider nicht allzu rosig steht.
Dem kann ich mich nur anschließen, wobei dank der tatkräftigen Unterstützung des Altabtes von Marienstatt doch wieder von Zukunftsaussichten gesprochen werden darf. Fehlt "nur noch" der Nachwuchs.
W.S. hat die Changes raus...!
stein
, Freitag, 05. April 2013, 17:05 (vor 4952 Tagen) @ Contrebasson 32'
Dem kann ich mich nur anschließen, wobei dank der tatkräftigen Unterstützung des Altabtes von Marienstatt doch wieder von Zukunftsaussichten gesprochen werden darf. Fehlt "nur noch" der Nachwuchs.
Thomas Denter, ein sehr kluger Kopf. Einer der sehr wenigen Prediger, die immer wieder faszinieren konnten.
W.S. hat die Changes raus...!
kjz1, Freitag, 05. April 2013, 19:08 (vor 4952 Tagen) @ Contrebasson 32'
Dem kann ich mich nur anschließen, wobei dank der tatkräftigen Unterstützung des Altabtes von Marienstatt doch wieder von Zukunftsaussichten gesprochen werden darf. Fehlt "nur noch" der Nachwuchs.
Ja, ein seltsamer Winkelzug der Geschichte. Denn Himmerod ist (über Kloster Heisterbach) eigentlich das 'Mutterkloster' von Marienstatt. Und die 'schwächelnde' Mutter scheint jetzt schon zum zweiten Mal (nach 1922) von ihrem Sprößling 'wiederbelebt' zu werden.
W.B. rockt die Hütte
Tastenhalter
, Dienstag, 02. April 2013, 17:03 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Hier hingegen vegetiert man doch zu allermeist ganz brav in I - IV - I - V - I. >
Bist Du ganz sicher, dass deutsche Domorganisten diesen hohen Anforderungen gewachsen sind ??
zweifelt nach Deinen bisherigen Einschätzung derselben
Tastenhalter
G.K. rockt die Hütte, war: P.L. rockt die Hütte
doppelfloete_h
, Hannover, Dienstag, 02. April 2013, 17:17 (vor 4955 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
Zwar noch nicht ganz Ostern, aber - wenn wir schonmal dabei sind, uns über D und F zu unterhalten...
P.L. rockt die Hütte
hinterSatz
, Köln, Donnerstag, 04. April 2013, 15:13 (vor 4953 Tagen) @ doppelfloete_h
26. Internationale Altenberger Orgelakademie
Eine Gelegenheit, einige der hier genannten Herren mal in "einer Hütte" zu hören, schade, dass der Improvisationskurs auf Studierende beschränkt ist, wahrscheinlich sind die Platzverthältnisse in erwähnter Hütte aber für Gäste zu beengt.
--
"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
P.L. rockt die Hütte
3rd_astronaut, Donnerstag, 04. April 2013, 15:26 (vor 4953 Tagen) @ hinterSatz
26. Internationale Altenberger Orgelakademie
Eine Gelegenheit, einige der hier genannten Herren mal in "einer Hütte" zu hören, schade, dass der Improvisationskurs auf Studierende beschränkt ist, wahrscheinlich sind die Platzverthältnisse in erwähnter Hütte aber für Gäste zu beengt.
Ah, ein Länderkampf ;-) Aber Österreich hat niemanden entsandt??