nmz-Beitrag zu Orgel und Orgelpädagogik
Cor de Basset, Mittwoch, 29. Mai 2013, 13:56 (vor 4841 Tagen)
Entdeckt in der nmz - Neue Musikzeitung:
Wege aus der Vereinnahmung eines Instruments
nmz-Beitrag zu Orgel und Orgelpädagogik
Contrebasson 32'
, Mittwoch, 29. Mai 2013, 14:42 (vor 4841 Tagen) @ Cor de Basset
bearbeitet von Contrebasson 32', Mittwoch, 29. Mai 2013, 15:48
Entdeckt in der nmz - Neue Musikzeitung:
Wege aus der Vereinnahmung eines Instruments
Allein beim Titel "Vereinnahmung eines Instruments" und der Rede von der "Vereinnahmung" durch "christliche Machthaber" in den ersten Zeilen bekomme ich Läuse. Das ist mal wieder eine wunderbare Verdrehung bzw. Umdeutung historischer Tatsachen, wie ich sie eigentlich nur aus den großen deutschen Mainstream-Medien kenne...
Ansonsten ist der Artikel wohl doch lesenswert.
Beste Grüße
Contrebasson 32'
nmz-Beitrag zu Orgel und Orgelpädagogik
Florian-L, Mittwoch, 29. Mai 2013, 16:22 (vor 4840 Tagen) @ Cor de Basset
Entdeckt in der nmz - Neue Musikzeitung:
Wege aus der Vereinnahmung eines Instruments
Und hier ein ergänzender Artikel (englisch).
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
nmz-Beitrag zu Orgel und Orgelpädagogik
Hausorgler
, Feldkirch/Vorarlberg, Mittwoch, 29. Mai 2013, 19:01 (vor 4840 Tagen) @ Cor de Basset
Diesen Absatz finde ich besonders bedenkenswert:
"Interessierte Kinder, die noch zu klein sind, um an das Pedal einer herkömmlichen Pfeifenorgel heranzureichen, werden in der Regel auf einen späteren Unterrichtsbeginn vertröstet, die Zeit bis dahin wird mit Klavierunterricht überbrückt. Zu Recht prangerte Maximilian Schnurrer bereits vor einigen Jahren vor den Leserinnen und Lesern der nmz diese gängige Methode an und wies darauf hin, welche negativen Konsequenzen der leichtfertige Umgang mit der Motivation von jungen Instrumentalschülerinnen und Instrumentalschülern hat.6 Trotzdem folgt man hierzulande lieber dem ausgetretenen Pfad der Bequemlichkeit, als sich mit neuen instrumentalen Konzepten auseinanderzusetzen bzw. die Verantwortung für deren Entwicklung und Umsetzung zu übernehmen.7 Ganz nebenbei spart man sich als Lehrperson dadurch auch den Mehraufwand, der mit dem Unterricht von Kindern ohne Vorkenntnisse, für den es bislang nur wenig verwendbares Material gibt, einherginge.8 Dass der unkritische Umgang mit starren Lernvoraussetzungen hinsichtlich Alter, Körpergröße und musikalisch-spieltechnischer Vorkenntnisse am Klavier einer breiten Nachwuchsförderung nicht dienlich ist, versteht sich genauso wie die unweigerliche Konsequenz, dass auch die künstlerische Spitzenförderung so letzten Endes auf der Strecke bleiben muss."
Vor einigen Jahren war ich in der Kathedrale in Vaduz. Der Domorganist gab gerade einem kleinen Mädchen Orgelunterricht. Und er sagte genau dasselbe: Das Kind möchte Orgel lernen und nicht Klavier. Also bekommt es eben Orgelunterricht. Er verwies dann auf Rheinberger, welcher in dieser Kirche schon als Kind/Jugendlicher spielte. Und weil seine Füße das Pedal noch nicht erreichen konnten, hatte man ein Überpedal zum draufsetzen gebaut, so daß er auch Pedalspielen konnte. Von daher sehe er es als seine Pflicht an, Kinder nicht abzuweisen und im Klavierunterrich zu parken.
nmz-Beitrag zu Orgel und Orgelpädagogik
Bauernflöte 2'
, Donnerstag, 30. Mai 2013, 11:26 (vor 4840 Tagen) @ Hausorgler
bearbeitet von Bauernflöte 2', Donnerstag, 30. Mai 2013, 11:48
nmz-Beitrag zu Orgel und Orgelpädagogik
Florian-L, Freitag, 31. Mai 2013, 07:50 (vor 4839 Tagen) @ Bauernflöte 2'
Mit dem Thema Orgelunterricht für Kinder habe ich mich auch in meiner Magisterarbeit beschäftigt und eine Umfrage durchgeführt. Dabei ging es auch um die Frage nach geeigneten Übemöglichkeiten. Die Auswertung stelle ich allen Interessierten gerne zur Verfügung:
Umfrage
Vielen Dank!
Sehr interessant auch Punkt 15 ("Was ich sonst noch anmerken möchte"), wo auch auf "kindgerechte" Literaturstücke eingegangen wird.
Mir ist schon bewusst, dass sich wohl keine allgemeinen Angaben machen lassen, aber mit welchem Anspruch gehen Kinder an die Orgel heran?
Natürlich, die schiere Größe des Instrumentes allein und dass auch mit den Füßen gespielt wird, ist faszinierend. Aber wie viele möchten sich tatsächlich näher damit befassen, fühlen sich nicht nur von der Klangfülle angesprochen, sondern tatsächlich auch von der Literatur für Orgel und wollen nicht nur mal kurz eben "Phantom der Oper" spielen.
Oder sollte man in den ersten Lehrjahren doch mehr auf die Wünsche der Schüler eingehen, wenn sie etwa ihre Lieblingssongs aus dem Radio an der Orgel spielen möchten?
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-