Daniel Zaretsky "freitags um 7" in der Johanneskirche

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Samstag, 27. April 2013, 11:39 (vor 4872 Tagen)

Hallo Forum,

“freitags um 7” war diesmal Daniel Zaretzky zu Gast in der Johanneskirche, :D-Innenstadt. Der eröffnete mit Johann Ernst von Sachsen-Weimar, Konzert G-Dur in der Orgelfassung von J. S. Bach (BWV 592). Wenn diese musikalisch eher wenig ergiebigen Stücke wirken sollen, braucht es zumindest spieltechnische Brillanz. Leider leistete Zaretzky sich aber einige Unklarheiten und Fehltritte.

Zaretsky rief im Kyrie Gott Vater um Erbarmen an (BWV 669) und wurde erhört: Fortan gab es keine Probleme mehr.

Sehr schön kam deshalb auch die große Dorische (BWV 538), klar und gut gegliedert, genau und nicht zu fett registriert. Da war es eine Freude zuzuhören. Es folgten von Schumann die ruhige, mit Bedacht gespielte Nr. 3 und die gekonnt gesteigerte gesteigerte Nr. 6 aus den sechs Fugen über den Namen BACH op. 60. Die Consolation Des-Dur von Liszt wirkt auf dieser Orgel eine Spur zu trocken, wurde aber den Verhältnissen entsprechend schön inszeniert.

Dann BACH von Liszt. Das geht auf dieser Orgel erstaunlich gut. Die Blöcke wurden klar abgesetzt. Alles durchhörbar. Prima der Übergang in die Fuge.

Zum Schluß noch mal Spätromantik in alter Form: Passacaglia von Christophor Kuschnarew (1890-1960). Spielens- und hörenswert!

Großer Beifall der knapp 70 Hörer.

Gruß Clemens Schäfer

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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

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