2 x Dubois in St. Lambertus, D-Altstadt

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Dienstag, 07. Mai 2013, 11:58 (vor 4862 Tagen)

Hallo Forum,

Im Mai-Konzert der “Internationalen” an St. Lambertus traten Lidia Ksiazkiewicz-Dubois und Vincent Dubois auf. Beide hatten für ihren Programmteil jeweils eine Art Orgelsymphonie zusammengestellt.

Vincent Dubois begann mit Cortège et Litanie. Die Litanei faßte er als andächtig gesprochene auf, nicht als Rap. Und so war das Tempo verhalten. Da aber Dupré im C-Teil das Cortège-Thema der Litanei unterlegt, mußte dieses auch im A-Teil entsprechend ruhig ausfallen. Das bekam der Musik keineswegs schlecht! Ein wohldurchdachter, tiefer Beginn. Sein zweites Stück war die Suite op. 5 von Duruflé. Düster und untergründig wurde das Praeludium zelebriert. Auch das Sicilienne war kaum aufgeheitert, perfekt und atemberaubend die Toccata. Ruhig und ohne Aufhebens saß Dubois an der Konsole, bescheiden nahm er zwei Vorhänge, dann ging seine Frau ans Werk.

Die stellte den Choral Nr. 2 h-moll an den Anfang und ließ diesen schön aussingen. Der große Aufschrei gelang gut, herrlich ausgekostet der ruhige Schluß. Schnell schloß sie das Andante sostenuto aus Widors Neunter an. Immer wieder faszinierend das fast etwas kalte Mondlichtregister in der Führungsstimme. Am Ende stürzte sich Lidia Ksiazkiewicz-Dubois mit Verve in die Toccata aus op. 53 (Nr. 6) von Vierne. Sie kann es gleichfalls!

Die rund 100 Hörer applaudierten den sympatischen Künstlern heftig. Beide hatten auswendig gespielt. Die Dämmerung brach herein, und so war es an der Zeit, eine kleine Nachtmusik (KV 525, 1. Satz, mit allen Wiederholungen) als Zugabe vierhändig zu geben.

Gruß Clemens Schäfer

P.S. Im nächsten Konzert dieser Reihe spielt am 03.06.2013, 19:30h, Giampaolo di Rosa aus Rom Werke von Beethoven (Transkr. von op. 31.1) und Reubke.

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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)


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