Barry Jordan in der Auferstehungskirche, D-Oberkassel

3rd_astronaut, Donnerstag, 11. April 2013, 11:43 (vor 4891 Tagen) @ Clemens Schäfer
bearbeitet von 3rd_astronaut, Donnerstag, 11. April 2013, 21:45

“Fourths Mostly” (übersetze ich das richtig mit “meistens Quarten”?) (Für Birmingham 2001) von Michael Nyman stand am Anfang. Dieser Vertreter der Minimal-Music (und Erfinder des Begriffs) hat hier ein raffiniertes Stück geschrieben, das einerseits eine Orgeldemo ermöglicht, andererseits aber das typische Merkmal diese Musikrichtung enthält: Beinahe stures Beharren auf einer Grundidee, dabei aber mehr oder weniger bemerkbare Verschiebungen im Untergrund. Dem beim Hören nachzuspüren, ist immer wieder reizvoll. Freilich muß man dafür eine Antenne entwickeln. Wer aber etwa “Mad Rush” von Glass gehört hat - vielleicht sogar mehrfach, und das gar von Apkalna -, der ist bestens gerüstet. Jordan spielte überlegen; weite Strecken gibt es Doppelpedal. Die trockene Akustik begünstigt die Durchhörbarkeit, fordert andererseits aber ein besonders präzises Spiel.

Wer es mal hören will, wird auf pipedreams fündig: http://pipedreams.publicradio.org/listings/2003/0314/ (Direkt verlinken geht nicht; ich trag heute abend mal eine Vorspulzeit nach).
|-> bei 01:02:10 starten die quarten


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