Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Da wir im alten Forum auch schon darüber gesprochen hatten, möchte ich Euch folgenden Link nicht vorenthalten:
Der Ausverkauf geht weiter
Gruß
Dieter
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Aber wer will denn so ein Teil haben?
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Information zur neuen Orgel gibt es hier:
http://www.kirchenmusik-kaufbeuren.de/_orgel/konzept.html
Gruß, Florian
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"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Oha - Druckfehler? Oder geht das Pedal tatsächlich nur bis g0?!
Mit dem "reichen Schatz an barocker evangelischer Kirchenmusik" könnte es dann aber schwierig werden ;)
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Aber wer will denn so ein Teil haben?
... ich bekenne mich schuldig.
Sehr farbige Disposition, Schweller nach damaliger Lehrmeinung v.a. mit kleinfüßigen Registern besetzt (nach Klotz ergibt nur das Sinn, weil die klangliche Wirkung am stärksten sei), und ein Instrument, bei dem man noch toll mit synthetischen Klängen arbeiten kann - und das für nicht ganz € 60.000,- ?
In St. Nikolai, Rostock steht eine Schmid von 1971, die ursprünglich im bayerischen Rummelsburg erklang - tut ganz wunderbar in dieser Backsteingotik und ist ein, finde ich, wirklich richtig, richtig tolles Instrument!
Viele Grüße
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Information zur neuen Orgel gibt es hier:
http://www.kirchenmusik-kaufbeuren.de/_orgel/konzept.html
Zitat von der verlinkten Seite:
"Der schön gelungene Prospektentwurf nimmt in wunderbarer Weise die Formensprache des Raumes auf und korrespondiert mit dem dynamischen Schwung der Empore und den Rundungen der Decke."
"Schön gelungen, wunderbare Weise, dynamischer Schwung": Da kann man nur sagen: Nein.
Was für eine gigantische Geschmacksverirrung! Macht die Kirche kaputt. Aber bitte, wenn sie schon mal dabei sind.
Gruß,
Friedrich
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Information zur neuen Orgel gibt es hier:
http://www.kirchenmusik-kaufbeuren.de/_orgel/konzept.html
Zitat von der verlinkten Seite:
"Der schön gelungene Prospektentwurf nimmt in wunderbarer Weise die Formensprache des Raumes auf und korrespondiert mit dem dynamischen Schwung der Empore und den Rundungen der Decke.""Schön gelungen, wunderbare Weise, dynamischer Schwung": Da kann man nur sagen: Nein.
Was für eine gigantische Geschmacksverirrung! Macht die Kirche kaputt. Aber bitte, wenn sie schon mal dabei sind.Gruß,
Friedrich
@Friedrich:
Ich fürchte, wir haben da mal wieder ähnliche Ansichten.
@SebastianKB:
Schön, dass Du so für die Rostocker Nikolai-Orgel schwärmst! Ich hatte neulich wieder dran Dienst - ja, sie ist besser als ihr Ruf, der Raum hilft natürlich sehr. Die Zungen sind allerdings schon fragwürdig, im Sinne von: Die würde ich nicht unbedingt bewahren wollen, wenn es meine Dauer-Dienst-Orgel wäre.
2011 bringt dort ein reines sowie ein Mix-Orgelkonzert des Johannis-Kollegen Markus Langer (seine Einladung zum Probedirigat in Windsbach sorgte in der Stadt für Unruhe....).
Und wir machen Bernsteins Chichester Psalms und John Rutters "Mass of the Children" im Juni, beides in den kleinen Fassungen. Da wird die Orgel auch gut zeigen können und müssen, was sie bringt. Ich hoffe, dass wir sie gut "anglisiert" kriegen!
Wenn man länger suchen würde, fände sich sogar auf deutschem Boden sicher noch manch große orgellose Backsteinkirche für das Kaufbeurer Gerät. Allerdings zeigte sich auch bei uns damals schon, dass der Kaufpreis ja das kleinste Problem ist. Die Umsetzung hierher kostete meines Wissens 80.000 EUR. Trotzdem unterm Strich ein Schnäppchen. Denn eine schöne Wegscheider-Kleinorgel (beispielsweise) gibt's dafür auch noch nicht.
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Aber wer will denn so ein Teil haben?
Hallo,
na ja, es handelt sich hierbei nicht um irgendein "Teil", sondern um ein bemerkenswertes Instrument in mehrfacher Hinsicht. Zum einen wurden hier erstmals in der Geschichte des Orgelbaus 5 Manuale bei rein mechanischer Spieltraktur und rein mechanischen Koppeln gebaut. Man will es fast nicht glauben, aber man kann mit sämtlichen Koppeln durchaus spielen. Zum anderen wurde alles, bis auf das Gebläse, in ca. 20000 Arbeitstunden über Jahre hinweg in Schmids eigener Werkstadt gebaut. Desweiteren wurden nur ca. 30-40 Register auf 3 Manuale bestellt und bezahlt, den Rest baute Gerhard Schmid umsonst dazu. Nicht zu vergessen ist, dass Gerhard Schmid ein Gemeindemitglied dieser Gemeinde war und die Orgel oft selbst gespielt hat (Schmid war akademisch ausgebildeter Organist). Im alten Forum waren einige Mitschreiber dabei (z.B. "organoedus senior" und der ist gewiss nicht irgendwer), die das Instrument lange und gut kannten und schätzten. Dieses Instrument abzubauen und gegen ein Instrument einzutauschen dass weder regionalen, künstlerischen noch persönlichen Bezug zu dieser Kirche hat, finde ich schon sehr bedenklich. Zudem frage ich mich was eine französisch inspirierte Orgel in einer Saalkirche des 18. Jahrhunderts zu suchen hat. Also lieber Orgelwilli, ein bisschen objektiver bitte, auch wenn Ihr Klangideal ein anderes ist.
l.g. Franz
Edit: Die Geschichte mit den 5 Manualen habe ich verwechselt. Das dürfte "unsere" Schmidorgel in Landshut sein (5 Manualen, 77 Register, 1964)
Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren
Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, daß irgendjemand dieses "Teil" haben will.....
meint ganz "subjektiv"
der
orgelwilli