Tastaturen im Barock
chp, Montag, 06. Mai 2013, 12:04 (vor 4863 Tagen)
Hallo,
ich über gerade am Hymnus "Veni Creator" von Nicolas de Grigny. Im 1. Teil - (Plein Jeu) en taille à 5 - hat man in Takt 7 (ohne den Auftakt) mit den Händen A - c' - c'' - e'' zu greifen.
Wie hat man das denn sicher gegriffen? Schmalere Tasten? Überlange Fingernägel? Assistent? Die kurze Oktave im üblichen Layout hilft ja auch nicht weiter. Ich bekomme die Töne ja so eben gegriffen, aber wie soll man da noch etwas gestalten?
Dnake und beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
Tastaturen im Barock
Friedrich
, Montag, 06. Mai 2013, 13:53 (vor 4863 Tagen) @ chp
bearbeitet von Friedrich, Montag, 06. Mai 2013, 14:32
Hallo,
ich über gerade am Hymnus "Veni Creator" von Nicolas de Grigny. Im 1. Teil - (Plein Jeu) en taille à 5 - hat man in Takt 7 (ohne den Auftakt) mit den Händen A - c' - c'' - e'' zu greifen.
Wie hat man das denn sicher gegriffen? Schmalere Tasten? Überlange Fingernägel? Assistent?
Für einen Assitenten war sowieso kein Platz zwischen den Gehäusen. :-)
Die Tasten waren kurz und schmaler als heute üblich; Dezimen dürften zu den Standardgriffen gehört haben. Ich tippe mal, dass der Manual-Tenor auf der dritten Zählzeit in die rechte Hand wanderte, und der Griff c'-c''-es'' (!) dürfte doch einigermaßen zu machen sein. Auf der nächsten Drei ist dann ja auch wieder alles gut, außer dem Wechsel g-c' keine Würgerei mit Binnenfingern oder so.
Bei Grigny muss man, wenn ich mich recht erinnere, genau hinsehen, ob das Pedal fest ins GO koppelte -- ich weiß nicht mehr, wie genau es war, und kann gerade nicht nachschlagen. Im geschilderten Fall dürfte das allerdings keine Rolle spielen.
Gruß,
Friedrich
Tastaturen im Barock
hinterSatz
, Köln, Dienstag, 07. Mai 2013, 01:25 (vor 4863 Tagen) @ Friedrich
bearbeitet von hinterSatz, Dienstag, 07. Mai 2013, 01:33
![[image]](images/uploaded/2013050701302551885931450e7.jpg)
Ich hatte mich grade etwas bezüglich der Hauptwerkssoftware im Netz kundig gemacht und
dabei diese schöne Instrument entdeckt: st-michel-en-thierache.
Ohne für Hauptwerk Werbung machen zu wollen, sind die Demos wirklich sehr schön anzuhören.
Dieses französche Barock"örgelchen" hat eine feste Kopplung des Pedals an die G.O. und kaum
eigene Pedalregister, da würde sich für den de Grigny dann wohl auch eine etwas andere
Spielweise ergeben.
--
"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
Tastaturen im Barock
chp, Dienstag, 07. Mai 2013, 04:55 (vor 4863 Tagen) @ hinterSatz
Hallo,
Danke für den Hinweis. Wenn man den CF hervorheben will (z.B. mit der Trompette 8'), müsste man ihn aber trotzdem ins Pedal nehmen. Im Original-Druck von 1711 (Scan bei IMSLP.ORG) sind die Stimmen auf 3 Systeme verteilt, wobei der CF auf dem mittleren notiert ist, A-c' auf dem unteren und c''-es'' auf dem oberen.
Beste Grüße von der Waterkant
Chirstoph P.
Tastaturen im Barock
chp, Dienstag, 07. Mai 2013, 18:42 (vor 4862 Tagen) @ hinterSatz
Tastaturen im Barock
hinterSatz
, Köln, Mittwoch, 08. Mai 2013, 00:04 (vor 4862 Tagen) @ chp
Ein eher versteckter Hinweis, eine sonstige Aussage zu der vorhandene Koppelanlage habe ich nicht gefunden, die abgebildeten Koppelzüge sind wohl die aus Hauptwerk.
"The pedal is coupled permanently to G.O. (in Hauptwerk, this coupler is visible and can be switched off or on)."
http://www.sonusparadisi.cz/en/organs/major-european-schools/st-michel-en-thierache.html
--
"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
Tastaturen im Barock
chp, Dienstag, 07. Mai 2013, 04:46 (vor 4863 Tagen) @ Friedrich
Hallo,
Ich tippe mal, dass der Manual-Tenor auf der dritten Zählzeit in die rechte Hand wanderte, und der Griff c'-c''-es'' (!) dürfte doch einigermaßen zu machen sein.
ja klar, es'', sorry. Ich greife A-c' links und c''-es'' rechts, c'-c''-es'' schaffe ich nicht rechts. Außerdem hat man auf der 3. Zählzeit B-f-b'-d'' und alles ist gut. Danke für die Hinweise!
Beste Grüße
Christoph P.
Tastaturen im Barock
hinterSatz
, Köln, Mittwoch, 08. Mai 2013, 02:58 (vor 4862 Tagen) @ chp
Als wenns mit dem Fingersatz nicht genug Stress wäre, hier noch ein paar Anmerkungen zum richtigen Registrieren, die Sache mit dem dünn besetzten Pedal kommt hier auch zur Sprache.
St.Gallener Orgelfreunde
-:)
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"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm