Und nochmal Loccum: Bach-Probleme...

SKB, Freitag, 10. Mai 2013, 19:01 (vor 4907 Tagen) @ Friedrich

Viele Organisten sind einfach gar nicht mehr in der Lage mit einer Orgel umzugehen bei der mal ein bisschen Arbeit und Köpfchen gefragt ist, so finde ich. Loccum ist eben anders, angenehm anders. Aber hier hat sich bisher noch niemand positiv geäußert, was ich sehr schade finde da ich einen GUTEN EIndruck von der Orgel habe.


Offenbar haben sich doch gleich eine Menge Organisten spielend mit der Orgel befasst und sind dabei an Grenzen gestoßen. Das können natürlich sowohl Grenzen des Instruments als auch der Spieler und ihrer Erwartungen sein. Aber den Generalverdacht, dass da keiner bereit war, sich auf die Orgel einzulassen, würde ich doch nicht leichtfertig erheben.

Kein Zweifel, dass sich die Planer etwas bei dieser Konzeption gedacht haben. Aber das gleiche gilt auch für die Orgelbauer und -planer vor fünfzig Jahren. Und damals wie heute kann das mit dem "sich was denken" gut- oder schiefgehen.

Gruß,
Friedrich


Es ist da vielleicht auch das "Problem" entstanden, dass der schlussendlich bestimmende Faktor dazu, ob ein Instrument "funktioniert" oder nicht, hier "umgedreht" wurde - dadurch, dass der Intonateur und sein Team, das das Konzept der Wechselschleife über eine gewisse Zeit hin weiterentwickelt und schlussendlich zur Perfektion gebracht haben (Eibingen, Heilbronn-Böckingen etc.) bei der Intonation dieser Orgel nicht mehr vor Ort waren; dass eine neue Mannschaft quasi nacherarbeiten musste, was andere erdacht hatten.
Ich würde das Konzept einer Wechselschleife deswegen nicht verteufeln - wenn alle Faktoren (Disposition und Konzeption, Mensurierung, Intonation) stimmen und der Organist auf seine Ohren und das dazwischen achtet, sind da meiner Meinung nach bei Orgeln fast beliebiger Größe wunderbare Dinge möglich.
Wenn es in Loccum nun einige offene Fragen gibt, ist das eher einem unglücklichen Lauf der Dinge zuzuschreiben...

Viele Grüße


gesamter Thread:

 

powered by my little forum