„Klang“-Verschleiß

Friedrich @, Montag, 20. Oktober 2025, 14:31 (vor 315 Tagen) @ HARP64

Meine These beruht jetzt allerdings auf der Annahme, dass z. B. das vielgenutzte C, D, und F im Pedal gewissermaßen abgenutzt klingt (schwächer, weniger füllig), wohingegen Es, Fis und As ein wenig frischer, präsenter und fülliger klingen. Es fällt mir besonders bei den Tiefen im Pedal auf. Gibt es so eine Abnutzung des Materials nur durch Setzung, Luftabrieb, Materialermüdung durch Schalleinwirkung?

Wenn es so einen Effekt gibt, müsste er mit der Nutzung der Orgel zu tun haben. Wenn Chorälepumpen im Kantionalsatz ihre Hauptaufgabe ist, könnte es sein, dass bestimmte Pfeifen und vor allem bestimmte Lage weniger benutzt werden und andere mehr -- das würde sich dann aber an den Tastaturen zeigen (siehe aktuelle Fotos z. B. von Saint-Ouen -- erschütternd).

Wenn auf der Orgel aber regelmäßig Bach und Späteres gespielt wird -- und da zählt auch üben --, dann sollte eigentlich keine Tonhöhe auf Dauer vernachlässigt werden. Spätestens er nutzt den vollen Umfang und alle Töne regelmäßig und systematisch aus, jedenfalls den seiner Zeit (C bis c''').


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